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Transkript

Der Vatikan unter Papst Leo XIV. will die maßgebliche Stimme in der Entwicklung der künstlichen Intelligenz sein. Das Thema ist ihm so wichtig, dass er am 25. Mai seine erste Enzyklika dazu veröffentlichte. Er brach mit der Tradition, indem er der Präsentation seiner Enzyklika persönlich beiwohnte und eine Ansprache hielt. Außerdem lud er Christopher Olah ein, den Mitbegründer von Anthropic, einem der weltweit führenden KI-Unternehmen.

Der erste Satz der Enzyklika lautet:

Die von Gott geschaffene großartige Menschheit steht heute vor einer entscheidenden Wahl: Entweder sie errichtet einen neuen Turm zu Babel oder sie erbaut die Stadt, in der Gott und die Menschheit gemeinsam wohnen.

Leo legt nahe, dass die Menschheit nur unter der Führung der katholischen Kirche den Turmbau zu Babel vermeiden und stattdessen jene Stadt errichten kann, in der Gott und Mensch gemeinsam wohnen. Das Problem dabei: Die katholische Kirche verspricht seit Jahrhunderten, eine Utopie auf Erden zu verwirklichen – und ist damit gescheitert. Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass dieses neueste Versprechen anders enden wird. Dennoch vertrauen ihm viele einflussreiche Persönlichkeiten.

Moralischer Leitfaden für KI?

Im Vorfeld der Veröffentlichung schrieb der National Catholic Reporter, Papst Leo wolle, dass der Vatikan „eine führende moralische Autorität bei der Entwicklung und Anwendung von KI" wird.

Sein Ziel scheint Früchte zu tragen. Olah, der Anthropic und die Wissenschaftler hinter der KI vertritt, sprach Papst Leo als „Heiliger Vater“ und „Seine Heiligkeit“ an und dankte ihm und der katholischen Kirche für ihr Urteilsvermögen in dieser Frage.

Aber warum wendet man sich überhaupt an die katholische Kirche?

Der Grund liegt auf der Hand: KI verändert unsere Welt von Grund auf, und manche befürchten, dass sie neu definieren wird, was es bedeutet, Mensch zu sein. Jede vergangene Revolution hat großes Unheil mit sich gebracht – und einige glauben, die katholische Kirche könne als moralischer Wegweiser dienen.

Papst Leo warnt davor, dass KI-Modelle darüber entscheiden könnten, wer einen Arbeitsplatz oder einen Kredit erhält, dass sie die menschliche Kreativität und persönliche Beziehungen aushöhlen, Wohlhabende bevorzugen, die Demokratie gefährden, die Wahrheit verschleiern und die Kriegsführung automatisieren könnten. Er ist nicht der Einzige, der diese Warnungen ausspricht. Auch einige der Verantwortlichen dieser KI-Unternehmen suchen nach moralischer Orientierung. Doch die katholische Kirche hat in diesen Fragen kein besseres moralisches Urteilsvermögen bewiesen als andere Institutionen. Das Gegenteil ist der Fall.

Die Enzyklika warnt davor, dass diejenigen, die „über gewaltige technische und wirtschaftliche Ressourcen verfügen“, letztlich „eine bedeutende Zahl von Menschen“ beeinflussen „hinsichtlich der Frage, was wahr ist in Bezug auf den Menschen und die Welt, den Sinn des Lebens, die Familie und sogar Gott. Dies ist reine Macht ohne Wahrheit, die anderen auf subtile oder offene Weise aufzwingt, was sie als wahr ansehen sollen.“

Ist das nicht genau das, was die katholische Kirche im Laufe der Jahrhunderte getan hat? Man vergleiche die Lehren der katholischen Kirche mit der Bibel, und man wird erkennen, dass sie nicht im Wort Gottes verankert sind. Dennoch halten viele Menschen ihre Lehren für die absolute Wahrheit.

Posaune-Chefredakteur Gerald Flurry schreibt in Die wahre Geschichte von Gottes wahrer Kirche:

Wahre Christen sind diejenigen, die Christus nachfolgen.

Die katholische Kirche hat eine lange, brutale Geschichte des Verbrennens von Bibeln, und zeitweise des Verbrennens von Menschen, die diesen Bibeln gehorchten! Das ist ein geistlicher Gräuel, den diese Welt verstehen muss. Es ist das genaue Gegenteil davon, was die wahre Kirche Gottes tun würde!

Die katholische Kirche wird allem voran von ihren Traditionen gesteuert. Das bedeutet, die katholische Kirche wird von menschlicher Überlegung geleitet – nicht von der Bibel, die Jesus Christus in gedruckter Form ist.

Die Tatsache, dass die katholische Kirche die Autorität der Bibel ablehnt und stattdessen, wie jede andere Institution, vom menschlichen Verstand geleitet wird, disqualifiziert sie als moralischen Leitfaden. Diejenigen, die fälschlicherweise ihr Vertrauen in diese Institution gesetzt haben, sind zu einem Werkzeug in ihrer Hand geworden, um der Menschheit ihren Willen aufzuzwingen.

Ein weiteres Beispiel: In der Enzyklika heißt es, dass die konkreten Möglichkeiten, etwa der Zugang zu Krediten, die Personalauswahl oder die Inanspruchnahme von Dienstleistungen, beeinflusst werden könnten, wenn KI zur Entscheidungsfindung eingesetzt würde. Dadurch bestünde die Gefahr, dass die Freiheit beeinträchtigt und die Schwächsten diskriminiert werden. Genau das hat die katholische Kirche im Laufe der Geschichte getan.

In Wer oder was ist das prophezeite Tier? (auf Anfrage kostenlos erhältlich) schrieb Herbert W. Armstrong, dass der Vatikan den Staat dazu veranlasste, allen, die nicht am Sonntag beteten, eine Arbeitsstelle zu verweigern. Er veranlasste sogar, sie zu töten! Offenbarung 13 und 17 beleuchten diese Geschichte und enthüllen, dass diese Kirche erneut die Kontrolle über europäische Regierungen erlangen wird, oder das „Tier reiten" wird.

Wenn ein Unternehmen meint, mit dieser Kirche eine Partnerschaft eingehen zu können, ist es „betrunken geworden vom Wein ihrer Hurerei". Wie Herr Flurry erklärt: „Gott verwendet diese Symbole, um etwas zu beschreiben, das eine berauschende Macht über Menschen auf der ganzen Welt hat, weil es Beziehungen zu den politischen Führern vieler Nationen unterhalten hat.“

Gewiss sind viele Katholiken aufrichtig in ihrem Glauben. Doch sie und die übrige Menschheit werden durch den Gott dieser Welt, Satan den Teufel, getäuscht (Epheser 2, 2; Offenbarung 12, 9). Wer behauptet, frei von dieser Täuschung zu sein, aber nicht nach an jedem Wort Gottes lebt, betrügt sich selbst (Matthäus 4, 4; Jakobus 1, 22).

Die biblische Prophetie warnt in zahlreichen Abschnitten ausdrücklich davor, der katholischen Kirche zu vertrauen.

Wie unsere Literatur ausführlich darlegt, wird die katholische Kirche erneut ein Heiliges Römisches Reich als Bündnis mit einer aufstrebenden europäischen Großmacht schmieden. Herr Flurrys Artikel „Die unbekannte Zukunft der künstlichen Intelligenz“ zeigt, dass diese Großmacht den entscheidenden Vorsprung im Bereich der KI erlangen wird.

Unternehmen wie Anthropic ermöglichen es den USA derzeit, ihren Vorsprung bei der KI zu wahren – obwohl Anthropic dem Pentagon aus ethischen Gründen den Einsatz einiger seiner Modelle untersagt hat. Der Vatikan könnte eine Rolle dabei spielen, sicherzustellen, dass Anthropic entscheidende Entwicklungen von der US-Regierung zurückhält und gleichzeitig europäische Regierungen als vertrauenswürdige Partner darstellt.

Die Zukunft der KI bleibt zwar weitgehend ungewiss – doch die Bibel macht deutlich, dass die Führung der katholischen Kirche der Menschheit keinen Nutzen bringen wird. Sie wird vielmehr einem weiteren blutigen Heiligen Römischen Reich Vorschub leisten.