Erhalten Sie jeden Wochentag einen kostenlosen Nachrichtenüberblick in Ihrem Posteingang – die Posaune Kurzmitteilung.

Kiwihug 9ul9h8zabc0 unsplash

KIWIHUG/UNSPLASH

Das Geheimnis der Kirche (Erster Teil)

Geheimnis der Zeitalter - Kapitel Sechs

Fortgesetzt von Das Geheimnis Israels (Achte Teil)

Das, wie ich meine, vielleicht größte Geheimnis wird den meisten Lesern dieses Buches zunächst gar nicht so geheimnisvoll vorkommen. Der Grund: Sinn und Zweck der Kirche werden von der breiten Öffentlichkeit ebensowenig verstanden wie die Bibel. Die Aufdeckung dieses Geheimnisses muss daher als schockierende Wahrheit anmuten. Die Wahrheit über die Kirche, der Grund für ihre Entstehung, ihr Daseinszweck, das alles ist auch der sich christlich bekennenden Welt verborgen geblieben.

Unlösbare Zusammenhänge bestehen hier zum Evangelium Christi. Es wird den Leser über alle Maßen verwundern zu hören, dass das Evangelium Jesu Christi ungefähr vom Jahre 50 bis zum Jahr 1953 der Welt nicht verkündet worden ist. Der Apostel Paulus hat das vorausgesagt: „Ist nun unser Evangelium verdeckt, so ist’s denen verdeckt, die verloren werden, den Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes“ (2. Korinther 4, 3-4). Millionen haben über diese Bibelstelle hinweggelesen, ohne ihren wahren Sinn zu erfassen.

Kirche: ein rein christlicher Begriff

Der Begriff Kirche hat nur in der christlichen Religion Gültigkeit. (Die christliche Religion, wie man sie gemeinhin versteht, ist nach der Kopfzahl der Gläubigen die größte Religion der Welt.) Andere Religionen haben Moscheen, Synagogen, Tempel. Was ist die Kirche – nur ein Bauwerk? Viele nehmen das an – darin zeigt sich ihre Unwissenheit, was Sinn und Zweck der Kirche betrifft. Uns soll es hier nur um die Kirche gehen. Denn ihres Geheimnisses bar, ist die Kirche für alle Völker der Welt von allerhöchster Bedeutung.

Die von Jesus Christus gegründete Kirche ist von äußerster Wichtigkeit für alle Menschen, die je gelebt haben oder noch leben werden. Von welcher Wichtigkeit aber – das ist allgemein unbekannt geblieben.

Auch innerhalb der christlichen Welt haben Abtrünnigkeit, Schismen und die sich wandelnden Zeiten den wahren ursprünglichen Sinn und Zweck in Vergessenheit geraten lassen, so dass er jetzt wahrhaftig ein Geheimnis ist.

Für Kirche steht im Griechischen das Wort ekklesia, das heißt eine Versammlung Herausberufener. Das alttestamentliche Israel wurde meist „Gemeinde“ (Gemeinde Israel) genannt. Gemeinde und Kirche werden häufig, auch in der Bibel, austauschbar gebraucht. Und dennoch besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen ihnen. Die Gemeinde Israel war etwas „Besonderes“, etwas aus der Welt Herausgehobenes, aber sie war nicht geistlich herausberufen in dem Sinn, wie es die neutestamentliche Kirche ist.

Verborgen geblieben, auch der sich christlich bekennenden Welt, ist der wahre Zweck der Kirche – der wahre Grund, warum Jesus Christus, der „letzte Adam“, die Kirche gründete.

Wahrer Zweck der Kirche

Fast jeden Leser dieser Zeilen wird es überraschen, ja schockieren, wenn ich zunächst sage, was die Kirche nicht war und nicht ist. Sie ist nicht das Mittel, durch das Gott die „Welt zu retten“ sucht. Nur wenige wissen es, aber Jesus hat nicht den Versuch unternommen, Bekehrte zu gewinnen oder die Menschen dazu zu bewegen, „ihm ihr Herz zu schenken“ oder „sich zu ihm als persönlichem Erlöser zu bekennen“.

Im Gegenteil: Er hat zwölf Jünger berufen – „herausberufen“ aus der Welt. Jünger heißt Schüler. Die zwölf wurden von Jesus im wahren Evangelium vom Reich Gottes unterwiesen. Dazu zählte auch das ganze Vorhaben, zu dem Gott das Menschengeschlecht auf Erden geschaffen hat. Dieser Seinssinn war vom ersten erschaffenen Menschen Adam – verworfen, verloren worden.

An diesem Punkt wollen wir zusammenfassen. Gott ist Schöpfer und allerhöchster Herrscher über das ganze Universum. Er hatte den Erzengel Luzifer auf den Erdenthron gesetzt, als Sachwalter der Regierung Gottes auf Erden. Gottes Regierung beruht auf seinem Gesetz. Gottes Gesetz ist ein Lebensweg – der Weg ausströmender Liebe.

Luzifer, der zu Satan wurde, lehnte sich gegen Gottes Herrschaftsordnung auf und Satan herrschte nach seinem pervertierten Weg – dem Weg der Rebellion, Ichbezogenheit und des Konflikts.

Dem ersten Menschen, Adam, war die Gelegenheit gegeben, ewiges Gott-Leben zu erhalten. Dazu war es aber notwendig, dass er Gott gehorchte und sich seinem Gesetz und seiner Herrschaftsordnung völlig unterordnete. Er hatte das Potential, Satan von seinem Erdenthron abzulösen. Adam verwarf jedoch die Regierung und den Weg Gottes. Satan verblieb also auf seinem Thron, von dem er bis auf den heutigen Tag die Welt beherrscht. Adam und seine gesamten Nachkommen wurden gewissermaßen gekidnappt, sie wurden getäuscht und folgen seither dem egoistischen und feindlichen Weg Satans. Daraufhin versagte Gott den Menschen den Zugang zum Baum des Lebens und zum Heiligen Geist, bis Jesus Christus, der zweite Adam, kommen und Satan auf dem Erdenthron ablösen sollte. Bei seinem ersten Kommen – als Mensch Jesus – kam Christus nicht, um den Thron zu besteigen, sondern um Satan zu besiegen und sich zur Thronbesteigung zu qualifizieren und um die gekidnappte Welt durch sein vergossenes Blut zu erlösen.

Nun: Wozu die Kirche? Christus kam auch, um auserwählte Menschen aus Satans Welt herauszuberufen, damit sie sich von Satans Weg auf den Weg des göttlichen Gesetzes begeben und sich dafür qualifizieren, mit Christus zu herrschen, wenn er kommt, um Satan auf dem Erdenthron abzulösen. Die in die Kirche Berufenen waren und sind nicht nur zum Heil und zum ewigen Leben berufen, sondern auch dazu, jetzt, in dieser Epoche der Kirche, als Sterbliche den Weg der göttlichen Herrschaftsordnung kennenzulernen und göttlichen Charakter zu entwickeln.

Sieben Jahresfeste wurden dem alttestamentlichen Israel gegeben, sieben Feste von ewiger Gültigkeit. Ihr Symbolgehalt ist lange ein Geheimnis geblieben. Sie symbolisieren Gottes Erlösungsplan – den großen Plan, durch den Gott sich selbst vermehrt. Das Passah versinnbildlicht den Tod Christi als Bezahlung der Strafe für menschliche Sünden die bereut worden sind. Das siebentägige Fest der ungesäuerten Brote symbolisiert das Herauskommen der Kirche aus der Sünde, vergleichbar dem Auszug Israels aus Ägypten. Pfingsten – ursprünglich Erstlingsfest genannt – symbolisiert die Kirche als Erstlinge, die im Kirchenzeitalter als Kinder Gottes gezeugt und geboren werden sollen. Das Posaunenfest versinnbildlicht das zweite Kommen Christi, die Übernahme des Erdenthrons und Christi Herrschaft über alle Nationen. Der Versöhnungstag steht für die Entmachtung Satans. Das Laubhüttenfest symbolisiert die tausendjährige Herrschaft Christi und der geborenen Kinder Gottes. Der Letzte Große Tag schließlich versinnbildlicht das Endgericht, das im siebten Kapitel dieses Buches zur Sprache kommen wird. Kehren wir zum Thema dieses Kapitels zurück – zur Kirche.

Die Institution Kirche

Was ist die Kirche? Wozu ist die Kirche? Auf den ersten Blick mag die Institution der Kirche nicht als Geheimnis erscheinen. Die moderne Welt nimmt die Existenz der Kirchen als etwas Selbstverständliches, als Teil des zivilisierten Lebens.

Wozu die Institution Kirche auf der Welt? Wozu wurde sie gegründet, zu welchem Zweck?

Fragt man Menschen in der nichtchristlichen Welt, so bekommt man wahrscheinlich keine Antwort. Dort weiß man wenig über die Kirche. Aus modern-liberalen Kreisen des Christentums würde man wahrscheinlich hören, die Kirche sei lediglich als seelische Stütze da, habe psychologischen Einfluss auf jene, die nicht an die Evolutionstheorie glauben, wie sie sich im modernen Bildungswesen durchgesetzt hat.

Fragte man jene, die eher den evangelistisch christlichen Richtungen anhängen, so wird man wahrscheinlich zu hören bekommen, die Kirche sei Gottes Werkzeug zur Rettung der Welt vor dem ewigen Höllenfeuer. In diesen Kreisen wird die Kirche als Rettungsstation gesehen, als alleiniges Heilsinstitut. Wenn das so sein soll, dann frage ich: Auf welche Weise hat Gott denn sein Rettungswerk vollführt, bevor Christus die Kirche gründete? Jesus trat ja erst 4000 Jahre nach Adam und seiner Sünde auf. Wenn Gott von der Zeit Adams bis zur Zeit Christi versucht hat, die Welt zu bekehren und es immer noch tut, welcher Mittel hat er sich während dieser 4000 Jahre bedient? Wie wir in Kapitel 3 gesehen haben, hat Gott am Anfang der Menschheit den Zugang zum Baum des Lebens verwehrt. Der Heilige Geist und das Heil waren der Welt all diese Jahre verschlossen.

Im Lichte der von Gott in seinem Wort offenbarten Fakten, die wir in den vorangegangenen Kapiteln behandelt haben, sind die oben angeführten Standpunkte allesamt falsch. Sie legen beredtes Zeugnis dafür ab, dass die Welt, wie es in Offenbarung 12, 9 steht, von Satan verführt ist. Sie ist blind für die Wahrheit, die dem gottgegebenen Sinn der Menschheit zugrunde liegt (2. Korinther 4, 3-4).

Infolgedessen wird die Existenz der Kirche tatsächlich zum Geheimnis für nahezu alle Menschen auf dieser Erde.

Im Rundfünk, in der Presse kommen häufig Nachrichten über Kirchen; Menschen denken an die Kirche an der Ecke, an irgendeine Konfession, die in den Nachrichten erwähnt wurde, aber ihre Existenz stellt zunächst keinerlei Fragen. Wenn wir dann fragen: Warum gibt es Kirchen, wie ist die Kirche als Institution entstanden? Welche Seinsbestimmung und -berechtigung hat sie? Ist es egal, welcher Kirche man angehört? – dann wird es in der Tat rätselhaft. Der Durchschnittsmensch weiß darauf keine Antwort.

Die Entstehung der Kirche und ihr Seinszweck sind in diesem geheimnisvollen Buch – in der Bibel – offenbart. Die Offenlegung dieses Geheimnises wird mehr Seiten dieses Buches füllen als jedes andere Thema.

Fortgesetzt in Das Geheimnis der Kirche (Zweiter Teil)

De Moa