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Wie die sieben Geheimnisse offenbart wurden (Fünfte Teil)

11.07.2019  •  Aus diePosaune.de
 

Fortgesetzt von Wie die sieben Geheimnisse offenbart wurden (Vierter Teil)

„Klein beigeben“

Dies ist nicht der Ort für eine eingehende Beschreibung meiner Bibel-Recherchen und meiner Bekehrung. Ich hatte ursprünglich beweisen wollen, dass „all diese Kirchen doch nicht unrecht haben konnten, weil sie sich in ihren Lehren auf die Bibel stützen“! Heraus kam dabei der unwiderlegliche Beweis für die göttliche Inspiration und die absolute Autorität der Bibel (im Urtext) als das offenbarte Wort Gottes. Selbst alle darin enthaltenen sogenannten Widersprüche stellten sich bei unvoreingenommener Prüfung als gegenstandslos heraus.

Das Allerschwierigste für einen Menschen ist, zuzugeben, dass er im Unrecht gewesen ist. Für mich war es nicht leichter als für andere. Doch Gott hatte mich durch äußere Umstände dahin gebracht, dass ich dazu bereit war.

Immer noch widerstrebend, immer noch zähneknirschend, musste ich „klein beigeben“ in Bezug auf den „Fanatismus“ meiner Frau. Es widersprach dem, was ich damals glauben wollte. Doch mein Hochmut war mir ausgetrieben worden. Ich musste bewiesene Wahrheit anerkennen, so schwer es mir auch fiel!

Ja, es war demütigend, zugeben zu müssen, dass im schwersten Streit, der je zwischen uns gekommen war, meine Frau recht behalten und ich unrecht gehabt hatte.

Ernüchterung

Und zu meiner großen Bestürzung fand ich, dass viele populäre Lehren und Praktiken der Kirchen nicht in der Bibel, sondern, wie historische Nachforschungen bewiesen, im Heidentum wurzelten. Zahlreiche biblische Prophezeiungen sagen das auch voraus. Erstaunliche, kaum glaubliche Wahrheit: Quelle dieser verbreiteten Lehren und Praktiken der Namens-Christen ist großenteils das Heidentum und allzu menschliche Traditionen, NICHT die Bibel!

Erst hatte ich bezweifelt, dann Indizien gesucht, dann Beweise gefunden, dass Gott existiert – dass die Heilige Schrift wortwörtlich seine inspirierte Offenbarung und Lebensanleitung für den Menschen ist. Ich hatte gelernt: Gott hat vor allem auch mit Gehorsam zu tun. Herrgott heißt Herrscher –jemand, der Gehorsam fordert. Die meisten Menschen, merkte ich, gehorchen falschen Göttern, rebellierten gegen den wahren Schöpfer, den höchsten Herrn des Universums.

Es ging bloß um den einen Punkt: Gehorsam gegenüber Gott.

Das Erkennen der Wahrheit führte mich an einen Scheideweg in meinem Leben. Sie annehmen hieß: mich zu bescheidenen, demütigen Menschen gesellen, Menschen, die ich bisher von oben herab betrachtet hatte. Es hieß, mich trennen von den Hohen und Mächtigen und Reichen dieser Welt, zu denen ich bisher hingestrebt hatte. Es hieß: endgültiges Fahrenlassen der Eitelkeit. Es hieß: völlige Lebensumkehr!

Kampf auf Leben und Tod

Es hieß: echte Reue, denn jetzt sah ich, dass ich Gottes Gesetz gebrochen hatte. Ich hatte gegen Gott rebelliert, und das nicht nur gegen das Sabbatgebot, sondern auch in vielen anderen Bereichen. Es hieß: Umorientierung, hin zum Weg gottes – zum Weg seiner Bibel – zum Leben nach einem jeglichen Wort der Bibel statt nach den Maximen der menschlichen Gesellschaft und den Begierden des Fleisches und der Eitelkeit.

Es ging darum, welchen Weg ich für den Rest meinen weiteren Lebens gehen würde. Ich hatte meinen Scheideweg erreicht.

Ich hatte mein Damaskus erlebt. Gott hatte es bewirkt – wenn es mir damals auch noch nicht bewusst war. Mehrfacher beruflicher Ruin hatte mein Selbstvertrauen untergraben, den alten Geist gebrochen. Das Ich in mir wollte nicht sterben. Es begehrte auf, wollte die schmähliche Niederlage überwinden, wollte wieder den breiten und populären Weg der Eitelkeit, den Weg dieser Welt gehen.

Ich war Teil dieser Welt gewesen. Was ich damals nicht wusste: Unsere Welt ist nicht Gottes, sondern Satans Welt. Gottes Wahrheit anzunehmen, soviel wurde mir klar, hieß: aus der Welt herausberufen zu werden – die Welt und ihre Wege hinter sich zu lassen, zum großen Teil auch die alten Freunde und Bekannten. Die Welt mit ihren Wegen, Interessen, Freuden aufzugeben, das war wie sterben. Und sterben wollte ich nicht. Ich glaube, dies ist eine der größten Bewährungsproben, die Gott dem Berufenen schicken kann: die Welt und die Teilhabe an ihr aufzugeben. Aber der Weg der Welt war falsch, das wusste ich jetzt! Auch, dass der Sold dieses Weges letztlich der Tod war. Doch ich wollte jetzt noch nicht sterben! Wahrlich, es war ein Kampf um das Leben – ein Kampf auf Leben und Tod. Und am Ende verlor ich den Kampf, wie ich in den letzten Jahren alle weltlichen Kämpfe verloren hatte.

In meiner Verzweiflung warf ich mich Gott zu Füßen. Wenn er von meinem Leben Gebrauch machen konnte, wollte ich es ihm schenken – nicht durch den physischen Freitod, sondern als lebendiges Opfer, als Opfergabe, deren er sich bedienen konnte. Es war mir nichts mehr wert. Ich kam mir wie ein wertloses Stück Müll vor, das kaum noch würdig war, auf den Müllhaufen geworfen zu werden.

Jesus Christus hatte mein Leben durch seinen Tod erkauft. Es gehörte in Wirklichkeit ihm, und ich sagte ihm, er könne es nun haben!

Von da an lag mein nichtswürdiges Leben allein in Gottes Hand. Ich selbst konnte mir nicht vorstellen, dass es für ihn irgendwelchen Wert hatte. Doch wenn er mich irgendwie als Werkzeug benutzen konnte, so sollte er es tun.

FREUDE in der Niederlage

Diese Kapitulation vor Gott – diese Reue – dieses Aufgeben der Welt, des Freundeskreises, des ganzen bisherigen Seins – war die bitterste Pille, die ich je zu schlucken hatte. Aber auch die einzige Medizin in meinem Leben, die je wirklich Heilung brachte!

Denn diese Niederlage brachte mir, wie ich nachgerade merkte, Freude in einem Maße, wie sie sich nicht beschreiben lässt. Schon beim Studium der Bibel – bei der Entdeckung neuer, bisher meinem Bewusstsein verborgener Wahrheiten, hatte ich Freude empfunden. Und unsagbare Freude schenkte mir nach meiner Kapitulation vor Gott das Bekenntnis zu Jesus Christus als persönlichem Heiland und meinem derzeitigen Hohenpriester.

Alles begann ich nun in einem neuen, anderen Licht zu sehen. Warum war es denn so schwierig und schmerzhaft gewesen, mich meinem Gott und Schöpfer zu öffnen? Warum so schmerzhaft, Gottes richtige Wege zu befolgen? Warum? Nun kam ich zu einer ganz neuen Lebenseinstellung.

Es erschloss sich mir in meinem Leben eine neue Gemeinschaft, eine neue Freundschaft. Langsam wurde ich mir eines Kontaktes, einer Gemeinschaft mit Christus und mit Gott dem Vater bewusst.

Wenn ich die Bibel las, dann sprach Gott zu mir, und ich hörte jetzt liebend gern zu! Ich fing an zu beten und wusste, dass ich im Gebet mit Gott sprach. Gewiss, ich kannte ihn noch nicht gut. Aber mit fortwährendem Kontakt, mit fortwährendem Gespräch lernt man jemanden immer besser kennen.

So setzte ich meine biblischen Recherchen fort. Was ich dabei in Erfahrung brachte, begann ich in Artikelform niederzuschreiben. Eine Veröffentlichung plante ich damals nicht. Ich schrieb die Artikel rein für meinen Privatgebrauch. Es war ein Mittel, Gelerntes zu vertiefen.

Heute kann ich nun mit Paulus sagen, „dass das Evangelium, das von mir gepredigt ist, nicht von menschlicher Art ist. Denn ich habe es nicht von einem Menschen empfangen oder gelernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi … Als es aber Gott wohlgefiel … dass er seinen Sohn offenbarte in mir … da besprach ich mich nicht erst mit Fleisch und Blut, ging auch nicht [auf theologische Seminare, sondern wurde unterrichtet durch Jesus Christus, das Wort Gottes in geschriebener Form]“ (Galater 1, 11-12 u. 15-17).

Das ist der Grund, weshalb ich sagte, mein schmerzliches Erlebnis, meine schmerzliche Umkehr bei meinen Recherchen sei einmalig gewesen unter allem, was Menschen in unserer Zeit erlebten. Ich kenne kein anderes religiöses Oberhaupt auf der Welt, das auf ähnliche Weise zu seinen Lehren gelangt wäre. Die religiösen Lehren dieser Welt stammen nicht von Gott! Nur Gott hat recht, ist unfehlbar!

Im Frühjahr 1927 war mein Verstand gereinigt und leergefegt worden von früheren Annahmen und Lehren – und harte Prüfungen hatte ich erlebt.

Zwei totale beruflich-geschäftliche Zusammenbrüche lagen hinter mir, was mich frustrierte.

Und anschließend hatte ich eingestehen müssen, dass alles, woran ich bisher in religiöser Hinsicht geglaubt hatte, falsch gewesen war. Nicht nur meine, auch die Glaubenssätze der Kirchen verstießen gegen Gottes Wahrheit!

Ich war gedemütigt worden, hatte meine Nichtswürdigkeit und Unzulänglichkeit eingesehen. Ich war überwunden worden vom großen majestätischen Gott – zu einer echten Reue geführt, zu neuem, felsenfestem Glauben an Jesus Christus und Gottes Wort. Zur völligen Unterwerfung unter Gott und sein Wort.

Ich wurde getauft, und der Empfang des Heiligen Geistes schenkte mir die unaussprechliche Freude, Gott und Jesus Christus zu kennen – Wahrheit und die Wärme der göttlichen Liebe zu kennen!

Was ich einst hasste, liebte ich jetzt. Die tiefste und dauerhafteste Beglückung meines Lebens fand ich darin, immer wieder neue Goldkörner an Wahrheit aus dem Wort Gottes auszugraben. Jetzt erfasste mich eine neue Begeisterung im Bibelstudium.

Und im Laufe der Jahre wurde ich zur Erkenntnis dieser sieben biblischen Geheimnisse geführt, die schon seit Urzeiten den Menschen beschäftigen; und dazu, die eine, wahre Kirche Gottes zu finden, die Jesus Christus am Pfingsttag des Jahres 31 gegründet hat.

Verfechter der Evolutionstheorie, Lehrer, Wissenschaftler und Theologen haben sich vergeblich darum bemüht, das Geheimnis der Zeitalter zu lösen – den Ursprung der Materie, des Universums, des Menschen aufzudecken – das Geheimnis der Menschheit zu ergründen. Trotz aller überwältigender Fortschritte wuchsen die Probleme der Menschen – die großen Geister haben viel Unglaubliches vollbracht, doch die menschlichen Probleme vermochten sie nicht zu lösen.

Im folgenden lege ich dem Leser einen erstaunlichen, rationalen Durchbruch des gesunden Menschenverstandes über die sieben großen Geheimnisse offen, die aller Welt ein Rätsel sind. 

Wird fortgesetzt...

De Moa