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Du sollst nicht Morden

Wissen Sie alles was es über das sechste Gebot zu wissen gibt?

Es kam der Tag, wo Paulus zu den griechischen Intellektuellen auf dem Areopag sprach. Angespornt, gegen die heidnische Kultur der Stadt frei herauszusprechen, hatte der Apostel jetzt seine Gelegenheit.

Er war nach Athen gekommen, um der Verfolgung in Beröa zu entfliehen. Während er in der Stadt umherging, sah er voll Erstaunen, wie sich die Athener völlig dem Götzendienst übergeben hatten. Er sah Tempel, Statuen, Opferdienste und Zeremonien. Äußerst besorgt traf er mit den Juden zusammen, die von dieser Kultur etwas beeinflusst waren. Er ging sogar auf den Marktplatz und sprach mit allen die zuhörten gegen diese schweren Sünden.

Paulus zog die Aufmerksamkeit der einflussreichen griechischen Gelehrten bald auf sich. Gruppen von gegnerischen Philosophen – Epikureer und Stoiker – wollten Paulus aushorchen. Er kam zu einer Versammlung direkt im Zentrum des Heidentums der griechischen Welt.

Paulus blickte prüfend über die Menschenmenge. Einige betrachteten ihn als „Schwätzer“ mit seltsamen Lehren über fremdartige Götter. Nicht beängstigt durch die finsteren Blicke, bekam er ihre Aufmerksamkeit und erhob seine Stimme: „Ihr Männer von Athen, ich sehe, dass ihr die Götter in allen Stücken sehr verehrt. Ich bin umhergegangen und habe eure Heiligtümer angesehen und fand einen Altar, auf dem stand geschrieben: Dem unbekannten Gott. Nun verkündige ich euch, was ihr unwissend verehrt“ (Apostelgeschichte 17, 22-23). Die Griechen folgten vielen Göttern. Paulus entdeckte, dass sie diesen Göttern Altäre errichteten, einschließlich einem unbekannten Gott – nur für den Fall, dass sie einen übersehen hatten! Paulus sagte ihnen ganz deutlich, dass sie zu abergläubisch waren – nicht religiös.

Im Wesentlichen erklärte er ihnen, dass sie trotz all ihres geistigen Fortschritts eigentlich nichts über Gott wussten. Der zuversichtliche Apostel ließ sie wissen, dass er war bereit war, ihnen eine richtige Schulung zu erteilen.

Natürlich gab es daraufhin Reaktionen aus der Menschenmenge. Einige verspotteten ihn. Andere aber horchten ihm gespannt zu. Er fuhr fort: „Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind. Auch lässt er sich nicht von Menschenhänden dienen, wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt“ (Vers 24-25). Paulus gab diesen intellektuell eitlen Männern leicht verständliche Offenbarung über Gott. Es war ihre erste richtige Schulung!

Die Griechen, so wie die Ägypter vor ihnen, glaubten an Evolutions-ähnliche Entstehungsheorien. Paulus belehrte sie, dass der ihnen unbekannte Gott, der Schöpfergott war. Er schuf die Welt und alles was darin lebte. Paulus zeigte ihnen, dass Gott überhaupt nichts vom Menschen brauchte – einschließlich Anbetung. Der Mensch hingegen brauchte Gott auf jeden Fall. Warum? Er ist der Spender und Erhalter allen Lebens.

Paulus ließ es nicht dabei bewenden, sondern belehrte die Männer weiters, dass der Gott, den sie unwissend verehrten, etwas großartiges für das Menschenleben im Sinn hatte. Alles in allem umfasste dieses Vorhaben, dass man Gott erwählen und Seinem Lebensweg folgen muss. Paulus erklärte, dass Gott, obwohl unsichtbar, die Geschichte der Menschheit voll unter Konrolle hatte. „Denn in ihm leben, weben und sind wir; wie auch einige Dichter bei euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts. Da wir nun göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei gleich den goldenen, silbernen und steinernen Bildern, durch menschliche Kunst und Gedanken gemacht“ (Vers 28-29). Indem er Verse damaliger griechischer Dichter zitierte, zeigte Paulus ihnen, dass die Menschheit nach dem Bilde Gottes gemacht ist – Seine Nachkommenschaft.

Viel künstlerische und architektonische Pracht zierte den Areopag. Paulus wusste sehr wohl, dass all dies heidnischen Lügen gewidmet war. Er erklärte, dass Gott ein übermächtiges, lebendiges Wesen ist und deshalb könne keine Statue oder kein Kunstwerk Gott wirklich darstellen. Paulus gab diesen Männern verblüffende Enthüllungen. Er enthüllte ihnen, was das unglaubliche Potential des Menschen ist, nämlich, in Gottes eigene Familie als seine Kinder hineingeboren zu werden – aus Geist bestehend. Diese Lehre war so radikal anders als die wirre heidnische Religion, dass sie diesen Männern fremd und sehr ungewöhnlich schien.

Paulus beendete seine Lehre sehr eindringlich, indem er keinen Zweifel darüber aufkommen ließ, dass der Mensch eine ewige Zukunft mit Gott hat.

Die Menschen brauchen auch heute diese einfache Lehre, die Paulus die Griechen erteilte. Wir leben in einer Welt voll religiöser Verwirrung. Es gibt nur eine Quelle – die Heilige Schrift – die diese tiefen Fragen über den Seinszweck des Menschenlebens beantworten kann. Es ist Zeit, dieses fruchtlose intellektuelle Denken der Menschen abzulehnen und die fantastische Wahrheit über Gottes Plan für den Menschen zu entdecken.

Der Mensch – die höchste Kreation Gottes

Die Bibel offenbart, dass Gott die Menschheit als eine besondere Kreation geschaffen hat. Obwohl wir eine physische Existenz haben wie die Tiere, so ist der Mensch dennoch kein Tier. Der Mensch ist die höchste Lebensform, die aus dem Staub der Erde geschaffen wurde. Wir sind nach der Art Gottes gemacht (1. Mose 1, 26-27). Alle Menschen sind nach dem Bild Gottes gemacht, Ihm ähnlich. Das hebräische Wort für Bild bezieht sich auf den geistigen Charakter Gottes. Die physische Schöpfung des Menschen (dieselbe Form und Gestalt wie Gott) war mit der Kreation von Adam und Eva vollendet. Aber die geistige Kreation der Menschheit ist ein andauernder Prozess nach dem Plan Gottes für jeden Einzelnen. Es ist Gottes Vorhaben, Seinen eigenen Charakter in jedem bereitwilligem Menschen zu entwickeln. Göttlichen Charakter zu entwickeln erfordert nicht nur den Geist Gottes, sondern auch Zeit und Erfahrung. Diese Tatsachen sind in Herbert W. Armstrongs Buch Geheimnis der Zeitalter ausführlich erklärt. Bestellen Sie noch heute Ihr Gratisexemplar.

Der Seinszweck aller Menschen ist es, sich für das ewige Leben zu qualifizieren. Wir sind keine unsterblichen Wesen, die in physischen Körpern gefangen sind, wie die Griechen glaubten. Wir sind sterblich – dem ewigen Tod unterliegend (1. Mose 3, 19). Jedem Menschen ist nur so viel Zeit gegeben um Gott zu beweisen, dass er des ewigen Lebens würdig ist.

Das Leben ist eine unfassbare Gabe. Unser hoher Seinzweck und die uns von Gott gegebene Zeit macht das Menschenleben äußerst kostbar. Kein Mensch hat das Recht durch Mord das Leben eines anderen Mensches zu nehmen. Es ist die brutale Vernichtung aller Hoffungen, Träume und Pläne eines Mensches. Deshalb gebot Gott den Israeliten am Berg Sinai: „Du sollst nicht töten“ (2. Mose 20, 13). Ein Menschenleben auszulöschen ist wirklich eine Todsünde. Abgesehen von der Vernichtung der höchsten Kreation des ewigen Gottes, ist es ein übler Versuch, Gottes Vorhaben zu vereiteln. Gott ist der Geber allen Lebens. Der Mensch hat kein Recht es zu nehmen.

Bibelexperten sind sich einig, dass das Wort morden eine korrektere Übersetzung des ursprünglich von Gott inspiriertem hebräischen Wortes ist. Es ist möglich zu töten und doch nicht zu morden.

Es ist auch äußerst wichtig zu verstehen, dass wahre Christen sowohl den Buchstaben als auch die geistliche Absicht des Gesetzes befolgen müssen, so wie Jesus Christus dies in der Bergpredigt gelehrt hat (Matthäus 5, 20-26). Es gibt einen Geist des Mordes, der ein direkter Verstoß gegen das sechste Gebot ist.

Der Sinn des Gesetzes

Unter dem Alten Bund konnte Israel nur den Buchstaben des Gesetzes verstehen. Damals war nur vorsätzlicher Mord verboten. Gott autorisierte die Todesstrafe für jene, die eines Schwerverbrechens schuldig waren (2. Mose 21, 12-17). Aus 4. Mose geht eindeutig hervor, dass eine unbeabsichtigte Tötung (fahrlässige Tötung) nicht als Mord betrachtet wurde (4. Mose 35, 9-34). Dennoch galt fahrlässige Tötung als schweres Vergehen. Der fahrlässige oder unwissentliche Totschläger wurde verurteilt, für viele Jahre an einem Zufluchtsort zu bleiben bis der Hohepriester starb.

Auf ähnliche Art und Weise wie die Todesstrafe, befahl Gott Israel gewisse Kriege Seinetwegen zu führen. Diese Kriege sollten niemals als gewalttätige Massenmorde gesehen werden, sondern als Vollzug des göttlichen Willens durch menschliche Instrumente. Studieren Sie Verse wie z.B. 5. Mose 7, 1-2. Gott befahl Israel geradezu, die heidnischen Völker Kanaans auszurotten. Das mag nach unserer heutigen Denkweise nicht richtig scheinen. Aber es ist die Wahrheit.

Wir müssen begreifen, wenn Gott das Töten von Menschenleben erlaubte, dann war es nur als Sein Beauftragter nach Seinem Willen. Gott gebrauchte Israel als ein Instrument Seines göttlichen Urteils – ganz gleich, was die heutigen Gelehrten auch sagen mögen. Man muss zugeben, wann auch immer Israel einen Krieg aus Eigeninitiative führte, erlitt es eine mörderische Niederlage.

Israel war eine physische Nation. Selbst als Gottes auserwähltes Volk war den Israeliten damals kein Zugriff auf Gottes Heiligen Geist gegeben worden. Sie waren unbekehrt. Die wahre Kirche Gottes repräsentiert die geistige Nation Israels. Aus diesem Grund gibt es auch einen Unterschied in der heutigen Anwendung des Gesetzes. Der Apostel Paulus hat es für Christen, die vom Geist geführt werden, gut zusammengefasst. Er erklärte: „ … der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig“ (2. Korinther 3, 6). Seit unserer Kreation wollte Gott, dass die Menschen es lernen, nicht zu töten, zu morden oder gegen eine andere Nation Krieg zu führen. Gott entwickelt Seinen Charakter der Liebe und des Helfens in Geistgezeugten Menschen. Gott lehrt Seiner Kirche vor allem, dass es unsere Aufgabe ist, Menschenleben zu retten und nicht zu zerstören. Im bald kommenden Reich Christi wird Mord und Krieg eine Sache der Vergangenheit sein (Jesaja 2, 4; Micha 4, 3).

Grundursachen von Mord

Unglücklicherweise ist unsere Gesellschaft gewalttätig und mörderisch. Indem wir die Abendnachrichten verfolgen und unsere Zeitungen lesen, ist es klar, dass die Menschen dieser Erde erfüllt sind mit Hass und extremer Rivalität. Persönliche Spannungen in Familien, Dörfern und Städten und unter Nationen nehmen zu. Ehegatten morden Ehegatten – Geschwister andere Geschwister – Nationen vernichten andere Nationen. Im Oktober 2002 berichtete die Weltgesundheitsorganisation, dass etwa alle 40 Sekunden eine Person Selbstmord begeht, alle 60 Sekunden eine Person ermordet wird und alle 100 Sekunden eine Person in einer kriegerischen Auseinandersetzung stirbt. Diese Statistiken stellen nur einen Teil der Geschichte unserer kranken Welt dar. Unser persönliches Wohlergehen ist unter einer ständigen Bedrohung. In allen Ländern gibt es jeden Tag psychischen, physischen und sexuellen Missbrauch!

Der Apostel Paulus konnte einen prophetischen Blick auf unsere Zeit werfen und sprach zu Timotheus: „Das sollst du aber wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten kommen werden“ (2. Timotheus 3, 1). Das griechische Wort für schlimm kann brutal gefährlich bedeuten! Was für eine zutreffende Beschreibung unserer Zeit. Es ist eine brutal gefährliche Zeit für alle Menschenleben. Außer Kontrolle geratene Banden-Gewalt eskaliert in vielen US-Städten. Die Terrorbedrohung ist eine Seuche auf allen Kontinenten. Ernüchterte Experten erkennen, dass terroristische Gruppen chemische, biologische und nukleare Waffen gegen unschuldige Menschen benutzen werden. Wir müssen aufwachen und darauf achten! Es ist nicht eine Frage von ob – es ist einfach eine Frage von wann. Überdies, Terroristenunterstützende Länder wie Nordkorea und Iran entwickeln ihre Atomwaffenprogramme mit rasender Geschwindigkeit. Diese Waffen werden verwendet werden! Jeder Tag werden wir gedanklich darauf vorbereitet, die Wahrscheinlichkeit von Massenmord und weltweitem Selbstmord zu akzeptieren. Das Ziel des Terrorismus ist, unsere Völker zu demoralisieren und soziale Probleme, wie nationale Gleichgültigkeit, Depression und lähmende Angst, zu verstärken.

Selbstverständlich ist es ganz normal, dass man solchen Problemen entkommen will. Ein Kurzbericht des U.S. Ministeriums für Gesundheit und Familienförderung enthüllte, dass zehn Monate nach den Angriffen vom 11. September, fast ein Drittel aller befragten Stadtbewohner Manhattans den Konsum von Marihuana, Alkohol und Zigaretten erhöht hatten. Aber eine Flucht in Drogen und Alkohol bietet keine Rettung. Am besten kann man dieser Weltkrise damit begegnen, indem man sich mit dem Problem auseinandersetzt und nicht davonläuft. Unser einziger Ausweg ist: die Ursache von Gewalt und Mord zu verstehen und auszumerzen.

Die gewaltsame Natur unserer Welt sollte uns darauf hinweisen, dass wir geistig sehr krank sind. Die Grundursachen von Mord sind Gier, Rivalität, Zorn und Hass. Dies reflektiert tiefe geistige Probleme. Mehr Polizei, bessere Geheimdienste, größere Armeen oder bessere Waffen können Mord niemals unterbinden. Keine von diesen Einrichtungen wird uns die Sicherheit und den Frieden geben, den wir alle wollen. Alle Menschen müssen ihre Denkweise und Gesinnung ändern, um die Plage der weltweiten Gewalt und des Mordes zu beenden. Wir müssen die zehn Gebote Gottes genau befolgen – insbesondere das sechste.

Anwendung des Gebotes

Um Lösungen für geistige Probleme zu finden, müssen wir die Bibel zu Hilfe nehmen.

Der Apostel Jakobus lehrte, wie wir unsere gewalttätigen Wege beenden können. Er schrieb: „Woher kommt der Kampf unter euch, woher der Streit? Kommt’s nicht daher, dass in euren Gliedern die Gelüste gegeneinander streiten? Ihr seid begierig und erlangt’s nicht; ihr mordet und neidet und gewinnt nichts; ihr streitet und kämpft und habt nichts, weil ihr nicht bittet; ihr bittet und empfangt nichts, weil ihr in übler Absicht bittet, nämlich damit ihr’s für eure Gelüste vergeuden könnt“ (Jakobus 4, 1-3).

Jakobus schrieb diese Verse an religiöse Menschen. Wir müssen uns alle selbst prüfen. Befolgen wir das sechste Gebot wirklich? Das hier erörterte Prinzip gilt auch für Nationen. Das Verlangen nach fremdem Eigentum ist seit der Erschaffung der Menschheit die Grundursache für Mord und Kriege gewesen.

Die Geschichte von Kain und Abel ist der Beweis dafür. Kain beneidete seinen Bruder um die Gunst Gottes – deshalb ermordete er Abel. Rivalität zwischen Geschwistern ist noch in unserer modernen Welt ein Problem. In der Tat, Rivalität zwischen Geschwistern ist immer noch ein Problem in unserer modernen Welt. Tatsächlich führt diese Rivalität unter Geschwistern oft zur Schmähung von Geschwistern. Vollzugs- und Kinderschutzbehörden haben immer mehr mit kriminellen Vorfällen zwischen Geschwistern zu tun. Wir sprechen nicht von stoßen, rempeln oder schlagen. Es gibt tausende Fälle von psychischem, physischem und sexuellem Missbrauch. Grausame Morde sind begangen worden. Überrascht uns das? Die westliche Gesellschaft erleidet einen Zusammenbruch des stabilen Familienlebens. Bei so vielen Ehescheidungen – Eltern in wildem Streit, selbstsüchtige Begierden befriedigend – lernen Kinder ziemlich früh wie man streitet, kämpft und die Kontrolle über die Geschwister gewinnt. Wir haben den Geist des Mordens in die Basis unserer Gesellschaft – die Familie – eindringen lassen. Jede bleibende Änderung unserer Gesellschaft muss zuerst in der Familie beginnen. Von neuem müssen wir wieder Liebe, Teilen und Zusammenarbeit lehren, und das nicht nur zwischen Ehegatten, sondern auch zwischen Geschwistern.

Aber um dieses Gebot wirklich in die Tat umzusetzen, müssen wir einfach mehr tun, als Hass und Gewaltaten gegen alle Menschen zu vermeiden. Viel mehr ist erforderlich. Positiv gesehen, müssen wir jeden Mensch ehrlich lieben. Dies umzusetzen ist der schwierigste Teil des sechsten Gebotes. Es verlangt eine massive Änderung des menschlichen Denkens.

Der heutige Konflikt zwischen den drei großen Religionen der Welt ist ein erstklassiges Beispiel dafür, was wir hiermit meinen. Christen, Moslems und Juden sind verwickelt in einigen der intensivsten und blutigsten Kampfhandlungen, die diese Welt je gesehen hat. Ist es nicht Zeit, unsere Religion zu hinterfragen? Sind diese bewaffneten Konflikte von dem Gott der Liebe inspiriert? Bald wird die gesamte Menschheit erkennen, dass die meisten Kriege, die angeblich im Namen Gottes geführt wurden, überhaupt nicht für Gott ausgetragen wurden. Die Bibel zeigt, dass die eigentliche Ursache des Weltuntergangs Religion sein wird. Zum Glück wird Jesus Christus mit Engelarmeen einschreiten, um die Vernichtung allen Lebens auf der Welt durch den Menschen zu verhindern (Matthäus 24, 21-22).

Die Lehre Jesu Christi

Jesus Christus kam auf diese Erde mit einer Botschaft von Gott dem Vater für die ganze Menschheit. Er brachte die gute Nachricht des kommenden Königreichs, bzw. der Herrschaft der Familie Gottes (Markus 1, 15). Als Friedensfürst wird Christus ein Millenium des Friedens einleiten, wie es diese Welt unter der Herrschaft des Menschen niemals erlebt hatte. Während Er bei Seinem ersten Kommen auf Erden weilte, zeigte Jesus Christus der Menschheit wie sie diesen Frieden erreichen kann. Er erhöhte Gottes Gesetz und verherrlichte es. (Jesaja 42, 21). Christus lenkte unsere Aufmerksamkeit wieder auf die zehn Gebote und erweiterte auch unser Verständnis darüber, indem Er ihren vollen geistigen Sinn hervorhob.

Jesus Christus sagte: „Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig“ (Matthäus 5, 21-22). Diese zwei Verse sagen sehr viel. Es ist die Botschaft von einem König an Seine Untergebenen. Wir sehen, dass Christus das Gesetz nicht abschafft – Er erweitert es! Die Menschen müssen nur lernen, es anzuwenden.

Christus führt uns hier direkt zu zwei Hauptursachen von Mord – Hass und Ärger. Er bekräftigt klipp und klar, dass jeder, der sein Herz mit Zorn erfüllt, des Gerichts schuldig ist – was Verurteilung bedeutet. Wenn dieser Zorn eine Person dazu bringt, einen anderen Menschen bis zum äußersten zu hassen und zu verachten, dann ist er des Hohen Rats schuldig, was Bestrafung von Gott bedeutet. Wenn dieses Problem letztendlich nicht korrigiert wird – wenn ein Mensch zulässt, dass Herz und Geist so mit Verbitterung gegenüber einem Mitmenschen erfüllt werden, dass er diesen Menschen total schlecht macht, Ihn einen Narren nennt – dann ist er des höllischen Feuers schuldig! Dies ist die vollkommenste Entfaltung vom Sinn des sechsten Gebots. All das zeigt, für wie ernsthaft Christus das sechste Gebot hält. Desselbe gilt auch für uns.

Zorn und Hass sind der Geist des Mordes! Alle Sünde hat ihren Ursprung in den Gedanken. Die Tat folgt dem Gedanken. Woran wir am meisten denken, das tun wir schließlich auch! Johannes, der Apostel, der die engste Beziehung zu Jesus Christus hatte, lehrte: „Wenn jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann er Gott lieben, den er nicht sieht? Und dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe“ (1. Johannes 4, 20-21). Offensichtlich hat Johannes über die Themen Liebe und Hass mit Christus gesprochen.

Christus lehrte Johannes, dass der Geist des Mordes und der Heilige Geist – einer Geist der Liebe – nicht in demselben Sinn koexistieren können. Um das Morden zu beenden müssen die Menschen lernen, ihren Gedanken zu kontrollieren. Natürlich kann diese Art der Kontrolle nur durch die Macht des Heiligen Geistes geschehen. Echte Bekehrung kann nur mit der Gabe von Gottes Geist erfolgen. Gott gibt den Heiligen Geist nur denen, die Ihm willig gehorchen werden (Apostelgeschichte 5, 32). Echte Bekehrung ist ein Prozess, wobei Gott Seine Gebote in die Herzen und den Sinn der Menschen schreibt (Hebräer 8, 10). Seien wir ehrlich. Die einzige Lösung, unsere gewaltsame Welt zu änderen, ist geistige Bekehrung.

Liebe deine Feinde

Man könnte fragen: Wie verhalte ich mich meinen Feinden gegenüber? Wir müssen die menschliche Neigung, Gleiches mit Gleichem zu vergelten, überwinden. Jesus Christus lehrte: „Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte“ (Matthäus 5, 44-45). Wie viele von uns haben die Charakterstärke, das zu tun, was Christus hier sagt?

Es benötigt göttlichen Charakter um denen zu helfen und zu dienen, die uns verletzen wollen. Nur mit göttlicher Liebe und Weisheit können wir erkennen, dass auch unsere Feinde Mitmenschen sind – nach dem Bilde Gottes geschaffen – und dass sie in ihrem Denken und Tun einfach nur falsch sind. Man braucht echte, geistige Tiefe um zu erkennen, dass nur Gott diejenigen, die uns verletzen, richtig bestrafen kann.

Paulus lehrte die Römer: „Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben: Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr“ (Römer 12, 19). Niemand ist wirklich fähig, die verdiente Strafe zu erteilen. Wir sind einfach nicht fähig, die Dinge zu sehen, wie Gott sie sieht. Gott allein hat die Weisheit, die Macht und das Recht, an den Menschen Vergeltung zu üben. Es ist Zeit, dass wir Gott als Realität erkennen. Sein Schutz und Seine Fähigkeit, jedes uns zugefügte Unrecht zu rächen, ist genauso real!

Anstatt Rache zu üben, müssen wir lernen, unseren Feinden Gutes zu tun. Paulus lehrte auch: „Vielmehr, wenn deinen Feind hungert, gib ihm zu essen; dürstet ihn, gib ihm zu trinken. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln. Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“ (Vers 20-21). Was für eine einfache Lehre und trotzdem ist sie so schwer umzusetzen. Aber genau nach dem leben Gott und Christus! Gott is der große Geber (Jakobus 1, 17). Durch das unglaubliche Opfer Jesu Christi zeigte Gott, dass Er gewillt war, alles aufzugeben für die, die Ihn hassen (Römer 5, 10). Wir müssen lernen, das gleiche zu tun.

Mörderische Unterhaltung

Es ist in diesem Artikel nicht genug Platz, um all die verschiedenen Mordarten zu erfassen, die in unserer westlichen Gesellschaft begangen werden. Wir müssen das Prinzip des sechsten Gebots verstehen und es genau befolgen! Natürlich sind Abtreibung, Euthanasie und Selbstmord eingeschlossen. Alle drei sind in Gottes Augen Mord.

Überlegen Sie folgendes. Viele Millionen Menschen nähren den Geist der Lust, Gewalt und des Mordes jeden Tag durch Fernsehen und Filme. Es gibt eine wahre Flut an Unzucht, Ehebruch, Schlägereien und Morden, die nahezu jede Stunde des Tages ausgestrahlt werden. Können wir diese Dinge ansehen und dabei nicht sündigen? Jesus Christus sagte: „Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen“ (Matthäus 5, 28). Dasselbe Prinzip gilt für Unterhaltungen, die voll von Hass, Gewalt und Mord sind.

Wenn wir unseren Sinn täglich mit Bildern von Gewalt und Mord tränken – diese Bilder in unsere Gedanken aufnehmen – machen wir derselben Taten schuldig – im Geist! Gewalt und Mord sollte für uns nie unterhaltsam sein. In der Tat, sie sollten uns abstoßen!

Es ist Zeit für uns, der Wahrheit zu begegnen. Unsere Gesellschaft beruht auf einem System der Rivalität, Gier und Selbstsucht, die einen Geist des Mordens erzeugen. Wir leben in einem modernen Babylon unglaublicher Verwirrung. Und Gott warnt uns, aus Babylon herauszukommen, bevor Seine letzte Strafe – der Tag des Herrn – darüber ausgegossen wird (Offenbarung 18, 4). Gott plant, alle Gewalt auf dieser Welt schon bald zu beenden, indem er die Gewalttätigen bestraft. Wir müssen Gottes Zorn nicht erleiden. Wir alle müssen Gottes Gebot genau befolgen – du sollst nicht töten

Tb Ad De