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Michael Fertig/Unsplash

Wer und was ist Gott? (Vierter Teil)

Geheimnis de Zeitalter - Kapitel Eins

Fortgesetzt von Wer und was ist Gott? (Dritter Teil)

Christi Schöpferfunktion

Zurück zu unserer Frage: „Wer und was ist Gott?“ Ehe irgendetwas ins Dasein trat, gab es Gott und das Wort, aus Geist bestehend, nicht aus Materie, doch gleichwohl real. Zwei Personen – nicht drei. Und in Johannes 1, 3 wird gesagt, dass alle Dinge, sprich: das ganze Universum, durch das Wort gemacht sind.

Wir lesen dazu in Epheser 3, 9 u. 11: „Gott … der alles geschaffen hat … ausgeführt in Jesus Christus …“

Lassen Sie mich das durch folgendes Beispiel erklären: Anfang Januar 1914 wurde ich von einem landesweiten Magazin nach Detroit in Michigan gesandt, um Henry Ford für einen Artikel über sein neues sensationelles Konzept des Fünf-Dollar-Tageslohns zu interviewen. Ich sah ihn im Geschäftsanzug mit weißem Kragen und Krawatte im Verwaltungsgebäude. Auf der anderen Seite der Straße sah ich die riesige Fabrik (damals die Highland-Park-Fabrik) und vielleicht Tausende von Männern in Overalls, die an Maschinen arbeiteten, die mit elektrischer Energie betrieben wurden. Henry Ford wurde der Hersteller des Ford-Wagens genannt. Aber er stellte diese Wagen durch seine Arbeiter her, die dafür die Kraft der Maschinen und elektrische Energie einsetzten.

Auf die gleiche Weise ist Gott, der Vater, der Schöpfer. Aber diesen „Vorsatz hat Gott ausgeführt in [durch] Christus Jesus …“ Jesus ist das Wort. Es steht geschrieben: „Denn wenn er spricht, so geschieht’s …“ (Psalmen 33, 9). Gott sagt Christus, was zu tun ist (Johannes 8, 28-29), Jesus, als der ausführende Arbeiter spricht es aus, und der Heilige Geist ist die Kraft, die Jesu Gebot in die Tat umsetzt.

Deshalb lesen wir auch im Kolosserbrief: „Mit Freuden sagt Dank dem Vater, der … hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes … Er [der Sohn] ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes [äußerlich und charakterlich] … Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm“ (Kolosser 1, 12-13 u. 15-17).

Offenbart ist somit in Gottes Wort, dass Gott und das Wort – zwei allerhöchste Wesen – seit Ewigkeit koexistieren; dass es sie vor allem gab, was geschaffen ist – einschließlich der Erde und des gesamten Universums.

Obiges Zitat nennt Christus das Ebenbild des Vaters – von gleicher äußerer Gestalt und Aussehen. Vielleicht wird Gott wirklicher für Sie, wenn Sie sich verdeutlichen, dass er nach Form und Gestalt einem Menschen gleicht. Dafür werden wir noch Beweise kennenlernen.

Es hat also eine Zeit gegeben, da diese beiden Personen zusammen existierten, ohne dass etwas anderes existierte.

Keine dritte Person wird erwähnt – kein „Geist“. Ist Gott deshalb nun auf lediglich zwei Personen beschränkt? Die falsche Lehre von der Dreieinigkeit beschränkt Gott auf drei Personen. Aber Gott ist nicht begrenzt. Wie Gott wiederholt offenbart, besteht sein Plan darin, sich selbst zu vermehren bis hin zu möglicherweise Milliarden von Gott-Wesen. Die falsche Dreieinigkeitslehre ist es, die Gott begrenzt, Gottes Vorhaben leugnet und deutlich die ganze christliche Welt irregeleitet hat. Beide, Gott und das Wort, sind selbst Geist und senden ihren Geist aus. Zur Veranschaulichung: Mit den Augen kann man sehen, was sich drüben an der Zimmerwand befindet, man kann bis zur Sonne und zu den fernsten Sternen blicken, die vielmal größer sind als unsere Sonne. Aber der Mensch kann mit seinen Augen auf diese Gegenstände nicht einwirken. In ähnlicher Weise kann Gott von der Entfernung unabhängig seinen Geist an jeden beliebigen Ort senden, dabei vermag er allerdings durch den Geist auch auf die Objekte einzuwirken und sie beliebig zu verändern. In diesem Sinne ist Gott allgegenwärtig.

Wie lange müssen sie gedacht und geplant und konzipiert haben, ehe sie darangingen, etwas zu erschaffen!

Aber Materie – Erde, Sterne, Nebel, Galaxien – war nicht das erste, was sie schufen. Vor der Erschaffung der Materie erschufen sie Engel.

Von der Erschaffung der Erde spricht Gott im 38. Kapitel Hiob. Er sagt, dass bei Entstehung der Welt alle Engel vor Freude jauchzten (Vers 7). Es muss die Engel also schon vorher gegeben haben.

Gott schuf Erde und Himmel, heißt es in 1. Mose 1, 1. „Himmel“ steht hier in einer unbestimmten Form (es kann Ein – oder Mehrzahl sein). Im hebräischen Urtext steht das Wort im Plural, die Himmel, was darauf hindeutet, dass das gesamte materielle Universum gleichzeitig mit der Erde geschaffen worden ist. Das steht deutlich in 1. Mose 2, 4: „Dies ist die Entstehungsgeschichte der Himmel [Plural] und der Erde, als sie geschaffen wurden. An dem Tag, als Gott der Herr Erde und Himmel machte“ (rev. Elberfelder Bibel, siehe dort auch Fußnote).

Das Wort Tag bedeutet in diesem Zusammenhang nicht einen vierundzwanzigstündigen Tag, sondern eine allgemeine Zeitspanne. Es kann vor Hunderttausenden, vor Millionen Jahren gewesen sein. Vor der Erschaffung des Menschen bewohnten Engel die Erde. Da Engel unsterbliche Geistwesen sind, können sie bis zur Erschaffung des Menschen Tausende oder Millionen von Jahren hier gewohnt haben. Wie lange, das wird von Gott nicht offenbart. Zuerst war die Erde jedenfalls Wohnstatt von Engeln. Doch Judas 6 spricht von den Engeln, die „ihren Herrschaftsbereich (diese Erde) nicht bewahrt, sondern ihre eigene Wohnstätte verlassen hatten“ (Menge Übers.)

Gottes äußere Erscheinung

Nun nähere Einzelheiten dazu, wer und was Gott ist.

Gott ist Geist (Johannes 4, 24). Warum erscheint Gott vielen Menschen nicht als Realität? Weil Gott und das Wort aus Geist, nicht aus Materie bestehen, nicht aus Fleisch und Blut wie der Mensch. Menschlichen Augen ist Gott unsichtbar (Kolosser 1, 15), scheint nicht real. Etwas Reales kann sich der menschliche Verstand nur mit einer gewissen Form und Gestalt vorstellen. Nun ist Gott zwar aus Geist beschaffen, nicht aus sichtbarer Materie, aber nichtsdestoweniger hat er eine bestimmte Form und Gestalt.

Wie sieht sie aus?

In 1. Mose 1, 26 wird Gott zitiert: „Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei.“ Gestalt und Aussehen des Menschen kennen wir. Und dieses ist das Bild, die gleiche Form und Gestalt, wie Gott sie hat.

An verschiedenen Stellen der Bibel wird gesagt, dass Gott ein Gesicht hat, Augen, eine Nase, Mund und Ohren. Er hat Haare auf dem Kopf. Geschrieben steht, dass Gott Arme und Beine hat. Und Gott hat Hände und Finger. Kein Tier, kein Geflügel, Vogel, Fisch, Insekt oder irgendeine uns bekannte Lebensform hat Hände wie der Mensch. Und hätte ein anderes Lebewesen auch einen mit uns vergleichbaren Verstand, ohne Hände und Finger könnte es nicht kreativ tätig werden wie der Mensch.

Gott hat Füße und Zehen und einen Leib. Gott hat einen Verstand. Das Tier hat ein Gehirn, aber nicht intelligente Verstandeskraft wie der Mensch.

Wenn man weiß, wie der Mensch aussieht, dann weiß man, welche Form und Gestalt Gott hat, denn der Mensch ist ihm nachgeschaffen, nach seinem Bild!

Ein Jünger hat Jesus einmal gefragt, wie Gottvater aussehe. Jesus erwiderte: „So lange bin ich bei euch, und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater!“ (Johannes 14, 9). Jesus sah wie der Vater aus. Sein Beiname lautete ja auch „Gott mit uns“ (Matthäus 1, 23). Jesus war der gezeugte und geborene Sohn Gottes.

Und wie war Jesu Erscheinungsbild? Ganz normal menschlich, denn er war ja auch der Menschensohn. So wenig stach er aus den jüdischen Männern seiner Zeit hervor, dass seine Feinde Judas bestechen mussten, damit er ihn ihnen in einer Menschenmenge bei Nacht zeigte und identifizierte.

So wissen wir, dass Gott die gleiche Form und Gestalt hat wie ein Mensch. Und auch, dass er aus Geist besteht, nicht aus Materie wie der Mensch. Geist ist dem menschlichen Auge unsichtbar, es sei denn, er manifestiert sich auf eine spezielle Weise.

Manifestierten sie sich, dann würden wir beide, Gott den Vater und Christus, verklärt im Himmel sehen, mit Gesichtern, die zwar wie menschliche Gesichter geformt sind, aber hell sind wie die strahlende Sonne! Ihre Augen wären Feuerflammen, die Füße wie goldenes Erz, das Haar weiß wie Schnee (Offenbarung 1, 14-16). 

Fortgesetzt in Wer und was ist Gott? (Fünfte Teil)

De Moa