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VALERY SHARIFULIN\TASS VIA GETTY IMAGES

Putin bietet Japan ein Friedensabkommen ohne Vorbedingungen an

Die Bemühungen um den Frieden entfernen Japan weiter von den USA und nähern das Land Russland an.

Während einer Plenarsitzung in Wladiwostok mit dem japanischen Premierminister Shinzō Abe am 12. September gab der russische Präsident Wladimir Putin seinen Wunsch zum Ausdruck, einen Friedensvertrag mit Japan zu unterzeichnen.

Putin überraschte sein Publikum und Premierminister Abe, als er sagte: „Also hier eine Idee, die ich hatte: Wir sollten einen Friedensvertrag ohne jede Vorbedingung abschließen – nicht jetzt, aber noch vor Ende des Jahres.“

Abe tat so, als hätte er Putins Friedensangebot gar nicht gehört.

Am selben Tag machte der leitende japanische Kabinettssekretär Yoshihide Suga eine Bemerkung, mit der er Putins Friedensangebot rundweg ablehnte. „Die Sichtweise unseres Landes über die Lösung des Problems der Hoheitsrechte über die nördlichen Territorien vor der Unterzeichnung eines Friedensvertrages hat sich in keiner Weise verändert.“

Russland und Japan haben nach dem Ende des zweiten Weltkriegs nie einen Friedensvertrag unterzeichnet. Rein theoretisch sind die beiden Länder noch immer im Krieg. Premierminister Abe hat sich wirklich eifrig bemüht, einen Friedensvertrag mit Russland abzuschließen und sich inzwischen schon 22 Mal mit Putin getroffen, um den Streit wegen der Kurilen zu besprechen. Er sagte zu Putin und den anderen Zuhörern, Japans „Beziehungen zu Russland haben ein unbegrenztes Potential. Nach so langer Zeit – mehr als 70 Jahre sind seit dem Ende des zweiten Weltkriegs vergangen – müssen Japan und Russland aber immer noch den Friedensvertrag zwischen den beiden Ländern abschließen. Sowohl Herr Putin als auch ich stimmen darin überein, dass dies im Moment eine abnormale Sachlage ist.“

Der größte Stolperstein, der die Ausarbeitung eines Friedensvertrags verhindert, ist der Streit um den Status einer Inselkette, die in Russland als die Kurilen und in Japan als die nördlichen Territorien bekannt ist.

Tokio will seine Ansprüche auf die nördlichen Territorien klären, bevor es einen endgültigen Friedensvertrag mit Russland abschließt.

Nach dem zweiten Weltkrieg besetzte die Sowjetunion vier Inseln dieser Inselkette, die auf Japanisch bzw. auf Russisch folgendermaßen heißen: Etorufu/Iturup, Kunashiri/Kunashir, Shikotan und Habomai. Bis 1949 hatten die Sowjets dann schließlich die 17 000 japanischen Staatsbürger von diesen Inseln vertrieben.

Tokio macht ständig und hartnäckig geltend, die nördlichen Territorien gehörten rechtmäßig und historisch zu Japan. Der japanische Außenminister sagte letztes Jahr: „Die nördlichen Territorien sind seit Urzeiten japanisch und werden immer noch illegal von Russland besetzt gehalten. Die Rückkehr zu den nördlichen Territorien Japans ist immer der sehnlichste Wunsch des japanischen Volkes gewesen und es hat sich im ganzen Land eine tief verwurzelte Bewegung unter unseren Bürgern entwickelt, die für eine Rückkehr zu den Inseln kämpft.“

Es gibt kaum Anzeichen dafür, dass Russland beabsichtigt, die Kurilen-Inseln an Japan zurückzugeben, denn Russland hat diese Inseln vollständig unter seiner Kontrolle. Es scheint eher, dass Putin seine wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu Japan vertiefen möchte, um das Vertrauen auf die Vereinigten Staaten für Japans Sicherheit zu untergraben.

Japan könnte den ersten Schritt tun und eine Partnerschaft mit Russland aufbauen, indem es seine gegenwärtigen Anstrengungen verstärkt und einen diplomatischen Dialog mit Russland anstrebt. Da die USA langsam ihre globale Führungsrolle hinter sich lassen, sieht sich Japan bereits ohne den Sicherheitsschirm Amerikas. Letztes Jahr schrieb die Posaune:

Russland könnte jetzt in der Lage sein, die umstrittenen Inseln als Faustpfand zu benutzen und Japan unter Druck zu setzen, damit es seinen Verteidigungsvertrag mit Washington revidiert. Viele führende Politiker in Tokio eingeschlossen Premierminister Shinzō Abe haben lange daran gearbeitet, Japans Streitkräfte wieder zu normalisieren und so endlich unabhängig von den Vereinigten Staaten zu werden. Ein Angebot von Seiten Russlands, mehrere oder alle diese Inseln an Japan zurückzugeben, wenn Tokio im Gegenzug die amerikanischen Streitkräfte in seinem Hoheitsgebiet zum Abzug zwingt, wäre nur ein weiterer Grund für diese Politiker, Japans Rückkehr zum Militarismus und Tokios Bruch mit Washington zu beschleunigen.

Die Russen würden sich von den Inseln nicht ohne Gegenleistung trennen. Aber um eine Verringerung des militärischen Einflusses Amerikas im russischen Umfeld zu erreichen und einen mächtigen asiatischen Partner hinzuzugewinnen, könnte man dieses Opfer in Moskau als erforderlich betrachten.

1971, als Japan noch überzeugt pazifistisch und für seine Verteidigung ganz von den Vereinigten Staaten abhängig war, sagte der Chefredakteur von Plain Truth Herbert Armstrong voraus, dass Japan wieder voll zum Militarismus zurückkehren würde: „Japan hat heute keinerlei militärische Einrichtungen. Aber das darf nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass Japan wirtschaftlich so mächtig geworden ist, dass es in kürzester Zeit eine militärische Streitmacht von enormer Stärke aufbauen könnte“ (Plain Truth, März 1971).

Herr Armstrongs Analyse war genau richtig, weil sie auf spezifischen biblischen Prophezeiungen basierte. Offenbarung 16, 12 sagt, dass die Länder eines mächtigen asiatischen Blocks, den die Bibel „die Könige des Ostens“ nennt, in der Endzeit ihre Streitkräfte bündeln werden. Die Heilige Schrift zeigt, dass diese asiatischen Länder sich verbünden und in Konflikt mit einem europäischen Machtblock unter der Führung Deutschlands geraten werden.

Der Chefredakteur der Posaune Gerald Flurry, dessen Analysen ebenfalls auf Prophezeiungen der Bibel basieren, schrieb, dass Russland sich mit China und Japan verbünden würde – und zwar wegen eines in Europa entstehenden Machtblocks:

Russland, China und Japan werden sich sehr wahrscheinlich in einem asiatischen Bündnis zusammentun – mit der Absicht, die USA aus dem russischen „Einflussbereich“ und aus dem westlichen Pazifik zu verdrängen. Dann wird sich die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit in Asien, genau wie es auch die Strategie in der EU ist, letztendlich zu einer militärischen und Sicherheitsallianz entwickeln.

Hesekiel 38, 2 zeigt, dass Russland die führende Nation sein wird und dass „Gomer“ und „Togarma“ Teile dieser Allianz werden. Dies sind die antiken Namen der Bibel für die Völker, die heute in Japan leben. Dies weist darauf hin, dass das Bündnis zwischen Japan und den Vereinigten Staaten sich bald auflösen wird.

Wenn Russland Japan die nördlichen Territorien zurückgibt, die es beansprucht und im Gegenzug Japan seine Zusammenarbeit bei der Verteidigung mit den Vereinigten Staaten aufkündigt, wäre das ein großer Schritt in Richtung auf die Erfüllung der biblischen Prophezeiungen und beim Zusammenkommen „der Könige des Ostens“. Und selbst wenn das nicht passiert, so ist dieser jüngste Annäherungsversuch doch Teil des russischen Bemühens, die Beziehungen zwischen Japan und den USA zu torpedieren.

Um die Rolle in allen Einzelheiten zu verstehen, die dieser Machtblock genannt die „Könige des Ostens“, in der Endzeit-Prophetie der Bibel spielt, bestellen Sie doch bitte ein kostenloses Exemplar von Der Prophezeite „Fürst von Russland“ .