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Lawrence Macaron/Unsplash

Das Geheimnis der menschlichen Zivilisation (Dritter Teil)

Geheimnis de Zeitalter - Kapitel Vier

Fortgesetzt von Das Geheimnis des Menschen (Zweiter Teil)

Das Ausmass des Bösen

Das Ausmaß der Verderbtheit, zu der Satan die Menschen verführt hatte, erschließt sich aus 1. Mose 6, 5: „Als aber der Herr sah, dass der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar …“ Die Erde war voller Frevel. Alles Denken und Sinnen des Menschen richtete sich nur noch auf egoistische, lüsterne, üble Ziele.

Dieser Frevel hatte so überhand genommen, dass Gott beschloss, die Menschheit von ihrem Leiden und ihrem Elend zu befreien.

Durch die Sintflut löschte er das elende Leben der Menschen aus; sie sollen in der nächsten Sekunde ihres Bewusstseins auferstehen zum Gericht vor dem „großen weißen Thron“ (Offenbarung 20, 11-12). Sie werden wieder zum Leben erweckt in einer Zeit, da Christus die Erde regiert, in Frieden, Glück und Gerechtigkeit. Satan wird fort sein. Die Menschen werden dann Gottes Wahrheit erkennen, und das ewige Heil wir ihnen dann offenstehen.

Doch Gott wollte nicht, dass das menschliche Leben auf Erden völlig erlosch – die Menschheit sollte die Chance zu einem neuen Anfang haben.

Unter all den Millionen fand Gott nur einen einzigen Menschen, der mit Gott wandelte. Zwei können nur zusammen wandeln, wenn sie übereinstimmen. Nur Noah lebte im Einklang mit Gott und Gottes Lebensprinzipien. Gott benutzte Noah als Prediger der Gerechtigkeit (2. Petrus 2, 5). Hundert Jahre lang warnte Noah eine Welt, die nicht hören wollte: von seinem 500sten bis zu seinem 600sten Lebensjahr.

Noah war „vollkommen“ unter seinen Zeitgenossen – das heißt in seiner Erbmasse, in seiner Abstammung (1. Mose 6, 9, Elberfelder Bibel).

Der Beweis dafür findet sich in der Bedeutung des mit „vollkommen“ übersetzten hebräischen Wortes. Dies kann sich entweder auf geistlichen Charakter (1. Mose 17, 1) oder auf physische Kennzeichen (3. Mose 22, 21) beziehen. Daher lässt 1. Mose 6, 9 die Übersetzung zu, dass Noah sowohl „untadelig“ als auch „makellos“ war. Der Zusammenhang (1. Mose 6, 2) zeigt klar, dass letzteres die beabsichtigte Bedeutung des übersetzten hebräischen Wortes „vollkommen“ ist. Eine gute Wiedergabe von 1. Mose 6, 9 wäre demnach, dass Noah der einzige „gerechte“ Mensch (in geistlichem Charakter) war und auch „makellos“ unter seinen Zeitgenossen (in seiner genetischen Abstammung).

Ende der vorsintflutlichen Welt

Das Kapitel befasst sich mit der durch die Generationen hindurch bewahrten makellosen Abstammung Noahs. Außerordentliche Sündhaftigkeit hatte sich im Laufe der Generationen unter den andern Menschen entwickelt und erreichte zur Zeit Noahs einen Höhepunkt, der der damaligen Welt ein Ende setzte.

Worin bestand jene universale Sündhaftigkeit und Entsittlichung? Jesus beschreibt sie, wenn er sagt: „… sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten“ (Matthäus 24, 38). Essen und Trinken an sich sind natürlich nichts Sündhaftes. Auch Heiraten nicht. Es muss falsche Gewohnheiten und Exzesse beim Essen, Trinken und Heiraten gegeben haben – das Sündhafte lag in der Art und Weise des Essens, Trinkens und Heiratens.

Es kann sich dabei nur um den Verzehr für den Menschen ungeeigneter Speisen, übermäßigen Alkoholkonsum, wilde Gelage (Galater 5, 21) Orgien und Gewaltsamkeiten gehandelt haben. Sündhaftes Heiraten muss entsprechend 1. Mose 6, 2 stattgefunden haben, als die Menschen „sich zu Frauen nahmen, welche sie (nur) wollten“. Mischehen unter den Angehörigen verschiedener Rassen waren damals so außerordentlich verbreitet, dass schließlich unter dem männlichen Geschlecht allein Noah noch makellos oder vollkommen in seiner Abstammung blieb. Er entstammte der ursprünlichen weißen Rasse.

Bis zu Noahs Zeit gab es auf der Erde mindestens drei Grundrassen: die weiße, die gelbe und die schwarze, zusätzlich kamen aus Mischehen viele Mischlinge, wie wir sie auch in der heutigen Welt haben.

Gott offenbart in der Bibel nicht den ganzen Entstehungspunkt der verschiedenen Rassen. Es ist offensichtlich, dass Adam und Eva mit weißer Hautfarbe erschaffen wurden. Gottes auserwähltes Volk war von weißer Hautfarbe. Jesus hatte weiße Hautfarbe. Doch die Vermutung liegt nahe, dass Gott der Mutter Eva Eierstöcke einschuf, die sowohl gelbe und schwarze wie auch weiße Erbeinheiten in sich trugen, so dass einige der Kinder Adams und Evas schwarze, gelbe wie auch weiße Nachkommen hatten.

Der von Gott erwählte Mann, der das Fortbestehen der Menschheit über die Flut hinaus garantieren sollte, war nicht vermischt unter seinen Zeitgenossen – alle seine Vorfahren zurück bis auf Adam waren reinrassig. Er war zweifellos weißer Abstammung – was nicht bedeutet, dass die weiße Rasse in irgendeiner Weise höherstehend ist.

Wenn sie Tierzüchter wären, der seine Produkte auf einer Fachschau – vielleicht auf einer Bezirks – oder Bundesfachschau – ausstellen möchte, dann würden Sie dafür sorgen, nur reinrassige oder mit einem Stammbaum versehene Exemplare zu zeigen. Rassenvermischung verändert die charakteristischen Merkmale.

Gott legte ursprünglich die nationalen Grenzen fest, womit er beabsichtigte, die Völker voneinander zu trennen, um Mischehen zu verhindern. Siehe: „Als der Höchste den Völkern Land zuteilte und der Menschen Kinder voneinander schied (er schied die Menschen voneinander!), da setzte er die Grenzen der Völker …“ (5. Mose 32, 8).

Aber die Menschen wollten untereinander heiraten – um dann, wie sie dachten, nur noch eine rasse zu werden!

Dies Verlangen scheint der menschlichen Natur auch heute noch innezuwohnen!

In Noahs Linie gab es keine Vermischung. Seine Frau und die drei Söhne entstammten der gleichen weißen Linie. Doch Japheth hatte offenbar eine Orientalin geheiratet und Ham eine Schwarze. Auf diese Weise erreichte Gott, dass die primären Rassen die Flutkatastrophe überleben konnten.

Mehr als das oben Gesagte über die zivilisatorische Entwicklung vor der Flut ist kaum bekannt.

Aus der Sintflut hätte die Menschheit eine Lehre ziehen sollen – aber die von Gott abgeschnittene, von Satan beeinflusste Menschheit hat es nicht getan, bis heute nicht. Wieder beobachtete man, „wie in den Tagen Noahs“ (so Jesus in einer Prophezeiung), eine Bevölkerungsexplosion, und die Übel vermehren sich. Diesmal wird ein weltweiter Atomkrieg die ganze Menschheit auszurotten drohen. Doch um der „Auserwählten“ willen (der Mitglieder der wahren Kirche Gottes, Matthäus 24, 21-22) wird Gott der Vernichtung vorzeitig ein Ende setzen – und Jesus Christus schicken, der als König der Könige Satan ablöst und den Erdenthron besteigt.

Der Ursprung der Städte

Schon in der zweiten Generation nach der Sintflut kam es dazu, dass ein Mann namens Nimrod Menschen in den Städten organisierte. Zuerst entstand der Turm von Babel und die Stadt Babylon. Dann Ninive und andere Städte, die sich zu Stadtstaaten entwickelten.

Gott hatte den Völkern Grenzen zugewiesen und die Rassen geographisch voneinander getrennt.

Ich zitiere hier aus Satan’s Great Deception, einer Arbeit von C. Paul Meredith (S. 14-16):

Jedermann auf Erden nach der Sintflut wusste von Gott, wusste den Grund, warum er die Bösen ertränkt hatte. Man fürchtet, Böses zu tun – vorerst … Die Menschen lebten … ohne Städte und ohne Gesetze, und alle sprachen ein und dieselbe Sprache … 

Diese Gruppe, die das einzige Volk auf Erden darstellte (denn alle anderen waren ja in der Sintflut vernichtet worden), begann vom Gebirge Ararat, wo die Arche gelandet war (1. Mose 8, 4), wegzuwandern: „Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache. Als sie nun nach Osten zogen, fanden sie eine Ebene im Lande Sinear und wohnten daselbst“ (1. Mose 11, 1-2). Diese Menschen, heute als Sumerer bekannt (Miller, Ancient History in Bible Light, S. 51), stießen bei ihrem Vordringen nach Osten auf eine fruchtbare Ebene, das Schwemmland des Euphrat und Tigris. Dieses Land Sinear kennt man heute als Alt-Babylonien (J.H. Brested, Ancient Times, S. 107). Da lag ein Land, das alles Ersehnte in reicher Fülle hervorzubringen vermochte …

Diese Menschen verstießen, wie Adam und Eva, gegen Gott und brachten Not über sich. Das Land war fruchtbar, aber die wilden Tiere vermehrten sich rascher als die durch die Sintflut dezimierten Menschen. Die primitiven Waffen konnten Leben und Eigentum nur unzureichend schützen (2. Mose 23, 28-29). Was konnte man tun?

Nimrod, der Sohn des Kusch, war ein großer, stark gebauter Mann, der sich zu einem großen Jäger entwickelte. Er war es, der die Menschen einigte und organisierte, um gegen die wilden Raubtiere zu kämpfen. Nimrod „war ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn“ (1. Mose 10, 9). Mit anderen Worten, er war bereits sprichwörtlich. Er befreite die Erdenbewohner nach der Sintflut von ihrer Angst vor wilden Tieren. Er wurde zur führenden Gestalt in weltlichen Angelegenheiten. Er war ehrgeizig.

Fortgesetzt in Das Geheimnis der menschlichen Zivilisation (Vierter Teil)

De Moa