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Wer und was ist Gott? (Siebter teil)

Geheimnis de Zeitalter - Kapitel Eins

Fortgesetzt von Wer und was ist Gott? (Sechste teil)

Falsche Schriftstellen hinzugefügt

Die wenigen Bibelstellen, die Anhänger der Trinität zu ihren Gunsten anführen, sind teils auch noch unecht (so etwa ein Einschub in 1. Johannes 5, 6-8, der die Trinität zu stützen scheint und in manchen Übersetzungen in Klammern hinzugefügt ist und lautet: „Drei sind es, die Zeugnis ablegen: [im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist, und diese drei sind eins. Und drei sind es, die Zeugnis geben auf Erden]: der Geist, das Wasser und das Blut; und diese drei sind eins.“ Dieser Einschub taucht im vierten Jahrhundert, auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzung zwischen Rom und Arius von Alexandria, als Zusatz in der lateinischen Vulgata auf und ist in keinem der älteren griechischen Manuskripte enthalten, ebenso nicht in modernen, philologisch korrekten Übersetzungen).

Bibelkommentare erklären, dass diese Worte weder im Manuskript des Apostel Johannes, noch in irgendwelchen, existierenden frühen Exemplaren zu finden sind. Der Apostel Johannes spricht in seinen drei Briefen und in der Offenbarung von „dem Vater und … Sohn“ (1. Johannes 1, 3), aber niemals von „dem Vater und dem Wort“, außer in diesem nicht inspirierten Teil von 1. Johannes 5, 7-8.

Es gab einen echten Grund, warum der Erzverführer Satan diesen falschen Vers in der lateinischen Vulgata hinzugefügt haben wollte, aus der er sich in die autorisierte Version einschlich. Denn die Trinität widerspricht dem Evangelium Jesu Christi und hebt es vollständig auf. Sein Evangelium ist die Botschaft, die er von Gott dem Vater der Menschheit überbrachte, die gute Nachricht vom kommenden Reich Gottes! Und das ist es, was Satan in erster Linie bekämpfen will. Das wird im folgenden noch deutlich werden.

Ein weltbekannter Evangelist hat gesagt: „Als ich vor Jahren erstmals die Bibel studierte, stellte sich mir die Trinitätslehre als eines der komplexesten Probleme dar, die es gab. Ich konnte es nie zur Gänze bewältigen, denn es enthält einen Aspekt des Unergründlichen. Obschon ich sie bis heute nicht ganz verstehe, akzeptiere ich sie als Offenbarung Gottes. … Die Trinität zu erklären und zu veranschaulichen ist eine der schwierigsten Aufgaben für einen Christen.“

Fälschlich zur Person erhoben wird der Heilige Geist im Deutschen zuweilen auch dadurch, dass aus dem Personalpronomen er auf seine personale Natur geschlossen wird. Das ist unzulässig: denn die deutsche Sprache verfährt mit dem grammatischen Geschlecht allgemein sehr willkürlich (auch rein sächliche Dinge sind oft männlich oder weiblich). Man kann daraus auf keinen Fall ableiten, dass es sich um eine Person handeln muss.

Die Ausgießung des Heiligen Geistes

Der Heilige Geist kam vom Himmel, deutlich hörbar, wie das Rauschen eines großen Windes, „und erfüllte das ganze Haus, da sie saßen“. Dann erschien der Heilige Geist, wurde sichtbar: „Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt, wie von Feuer; und er [der Heilige Geist in Form von zerteilten Feuerzungen] setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen …“ (Apostelgeschichte 2, 2-3). In Vers 18 zitiert Petrus den Propheten Joel: „… ich [will] … von meinem Geist ausgießen …“ Der Heilige Geist kann, wie Wasser oder eine andere Flüssigkeit, „ausgegossen“ werden. Kann man eine Person in jemand anderes ausgießen – wie z.B. von Gott aus in die versammelten Jünger? Johannes 7, 37-39: „Aber am letzten Tage des Festes, welcher der höchste war, trat Jesus auf, rief und sprach: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geist, welchen empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da, denn Jesus war noch nicht verherrlicht“.

Und Apostelgeschichte 10, 45 sagt, „dass auch auf die Heiden die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen ward“.

Zusammenfassung

Als kurzes Fazit: Gott ist eine Familie, derzeit bestehend aus den zwei Personen aus Johannes 1, 1-4, aber mit vielen tausend Menschen in Gottes wahrer Kirche, die bereits von Gottes Geist gezeugt sind und bald, bei Christi Rückkehr zur Erde, in diese göttliche Familie hineingeboren werden. Jesus Christus wurde durch seine Auferstehung zum Sohn Gottes geboren (Römer 1, 4) – als erster der auf diese Weise in die Gottfamilie Hineingeborenen (Römer 8, 29).

Sowohl Gott als auch Christus sind geistbeschaffen, sind geformt und gestaltet wie Menschen, aber mit Augen wie Feuerflammen und Gesichtern so hell wie die Sonne!

Gott ist Schöpfer von allem, was existiert. Gott und das Wort (der spätere Christus) existieren beide seit Ewigkeit, waren vor allem anderen da. Von ihnen geht der Geist Gottes aus, durch den Gott allgegenwärtig und allwissend ist. Gott der Vater ist der göttliche Vater der Gottfamilie, in welche die wahrhaft bekehrten Christen später hineingeboren werden. 

Fortgesetzt in Das Geheimnis Der Engel Und Bösen Geister (Erster Teil)

De Moa