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Aaron Burden/Unsplash

Wie die sieben Geheimnisse offenbart wurden (Zweiter Teil)

Fortgesetzt von Wie die sieben Geheimnisse offenbart wurden (Erster Teil)

Die Quelle der Wahrheit

Vielleicht kennen Sie Bilder der Statue Der Denker. Eine sitzende Männergestalt, gebeugt, Ellenbogen auf die Knie aufgestützt, Kinn in die Hand gestützt. Da sitzt er, anscheinend in tiefes Nachsinnen versunken, Stunde um Stunde, Tag um Tag – bloß in Gedanken versunken!

Man kann sich denken, dass diese Statue vielleicht auch veranschaulichen soll, wie einige der Religionen dieser Welt entstanden sind.

Doch der Denker hat nichts, wovon er beim Denken ausgehen kann! Kein Fundament für seine Gedanken. Keine faktische Grundlage für seine Mutmaßungen.

Ohne eine Basis an Wahrheiten, auf welcher er aufbauen kann, vermag der menschliche Verstand wesensmäßig keine Wahrheit zu fabrizieren!

Nur wenige Menschen denken wirklich – so scheint es!

Die meisten Menschen akzeptieren kritiklos, was ihnen von Kindesbeinen an beigebracht worden ist. Und älter geworden, verwurzelt sich das oft Gehörte, Gelesene und Gelehrte nur noch tiefer. Druck seitens der Gesinnungsgenossen tut ein übriges. Die meisten Menschen wissen es nicht: Was sie glauben, haben sie kritiklos und unhinterfragt übernommen. Und doch verteidigen sie es energisch und vehement als tiefe Überzeugung. Es ist zur menschlichen Natur geworden, mit dem Strom zu schwimmen – dem Herdentrieb zu folgen – zu glauben und zu tun, was die Umwelt tut.

Und mit der gleichen Vehemenz sträuben sich die Menschen gegen das, was sie nicht glauben wollen. „Gegen seinen Willen kann niemand überzeugt werden“, sagt sinngemäß ein Sprichwort im Englischen.

Das war bei mir nicht anders. Aus eigener Kraft, aus eigenem Wollen hätte ich diese großen Wahrheiten nie entdeckt.

Auch Mose hätte von sich aus nie die Wahrheiten entdeckt, die er niederschrieb – die ersten fünf Bücher der Bibel. Es bedurfte eines göttlichen Wunders – der Stimme aus dem brennenden Dornbusch – um ihn für das aufgeschlossen zu machen, das ihm Gott offenbarte. Nicht Mose hat Gott gesucht, sondern Gott hat Mose berufen, gewissermaßen einberufen. Auch angesichts der Stimme Gottes protestierte Mose noch. Er stotterte! Er fühlte sich nicht gut genug für die Aufgabe gerüstet. Gott sagte, Aaron, Moses Bruder, solle als Sprecher fungieren, und da willigte Mose endlich ein. Gottes Ruf war unwiderstehlich, und Mose gab nach.

Auch der Apostel Paulus, Jahrhunderte später, hätte rein aus eigenem Wollen nie Gottes Wahrheiten erkennen und uns offenbaren können. Er „schnaubte noch mit Drohen und Morden wider die Jünger des Herrn“ (Apostelgeschichte 9, 1). Doch der lebendige Jesus ließ ihn erblinden, brachte ihn zur Besinnung, lehrte ihn, gab ihm Erkenntnis wie auch konkrete Anweisung zum Handeln. Christus in eigener Person offenbarte ihm viele der Wahrheiten, die Sie hier lesen werden.

Wie bin ich nun zur kostbaren Erkenntnis der Wahrheit gekommen? Gewiss nicht aus eigenem Vermögen, aus eigenem strebenden Bemühn oder aufgrund irgendwelcher eigenen Tugenden. Nein, aber auch ich wurde von Jesus Christus überwunden, anders als der Apostel Paulus, aber nicht minder schmerzhaft und wirkungsvoll.

Solche Grundwahrheiten werden offenbart, der Mensch denkt sie sich nicht selbst aus. Sie sind göttlichen, nicht menschlichen Ursprungs! Und in allen biblisch überlieferten Fällen ging die Initiative von Gott aus!

Jeremia protestierte, er sei zu jung. Doch Gott sprach: „Sage nicht:,Ich bin zu jung’, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende und predigen alles, was ich dir gebiete“ (Jeremia 1, 7). Jesaja wollte wegen unreiner Lippen nicht berufen werden, doch Gott brachte ihn dazu, dass er dem Ruf folgte. Jona suchte auf einem Schiff zu fliehen, aber Gott zwang ihn, die gebotene Botschaft zu bringen. Petrus und Andreas wollten Fischer sein, doch Jesus berief sie, alles zu verlassen und ihm nachzufolgen.

Ich meinerseits wollte in der Werbebranche Karriere machen, doch durch Umstände, auf die ich keinen Einfluss hatte, lenkte mich Gott auf die Aufgabe hin, die er für mich vorgesehen hatte.

Wiederholt sei hier noch einmal der ganz wesentliche Kernpunkt: Die Initiative muss von Gott ausgehen. Sein Vorhaben ist unumstößlich. Die Welt ist voller Religionen, die menschlicher Spekulation, menschlichem Denken und Wunschdenken entsprungen sind. Denken ohne wahre Basis. Die Wahrheit kann nur aus göttlicher Offenbarung kommen!

Gut – aber ist biblische Wahrheit denn nicht jedermann zugänglich? Ja, die meisten Menschen setzen voraus, dass die Kirchen lehren, was in der Bibel offenbart ist.

Ich möchte im folgenden kurz mein Erlebnis schildern, durch das mir Christus erstaunliche Wahrheiten offenbarte! Biblische Wahrheiten, wie sie die Kirchen weder glauben noch lehren.

Das Erwachen: Ehrgeiz wird geweckt

Ich stamme aus gutbürgerlich, biederem Elternhaus, meine Eltern waren Quäker. Meinen Stammbaum kann ich zurückverfolgen bis auf Eduard I. von England, und die Linie geht weiter zurück bis auf König David von Israel. Es hat mich sehr erstaunt, diesen Stammbaum zu entdecken, die Tatsache, dass ich eigentlich „vom Haus David“ bin. Meine Vorfahren sind unter William Penn von England nach Pennsylvanien ausgewandert, hundert Jahre vor der Staatsgründung der USA.

Aufgewachsen bin ich in der Quäker-Religion, habe mich aber in den prägenden Jugendjahren dafür nur wenig interessiert.

Mit achtzehn ließ ich das religiöse Interesse praktisch ganz fallen und ging nicht mehr zur Kirche. Damals, mit achtzehn, hatte ich mich einer gründlichen Selbstprüfung unterzogen, verbunden mit einer Prüfung der vorhandenen beruflichen Möglichkeiten. Ich wollte von Anfang an die richtige Weichenstellung, den optimalen Beruf für mich.

Schon damals hatte ich beobachtet, dass die meisten Menschen einfach Opfer der Umstände waren. Kaum einer hatte sein Leben intelligent geplant. Viele, wenn nicht die meisten, waren in ihren Beruf zufällig hineingeschlittert; hatten sich ihren Wohnort nicht bewusst und geplant ausgesucht; hatten sich von den äußeren Umständen treiben lassen. Auch die Akademiker suchten sich ihren Beruf häufig nur nach momentaner Vorliebe aus.

Im Alter von sechzehn Jahren hatte mich auf einem Ferienarbeitsplatz mein Vorgesetzter sehr gelobt und hatte brennenden Ehrgeiz in mir geweckt. Ehrgeiz: das ist nicht nur Wille, etwas zu schaffen, sondern auch Wille und Bereitschaft, den Preis dafür zu bezahlen!

Besagte Selbstprüfung im Alter von achtzehn Jahren führte mich ins Geschäftsleben, ins Werbefach. Fleißig bildete ich mich fort, arbeitete bis in die Nacht hinein, statt mich jugendlichen Vergnügungen hinzugeben.

Ich wurde ungewöhnlich erfolgreich. Fleiß trug mir sogar den Ruf eines „Strebers“ ein. Durch harte Arbeit ging es mit meiner Fortbildung gut voran. Das hob natürlich mein Selbstvertrauen – ein Vertrauen, das später durch ein anderes ersetzt werden sollte: Glauben an Christus.

Ich suchte Arbeitsplätze, wo ich etwas lernen konnte, machte mich den Arbeitgebern „unentbehrlich“, wählte Gebiete, die mich mit Erfolgreichen in Kontakt brachten.

1915 machte ich mich als Verlagsrepräsentant in Chicago selbständig. Ich schaffte es, die neun führenden Bankfachzeitschriften der USA zu repräsentieren – Blätter, die jeder im Banken-Management las. Zu vielen großen Industrieunternehmen im Mittelwesten pflegte ich geschäftliche Kontakte. Ich besuchte regionale und nationale Banken-Fachtagungen, lernte führende Banker der South LaSalle Street, Chicago, und der Wall Street, New York, kennen. Und mit achtundzwanzig Jahren verdiente ich damals, umgerechnet nach heutigem Geldwert, über eine Million Mark im Jahr.

Es war zu der Zeit, zu der mein geschäftlicher Erfolg einen Höhepunkt erreicht hatte, dass Gott damit begann, mit mir zu arbeiten. Ich hatte gerade vor kurzem geheiratet. 

Fortgesetzt in Wie die sieben Geheimnisse offenbart wurden (Dritter Teil)

De Moa