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Guttenberg: Iran nicht so leicht zu Fall zu bringen

Veröffentlicht am 19. März 2026 • 14 Minuten

Deutschland wird auf alle Möglichkeiten vorbereitet sein müssen.

Transkript

Wird der Krieg im Iran außer Kontrolle geraten? Werden sich die Vereinigten Staaten zurückziehen und das Chaos zurücklassen?

Europa ist sehr besorgt.

Seit Jahren warnt der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg vor dem Iran. Jetzt stehen Israel und die Vereinigten Staaten dem iranischen Regime gegenüber. Doch selbst wenn ein militärisches Ziel nach dem anderen eliminiert wird, lebt das Terrorregime nicht nur weiter, sondern verwickelt die gesamte Region in einen Krieg und lässt die Weltwirtschaft erbeben.

Am 10. März in dem Podcast Land in Sicht, warnte Guttenberg:

Aber es ist auch festzustellen, dass der Iran offensichtlich nicht so leicht in die Knie zu zwingen ist, wie sich das die anderen Kriegsparteien vorgestellt haben. Es beginnt sich dieser Krieg auszuweiten auf die Region, auf die weitere Region des Mittleren und Nahen Ostens. Es hat der oberste Herrscher der Vereinigten Arabischen Emirate festgestellt, dass man sich im Krieg befindet. Also das ist schon eine andere Diktion, als das, was wir noch vereinigt Tagen gehört haben. Es ist mittlerweile so, dass wir die Auswirkungen auf die Märkte in voller Wucht feststellen dürfen. Die Ölpreise bewegen sich über 100 Dollar das Barrel. All das hat natürlich jetzt auch entsprechende Wirkungen, die weit über die Region hinausreichen und auch die Aktienmärkte beginnen entsprechend nachzugeben. Also wir sind in einer Situation, die sich nicht mehr alleine auf diesen Raum dort begrenzen lässt und wo auch die Stimmen lauter werden, die sagen insbesondere auch in den USA, habt ihr nicht möglicherweise euch vielleicht doch verkalkuliert, was die Frage anbelangt, was passiert eigentlich nach dieser ersten großen militärischen Welle?

Des Weiteren sagte er:

Also in all dem steckt natürlich ein gewaltiges Eskalationspotenzial und das muss gesehen werden. Und ich glaube, dass man da sich auch in den Zielsetzungen nicht immer ganz klar war am Anfang. Das ist noch die mildeste Formulierung, die mir dazu einfällt. Also über Ich glaube, man darf schon den Vorwurf in den Raum stellen, wie so oft bei kriegerischen Handlungen der letzten Jahrzehnte oder auch des letzten Jahrhunderts, dass über den eigentlichen Angriff hinaus man das Gefühl hat, dass die Szenarienplanung eher überschaubar war.

Um die iranische Bedrohung zu beseitigen, müsste der Wille des iranischen Regimes gebrochen werden. Eine Handvoll Drohnen, Seeminen und Raketen reichen aus, um die Straße von Hormuz zu gefährden.

Sind die USA bereit zu kämpfen, bis der Wille des iranischen Regimes gebrochen ist? Das lässt sich nicht in Wochen oder gar Monaten eines begrenzten militärischen Engagements erreichen. Der leitende Redakteur der Posaune, Joel Hilliker, schrieb am 11. März: „Diese Bedrohung wird so lange bestehen, wie das iranische Regime an der Macht bleibt. Und ein Regimewechsel scheint nicht mehr das Ziel dieses Krieges zu sein.“

Aber wie Guttenberg betonte, befinden sich die verbliebenen Waffen des Irans immer noch in den Händen des Korps der Islamischen Revolutionsgarden. Das bedeutet, dass der Iran weiterhin seinen brutalen Einfluss auf seine eigene Bevölkerung von rund 95 Millionen Menschen ausüben kann.

Guttenberg warnte davor, dass der Iran sich nicht nur durch konzentrierte Gegenangriffe in der Golfregion und das Anvisieren der Straße von Hormuz rächen werde, sondern auch durch weltweiten Terrorismus. „Und auch Europa ist davor nicht gefeit“, fügte Guttenberg hinzu.

Division U.S.-Israel

Auch wenn die USA und Israel in diesem Konflikt im Moment Hand in Hand arbeiten, verfolgen sie doch sehr unterschiedliche Ziele. Guttenberg erklärte:

Der eigentliche Unterschied, den ich sehe, liegt darin, dass Israel natürlich ein Interesse daran hat, diese über Jahrzehnte andauernde Bedrohung und das war ja eine veritable und auch eine nachvollziehbare Bedrohung, das dürfen wir bei all dem nicht vergessen, nämlich dass die iranische Führung immer wieder dazu aufgerufen, dass Israel von der Landkarte gestrichen werden sollte, dass es vernichtet werden müsste und dieser Bedrohung Herr zu werden, indem man einfach mal jetzt über ein paar Tage ein Bombardement über dieses Land ziehen lässt, um dann zu Naja, dann ist ja alles gut. Und man könnte sich möglicherweise und das ist etwas, was bei den Amerikanern so durchscheint, auf ein venezuelanisches Modell zurück ziehen, wo man dann Naja, also wir haben den großen Bösewicht an der Spitze herausgenommen und noch ein paar darunter und dann schütteln sich die Dinge schon zurecht und man wird auf die Kraft Amerikas bauen können, dass sich dann auch die geschlagenen Iraner dann auf genau diese Situation einlassen werden. Dem vertrauen die Israelis nicht. Das hört man auch immer wieder und sie sagen, es muss eigentlich ja sehr viel weiterreichen, weil der Einfluss des Irans sich natürlich auch auf die sogenannte Proxys mitbezieht.

Guttenberg stimmt nicht mit denjenigen überein, die glauben, dass Israel die USA in diesen Krieg hineingezogen hat und den größeren militärischen Partner kontrolliert, in einem Szenario, in dem der Schwanz mit dem Hund wedelt. Deshalb glaubt er, dass sich die USA jeden Moment zurückziehen und die Region im Chaos zurücklassen könnten.

Guttenberg schloss:

Und da kann es dann schon in meinen Augen in nicht allzu ferner Zukunft, wenn beispielsweise die Amerikaner Naja, jetzt haben wir eigentlich unser Ziel erreicht und unser Ziel ist, dieses Atomprogramm und das Raketenprogramm der Iraner so niedrig wie möglich zu halten oder im Grunde eigentlich komplett zu vernichten. Aber darüber hinaus kann man sich möglicherweise darauf einigen, dass man ein Regime hat, das einigermaßen gefügig ist. Das könnte zu erheblichen Spannungen zwischen den jetzt momentan durch kein Blatt zu trennende Partner dann entsprechend sich entwickeln. Das ist etwas, was ich befürchte.

Ein weiterer Faktor ist, dass die USA in gewissem Maße auf die Unterstützung anderer in der Region angewiesen sind, z.B. der Golfstaaten. Die USA haben sich sogar an die Ukraine gewandt, um Abfangdrohnen zu bekommen, bemerkte Guttenberg.

Was Deutschland tun muss

Deutschland muss auf alle Möglichkeiten vorbereitet sein. Deshalb, so Guttenberg, muss es die Unabhängigkeit der Nachrichtendienste stärken, was bedeutet, dass die Beschränkungen, die ihnen nach dem Zweiten Weltkrieg auferlegt wurden, aufgehoben werden müssen.

Aber das ist die Grundlage zunächst einmal, um Entscheidungen treffen zu können, um etwas zu tun, wo es bei uns auch immer wieder krankt, nämlich wirklich auch mal mittelfristig in Szenarien zu planen, dass man in Worst Cases plant. Warum macht man das oft nicht, weil man das Gefühl hat, wenn man einen ganz schlimmen Fall in der Regierung durchspielt, dass man damit die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen könnte. Jetzt kann man sagen, das kann man doch in aller Stille machen. Nein, meine Lieben, das kann man nicht, weil nichts, was diskutiert wird, nicht innerhalb kürzester Geschwindigkeit das Licht der Öffentlichkeit erblickt und man oftmals deswegen schon wieder davor zurückschreckt, genau ins manchmal sehr unangenehme Planung hineinzugehen und es irgendwie lieber so hält, dass man sich dann nicht gleich wieder irgendeinem unendlichen Fragenkatalog beispielsweise der Oppositionsparteien oder eines deutschen Nachrichtenmagazins oder ähnlichen Dingen ausgesetzt zu fühlen.

Die schlimmsten Szenarien würden Deutschland in den Krieg ziehen. Im Jahr 2013 war Guttenberg Mitverfasser eines Artikels mit dem Titel „Deutschland muss Israel den Rücken stärken“, in dem er argumentierte, dass Deutschland einen israelischen Präventivschlag gegen den Iran militärisch unterstützen sollte. Seitdem ist die Macht des Irans in der Region gewachsen. Um diese Bedrohung zu beseitigen, bedarf es einer weitaus größeren Militäroperation als der, die derzeit im Gange ist.

Deutschland gibt Hunderte von Milliarden für neue militärische Ausrüstung in enger Zusammenarbeit mit europäischen Partnern aus. Sie hat auch viele kleinere Militäroperationen im Nahen Osten, die den Iran einkreisen und die schnell ausgeweitet werden könnten, wie Posaune-Chefredakteur Gerald Flurry erklärt in Der König des Südens (kostenlos auf Anfrage).

Doch was Deutschland und ganz Europa fehlt, ist ein fähiger, starker Führer, der bereit ist, einen K.O.-Schlag gegen das iranische Regime zu koordinieren. Die biblische Prophezeiung zeigt, dass ein solcher starker Mann in Deutschland aufsteigen wird (Jesaja 10, 12-13; Daniel 8, 23-25; 11, 21; Habakuk 1, 11). Guttenberg ist ein Mann, den man beobachten sollte.

Was Deutschland prophezeit wird

Im Jahr 2010, als Guttenberg deutscher Verteidigungsminister war, warnte Herr Flurry:

Guttenberg nennt Krieg und Terrorismus das, was sie wirklich sind – keine vagen oder irreführenden „Euphemismen“. Das versetzt die deutschen Militärs in Ekstase. Gleichzeitig versetzt er die deutsche Bevölkerung in eine militärische Mentalität. Das muss für Menschen, die die deutsche Geschichte kennen, äußerst beunruhigend sein. Das Endergebnis wird entsetzlich sein!

Es ist auch ein Signal für eine gefährliche Wende in der deutschen Außenpolitik! Und die ganze Welt wird von dieser neuen Richtung stark betroffen sein. … Laut einer am 11. Dezember 2009 veröffentlichten Umfrage fürchten fast drei Viertel der Deutschen die Ausbreitung des Islam. Wenn die EU und der Iran einen „Konflikt“ haben, könnte dies dazu führen, dass die Länder des Heiligen Römischen Reiches US-Atombomben in ihre Flugzeuge laden und in den Krieg fliegen. Die biblische Prophezeiung besagt, dass diese beiden Mächte aufeinandertreffen werden – und die EU, das Heilige Römische Reich, wird sich durchsetzen.

Sollte die Luftwaffe dieses Imperiums noch einige Atomwaffen aus dem Konflikt übrig haben, könnten diese gegen die USA eingesetzt werden. Das ist genau das, was Herbert W. Armstrong vorausgesagt hat!

Die größte Nuklearkrise findet nicht im Nahen Osten statt, sondern in Europa und dem Heiligen Römischen Reich!

Die USA haben in Deutschland taktische Atomwaffen stationiert, die deutsche Piloten im Falle einer unmittelbaren Bedrohung mit amerikanischer Genehmigung einsetzen können. Diese sind derzeit viel praktischer als die größeren französischen Atomwaffen. Frankreich hat jedoch kürzlich angekündigt, dass es sein Atomwaffenarsenal ausbauen und mit Deutschland teilen wird. Was diese beiden Nationen planen, wird wahrscheinlich erst bekannt werden, wenn wir in einem nuklearen Alptraum erwachen. Das ist die erschreckende Realität, in der wir leben.

Die Prophezeiung, auf die Herr Flurry in seinem Artikel anspielt, lautet: „Zur Zeit des Endes aber wird sich der König des Südens mit ihm messen, und der König des Nordens wird mit Wagen, Reitern und vielen Schiffen gegen ihn anstürmen und wird in die Länder einfallen und sie überschwemmen und überfluten“ (Daniel 11, 40).

Seit den 1990er Jahren hat Herr Flurry davor gewarnt, dass der König des Südens in dieser Prophezeiung der Iran ist, und Herr Armstrong hat schon Jahre zuvor erklärt, dass der König des Nordens sich auf eine deutsch dominierte Wiederauferstehung des Heiligen Römischen Reiches bezieht.

Diese beiden Machtblöcke werden aufeinanderprallen und „eine Zeit so großer Trübsal,“ auslösen „wie sie nie gewesen ist“ (Daniel 12, 1). Eine parallele Prophezeiung in Matthäus 24 zeigt, dass dieser Zusammenstoß letztlich zur Rückkehr Jesu Christi führen wird. Das ist die Hoffnung, auf die diese Weltereignisse hinweisen.