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Gedenke des Sabbattages

Gott lehrt alle Menschen, Seines Sabbattages zu gedenken. Aber die Menschheit bemüht sich, diesen Tag zu vergessen! Dieser Artikel enthüllt das Vierte Gebot. 

Am Höhepunkt seines kurzen, dreieinhalbjährigen Wirkens, zog Jesus Christus Menschenmassen an, die erstaunt waren über Sein Lehren. Wie auch immer, die religiösen Führer waren nicht beeindruckt. Neidisch auf die zunehmende Loyalität der Menschen zu Jesus und ängstlich bedacht auf ihre Positionen, verschworen sich die Sadduzäer und Pharisäer immer wieder, um Ihn zu Fall zu bringen. Aber Jesus Christus sprach direkt und in einfachen Worten und beschämte oft die größten Gelehrten vor den Menschen.

Unmittelbar nachdem Christus einen heftigen Streit mit den Sadduzäern über die biblische Tatsache der Wiederauferstehung gewonnen hatte, sandten die Pharisäer einen aus ihren Reihen, der außerdem ein gerissener Jurist war, um Ihn mit einer Frage zu prüfen. Er fragte: „Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz?” (Matthäus 22,36). Mit dieser Frage suchten die Pharisäer einen Angriffspunkt gegenüber Christus zu finden. Im Wesentlichen zwangen sie Christus, eine zurückhaltende Antwort von allen fünf Büchern Mose – dem Pentateuch – zu geben. Dieser Pharisäer plante, die Antwort Christi so zu verdrehen, dass sie unzulänglich erschien – in Anbetracht der Größe des Gesetzes – und Zweifel auf alle Seine Lehren wirft.

Christus wusste genau, wie Er dem Angriff des Juristen begegnen musste. Er antwortete: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt. Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten” (Vers 37-40). Diese Antwort ist unfassbar. Aus 5. Mose 6,5 und 3. Mose 19,18 genommen, Christus teilt die Zehn Gebote in zwei große Bereiche – Liebe zu Gott und Liebe zum Menschen. Er zeigte dann, dass die Grundlage aller Schriften des Alten Testaments diese zwei Kategorien der Zehn Gebote sind.

Diesen Monat beenden wir unsere Serie über den ersten Teil der Zehn Gebote – die Liebe zu Gott. In vorigen Artikeln haben wir erklärt, wie die ersten drei Gebote zu befolgen sind, die Götzendienst, die wahre Anbetung Gottes und die Ehrung von Gottes Name umfassen. Das Vierte Gebot ergänzt den Teil, der des Menschen Verhältnis mit Gott regelt. Dieses Gebot, welches bald im Vordergrund internationaler Kontroversen stehen wird, gibt dem Menschen die Gelegenheit zu zeigen, dass er Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt liebt.

Das zentrale Gebot 

Gehen wir zurück zur Geschichte von 2. Mose. Der Ewige, Allmächtige Gott sprach: „Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn” (2. Mose 20, 8-11). Dieses Gebot trägt mehr Erklärung mit sich als die neun anderen. Deshalb ist die Befolgung dieses Gebots für Gott von größter Wichtigkeit. Es muss zur Priorität für Männer, Frauen und Kinder auf der ganzen Welt werden. Tatsächlich befolgen es nur Wenige!

Das wirklich Ironische daran ist, dass die religiösen Führer hauptsächlich gegen dieses Gebot argumentieren. Viele subtile und trügerische Argumente haben die beabsichtigten Erfordernisse Gottes bezüglich der richtigen Befolgung dieses Gebots verwässert und verwirrt. Es ist permanent an einen bestimmten Tag der Woche gebunden. Kein Mensch hat die Autorität, diese Tag zu ändern. Trotzdem gibt es von fast allen christlichen Organisationen ein Herumargumentieren um die Befolgung dieses Gebots.

Dieses Gebot ist als Mittelpunkt der Zehn Gebote festgelegt. Dieses zentrale Gebot schützt den Menschen gegen falsche Religion. Es beweist die Tiefe von Gottes aktiver Liebe zu allen Menschen. Die Menschheit darf es nicht von den neun anderen herausreißen. Wir müssen dieses wichtige Gebot kennen. Das vierte Gebot garantiert eine innige Beziehung mit dem einen wahren Gott.

Eine Angelegenheit der Geschichte 

Die ganz besondere Formulierung dieses Gebots unterscheidet es von allen anderen Geboten. Gott begann das Gebot mit dem Wort gedenke. Diese klare Aussage zeigte, dass die Israeliten den Sabbattag schon vor der dramatischen Kundgebung der zehn Gebote kannten. Später in diesen Artikel werden wir Ihnen zeigen, wie sie diese Kenntnis erhielten.

Viele unwissende Gelehrte wollen dieses Gebot mit dem in 2. Mose 20 bis 24 aufgelisteten Buch des Bundes (welches eigentlich das Zivilrecht Mose‘s war) in Zusammenhang bringen und sagen, dass dieses Gebot aufgelöst ist, weil der alte Bund abgeschafft wurde. Dieses Argument kann es nicht mit dem aufnehmen, was die Bibel über den Sabbat offenbart. Es ist eine Angelegenheit auf die Geschichte einzugehen.

Die Saga über den Sabbat geht zurück bis zur Schaffung des Menschen. Mose zeichnete für uns die Ereignisse des ersten Sabbattages in 1. Mose auf. „So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte” (1. Mose 2, 1-3).

Um die Bedeutung hier zu verstehen, müssen wir alle Vorurteile ausräumen. Diese Verse kein Mythos oder eine Legende, sondern eine Aufzeichnung geistlicher Geschichte. Ein Ablehnen der Geschichte dieser Verse ist so, als wenn man es leugenen würde, dass George Washington der erste Präsident Amerikas war. Man muss erkennen, dass Mose diese Worte nach dem Auszug Israels aus der Sklaverei in Ägypten niederschrieb. Gott offenbarte die Geschichte zum Wohl der Menschheit. Die Offenbarung in diesen Versen ist wahrlich wunderbar.

Gott hielt den ersten Sabbattag indem Er Sein Werk der physischen Schöpfung beendete. Aber sein schöpferisches Werk war noch nicht vollständig. 1. Mose 1 skizziert die übernatürlichen Schöpfungsakte der vorhergehenden sechs Tage. Herbert W. Armstrong erklärt in Geheimnis der Zeitalter, dass Gottes schöpferisches Werk während der sechs Schöpfungstage eigentlich eine Erneuerung der Erde war, die vielleicht Millionen von Jahren vor der Schöpfung der Menschen geformt wurde. (Bestellen Sie bitte ein Exemplar dieses wichtigen Buches. Es wird Ihnen gratis zugesandt.) Gott erneuerte eine zerstörte Erde als Domizil für die Menschheit. Gott versorgte unsere ersten Eltern mit Licht, reiner Luft, Frischwasser, reichlicher Nahrung und dem wünschenswertesten aller Berufe – die Herrschaft über Gottes großartige Kreation. Dann schuf Gott sogar noch etwas phantastischeres. Er schuf den Sabbattag – nicht durch physische Arbeit, sondern indem Er am siebten Tage ruhte. Die Schöpfung des Sabbats war das Mittel für Gott Seine geistliche Schöpfung des Menschen zu beginnen. Es ist durch die Befolgung des Sabbats, dass der Mensch zur Erkenntnis der Größe von Gottes Zweck für das Menschenleben kommen kann – um als Geistwesen in die Familie Gottes wiedergeboren zu werden. Es ist das endgültige Ziel Gottes, Seinen eigenen, heiligen und gerechten Charakter im Menschen zu entwickeln (1. Johannes 3,9).

Die biblische Geschichte zeigt, dass der Sabbat genauso ein Teil der Schöpfung ist, wie die Nacht, der Himmel, die Tiere oder Menschen. Der Mensch kann nicht ändern was Gott geschaffen hat! Welcher Mensch kann die Nacht zum Tag oder den Tag zur Nacht umwandeln? Es ist unmöglich!

Der siebte Tag 

Studieren Sie die Aufzeichnung. Bei der Schöpfung segnete und heiligte Gott den siebten Tag. Das Wort segnen bedeutet, dass der siebte Tag Gottes Wohlgefallen besitzt. Das Wort heiligen bedeutet, dass Gott den siebten Tag für heilige Verwendung vorbehalten hat. Kein anderer Tag der Woche besitzt Gottes Wohlgefallen oder ist für etwas vorbehalten. Beachten Sie den speziellen Tag – es ist der siebte Tag. Gott wiederholt den Wort siebenten dreimal in zwei Versen. Warum? Gott wollte, dass es keinen Zweifel gibt. Welcher Tag ist der siebte Tag der Woche? Es ist der Samstag. Keine klugen Argumente und kein menschliches Denken können den siebten Tag zu irgendeinem anderen Tag der Woche machen. Man kann auch nicht irgendeinen anderen Tag der Woche den Sabbat nennen, oder einen Sabbat, und diesen Tag von Gott gesegnet oder geheiligt machen.

Einige Menschen behaupten, dass Zeit verloren gegangen sei und deshalb könnten wir nicht wissen, welcher Tag der siebte ist. Die biblische Geschichte beweist, dass diese Folgerung falsch ist. Gott zeigte den Israeliten welcher Tag der Sabbat war vor ihrer Ankunft am Berg Sinai. Studieren Sie 2. Mose 16. Unmittelbar nach ihrer Flucht aus Ägypten hatten die Israeliten, so wie alle Flüchtlinge, mit ihrer Umsiedlung zu kämpfen. Sie litten von den Auswirkungen von nahezu zwei Jahrhunderten harter Arbeit. Müde, hungrig und voll Furcht vor dem Unbekannten, wollten sie wieder zurück in die Sklaverei gehen. Nicht wirklich dankbar für ihre neu errungene Freiheit, jammerten und beschwerten sie sich bei Mose und Aaron (Vers 2). Sie dachten mehr an ihre Bäuche, anstatt an die vor ihnen liegende, großartige Zukunft. Dies war ein riesiges Problem. Natürlich waren Mose und Aaron überwältigt. Aber Gott intervenierte für sie. Er nutzte die Situation zu Seinem Vorteil – und ebenso für den Vorteil der Menschen.

Gott sprach zu Mose: „Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen, und das Volk soll hinausgehen und täglich sammeln, was es für den Tag bedarf, dass ich’s prüfe, ob es in meinem Gesetz wandle oder nicht. Am sechsten Tage aber wird’s geschehen, wenn sie zubereiten, was sie einbringen, dass es doppelt soviel sein wird, wie sie sonst täglich sammeln” (Vers 4-5). Durch das Wunder des Mannas wollte Gott zeigen, dass Er die Bedürfnisse Seiner Leuten nie vernachlässigen würde. Vor allem wollte Er zeigen, welcher Tag der Sabbattag war, und dann das Volk prüfen, ob es gehorchen würde. Gottes Volk bekommt heute dieselbe Prüfung auferlegt.

Bedenken Sie, dass die Israeliten ein Volk von Sklaven waren. Die Ägypter hielten keinen Sabbat. Sicherlich würden sie auch Israel niemals einen halten lassen. Sie hatten nur limitiertes religiöses Wissen. Die Israeliten hatten keine formale religiöse Schulung – es gab keine Priesterschaft. Somit lehrte Gott sie persönlich! Er nutzte ihren Hunger um wirkungsvoll zu lehren. Gott versorgte das Volk jeden Tag mit Manna, außer, am siebten Tag, dem Ruhetag. Sechs Tage lang sollte jede Familie nur soviel Manna sammeln, um den täglichen Bedarf zu decken. Übriggebliebenes Manna würde stinken und zur Brutstätte von Würmern werden. Aber Gott instruierte Mose, den Leuten zu sagen, dass sie am sechsten Tag eine doppelte Menge an Manna sammeln sollten, um ihren Bedarf für den sechsten und siebten Tag zu decken. Das war ein offensichtliches Wunder – Nahrung, die am sechsten Tag aufbewahrt wurde, würde nicht faulen!

Der Sabbat – Gottes Geschenk

Mose schreibt: „Sie sammelten aber alle Morgen, soviel ein jeder zum Essen brauchte. Wenn aber die Sonne heiß schien, zerschmolz es. Und am sechsten Tage sammelten sie doppelt soviel Brot, je zwei Krüge voll für einen. Und alle Vorsteher der Gemeinde kamen hin und verkündeten’s Mose. Und er sprach zu ihnen: Das ist’s, was der Herr gesagt hat: Morgen ist Ruhetag, heiliger Sabbat für den Herrn. Was ihr backen wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; was aber übrig ist, das legt beiseite, dass es aufgehoben werde bis zum nächsten Morgen. Und sie legten’s beiseite bis zum nächsten Morgen, wie Mose geboten hatte. Da wurde es nicht stinkend, und war auch kein Wurm darin. Da sprach Mose: Esst dies heute, denn heute ist der Sabbat des Herrn; ihr werdet heute nichts finden auf dem Felde. Sechs Tage sollt ihr sammeln; aber der siebente Tag ist der Sabbat, an dem wird nichts da sein (Vers 21-26).

Mose sprach mit Nachdruck. Der Sabbat war nicht seine Idee. Er gab nur Gottes Befehle weiter: „Das ist’s, was der Herr gesagt hat.” Gottes Worte konzentrierten sich nicht auf das Einsammeln von Manna – sondern darauf, wie der Sabbat gehalten werden sollte – indem sie ruhten und nicht Manna sammelten! Die Leute sollten am sechten Tag die doppelte Menge sammeln, damit sie am siebten Tag wirklich ruhen konnten. Sie sollten sich jede Woche vorbereiten – einen Tag davor – um den Sabbat richtig zu halten. Darüber hinaus, durch die Lektion setzte Gott den richtigen Tag fest, indem Er sagte: „Aber der siebente Tag ist der Sabbat, an dem wird nichts da sein.” Es ist alles so klar. Der korrekte Tag für den Sabbat ist somit eindeutig festgesetzt. Die Frage aber ist, wollen wir das auch zugeben?

Gottes eindeutige Anordnungen missachtend, versuchten einige am Sabbat Manna zu sammeln. Gott war zornig mit ihnen und der ganzen Nation – einschließlich Mose. Gott sprach: „Wie lange weigert ihr euch, meine Gebote und Weisungen zu halten? (Siehe Vers 27-30). Wir müssen das hier besonders beachten. Dieser Vorfall ereignete sich vor der Bekanntgabe der Zehn Gebote. Es beweist, dass das Vierte Gebot (zusammen mit allen anderen Geboten) schon vor dem Berg Sinai in Kraft war und seine Gültigkeit mit dem Ende des Alten Bundes deshalb nicht aufgehört hat. Das heißt, das Sabbatgebot ist auch heute noch in Kraft!

Das damalige Volk erlebte ein unglaubliches Wunder mit dem Manna. Aber das größere Wunder war die Offenbarung von Gottes wahrem Sabbattag. Gott erwog es als eine Gabe: „Sehet, der Herr hat euch den Sabbat gegeben …” (Vers 29). Einige jedoch legten keinen Wert auf das, was Gott gegeben hatte. Können wir Gottes Gabe des Sabbats richtig schätzen?

Gott ließ Sein auserwähltes Volk ohne jeglichen Zweifel darüber, welcher Tag der Sabbat war. Das ist kennzeichnend dafür, warum Gott den Israeliten am Berg Sinai sagte: „Gedenke des Sabbattages.” Er hat ihnen den Sabbat offenbart. Gott befahl ihnen, diesen Tag nie zu vergessen. Das Wunder des Mannas geschah weiterhin jede Woche bis Josua sie in das versprochene Land brachte (Josua 5,12). Über vierzig Jahre lang hat Gott ihnen diese Lektion klar gemacht.

Gott übertrug Seinem Volk auch, insbesondere dem Haus Juda, die Verantwortung, die Kenntnis des richtigen Tages zu bewahren (Römer 3,2). Die Juden unserer Zeit haben diese Arbeit gut gemacht. Ein Jude weiß genau, welcher Tag der Sabbat ist. Dennoch, es ist kein jüdischer Tag!

Für den Menschen gemacht

Sie müssen verstehen, dass der Sabbat zu einer Zeit begann, als der Stamm Juda noch nicht existierte. Kein bestimmtes Volk kann ihn sein eigen nennen. Gott besitzt und regelt den Sabbat. Er erwartet von allen Menschen, das Geschenk, das Er gegeben hatte, zu bewahren.

Hat Gott den Sabbat nur den Juden gegeben bzw. für sie geschaffen? Lesen sie hier, was unser Heiland Jesus Christus sagt: „Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen. So ist der Menschensohn ein Herr auch über den Sabbat” (Markus 2,27-28). Beachten Sie, Jesus Christus sagte nicht, der Sabbat war nur für die Juden gemacht – er war für alle Menschen gemacht! Überdies, Jesus Christus stellte hier fest, dass er der Herr oder Meister über den Sabbat war. Deshalb hatte Er die Autorität, die richtige Sabbatheiligung festzusetzen.

Die Pharisäer und Sadduzäer beschuldigten Christus immer wieder der Sabbat-Schändung. Sogar als Mensch hielt Jesus Christus den Sabbat. So war seine Gewohnheit (Lukas 4,16). Viele Verse in den vier Evangelien erklären, wie er richtig gefeiert werden soll. Christus hat den Sabbat niemals gebrochen. Er weigerte sich einfach, unnötigen Traditionen zu folgen.

Die Worte Christus in Markus 2,27-28 sind Seine Antwort auf eine dieser Beschuldigungen. Die Juden zur Zeit Christi hatten viele beschwerliche Beschränkungen bezüglich des Sabbats eingeführt. Ihre Bräuche verminderten sehr stark die Freude and der Heiligung des Sabbats. Jesus Christus beabsichtigte alle unnötigen Bräuche abzuschaffen und zu berichtigen. Auch heute müssen wir dasselbe tun. Wenn richtig beachtet, dann ist der Sabbat eine echte Freude.

Gott erklärte deutlich, wer den Sabbat halten sollte. Er sagte: „Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt” (2. Mose 20,10). Alle Menschen im Land sind aufgefordert, am Sabbattag zu ruhen – Männer, Frauen, Kinder, Knechte und sogar Besucher (Fremde). Die Sabbatheiligung ist nicht an einen bestimmten Stand gebunden – denn beide, Könige sowie Diener müssen sie befolgen. Beachten Sie wieweit Gott dieses Gebot ausdehnt – sogar das Vieh sollen ruhen. Können wir erkennen, wie liebevoll Gott zu den Menschen und sogar zu den Tieren ist? Es ist gut für uns, den Sabbat einzuhalten. Es gibt einen phantastischen gesundheitlichen Nutzen, wenn wir von unserer Arbeit ruhen. Aber es gibt aber auch geistliche Vorteile, die alles Physische bei weitem überwiegen.

Gott wird identifiziert

Viele verstehen nicht, dass Gott die Sabbatheiligung zweifach geboten hat. Gott machte einen separaten und speziellen Bund mit Seinem Volk, den es halten sollte. Gott sprach zu Mose: „Sage den Israeliten: Haltet meinen Sabbat; denn er ist ein Zeichen zwischen mir und euch von Geschlecht zu Geschlecht, damit ihr erkennt, dass ich der Herr bin, der euch heiligt” (2. Mose 31,13). Hier beschreibt Gott den Sabbat als ein identifizierendes Kennzeichen, so dass Sein Volk Ihn erkennen konnte – den einzigen wahren Gott. Inwiefern ist der Sabbat ein Kenzeichen?

Gott erklärt: „Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Israeliten. Denn in sechs Tagen machte der Herr Himmel und Erde, aber am siebenten Tage ruhte er und erquickte sich” (Vers 17). Die Formulierung hier ist so wie in 2. Mose 20,11. Hier erinnert Gott die Menschen an die Neugestaltung der Erde und die Schöpfung des Sabbattages. Aber der Blickpunkt liegt auf Gott als Schöpfer. Das hier angesprochene Gottwesen ist natürlich Jesus Christus. Vor seiner menschlichen Geburt war Er die zweite Person der Gottheit, bekannt als Logos. Studieren Sie Johannes 1,1-3 und Epheser 3,9. Gott der Vater schuf den Sabbat durch Jesus Christus!

Der Sabbat ist ein Zeichen, denn es Gott als den Schöpfer aller Dinge identifiziert. Es offenbart Gott! Der Sabbat ist ein Mahnmal für die Tatsache, dass das Universum und alles, was darin ist, die Erde und alles in ihr, einschließlich die Menschheit, erschaffene Dinge sind. Wir sind nicht durch Evolution entstanden. Es gibt einen großen Schöpfergott, der alle Dinge für einen großartigen Zweck entworfen und geformt hat. Der Sabbat ist eine wöchentliche Erinnerung an diese Tatsache.

Gott befiehlt: „Darum sollen die Israeliten den Sabbat halten, dass sie ihn auch bei ihren Nachkommen halten als ewigen Bund” (2. Mose 31,16). Gott machte einen immerwährenden Bund mit Seinem Volk, um es in wirklicher Kenntnis des wahren Gott zu halten. Die Beachtung des Sabbats schützt die Menschen vor religiöser Täuschung bezüglich Gott und Seinem Meisterplan für die Rettung der Menschheit. Es ist das immerwährende Zeichen, dass er der ewige Schöpfer ist. Außerdem ist es auch das Zeichen, welches das wahre Volk Gottes indentifiziert.

Die Beachtung des Sabbats erinnert uns daran, dass Jesus Christus, als Gott, an diesem ersten siebenten Tag ruhte. Er füllte ihn mit Seiner eigenen Heiligkeit um der Menschheit zu helfen, das Schöpfungswerk Gottes voll und ganz zu verstehen. Am Anfang wurde Jesus Christus erfrischt, wenn er in Gottes Pläne für Seine Schöpfung geschaut hat. Dasselbe wird mit uns allen passieren. Wir werden geistig erfrischt werden. Die Befolgung des Sabbats eröffnet unglaubliche Möglichkeiten, wenn wir nur vortreten und Gottes Gebot befolgen.

Den Sabbat heiligen

Zum Anfang des Gebots ermahnt uns Gott, des Sabbats zu gedenken und ihn zu heiligen. Wie können wir den siebten Tag heiligen? Durch den Prophet Jesaja sagt Gott: „Wenn du deinen Fuß am Sabbat zurückhältst und nicht deinen Geschäften nachgehst an meinem heiligen Tage und den Sabbat Lust nennst und den heiligen Tag des Herrn Geehrt; wenn du ihn dadurch ehrst, dass du nicht deine Gänge machst und nicht deine Geschäfte treibst und kein leeres Geschwätz redest”
(Jesaja 58,13).

Gott wollte nie, dass der Sabbat ein Tag trübseliger und deprimierender Beschränkung sein soll. Er wollte, dass es ein herrlicher Tag sein sollte. Dennoch, wir dürfen am Sabbat nicht das tun, was wir wollen – unserem eingenen Vergnügungen nachgehen. Es ist ein Tag der geistigen Erfrischung und Ruhe, nicht ein Tag physischer Unterhaltung. Es ist ein Tag, der zur Verehrung von Gott dem Vater und Jesus Christus reserviert ist. Der Sabbat ist heilige Zeit, 24 Stunden lang – von Sonnenuntergang am Freitag bis zum Sonnenuntergang am Samstag. Wir sollen heiliges tun, wie beten, Bibel studieren und meditieren. Wir sollten unseren Sinn mit den Konzepten und Ideen füllen, die in Gottes Sinn sind. Das verhilft uns zu einer innigeren Beziehung mit Ihm. Es ist ein Tag der Gottesanbetung mit Gleichgesinnten in formellen Versammlungen. Es ist auch ein Tag der Gemeinschaft – mit anderen über göttliche Dinge sprechen. Wir sollten es vermeiden, unsere eigenen Worte zu sprechen – über unsere Arbeit oder die letzten Sportereignisse oder andere unterhaltsame Interessen zu diskutieren. Es gibt Zeiten am Sabbat, wo wir Gutes für Kranke und Notleidende tun sollten. Für weitere Erklärungen, wie man den Sabbat richtig halten soll, bestellen Sie die Broschüre Welcher Tag ist der christliche Ruhetag? Diese Broschüre von Herrn Armstrong erklärt dieses gesamte Thema über Gottes wahren Sabbat ausführlich.

Gott verspricht allen reiche Segnungen, die gewillt sind, Seinen Sabbattag zur Freude zu machen. In Jesaja fortfahrend, Gott sagt: „Dann wirst du deine Lust haben am Herrn, und ich will dich über die Höhen auf Erden gehen lassen und will dich speisen mit dem Erbe deines Vaters Jakob; denn des Herrn Mund hat’s geredet” (Vers 14). Wenn wir Gott und Seinen Sabbat zu unserer Lust machen, wird Gott uns auf vielfache Weise segnen, physisch und geistlich. Es gibt ein sofortiges Gefühl physicher Verjüngung von einer einfachen Ruhepause. Bibelstudium, Gebet und Meditation laden unsere geistlichen Batterien wieder auf, um uns vorzubereiten für eine neue Woche. Die Beachtung des Sabbats bringt innere Ruhe und das Wissen von Gottes Fürsorge und Schutz.

Einige versäumen es den Sabbat zu halten, weil sie Angst haben, die Arbeit oder ihr Einkommen zu verlieren. Es ist richtig, dass in dieser Welt einige wegen der Sabbatheiligung ihre Arbeit verloren haben. Aber Gott wird immer für seine Getreuen sorgen, wenn sie wirklich eifrig sind.

Ernste Warnungen

Die wirkliche Gefahr liegt im nicht beachten von Gottes Sabbat, wenn Sie die nötige Kenntnis darüber besitzen. Wenn sie das Alte Testaments sorgfältig studieren, dann sehen Sie aus der Geschichte Israels und Judas, dass sie unermesslich gesegnet wurden, wenn sie den wahren Gott richtig verehrten und Seinen Sabbat heiligten. Aber wenn sie in den Götzendienst verfielen und den Sabbat missachteten, mussten sie schrecklich leiden. Gott führte fremde Nationen gegen sie und beide Nationen gingen wieder in Gefangenschaft.

Durch den Prophet Hesekiel sagte Gott: „Ich gab ihnen auch meine Sabbate zum Zeichen zwischen mir und ihnen, damit sie erkannten, dass ich der Herr bin, der sie heiligt. Aber das Haus Israel war mir ungehorsam auch in der Wüste, und sie lebten nicht nach meinen Geboten und verachteten meine Gesetze, durch die der Mensch lebt, der sie hält, und sie entheiligten meine Sabbate sehr. Da gedachte ich, meinen Grimm über sie auszuschütten in der Wüste und sie ganz und gar umzubringen” (Hesekiel 20,12-13). Das ist eine ernstliche Anklage gegen das Volk Gottes – sowohl ehemals als auch heute! Denken Sie daran, diese Prophezeiung ist zweifach. Sie wurde eigentlich für die Menschen in unserer Zeit aufgezeichnet (Hesekiel 29,21 und 33,33). Gott will uns eine Lektion in Geschichte lehren, damit wir sie nicht wiederholen!

Der große Gott der Bibel nimmt die Übertretung des Sabbatgebots sehr ernst. Gott entzog Seine Segnungen und Seinen Schutz immer wieder wegen dieser Sünde. Aber uns muss das nicht passieren. Achten Sie was Gott verspricht, wenn jemand seinen Sabbat heiligt: Er wird durch sie leben. Mit anderen Worten, wenn wir uns bemühen, Gott und alle Seine Gebote, Satzungen und Rechtssprüche zu beachten – insbesondere das Vierte Gebot – dann wird Gott uns beschützen und unser Leben erhalten. Machen wir sicher, dass wir mehr über Gottes Viertes Gebot lernen und es befolgen. Gedenke des Sabbattages. 

De Sabb