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Wolfgang Ischinger, der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, ist auf mehreren Großbildschirmen zu sehen, während er am 16. Februar die 54. Sicherheitskonferenz in München in Deutschland eröffnet.
THOMAS KIENZLE/AFP/GETTY IMAGES

Die Münchner Sicherheitskonferenz zeigt, dass es ‚einer starken Hand von irgendwoher‘ bedarf

19.03.2018  •  Aus diePosaune.de
Die Menschheit hat wieder einmal bewiesen, dass sie selbst unfähig ist, ihre Probleme zu lösen.
 

Die Welt steht kurz davor zu explodieren und es muss etwas unternommen werden, um das zu verhindern. Das war der allgemeine Konsens der Experten auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2018. Am Ende der dreitägigen Konferenz standen die führenden Experten für internationale Beziehungen einer Vielzahl von Problemen gegenüber und es war keine Lösung in Sicht.

Die Menschheit hat wieder einmal bewiesen, dass sie selbst unfähig ist, ihre Probleme zu lösen.

Wolfgang Ischinger, der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, sagte am letzten Tag der Konferenz (Betonung durchweg hinzugefügt):

Das Motto dieser Konferenz war: „Bis an den Rand des Krieges und wieder zurück?“ Als ich diese Konferenz am Freitag eröffnete, hatte ich die Hoffnung, dass wir nach Beendigung der Konferenz wenigstens das Fragezeichen weglassen könnten – mit anderen Worten also „Wir sind vom Rand des Krieges wieder zurück“. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob wir das sagen können. Die Debatten der vergangenen zweieinhalb Tage haben mich nicht überzeugt. Wir haben ausgezeichnete Analysen gehört. Wir haben gehört, was falsch läuft. Wir haben gehört, was die Herausforderungen sind, was die nuklearen Risiken und Gefahren sind. Wir haben auch einige wundervolle Visionen gehört, nette Ideen für die Zukunft Europas. …

Wir wissen auch, was wir nicht mögen und was wir vermeiden wollen. …Wir wissen, dass wir weg wollen vom Rand des Krieges. Meine lieben Freunde, für meine Begriffe haben wir nicht genug darüber gehört, welche konkreten Schritte unsere führenden Politiker nun unternehmen werden – die, die hier gesprochen haben und die, die nicht gesprochen haben. Was wird tatsächlich konkret unternommen, um gute Visionen zu fördern und schlechte Aspekte, über die hier gesprochen wurde, zu vermeiden?

Das ist alles, was Ischinger von seiner eigenen Konferenz mit nach Hause nimmt. Drei Tage lang wurden Reden gehalten und man hörte viel darüber, welchen Herausforderungen die Welt gegenübersteht, aber niemand hatte irgendwelche konkreten und praktikablen Lösungen! Und das auf einer der renommiertesten Konferenzen über internationale Beziehungen der Welt. Die führenden Politiker sehen viele Probleme, aber wo sind die Lösungen?

Einige Pressestimmen haben auf das Paradoxon hingewiesen, das sich aus dieser Konferenz ergab. Das Berlin Policy Journal schrieb in einem Artikel mit dem Titel „Der Westen steht am Rande des Krieges … Und der Westen weiß nicht, was dagegen getan werden kann“: „Desto klarer sich während der drei Tage [der Konferenz] die Gefahren abzeichneten, die dem Westen drohen, umso beunruhigender wurde das völlige Fehlen irgendeiner konkreten Strategie, die diesen Risiken entgegenwirken könnte.“

Defense One stimmte ein mit „Globale Eliten können eine Welt in Aufruhr nicht retten“. Nach diesem Artikel haben diese sogenannten „Experten“ in internationalen Beziehungen „nicht viel konkretes zu bieten“. Carnegie Europe brachte dasselbe. In „Nach München“ schreibt die Autorin Judy Dempsey, die Münchner Diplomaten seien unfähig, mit den Bedrohungen, auf die sie aufmerksam gemacht wurden, fertigzuwerden.

Wirken solche Schlagzeilen auf Sie auch so ermutigend? Die Experten heutzutage sind großartig im Erkennen der Probleme, aber sie haben keine Lösung dafür.

Die Konferenz ist nicht das einzige Beispiel für Experten, die keine Antwort wissen. Stephen Walt, Professor für internationale Beziehungen bei Harvard, vertrat eine interessante Sichtweise in Foreign Policy. Er schrieb: „Die Verbesserung der Ausbildung in internationaler Diplomatie hat in den letzten fünfzig Jahren nicht wesentlich zu einer Verbesserung der Verhaltensweise in der Außenpolitik geführt oder bessere Ergebnisse erzielt. Ich mache die Schulen für internationale Diplomatie nicht für dieses Versagen verantwortlich, aber vielleicht tragen wir ja selbst auch nicht allzu viel dazu bei, auch wenn wir das glauben?

Wir bilden immer mehr Experten aus. Überall auf der Welt werden Verhandlungen von den bestausgebildeten Diplomaten der Menschheitsgeschichte geführt. Trotzdem sind wir dem Weltfrieden nicht näher gekommen. Wie ist das möglich?

Ein Teil des Problems kommt von der Ausbildung der amerikanischen Diplomaten, wie Walt ausführt. Herbert W. Armstrong hat viel davon gesprochen, dass die Ausbildung sich von einer ausgewogenen, liberalen Kunsterziehung immer mehr zu hochgradiger Spezialisierung entwickelt. Die Studenten lernen viel über einen spezifischen Bereich, aber nur sehr wenig über das große Ganze. Das ist es, was diesen Experten von heute fehlt. Sie sind hochspezialisiert, aber ihnen fehlt der Bezug für ihr Wissen. Heutzutage sind die Diplomaten nicht so bewandert in Geschichte, wie es die wahren Experten früher waren. Dieses Problem stellt sich bei der Ausbildung allgemein, aber das Problem ist weit gravierender, wenn man internationale Beziehungen studiert. Walt schreibt weiter:

Wie kann man die Krise in der Ukraine begreifen und sich einen Reim aus dem Verhalten des russischen Präsidenten Wladimir Putin machen, wenn man nicht gut über die Geschichte der Ukraine, der Krim und Russlands Bescheid weiß? Wäre es möglich, die komplexen Beziehungen zwischen den USA und dem Iran oder zwischen den Israelis und den Palästinensern zu verstehen, wenn man nicht wüsste, wie sich diese Beziehungen im Laufe der Jahre entwickelt haben? Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Japan und Südkorea keine übermäßig guten Beziehungen haben? Wenn Sie die Geschichte dieser Länder nicht kennen, dann haben Sie keine Ahnung.

Wie können Sie also diese Konflikte beurteilen, wenn Sie die Geschichte dieser Länder nicht kennen? Walt weist darauf hin, dass diese Experten ein besseres Verständnis der menschlichen Natur hätten, wenn sie auch Geschichte studieren würden. Das ist die fehlende Dimension in dem Studium der internationalen Beziehungen heutzutage. Wenn man die Geschichte versteht, weiß man, dass die Geschichte der Menschheit die Geschichte des Krieges ist.

Das wird in der Bibel klar offenbart. Jeremia 17, 9 lautet, dass das Herz des Menschen „überaus trügerisch und bösartig ist, wer kann es ergründen?“ (Schlacter Bibel). In seiner Broschüre Jeremiah and the Greatest Vision in the Bible (Jeremia und die größte Vision der Bibel) schreibt mein Vater, dass „bösartig“ so viel wie gefährlich oder unheilbar krank bedeutet.

Das heutige Ausbildungssystem war vielleicht nicht die direkte Ursache dieser Krankheit, aber es hat auch keine Heilung bewirkt. Unsere Nationen, Diplomaten und Experten der internationalen Beziehungen sind das Produkt eines Ausbildungssystems, das das Gegenteil von Jeremia 17, 9 lehrt. Es lehrt, dass die menschliche Natur im Allgemeinen gutartig ist. Nach dieser utopischen Sichtweise der internationalen Beziehungen müsste man eigentlich in der Lage sein, den Wahnsinnigen dieser Welt etwas Vernunft einzureden, denn die sind ja im Grunde gutartig.

Das ist aber nicht das, was Gottes Wort sagt! Die Bibel sagt uns, dass unsere Herzen unheilbar krank sind – dass niemand sie ergründen kann – und dass wir alle verflucht sind, wenn wir uns für unsere Führung auf uns selbst oder auf andere Menschen verlassen (Vers 5).

Herr Armstrong sagte 1980 in einem Programm von World Tomorrow (Die Welt von morgen):

Aber ist Ihnen auch klar, dass wir unsere Probleme nicht zu lösen wissen? Wir sind völlig hilflos, was die Lösung unserer Probleme angeht. Wir kommen nicht miteinander zurecht: Der Ehemann kommt nicht mit der Frau zurecht, die Eltern nicht mit den Kindern und die Kinder nicht mit den Eltern. Wir kommen nicht mit unseren Nachbarn zurecht. Das Management und das Kapital kommen nicht mit den Arbeitern zurecht. Und ein Land kommt mit dem anderen nicht zurecht. Wir haben Probleme. Die Welt ist voller Probleme. Sie ist voller Gewalt, voller Kriege. Und all unser Ärger ist ausschließlich spiritueller Natur.

Nun ist das Gesetz Gottes ein spirituelles Gesetz. Und dieses Gesetz ist Liebe – gebende Liebe: Liebe deinen Nachbarn wie dich selbst. Oh ja, es ist in Ordnung, wenn man sich selbst liebt, solange man auch den Nachbarn wie sich selbst liebt. Nicht gerade viele Leute tun das. Tun Sie das? Nicht sehr viele Leute tun das. Und so leben wir in einer Welt voller Probleme – in einer Welt randvoll mit Problemen.

Schön wär’s, wenn die Delegierten in München nur ein klein wenig von der menschlichen Natur verstünden. Es würde ihre Betrachtungsweise der internationalen Beziehungen revolutionieren! Aber stattdessen befinden wir uns am Rande der Zerstörung – und Jeremia 17 erklärt warum. Mein Vater schrieb in der Broschüre über Jeremia: „Wir leben in so einer kranken, kranken, kranken Welt, weil wir auf den kranken menschlichen Geist vertrauen! …Wir müssen das Böse in der menschlichen Natur erkennen, oder wir werden unsere Probleme niemals lösen können. …

„Die größte Notwendigkeit ist, Gott zu verstehen, um Ihn unsere eigene Krankheit offenbaren und heilen zu lassen. Bis wir diese Lektion lernen, leben wir unter einem Fluch“ (Jeremia 17, 5).

Zu Zeiten Jesu Christi konnten die Pharisäer nicht erkennen, dass sie krank waren und einen Arzt brauchten (Matthäus 9, 10 bis 13). Aber dieses Problem haben nicht nur die Pharisäer. Es ist heute das wichtigste Problem der Menschheit! Die Leute erkennen ihre eigene tödliche Krankheit nicht. Sie sehen keine Notwendigkeit für einen Arzt. Bald jedoch wird diese Welt einen atomaren Holocaust erleben, geschaffen von kranken Menschen. Erst dann kann Gott anfangen, sie etwas zu lehren, weil sie dann die Folgen ihrer menschlichen Denkweise nicht länger ableugnen können.

Wie mein Vater schrieb, ist das die wichtigste Lektion, die jeder von uns lernen kann. Wir brauchen Gott. Das versucht Er uns klarzumachen. Aber wir wollen nicht hören, denn wir sind fleischlich gesinnt und das ist Feindschaft Gott gegenüber (Römer 8, 7).

Herr Armstrong sagte 1980 in einer Predigt:

Ich habe mit Staatsoberhäuptern gesprochen. Ich habe wahrscheinlich mit so vielen gesprochen wie kaum ein anderer Mensch auf der Welt. Ich meine Könige und Präsidenten, denn es gab nur zwei, die uneingeschränkt über große Nationen herrschten – zwei große Herrscher, die ich beide kennengelernt und mich privat mit ihnen unterhalten habe und viele Premierminister von so vielen Ländern, die wirklich die Staatsoberhäupter sind und die Regierung bilden. Ich habe sie alle kennengelernt und mit ihnen in einfachen Worten gesprochen. Und sie haben mich verstanden. Alle Probleme dieser Welt, alles Übel kommt von unserer Lebensweise des ständigen Nehmens!

Das ist die Beurteilung des größten Experten in internationalen Beziehungen des zwanzigsten Jahrhunderts! Herr Armstrong besuchte mehr Staatsoberhäupter auf ihren Amtssitzen als kein anderer Diplomat oder Botschafter seiner Zeit. Er war der inoffizielle Botschafter des Friedens, ein Botschafter ohne Amt und ohne einen Studienabschluss in internationalen Beziehungen. Aber er wusste viel mehr über internationale Beziehungen als die Experten seiner Zeit und viele Staatsoberhäupter erkannten das.

1973 wurde Herr Armstrong eingeladen, eine Rede vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag zu halten. Er schrieb über dieses Treffen in dem Magazin PlainTruth (Klar und Wahr) vom Dezember 1973. Am Weltgerichtshof lernte er dieselbe Sorte Menschen kennen wie die, die auch im Februar in München waren, und er sagte damals genau dasselbe wie die heutigen Experten nach der Konferenz in München. Sie erkannten eine Menge Probleme, hatten aber keine Lösungen.

In diesem Plain Truth Artikel beschrieb Herr Armstrong die Vorgeschichte des internationalen Rechts und was der Weltgerichtshof so tut, um Frieden zu stiften. Er erklärte, dass der Weltgerichtshof im Grunde nie tätig wird, denn er ist nur dann zuständig, wenn beide Länder den Rechtsstreit vor den Weltgerichtshof bringen. Und die Länder bringen Streitfälle nur vor Gericht, wenn sie allergrößtes Interesse daran haben. Es gibt ja auch keinen Welt-Polizisten, der die Entscheidungen des Weltgerichtshofs durchsetzen könnte. Auf diese Weise wird meistens nicht allzu viel Konkretes erreicht. Es ist so wie in den Vereinten Nationen – viele mitreißende Ansprachen, aber keine Lösungen.

Herr Armstrong zitierte den früheren UNO-Generalsekretär U.Thant, der einmal sagte, dass alle Länder ein wenig von ihrer Souveränität aufgeben müssten, damit die UNO Erfolg haben und ihre Beschlüsse auch durchsetzen kann. Das wird jedoch nicht passieren, solange die Länder das selbst entscheiden können. Allen Ländern sind nur ihre eigenen Interessen wichtig und immer wichtiger, als die Interessen aller anderen Länder.

Herr Armstrong schrieb: „Es ist an der Zeit, dass wir aufhören, uns etwas vorzumachen. Die Völker werden nicht gegen die menschliche Natur handeln.“ Glauben Sie wirklich, die Vereinigten Staaten würden ihre Souveränität aufgeben und sich der UNO unterwerfen? Oder vielleicht Russland, China, Deutschland oder der Iran? Deshalb können Treffen wie die Sicherheitskonferenz in München grundsätzlich nicht funktionieren. Herr Armstrong schrieb weiter:

Weltbekannte Wissenschaftler sagen, die einzige Hoffnung der Welt ist heute noch eine Weltregierung – eine Supermacht – eine einzige Militärmacht – um alle Länder der Welt zu regieren. Im gleichen Atemzug sagen sie allerdings, das sei unmöglich.

Ich sage zugleich, dass die einzige Hoffnung der Welt darin besteht, die menschliche Natur zu ändern! Und den Menschen fehlt die Kraft, das zu tun!

Jawohl, ein Mensch hat nicht die Kraft, seine eigene Natur zu ändern. Aber eine großartige Weltregierung steht kurz bevor! Und die notwendige „starke Hand von irgendwoher“ wird die Rebellion der Welt niederschlagen und die Menschheit zwingen, in Frieden und Glückseligkeit zu leben. Die Natur des Menschen wird sich ändern (Joel 2, 26). Das ist unsere einzige Chance, jemals in Frieden zu leben.

Das ist das Herz des wahren Evangeliums. Christus kam mit der guten Nachricht vom Reich Gottes – einer zukünftigen Weltregierung. Er war ein Experte in internationalen Beziehungen, auf Gottes Art und Weise erzogen und ausgebildet. Er verstand das Problem mit dem Menschen und seiner Natur von Anfang an.

Eine gottgefällige Erziehung über den richtigen Lebenswandel könnte diese Probleme lösen. Jesaja 2 zeigt uns, dass die Völker nach Christi Rückkehr schließlich lernen werden, in Frieden zusammenzuleben, statt das Kriegshandwerk zu lernen. Es gibt einen Weg zum Frieden, aber wie es in Jesaja 59, 8 heißt, kennt der Mensch diesen Weg einfach nicht. Deshalb haben wir so viele Probleme und keine Lösungen.

Die Menschheit hat den Weg des Krieges über 6000 Jahre lang gelernt. Sehr bald jedoch wird eine „starke Hand von irgendwoher“ eine neue Regierung auf diese Erde bringen – ein neues Königreich, das endlich den Frieden überall auf Erden durchsetzen wird. 

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