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Überwachungskameras außen an der neu gebauten BND-Zentrale in Berlin, Deutschland

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Spione spionieren Spione aus: Deutschland baut eine neue Spionageabwehrabteilung auf

16.04.2018  •  Aus diePosaune.de
Zum ersten Mal seit dem kalten Krieg lässt Deutschlands Geheimdienst seine Spionageabwehrabteilung wieder auferstehen und zieht in seine neue Zentrale ein.
 

Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat offiziell seinen Spionageabwehrdienst wieder zum Leben erweckt. Der BND „arbeitet am Aufbau einer eigenen, schlagkräftigen Truppe, um ausländische Geheimdienste auszuspionieren“, berichtete Spiegel Online am 16. März.

Dieser Schritt erfolgte nach dem versuchten Mord an dem ehemaligen russischen Spion Sergei Skripal in Großbritannien.

Dieser versuchte Mord und zahlreiche andere erfolgreiche Mordanschläge von russischen Agenten überall auf der Welt in den letzten Jahren erregen allgemeine Besorgnis. Der russische Geheimdienst ist wieder gefürchtet. Aber ein sogar noch gefährlicher und betrügerischer Geheimdienst machte fast unbemerkt von der Welt sein Comeback.

Während des kalten Krieges hatte Deutschlands Spionageabwehrteam erfolgreich die russische Spionage in Europa bekämpft. Durch den Zusammenbruch der Sowjetunion verlor sein größter Feind erheblich an Macht, deshalb wurde auch das deutsche Spionageabwehrteam zunächst in den Ruhestand versetzt. Die jüngsten Ereignisse beweisen jedoch, dass die russischen Geheimdienste wieder eine große Bedrohung für Europa sind. Deutschland will böse Überraschungen vermeiden, daher wurde seine Spionageabwehrabteilung wiederbelebt.

Um dem neuen Team eine rechtliche Grundlage zu geben, wird es mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und mit dem Militärischen Abschirmdienst (mad) zusammenarbeiten. Der Einsatz im Inland war auf Grund der Überwachung der Massen in der jüngsten Geschichte des Landes schon immer eine delikate Angelegenheit. Mehr als 50 Agenten werden in der neuen Abteilung des BND arbeiten und sie wird von einer erstklassigen, hochgeachteten BND-Agentin geleitet. Ihr Name wurde allerdings bisher nicht bekanntgegeben.

Der Arbeitsbereich dieser Abteilung wird sich über Europa hinaus erstrecken. Laut Spiegel Online wird es auch den Iran, China und Nordkorea mit einschließen.

Für einen Geheimdienst ist es ungewöhnlich, dass in einem so frühen Stadium schon so bald Informationen an die Öffentlichkeit gelangen. Der deutsche Geheimdienstexperte Erich Schmidt-Eenboom hat den Verdacht, dass dieses Durchsickern von Information als Warnung für die anderen in Deutschland arbeitenden ausländischen Geheimdienste gedacht ist.

Die Spionageabwehrabteilung mag ja eine Wiederbelebung aus Zeiten des kalten Krieges sein, aber sie muss sich heute mit ganz anderen Problemen auseinandersetzen.

2013 enthüllte Edward Snowden, dass die Vereinigten Staaten in Deutschland Spionage betrieben hatten. Diese Nachricht hatte damals für große Entrüstung bei der deutschen Regierung und bei den Medien gesorgt und einen Schatten auf die deutsch-amerikanische Freundschaft geworfen, die die beiden Länder in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufgebaut hatten.

Seit diesem Vorfall hat das Misstrauen auf beiden Seiten noch erheblich zugenommen. In der Ära des Präsidenten Donald Trump ist dieses Misstrauen sprunghaft auf seit dem Ende des zweiten Weltkriegs unerreichte Höhen angewachsen. Viele Leute in der deutschen Politik und in den Medien betrachten den amerikanischen Präsidenten als große Bedrohung für den deutschen Wohlstand. Man muss daher fragen: Wird die neue deutsche Spionageabwehr auch gegen die amerikanischen Geheimdienste eingesetzt werden?

Der BND hat schon die Vereinigten Staaten ausspioniert, als Barak Obama noch im Amt war. Im Juni 2017 berichtete Der Spiegel, dass der BND „jahrelang Tausende Ziele in den USA, darunter Anschlüsse im Weißen Haus und in Militäreinrichtungen“ ausspioniert hat. Diese Enthüllungen deckten die Heuchelei von Berlins Empörung auf, als herauskam, dass Amerika Deutschland ausspioniert hatte.

Der BND ist eine geheimnistuerische und betrügerische Organisation. Skandale in seiner jüngsten Vergangenheit lassen die Indiskretionen aller größeren westlichen Geheimdienste harmlos erscheinen – wie zum Beispiel das Schmuggeln von spaltbarem Material in einem Passagierflugzeug als Teil einer Operation zur Beeinflussung des Ausgangs einer lokalen Wahl.

Der BND tut noch mehr als nur Spione auszuspionieren

2017 wurde der Neubau der BND-Zentrale fertiggestellt. Er wird als das größte Bauprojekt in Deutschland seit Ende des zweiten Weltkriegs angesehen. Die neu gebaute BND-Zentrale in Berlin wird mehr als 4000 Agenten beherbergen. Die Grundfläche des Gebäudes hat die Größe von 14 Fußballfeldern und enthält 135.000 Kubikmeter Beton sowie 20.000 Tonnen Baustahl. Das Gebäude hat mehr als 1,1 Milliarden Euro (1,4 Milliarden US$) gekostet und weitere 400 Millionen Euro an Ausrüstung.

Trotz seiner 14.000 Fenster hat die deutsche Öffentlichkeit keinen Einblick in die Arbeit, die in diesen Wänden getan wird. Die deutsche Zeitung Bild nennt die neue Zentrale „das geheimnisvollste Gebäude Deutschlands“. Die gewaltige Anlage passt gut zu der nationalsozialistischen Vorgeschichte des BND. Selbst die Architektur weist eine schockierende Ähnlichkeit mit während der Nazizeit entworfenen Gebäuden auf. Nach dem zweiten Weltkrieg gestatteten und ermutigten die USA die Gründung des BND, um dem russischen Einfluss entgegenzuwirken. Aber da die Vereinigten Staaten sich darauf konzentrierten, Russland zu bekämpfen, ignorierten sie die vielen warnenden Anzeichen dafür, dass der BND dabei war, zu seinen Nazi-Wurzeln zurückzukehren.

„Die Geschichte der Gründung des BND klingt wie ein origineller Spionageroman – so absonderlich, das sie niemand glauben würde, wäre sie nicht immer sorgfältig dokumentiert worden“, schrieb der stellvertretende Redaktionsleiter der Posaune Richard Palmer. Und weiter schrieb er:

Nach dem zweiten Weltkrieg war Amerika verzweifelt bemüht, an geheimdienstliche Informationen über die Sowjetunion zu kommen. So ließen sie den Geheimdienst der Nazi wieder auferstehen.

Mit Generalmajor Reinhard Gehlen fanden sie den perfekten Partner für dieses Unterfangen.

Gehlen war von 1942 bis 1945 Chef des Heeresnachrichtendienstes für ausländische Streitkräfte Ost der Wehrmacht gewesen, ein hocheffizientes geheimdienstliches Netzwerk in Osteuropa und Russland. …

Gehlen war nicht wählerisch [bei der Auswahl seiner Mannschaft]. Ex-Gestapo-Leute, ehemalige SS-Leute, Kriegsverbrecher und Nazis, die direkt am Holocaust teilgenommen hatten – alle waren ihm willkommen. Einer Schätzung zu Folge hatte etwa zehn Prozent des gesamten Personals vorher für den Chef der SS Heinrich Himmler gearbeitet. Die wegen der sowjetischen Bedrohung besorgten Amerikaner ließen zu, dass dieses Netzwerk aufblühte.

Die Gründung des BND ist in allen Einzelheiten dokumentiert worden - wie auch die skandalösen Affären über die Jahrzehnte seit seiner Gründung, die zum größten Teil auf die Beteiligung des Geheimdienstes an eine Serie von ausländerfeindlichen Morden einer Gruppe von Neonazis zurückgingen, die im Jahre 2000 begann und bis heute nicht wirklich aufgeklärt wurde.

Die Welt ist zu Recht entsetzt über die jüngsten russischen Aktivitäten. Man empört sich über die Operationen der Nationale Sicherheitsbehörde [NSA] der Vereinigten Staaten. Aber wenn man die Nazi-Vergangenheit des BNDs und seine gegenwärtige gewaltige Aufrüstung bedenkt, müsste die Welt sich eigentlich auch große Sorgen wegen der gegenwärtigen Entwicklungen in Deutschland machen.

Deutschland wird seinen Geheimdienst nicht dazu benutzen, um die Vereinigten Staaten zu unterstützen, sondern es wird ihn gegen sie verwenden.

„Schon vom Beginn des zweiten Weltkriegs an haben [die deutschen Anführer] die Möglichkeit, diese zweite Runde ebenfalls zu verlieren, einkalkuliert – und sie haben für diesen Fall die dritte Runde schon sorgfältig und methodisch geplant“, schrieb der Chefredakteur von Plain Truth Herbert W. Armstrong 1945.

Der BND ist ein klar dokumentierter Fall, der diese Wahrheit bestätigt.

Herr Armstrong gründete seine Vorhersagen auf die Prophezeiungen der Bibel. Die Heilige Schrift berichtet in Offenbarung 17 und an anderen Stellen von einer europäischen Macht, die zunächst im Vordergrund steht, bevor sie dann in den „Untergrund“ geht beziehungsweise verborgen bleibt. Hesekiel 23, Verse 5 – 7 lassen klar erkennen, dass diese Macht Amerika verraten wird.

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