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Pedro Lastra/Unsplash

Das Geheimnis der menschlichen Zivilisation (Erster Teil)

Geheimnis de Zeitalter - Kapitel Vier

Fortgesetzt von Das Geheimnis des Menschen (Neunter Teil)

Nur wenige Menschen denken darüber nach – aber wenn man darüber nachdenkt: Was könnte rätselhafter, mysteriöser sein als die Zivilisation dieser Welt? Wie soll man diesen großen Widerspruch erklären: menschliche Intelligenz, die Astronauten zum Mond schicken und zurückholen, wissenschaftlich-technische Großtaten vollbringen, Menschenherzen verpflanzen kann – aber einfache menschliche Probleme des Familienlebens, der Beziehungen zwischen Gruppen, des Friedens zwischen Nationen nicht zu lösen vermag?

Ungeheurer Fortschritt ist in den entwickelten Ländern erzielt worden. Diese Länder haben eine hochtechnisierte Welt des Luxus, der Bequemlichkeit, aller modernen Annehmlichkeiten hervorgebracht. Und gleichzeitig sind sie geschlagen mit Kriminalität, Gewalt, Ungerechtigkeit, Krankheit, Familienzerrüttung. Noch schlechter, zum Teil, geht es der übrigen Welt: Analphabetentum, Hunger, abgrundtiefes Elend. Gewalt und Zerstörung nehmen rapide zu. Viele fragen: „Wenn es einen Gott gibt, warum lässt er dann soviel Gewalt und menschliches Leid zu?“

Wir sind in diese Welt des zwanzigsten Jahrhunderts hineingeboren, wie sie ist. Wir nehmen sie als gegeben hin, können sie aber nicht erklären. Es ist wie bei einem verspäteten Kinobesuch, wo man nur noch den letzten Teil des Films mitbekommt. Man erlebt den letzten Teil der Handlung mit, aber da man Anfang und Mitte nicht kennt, bleibt das Geschehen sinnlos und unerklärlich. Aus der Science-Fiction-Literatur kennt man die Zeitmaschinen, mit denen man in eine beliebige Zeit zurückreisen kann. Wenn wir solch eine Maschine hätten, würden wir uns jetzt 6000 Jahre zurück transportieren, wo wir tatsächlich sehen könnten, was damals im Garten Eden vor sich ging, bei der Grundsteinlegung unserer Welt. Denn damals hat die menschliche Zivilisation ihren Anfang genommen. Dann könnten wir besser verstehen, wieso man heute vom nahe bevorstehenden Ende der Welt spricht.

Wie hat sich unsere Zivilisation auf den heutigen Zustand hinentwickelt? Dies bleibt dem denkenden Menschen rätselhaft! Natürlich, die meisten denken darüber nicht nach und stellen sich diese Frage überhaupt nicht. Aber wenn man sie sich stellt, dann bleibt sie geheimnisdunkel. Wir wollen sie zu klären suchen.

Bereits zur Sprache kam, dass Gott den Menschen zu einem großen Zweck geschaffen hat: Selbstvermehrung Gottes. Dieser hohe Zweck setzte voraus, dass im Menschen – mit dessen Einwilligung und freudiger Mitwirkung – geistlicher Gott-Charakter geschaffen wurde. Wozu aber hat Gott den Menschen auf die Erde gesetzt? Warum ausgerechnet auf diesen Planeten?

Die unvollendete Erde

Gott hat den Menschen hierher gesetzt, um die Herrschaftsordnung Gottes auf Erden wiederherzustellen. Ursprünglich waren Luzifer und seine Engel hierher gesetzt worden. Gott hatte ihnen eine unvollendete Erde zum Wohnsitz gegeben. Wir erinnern uns: Gottes Schaffen ist durch Zweiphasigkeit gekennzeichnet. Erst kommt gewissermaßen der Grundstock, dann die Abrundung, die Vollendung. Der Grundstock der Erde war geschaffen worden, ehe die Engel hierher gesetzt wurden. Und die sollten letzte Hand an die Erde legen, sie verschönern und vollenden. Zu diesem Zweck gab Gott ihnen seine Regierungsform, die ihr Zusammenleben und -wirken harmonisch regeln sollte.

Doch Luzifer – Sachverwalter der Regierung Gottes auf dem Erdenthron – rebellierte. Zusammenarbeit und Harmonie verwandelte er in Konkurrieren, in Übel, Rebellion und Zerstörung. Licht auf Erden wurde zur Finsternis. Wüste, Leere, Ruin kam über die Welt.

Dann sandte Gott seinen Geist aus und erneuerte die Welt (Psalm 104, 30) in sechs Tagen für den Menschen.

Gleichwohl stand die Vollendung – der krönende Abschluss – noch aus. Der Mensch sollte nun nachholen, was die sündigen Engel versäumt hatten.

Der Mensch sollte die Verschönerung der Erde abschließen. Gott ist nicht der Urheber von Durcheinander, Hässlichkeit und Verfall, sondern von Schönheit, Vollkommenheit, Charakter, qualitativer Vollendung.

Betrachten wir, wie (im vierten Kapitel der Offenbarung) Gottes Himmel beschrieben wird – der Sitz des göttlichen Thrones – Gottes Wohnung gewissermaßen. Gott sitzt auf einem Thron, umgeben von unvorstellbarer Pracht, Qualität, Schönheit, Charakter. Von mehr Glanz und Herrlichkeit, als menschliche Augen je gesehen haben.

Gott wollte, dass der Mensch diese Erde bebaut, erschließt, verschönert, ihr herrliche Wesensart gibt – und dabei gleichzeitig sich selbst mit „heiligem Schmuck“ ausstattet (1. Chronik 16, 29). Nie hat Gott gewollt, dass der Mensch in Armut, Dreck, Elend und Hässlichkeit lebt. Der Mensch sollte die Erde verschönern und sich selbst dabei charakterlich entwickeln. Seine Zivilisation sollte der „Himmel auf Erden“ sein.

Was der Mensch getan hat

Aber was hat der Mensch mit der Welt gemacht, in die Gott ihn stellte? Der Mensch hat alles, was ihm in die Hände fiel, hässlich gemacht, verschmutzt, verseucht, verdorben. Er hat die Luft verpestet, das Wasser in den Flüssen, Seen und Meeren verunreinigt. Er hat die Böden ausgelaugt, die Wälder abgeholzt und damit ungute klimatische Veränderungen hervorgerufen, was zum Vordringen der Wüsten führte. Er hat die Böden kaputtgemacht, indem er ihnen nicht die Sabbatruhe jedes siebente Jahr gönnte. Er hat die Städte gebaut und sie zu verdreckten Elendsquartieren verkommen lassen.

Alles, weil der erste Mensch sich von Gott abkehrte und sich allein auf sich selbst verließ – und Adams Kinder haben es ihm bis heute nachgetan.

So hat der Mensch eine Zivilisation von Menschenhand, beeinflusst von Satan, errichtet. Nicht nur, dass er die Erde, die er hätte vollenden sollen, zugrunde gerichtet hat; er hat auch durch falsches Leben seine Gesundheit angegriffen und seinen geistlichen Charakter verdorben und pervertiert. Und zu guter Letzt hat der Mensch heute, nahe dem Ende der ihm von Gott eingeräumten „Experimentierzeit“ von 6000 Jahren, das Frankenstein-Ungeheuer der Massenvernichtungswaffen geschaffen, mit denen er sich selbst ausrotten kann – es sei denn, ein barmherziger Gott greift ein und errettet uns vor uns selbst.

Ein kleiner Vorgeschmack

Wir leben heute in der biblisch vorausgesagten Endzeit – in der letzten Generation vor dem Kommen Christi, der auf Erden die Herrschaft übernehmen und das vollenden wird, worin der Mensch versagte. Gemäß biblischer Prophezeiung soll in diesen letzten Tagen die Erkenntnis – die geistliche wie materielle – zunehmen. Die wahre Kirche Gottes sollte auf das richtige Gleis zurückgebracht werden, die herrliche Erkenntnis des Glaubens wiedererlangen, wie er ursprünglich, in den Tagen der ersten Apostel, den Heiligen übergeben worden ist.

Durch die Kirche hat Jesus Christus drei Colleges erbaut – zwei in den USA und eins in England. Diese drei Colleges haben sich gegenseitig übertroffen als charaktervoller physischer Rahmen zur Heranbildung von Gottes gerechtem Charakter unter den Studierenden. Die Schönheit göttlichen Charakters in diesen Studenten hat die äußere Schönheit dieser Colleges noch überboten. Bei einem sechstägigen Besuch am Hauptcollege in Pasadena, Kalifornien, sagte eine Königin kürzlich: „Ich bin gerade im Himmel gewesen!“

Dreimal hat dieser Campus den Preis des schönsten und bestgepflegten Campus der Vereinigten Staaten gewonnen. Diese Colleges sind ein Beispiel dafür, was der Mensch hätte leisten sollen, und geben einen kleinen Vorgeschmack der Schönheit, die erblühen wird, wenn Jesus Christus und seine Heiligen in seinem Reich die Erde regieren, in der wunderbaren Welt von morgen.

Heruntergekommene ehemalige Millionärsresidenzen sind restauriert worden. Ein dahinterliegendes Gebiet, das zum Slum von Pasadena verkommen war, ist saniert und zum schönsten Stadtgebiet von Pasadena verwandelt worden.

Wird fortgesetzt...

De Moa