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Der geheimnisvolle „Riss“ (zweiter Teil)

13.09.2018  •  Aus diePosaune.de
Die USA und Großbritannien in der Prophezeiung (Kapitel Acht)
 

Fortgesetzt von Der geheimnisvolle „Riss“ (erster Teil)

A

ber welches Volk?

„Auf den hohen Berg Israels will ich‘s pflanzen“ (Hesekiel 17, 23). Davids Thron sollte also, nachdem er in Juda „ausgerissen“ worden war, in Israel neu gepflanzt werden, und zwar zu dem Zweck, „dass es [„das zarte Reis“ – die Königstochter] Zweige gewinne und Früchte bringe und ein herrlicher Zedernbaum werde“ (Vers 23).

Hat der Thron Davids mit Zedekia von Juda zu existieren aufgehört? Hat Gott seinen Bund vergessen? Nein! „Denn die Erretteten vom Hause Juda und was übriggeblieben ist, werden von neuem nach unten Wurzeln schlagen [gepflanzt werden] und oben Frucht tragen“ (Jesaja 37, 31-32). Der Thron wurde in Israel, das sich Jahrhunderte vorher von Juda getrennt hatte, neu gepflanzt. Eine jüdische Prinzessin sollte den Thron Davids besteigen, und zwar als Regentin über Israel. Sie sollte Frucht tragen, d. h. heiraten und Kinder gebären, so dass ihre Söhne die Dynastie Davids fortsetzen konnten.

Der „Baum“, der auf diese Weise gepflanzt wurde, sollte dann wachsen und gedeihen, „so dass Vögel aller Art in ihm wohnen und alles, was fliegt, im Schatten seiner Zweige bleiben kann“ (Hesekiel 17, 23). Das verstreute Israel, das nunmehr den Thron Davids erhielt, würde sich, so wird hier angedeutet, ausbreiten und zu großem nationalem Wohlstand gelangen. An ihm sollten sich gemäß dem Bund Gottes mit Abraham die Verheißungen des Erstgeburtsrechts erfüllen.

„Und alle Bäume auf dem Felde [d. h. alle Völker der Erde] sollen erkennen, dass ich der Herr bin: Ich erniedrige den hohen Baum und erhöhe den niedrigen …“ (Vers 24). Juda, der hohe Baum, seit Israels Gefangennahme 130 Jahre lang im Thronbesitz, wurde jetzt „erniedrigt“, zu Knechten gemacht. „… und erhöhe den niedrigen …“ 130 Jahre lang war Israel ein „niedriger Baum“ gewesen. Jetzt wurde Israel erhöht, indem es wieder einen König der Linie Davids erhielt. „… ich lasse den grünen Baum [Juda] verdorren, und den dürren Baum [Israel] lasse ich grünen.“

Erinnern wir uns an die Ankündigung in Hesekiel 21, 31. Hier ist von demselben Ereignis die Rede wie in Hesekiel 17: Der Thron Davids soll von Juda nach Israel verlegt werden.

Israel war damals schon seit vier Jahrhunderten in Irland ansässig; es hatte ein Königshaus, in das Zedekias Tochter „eingepflanzt“ wurde. Die irischen Israeliten waren eine eigenständige Gruppe und waren nicht in assyrische Gefangenschaft gegangen.

Israel, geführt von den Stämmen Ephraim und Manasse und damit im Besitz des Erstgeburtsrechts, sollte, wenn seine Zeit gekommen war, aufblühen und gedeihen. Ja, das Erstgeburtsrecht gehört Israel! Zwar gelten die zehn Stämme heute allgemein als verloren, und die Völker, die aus ihnen hervorgegangen sind, werden für Nichtisraeliten, für Heiden oder Barbaren gehalten. Gleichwohl: Sie sind es, die im verheißenen Maß gewachsen sind – zum „großen Volk“ und der „Menge von Völkern“.

Aber wohin hat Jeremia mit seiner königlichen „Saat“ den Thron verpflanzt? Wo hat er das „verlorene“ Haus Israel gesucht? Wo ist es heute? Wie wurde jener seltsame „Riss“ geheilt und auf welche Weise ist schließlich ein Nachkomme von Serach auf den Thron Davids gelangt? Können wir das feststellen?

Allerdings! Die biblischen Prophezeiungen offenbaren tatsächlich den genauen Ort, an den der Thron verpflanzt wurde. 

Wird fortgesetzt...

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