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Otto der Grosse – die Geburt des Deutschen Nationalismus (Zweiter Teil)

Das Heilige Römische Reich in der Prophezeiung - Kapitel vier

Fortgesetzt von Otto der Grosse – die Geburt des Deutschen Nationalismus (Erster Teil)

Die Kreuzzüge waren eine Reihe von „heiligen“ Kriegen der Römisch-Katholischen Kirche, die zwischen dem späten 11. und dem 15. Jahrhundert stattfanden. Der Zweck dieser Kriege war es, den Muslimen die Herrschaft über das Heilige Land zu entreißen. Sie brachten einige der blutigsten Schlachten der Geschichte hervor.

Im Jahre 614 kämpften Katholiken in einem Krieg gegen die Perser und Juden und wurden geschlagen. Die „Christen“ behaupten, dass etwa 60.000 Katholiken getötet und 35.000 versklavt wurden. Nach dem Fall von Jerusalem war die katholische Welt geschockt und in tiefer Trauer – und verbittert gegen die Juden wegen der Rolle, die sie in diesem Krieg gespielt hatten. Manche Historiker betrachten das als den ersten Kreuzzug. Aber die Kreuzzüge, an die wir uns am besten erinnern, fingen erst im 11. Jahrhundert an.

Diese Kreuzzüge begannen am 27. November 1095 auf dem Konzil von Clermont. Hier in Südfrankreich hielt Papst Urban II. eine mitreißende Rede vor tausenden von Anhängern. Er appellierte an die katholischen Europäer, dass es ihre „christliche“ Pflicht sei, Jerusalem zurückzuerobern, die „Heiden“, die Jerusalem eingenommen hatten, abzuschlachten und die Herrschaft des Vatikans über das geistige und materielle „Zentrum“ des Universums wiederherzustellen. Die Rede des Papstes ließ ein brutales katholisches Heer auf die Welt los – eines, das der Sache so treu ergeben war, dass es fast 5.000 km weit marschierte, um das Heilige Land zu erobern.

In dem Buch Crusades (Die Kreuzzüge) schreiben Terry Jones und Alan Ereira: Indem der Papst eine Armee unter dem Banner des Kreuzes versammelte, breitete er seinen Mantel über das gesamte Christentum aus. Dies war die grundlegende Idee des revolutionären Papstes: Anstelle verschiedener örtlicher Kirchen inmitten einzelner Gemeinden gab es nun eine alles umfassende Kirche, die von einem überragenden Papst regiert wurde. Der Kreuzzug sollte dafür Ausdruck und Instrument sein.

„Urbans Armee sollte auch Jerusalem befreien, das geistige (und daher physische) Zentrum des Universums. Er hoffte, dass das wiedergewonnene Jerusalem unmittelbar von der Kirche regiert werden würde.“

Die Kreuzzüge offenbaren das innige Verlangen der katholischen Kirche, Jerusalem zu beherrschen. Dieses Ziel ist jedoch nur Teil ihres Verlangens nach Weltherrschaft. Die Kirche glaubte und glaubt immer noch, dass der Weg zur Weltregierung durch Jerusalem führt. Paul Johnson schreibt, dass die Kirche „an dem Gedanken festhielt, Europa sei eine christliche Einheit, das gewisse dazugehörende Rechte auf den Rest der Welt erworben hat durch die Wirksamkeit seines Glaubens und der Verpflichtung, ihn zu verbreiten.“ (A History of Christianity).

In Urbans berühmter Rede, die nicht sehr zuverlässig von William von Malmesbury aufgezeichnet wurde, erklärte der Papst: „Kann man denn dulden, dass wir nicht einmal den gleichen Anteil an der bewohnten Welt haben wie die Muslime? Sie haben Asien, das ein Drittel der Welt ausmacht, zu ihrem Heimatland gemacht. … Sie haben Afrika, den zweiten Teil der Welt, mehr als zweihundert Jahre lang zwangsweise geholfen.“ Diese Regelung war auf den Kopf gestellt, argumentierte der Papst: „Einerseits ist die ganze Welt für einen Christen nur ein Exil und andererseits ist die ganze Welt sein Land.“

Jones und Ereira ziehen folgenden Schluss: „Indem der Papst versprach, dass man durch die Ausführung einer militärisch-politischen Aufgabe ein besserer Mensch würde und einem vergangene Sünden verziehen würden, hatte er einen Weg gefunden, durch den jedermann die päpstliche Politik verinnerlichen konnte. Der Kampf für die Sache des Papstes gestaltete sich also nicht nur zu einer Verpflichtung – er sicherte einem sogar die Rechtschaffenheit. Diese Vorstellung löste eine riesige politische Aktion aus, sie gebar eine Ideologie und setzte den Kreuzzug in Bewegung. Urban hingegen erkannte nicht einmal, welche Lawine er losgetreten hatte“ (op.cit.).

Papst Urban II. löste eine Reihe von unglaublich brutalen Kriegen zwischen Katholiken und Muslimen aus. Ströme von Blut wurden durch die Kreuzzüge vergossen, alles im Namen Gottes. Natürlich antworteten die Muslime ihrerseits mit dem massiven Abschlachten der Kreuzritter, ebenfalls im Namen Gottes.

Jones und Ereira erinnern an einen Vorfall nach der Eroberung Jerusalems durch das katholische Heer: „Am nächsten Morgen gingen die Kreuzritter erneut in die al-Aqsa-Moschee und massakrierten jeden Moslem, der dort Zuflucht gesucht hatte. Niemand weiß, wie viele starben; der moslemische Chronist berichtet von 70.000 Toten. Einer der Kreuzfahrer berichtet, dass er seinen Weg durch einen Mischmasch von Blut und Leichen mehr als knietief bahnte“ (op.cit.). Das ist nur eine von vielen grauenvollen Episoden.

Die katholische Kirche billigte das Abschlachten zehntausender Menschen. „Doch nun erklärte der Papst, dass Töten nicht unbedingt eine Sünde sein musste. Man konnte differenzieren: Es hing nämlich davon ab, wen man tötete. Wenn man die Feinde Christi tötete, brauchte man nicht noch einmal Buße zu tun – das Töten selbst war schon die Buße. Das heilige Gemetzel konnte eine genauso wirkungsvolle Betätigung sein wie das Gebet oder Fasten oder eine Pilgerreise …“ (op.cit.). Das Töten von Heiden ebnete den Weg zum Heil!

Muslimische und jüdische Bewohner Jerusalems wurden gnadenlos ermordet. Und das alles taten Katholiken, die aufrichtig glaubten – weil es ihnen vom Papst gesagt wurde – dass sie dadurch gerechter würden. Die Erinnerung an solch schreckliche Massaker lebt im Gedächtnis vieler Araber bis heute weiter. Diese Erinnerung hat Araber und Juden die ganze Geschichte hindurch veranlasst, in gleicher Weise Katholiken zu massakrieren – alles im Namen der Religion.

Die Philosophie der Kreuzzüge hat die katholischen Päpste zu den blutigsten Religionsführern aller Zeiten gemacht.

Trotzdem sehen viele Leute über diese ernüchternden Tatsachen hinweg. Die meisten Geschichtsbücher sprechen, wenn sie darüber berichten, von den „christlichen“ Kreuzzügen. Das ist eine Verwässerung der Wahrheit. Tatsache bleibt, dass es die katholische Kirche war, die diese Serie von blutigen Kriegen führte! Die Katholiken ließen ihrer Gewalt manchmal sogar gegen orthodoxe Christen freien Lauf.

Das ist der Hauptgrund dafür, warum der schlimmste katholische Kreuzzug noch bevorsteht: Weil die Menschheit sich weigert, Geschichte zu studieren, die Wahrheit zu akzeptieren und Gott zu glauben!

Verantwortlich für den Tod Vieler Menschen

Die Katholische Kirche war für den Tod von Millionen von Menschen im Mittelalter verantwortlich. In den Kreuzzügen wurden ganze Städte im Vorderen Orient ausgelöscht. Aber auch in Europa ließ die Kirche Tausende von Menschen umbringen. Die Gesellschaft war katholisch. Den Katholizismus abzulehnen hieß die Gesellschaft abzulehnen. Die Juden hatten keine Rechte. Jene, die eine andere Religion als die katholische annahmen, wurden getötet.

Wie wurden die „Ketzer“ getötet? Offenbarung 13, 15 sagt, dass dieses religiöse Tier „bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten.“ Es würde diese nicht selbst töten – es würde „bewirken“, dass sie getötet werden. Und genau das hat die Kirche getan.

Wenn ein nichtkatholischer Glaube in einer Gegend mit einer schwachen Regierung Wurzeln schlug, so ersuchte die Kirche eine Macht von außerhalb, dort einzugreifen. Zum Beispiel rief im Jahr 1208 die Kirche zu den Albigenser Kreuzzügen in Südfrankreich auf. Den Rittern, die kämpften, wurde vom Papst eine Freikarte durch das Fegefeuer gewährt. Die Kreuzritter machten sich nicht einmal die Mühe, die Katholiken von den „Ketzern“ auszusortieren. Der Papst sagte ihnen: „Tötet sie alle! Gott wird wissen, welche die Seinigen sind.“ Ganze Städte wurden niedergemetzelt. Einer der Soldaten brüstete sich dem Papst gegenüber, er habe bei der Einnahme einer einzigen Stadt 15.000 Menschen getötet, „gnadenlos, ohne Rücksicht auf Rang, Alter oder Geschlecht.“ Die Kreuzzüge waren für die Soldaten die Lizenz zum Vergewaltigen, Plündern und Brandschatzen, während der Papst ihnen erzählte, sie täten Gottes Werk.

Die Kirche verurteilte auch „ketzerische“ Einzelpersonen zum Tode. Die Methode war subtil. Die Bibel sagt, diese Kirche gleicht einem Lamm und redet wie ein Drache (Vers 11). Wenn die Kirche jemanden wegen Ketzerei anklagte, so würde sie diesen Menschen nicht töten. Vielmehr bekam er den Stempel, „ihm sei der Schutz der Kirche entzogen worden.“ Sie bat sogar formell um Gnade für den Ketzer. Die Kirche erschien wie ein Lamm – aber das war nur eine Illusion. Der lokale Amtsträger wusste, im Falle, dass er den Ketzer nicht hinrichten ließ, er selber als Verteidiger eines Ketzers verurteilt und hingerichtet werden würde.

Indem sie diese Andersgläubigen ausmerzte und „Gedankenverbrechen“ bestrafte, verstieß die Kirche gegen Stadtrechte, gegen schriftliche- und Gewohnheitsrechte und praktisch gegen jeden Bereich der etablierten Rechtsprechung“, erklärte Paul Johnson. „Der Zweck“ schrieb er, „war nun einmal, um jeden Preis Schuldigsprechungen zu inszenieren“ (A History of Christianity). 

Fortgesetzt in Die Habsburger dynastie – ein weltreich (Erster Teil)

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