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Das Geheimnis der menschlichen Zivilisation (Zweiter Teil)

Geheimnis de Zeitalter - Kapitel Vier

Fortgesetzt von Das Geheimnis des Menschen (Erster Teil)

Was wäre geschehen, wenn Adam vom Baum des Lebens gegessen hätte?

Wie hat der materielle und charakterliche Niedergang angefangen?

Hätte Adam vom angebotenen Baum des Lebens gegessen, hätte sich die menschliche Zivilisation ganz anders entwickelt. Friede, Glück, Freude, Gesundheit und Fülle hätten sich über die Erde verbreitet.

Was geschah stattdessen?

Adam maßte sich selber die Erkenntnis nicht nur des Bösen, sondern auch des Guten an. Aber es war nur menschliches Gutes, prinzipiell nicht höher als das fleischlich-menschliche Niveau des menschlichen Geistes in ihm. Er verwarf Gottvertrauen und baute stattdessen rein auf eigene Erkenntnis, Fähigkeit und Kraft – die sich auf die fleischlich-menschliche Ebene beschränkten, verführt und geführt vom pervertierten Satan.

Hätte Adam vom Baum des Lebens gegessen, hätte er ohne Zweifel die Nachfolge Satans auf dem Erdenthron angetreten und hätte die Herrschaftsordnung Gottes wiederhergestellt, befähigt, beeinflusst und geleitet vom ewigen Gott. Doch er erlaubte Satan, auf sein Denken Einfluss zunehmen. Er ließ sich gewissermaßen von Satan kidnappen und gefangennehmen.

So warf sich der erste geschaffene Mensch gegen Gott auf und beschloss, seine eigenen Wege zu gehen. Adam tat es bewusst, aber wohl nicht in böser oder mutwilliger Absicht.

Bereitwillig ließ sich Adam von Satan gefangennehmen, bereitwillig folgte er Satan, dem größten Kidnapper aller Zeiten.

Eine Welt gefangengehalten

Eingeschaffen war Adam das Potential, als Sohn Gottes geboren zu werden. Er war noch nicht gezeugt als Kind der Gottfamilie, aber das Potential dazu hatte er. Nun freilich, da er sich durch „Eigenmächtigkeit“, durch Verstoß gegen ein ausdrückliches Gebot Gottes, auf Satans Weg begeben hatte, wurde er geistlich zu Satans Eigentum. Praktisch hatte er sich der Regierung Satans unterworfen und sich das Gesetz dieser Regierung zu eigen gemacht – das Gesetz der Eitelkeit und Ichbezogenheit – das automatisch zu Haltungen der Selbstverherrlichung führt, zu Habgier und Konkurrenzkampf, zu Raffgier statt zu Gottes Weg des Gebens.

Alle Menschen stammen von Adam und Eva ab. Mit ihnen hat die heutige Welt ihren Anfang genommen. Und seitdem ist die Welt gefangengehalten. Die Welt hat damals eine Grundsatzentscheidung getroffen: für den Weg des Kidnappers und gegen den Weg des potentiellen Vaters!

Es sollte noch geschehen, dass Gott der Vater den Lösepreis entrichtete und seine potentiellen geistlichen Kinder doch noch zu sich zurückführte. Aber damals noch nicht: Gott hielt den Zeitpunkt noch nicht für gekommen.

Am Anfang der Welt

Nach Adams Sünde verschloss Gott den Baum des Lebens vor der Welt, und zwar solange, bis der zweite Adam, Jesus Christus, Satan absetzt und den Erdenthron besteigen wird.

Kein Gesetz ohne Strafe. Die Strafe für menschliche Sünde lautet: Tod.

Über Adam und all seine Kinder war die Todesstrafe verhängt worden. Diese Strafe musste gezahlt werden. Das ließ sich nicht umgehen. Satan muss sich ins Fäustchen gelacht haben, im Glauben, er habe Gottes Vorhaben – Wiederherstellung der göttlichen Regierung, Entthronung Satans – total durchkreuzt. Mit Sicherheit würden nun alle Kinder Adams die Todesstrafe auf sich ziehen, denn alle würden sündigen.

Aber was wahrscheinlich sogar Satan nicht wusste: Gottes Plan zielte nach wie vor darauf ab, die Menschheit zu retten und Satan vom Erdenthron zu stoßen.

Denn schon zu Beginn der Welt war festgelegt, dass Jesus Christus, das „Lamm Gottes“, den Tod für die Sünden der Menschheit begleichen sollte (Offenbarung 13, 8), ein stellvertretendes Opfer, das für jeden Menschen erst nach Reue und Glauben wirksam wird. Ferner setzte Gott damals fest, dass alle Kinder Adams einmal sterben müssen, aber danach auferstehen sollen zum Gericht (Hebräer 9, 27). Wie in Adam alle sterben, so werden sie alle durch eine Auferstehung von den Toten wieder lebendig gemacht werden, um gerichtet zu werden (1. Korinther 15, 22).

Von Gott geboren werden kann freilich nur, wer Gottes heiligen und gerechten geistlichen Charakter erworben hat, durch eigene Entscheidung und Bewährung in der Praxis.

Für sein großes Vorhaben – Vermehrung seiner selbst durch den Menschen – setzte Gott einen Zeitraum von 7000 Jahren fest. Es war ein großer Meisterplan zur Verwirklichung seines Vorhabens hier auf Erden.

Fast 6000 Jahre davon sind abgelaufen, eine Zivilisation hat sich entwickelt, die wir die Welt nennen. Eine Welt in Fesseln allerdings. Sie ist Satans Welt geworden, mögen auch Millionen dem Irrglauben anhängen, es sei Gottes Welt. Bis heute sitzt Satan nach wie vor auf dem Erdenthron.

Und er wirkte und wirkt auf die Menschen ein. Unzählige Übel hat er der Welt eingepflanzt.

Wie aber hat Satan es geschafft, diese Übel allen Menschen einzupflanzen, auch den Gebildetsten, den Hochgelehrtesten in Bildung, Wissenschaft, Regierung und Gebieten von phantastischen menschlichen Errungenschaften? Auch dies ist ein Geheimnis, das den allermeisten Menschen dunkel bleibt.

Satan – der unterschwellige Sender

In Epheser 2, 2 wird Satan der „Mächtige, der in der Luft herrscht“ genannt – der in den Menschen wirkt – auf ihren Verstand einwirkt. Wie er das macht, konnte ich erst begreifen, als ich mich informierte, wie Rundfunkklänge und Fernsehbilder durch die Luft übertragen werden, und nachdem ich die Wahrheit über den menschlichen Geist im Menschenhirn kennengelernt hatte. Wenn sie ihr Radio auf die richtige Wellenlänge, den Fernseher auf den richtigen Kanal einstellen, dann kommt die Stimme des Ansagers klar durch. Satan, der in der Luft herrschende Mächtige, „sendet“ – nicht Worte, Klänge, Bilder, sondern Haltungen, Stimmungen, Impulse.

In Esra 1, 1 lesen wir zum Beispiel, dass König Kyrus von Persien verfügte, eine Gruppe Juden solle nach Jerusalem zurückkehren und den zweiten Tempel bauen. Eingegeben wurde dem König dies durch Gott – und zwar indem Gott „seinen Geist erweckte“, Wünsche eingab und der König danach handelte. Über den gleichen Mechanismus wirkt auch Satan auf den Geist des Menschen ein, um in ihm bestimmte Haltungen zu wecken: Neid, Eifersucht, Ressentiment, Ungeduld, Ärger, Verbitterung, Zwist. Die Menschen wissen nichts von der ungeheuren Macht Satans. Der menschliche Geist in jedem Menschen ist automatisch auf Satans Wellenlänge geschaltet. Es scheint, als habe Satan die Erdatmosphäre geradezu durchtränkt mit seiner Haltung der Ichbezogenheit und Eitelkeit.

Und so entwickelte sich – ausgehend von Adam und Eva, eine Welt – eine Zivilisation. Als Gott den Zugang zum Baum des Lebens verschloss, bezeichnete dieser Akt den „Anfang“, die Grundsteinlegung der heutigen Welt. Sie gründet sich auf Verwerfung Gottes, auf Verstoß gegen Gottes Gesetz, das die gottgewollte Lebensweise umschreibt. Darin liegt die Wurzel aller Übel, Nöte und Qualen, die der Mensch in 6000 Jahren Zivilisation bis heute erdulden musste.

Zur Verwirklichung seines gewaltigen Vorhabens setzte Gott einen Zeitraum von 7000 Jahren fest. Die ersten 6000 Jahre durfte Satan weiter auf dem Erdenthron bleiben, und die Menschheit durfte durch bittere Erfahrung lernen, dass Satans Weg der Ichbezogenheit, gegenläufig zu Gottes Gesetz, nur zu Schmerz, Leid, Qual und Tod führt.

Die ganze menschliche Welt ist dazu verführt, diese „nehmende“, egozentrische Lebensweise zu bevorzugen.

Von Gott dem Vater wusste die Welt – wohlgemerkt – nichts, bis Jesus kam und den Vater offenbarte (Matthäus 11, 27).

Von Anfang an war die Welt von Gott dem Vater abgeschnitten. Jesus kam, um reumütige Gläubige mit dem Vater zu versöhnen (Römer 5, 10).

Der Beginn der Zivilisation

Ein kurzer Einblick, wie die menschliche Zivilisation sich entwickelte.

Die ersten Menschen erschuf Gott körperlich und geistig vollkommen. Physisch hatte dieses vollkommen geschaffene Paar keine chronischen Krankheiten und Krankheitsneigungen. Zum Teil zeigt sich das daran, dass Adam 930 Jahre alt wurde. Und so hoch – ungefähr 900 Jahre – blieb die menschliche Lebenserwartung 2000 Jahre lang von Adam bis Noah.

Denken Sie darüber nach! Der erste Mensch lebte beinahe ein Sechstel dieser Zeit, von der Erschaffung des Menschen bis jetzt!

Adam und Eva hatten zwei Söhne, Kain und Abel. Als sie heranwuchsen, vielleicht noch jugendlich waren, erwachte in Kain Neid und Feindschaft gegen seinen Bruder Abel. Von Gott dem Vater waren sie (da er den Zugang zum Baum des Lebens verwehrte) abgeschnitten, aber das „Wort“ (der Herr in deutschen Bibelübersetzungen) sprach zu Kain und warnte ihn. Doch Kain stand unter Satans Einfluss. Dieser Mächtige, der in der Luft herrscht, weckte in Kain Abneigung, Zorn, Feindschaft. Kain tötete seine jüngeren Bruder Abel, und von Gott zur Rede gestellt, leugnete und log er. Der erste geborene Mensch wurde von Satan beeinflusst, so dass er zum Mörder und Lügner wurde.

Gott verurteilte ihn dazu, ein ruheloser Flüchtling zu werden.

So hatte nun das Menschengeschlecht Gott verworfen, hatte sich für Selbstbestimmung, beeinflusst von Satan, entschieden. Gleichwohl war der Menschenverstand auf materiellem Gebiet zu Großem fähig. Ein paar Generationen später baute ein Sohn Kains Musikinstrumente (1. Mose 4, 21), ein anderer wird als Stammvater der Kupfer- und Eisenschmiede bezeichnet.

Materiell machte die Menschheit Fortschritte, geistlich jedoch entfernte sie sich immer mehr von Gott. „Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen“ (Psalm 127, 1). Und in Matthäus 7, 24-27 wird gesagt: Ein Haus, auf Sand gebaut, stürzt ein. Die Zivilisation, wie wir sie kennen, gründet sich nicht auf Gott und Orientierung an Gott, sondern auf die eigene Kraft des – von Satan verführten und beeinflussten – Menschen.

Über den Gang den Weltgeschichte bis zur Zeit Noahs erzählt die Bibel wenig, aber immerhin war nach 1500 bis 1600 Jahren die menschliche Zivilisation so verderbt, dass nur noch ein einziger Gerechter übrigblieb, Noah. Es gab eine Bevölkerungsexplosion, doch die Menschheit hatte sich durchweg dem Bösen zugewandt. Nachdem er die Menschheit durch Noah 100 Jahre lang gewarnt hatte, schickte Gott die Sintflut, in der alle Menschen ertranken bis auf Noah, seine Frau, drei Söhne und ihre Frauen – acht Personen.

Wird fortgesetzt...

De Moa