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Nathan Anderson/Unsplash

Das Geheimnis Der Engel Und Bösen Geiste (Achte Teil)

Geheimnis de Zeitalter - Kapitel Zwei

Fortgesetzt von Das Geheimnis Der Engel Und Bösen Geister (Siebter Teil)

Wie sich die Sünde einschlich

Luzifer war wunderbar schön im Urzustand – von vollkommener Schönheit –, aber er ließ sich von Eitelkeit ergreifen. Und er verfiel dann einer falschen Denkweise. Gottes Gesetz – die Grundlage der Herrschaftsordnung Gottes – ist der Weg der Liebe – uneigennützige Sorge um das Wohl anderer, Liebe zu Gott in Gehorsam, Demut und Anbetung – der Weg des Gebens, Teilens, Helfens, Kooperierens. Luzifer dachte nun, Konkurrenz sei besser als Zusammenarbeit; sei ein Anreiz zu höherer Leistung, höherem Streben; der Dienst am Ich mache außerdem mehr Spass, sei lustvoller.

So wandte er sich gegen Gottes Gesetz der Liebe. Er eiferte gegen Gott, neidete, grollte; ließ sich von Wollust und Habgier treiben, verbitterte. Dies weckte einen Geist der Gewalt! Ganz bewusst wurde Luzifer zum Widersacher und Feind seines Schöpfers. Er selbst hat das gewollt, nicht Gott. Gott hat es freilich auch nicht verhindert!

Gott gab ihm einen neuen Namen: Satan, Teufel – das heißt Widersacher, Rivale, Feind.

Fortan verkehrte Satan seine übernatürlichen Kräfte ins Böse. Nicht nur gegen Gott verbitterte er, auch gegen Gottes Gesetz. Mit tückischer Verführungskunst brachte er die ihm unterstellten Engel zum Abfall, zur Rebellion und Auflehnung gegen den Schöpfer, schließlich zum offenen Krieg, zum Versuch, Gott zu stürzen und den Thron des Universums an sich zu reißen.

Solange Luzifer loyal blieb, ein treuer Sachwalter der Herrschaftsordnung Gottes, war die Erde voll wunderbaren, vollkommenen Friedens. Über die Maßen glücklich waren die Engel. Das Gesetz der göttlichen Ordnung ist die Lebensweise, die ursächlich ist für Frieden, Glück und Wohlergehen. Sünde ist die Lebensweise, die alle Übel verursacht, die wir heute sehen.

Die Strafe für die Sünde der Engel hieß nicht Tod – denn Gott hat sie als Geistwesen geschaffen, die nicht sterben können. Was Gott ihnen gab, war diese Erde als Wohnort und Bewährungsfeld, wo sie sich qualifizieren konnten, das ganze Universum in Besitz zu nehmen und zu verschönern.

Ihre Strafe (auf das endgültige Gericht warten sie noch) hieß Disqualifizierung – Sperrung ihrer großen Chance; geistige Perversion; und eine gigantische physische ZERSTÖRUNGS-KATASTROPHE , die über die Erde kam.

Die Katastrophe versetzte die Erde in den in 1. Mose 1, 2 kurz angesprochenen Zustand. Luzifer war geschaffen worden als Lichtbringer. Nun wurde er zum Urheber von Finsternis, Irrtum, Verwirrung, Übel.

Die Rebellion der Engel, die gesündigt haben (2. Petrus 2, 4-6; Judas 6-7; Jesaja 14, 12-15; Hesekiel 28, 12-17), war es also, die diese äußerste Verwüstung über die Erde brachte.

Wie muss sich Gott die Lage dargestellt haben – nach dem ungeheuren Fehlschlag mit Luzifer und den Engeln, die sündigten?

Luzifer war geschaffen als höchster Inbegriff des Vollkommenen, der Schönheit, Verstandeskraft, Stärke, des Intellekts und der Weisheit, die Gott einem Wesen einschaffen konnte. Und er besaß Denk- und Entscheidungsvermögen. Etwas Höheres, etwas Vollkommeneres, das wusste Gott, konnte durch eine Urschöpfung nicht mehr entstehen.

Ursprung der Dämonen

Und dieses Über-Wesen, ausgebildet und erfahren am Thron der Herrschaftsordnung Gottes über das Universum, war falschem Denken verfallen, hatte eine diabolische Fehlentscheidung getroffen. Luzifer wirkte auf die Engel ein, so lange, bis er sie ebenfalls zur Rebellion getrieben hatte. Das kann Millionen Jahre gedauert haben. Wahrscheinlich musste er zunächst einzelne Engel verführen, einen nach dem anderen. Musste ihnen Unzufriedenheit einflößen, Bitterkeit, Ressentiments, das Gefühl, Gott habe ihnen unrecht getan.

Als Luzifer diese Haltungen – Eitelkeit, Eifersucht, Neid, Wollust und Gier, dann Empörung und Rebellion – in sich aufkommen ließ, geschah etwas mit seiner Psyche, seinem Denken! Es pervertierte, es wurde verdreht und abartig! Gott gab ihm und den Engeln Selbstbestimmung über ihr Denken. Und nun können sie es nicht mehr korrigieren – können nie mehr rational, ehrlich, gerade denken.

Durch Menschen, die besessen waren, habe ich persönliche Erfahrung mit Dämonen machen können. Ich habe Dämonen ausgetrieben durch den Namen Christi und die Kraft des Heiligen Geistes. Manche Dämonen sind töricht, wie verzogene Kinder. Manche sind durchtrieben, gerissen, raffiniert. Manche sind angriffslustig, manche unverschämt, manche mürrisch und grämlich. Aber alle sind sie pervertiert, verdreht, abartig.

Haben Satan und seine Dämonen heute Einfluss auf Menschen, vielleicht sogar auf Regierungen? Wird Ihr eigenes Leben von bösen Geistern beeinflusst? Diese Fragen werden im 4. Kapitel dieses Buches beantwortet.

Als Gott diese verheerende Katastrophe überschaute, muss er erkannt haben, dass nun, da sich das höchste, vollkommenste Wesen, das er erschaffen konnte, der Rebellion zugewandt hatte, nur noch ein einziges Wesen übrigblieb, das nicht sündigen wollte und konnte: Gott selbst.

Und Gott ist der Vater der Gottfamilie bzw. des Reiches.

Lesen Sie Johannes 1, 1-5. Das Wort, das „Fleisch ward“ (Vers 14), hat neben dem Vater schon immer existiert – seit Ewigkeit. Durch ihn, der Jesus Christus wurde, hat Gottvater alle Dinge, das ganze Universum, erschaffen (Epheser 3, 9; Kolosser 1, 16-17).

Als Jesus auf Erden weilte, betete er zu Gott, seinem himmlischen Vater. Der Vater sagte von Jesus: „Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe.“ Jesus lebte auf Erden als Mensch, Versuchungen ausgesetzt wie wir, doch ohne Sünde.

Das vierte Wort der deutschen Bibel lautet „Gott“ (1. Mose 1, 1). Dafür steht im hebräischen Originaltext Elohim, ein Wort im Plural, ein Sammelbegriff wie Familie, Kirche, Gruppe. Die Gottfamilie ist Gott. Es gibt nur einen einzigen Gott – eine einzige Familie, bestehend aus mehr als einer Person.

Gott sah, dass kein Wesen unterhalb Gottes, unterhalb der Gottfamilie, absolute Gewähr dafür bot – nie zu sündigen – das heißt zu sein wie Gott, der nicht sündigen kann. Gewähr für die Ausführung seines kosmischen Vorhabens bot nun nur noch Gott selber (die Gottfamilie).

Warum der Mensch die Nachfolge der gefallenen Engel antritt

So fasste Gott den Entschluss, sich selbst zu vermehren, und zwar durch den Menschen, nach dem Bilde Gottes geschaffen, aber zunächst nur aus Materie, aus Fleisch und Blut, dem Tode unterworfen, wenn er sündigt und nicht bereut – aber mit der Möglichkeit, in die von Gott dem Vater gezeugte Gottfamilie hineingeboren zu werden. Gott sah, wie dies durch Christus ausgeführt werden konnte, der sich dann zu diesem Zweck opferte.

Das ist der Grund, weshalb Gott den Menschen auf die Erde setzte! Der Grund, der Gott bewog, an die unermessliche, alles übersteigende Tat zu gehen – seine eigene Selbstvermehrung! Das folgende Kapitel wird dies auch unbestreitbar klar machen.

Eine letzte wichtige Bemerkung, ehe wir dies Kapitel abschließen. Gottes höchstes, allem übergeordnetes Vorhaben lautet: erschaffen (bis hin zur Selbstvermehrung) und herrschen über das Erschaffene als oberste Instanz. Zum Regierungssitz des Universums, zum Sitz des göttlichen Thrones, hat Gott allem Anschein nach die Erde ausersehen. (Siehe 1. Korinther 15, 24.) Aber Satan hatte Gottes Herrschaftsordnung auf Erden gestürzt. Darauf nahm sich Gott vor, seine Herrschaft über die Erde zu erneuern: durch den nach dem Bilde Gottes geschaffenen Menschen, der am Ende ein Teil der Gottfamilie werden soll. Wir müssen auf die Mahnung des Paulus hören und dürfen Satan wie auch Satans Pläne nicht für nichtexistent halten und uns nicht von ihm übertölpeln lassen (2. Korinther 2, 11). Unser höchstes Ziel, das von allergrößter Wichtigkeit ist, wird im nächsten Kapitel klar werden.

Gute Nachricht

Sie kennen den Spruch von der „guten und der schlechten Nachricht“. Die schlechte Nachricht habe ich Ihnen im Schlussteil dieses Kapitels dargelegt. Die gute Nachricht ist Gottes Vorhaben durch den Menschen, ferner die Tatsache, dass die restlichen zwei Drittel der Engel, die heilig und gerecht sind, die Dämonen an Zahl übertreffen und Gottes unsichtbare Helfer bleiben, „dienstbare Geister“ zur Unterstützung der richtigen Charakterentwicklung bei Myriaden Menschen, die noch Kinder und Erben des Allerhöchsten und Mitglieder der großen Gottfamilie werden sollen.

Fortgesetzt in Das Geheimnis des Menschen (Erster teil)

De Moa