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PAUL J. RICHARDS/AFP/Getty Images

Du sollst nicht begehren

Sind Sie zufrieden mit Ihren physischen Besitztümern? Oder sehnen Sie sich nach mehr? Hier lesen Sie, wie Sie Ihr Verlangen nach mehr materiellen Dingen zügeln können.

„Lebe in vollen Zügen.“ Das ist die Hauptbotschaft einer Fernsehwerbung von einer der großen Kreditkartenfirmen. Die Bedeutung ist klar. Haben Sie kein Bargeld, verwenden Sie die Kreditkarte!

Die Wahrheit ist, viele Amerikaner haben solche Ratschläge offenherzig befolgt. Laut der US-Notenbank überstiegen im Jahre 2004 die Verbraucherschulden zum ersten Mal die 2 Billionen Dollargrenze – gegenüber 1 Billion Dollar im Jahre 1994. Der durchschnittliche amerikanische Haushalt hat ungefähr 8000 Dollar an Kreditkartenschulden – gegenüber 3000 Dollar im Jahre 1990. Leben die Amerikaner in vollen Zügen? In Wirklichkeit sind es die Schulden, die immer mehr Familien in den Bankrott treiben. Die Verwaltungsstelle der US-Gerichte berichtet uns, dass im Finanzjahr 2004 1,6 Millionen Menschen persönlichen Konkurs erklärt haben, im Gegensatz zu 1,2 Millionen im Jahre 1999. Erstaunlicherweise gibt es die höchste Anzahl der Konkurserklärungen in der Altersgruppe zwischen 18 und 25 Jahren. Die Höhe der Kreditkartenschulden in den Vereinigten Staaten ist schockierend. Aber wenn die Zinssätze bei den Kreditkarten bedauerlicherweise steigen werden – und sie werden steigen – wird die Schuldenlast viele Menschen erdrücken.

Was ist der Grund? Warum hat eine der reichsten Nationen, die es je in der Menschheitsgeschichte gegeben hat, solch ein Schuldenproblem?

Habsucht ist nicht ein Wort, über das wir oft nachdenken. Aber die Habsucht ist der Kern des Problems.

Im Gegenteil zu dem, was die meisten denken mögen, sind Kreditkartenschulden nicht das Resultat von niedrigem Einkommen. Es ist einfach ein über-die-Verhältnisse-leben, um materielle Dinge zu erlangen oder um persönliche Vergnügen zu befriedigen. Wir sind eine Nation, die verführt ist von der Philosophie: Kaufe jetzt, bezahle später. Was viele Menschen aber nicht begreifen, ist, dass mit dem „später bezahlen“ ein hoher Preis verbunden ist – und zwar in Form von Zinsen. Natürlich sind die Amerikaner nicht allein mit ihrem Schuldenproblem. Diesen Kredit-Missbrauch findet man in allen westlichen Nationen.

Dem Reichtum verschrieben

Wir müssen dem, was in der Welt um uns geschieht, einen ehrlichen Blick zuwerfen. Wir leben in einer total anderen Welt als unsere Eltern oder Großeltern. Diese dramatische Änderung kam kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Entwicklung der abendländischen Zivilisation und Kultur ging nun schneller voran. Aber anstatt besser zu werden ist unsere Gesellschaft degeneriert.

Wichtige, stabile Institutionen wie Ehe und Familie zerfallen vor unseren Augen. Das scheint uns nicht zu kümmern. Im Schatten der Bombe jagen die Menschen dem Geld und dem Vergnügen nach und streben nach mehr materiellen Dingen. Als eine Generation sehnen wir uns nach Extravaganzen, die aufgrund ihres bekannten schlechten Einflusses auf die strengen sittlichen Werte, unseren Großeltern niemals in den Sinn gekommen wären. Wir streben nach luxuriösen Häusern, trendigen Autos, einem üppigen Lebensstil und teuren Urlauben.

Wir leben in einer Kultur, die sich einem ungehemmten Materialismus verschrieben hat. Dieser Hang grassiert sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, besonders in den westlichen Ländern. Unser so genannter „cooler“ oder „trendiger“ Lebensstil konzentriert sich auf die eigennützige Idee, alles zu bekommen – solange es möglich ist. Marketingexperten bombardieren die Menschen mit aggressiver Werbung, um in ihnen ein Streben, ein Wetteifern und Verlangen nach all den Gütern, die ihr Nachbar besitzt, zu wecken. Fast jeder will reich und berühmt sein. Die meisten wünschen sich einen üppigen Lebensstil. Ständig wird Druck ausgeübt, um voranzukommen, was heißt, mehr Geld zu verdienen und mehr zu besitzen. Dieser Druck ist nicht nur die zugrunde liegende Ursache der meisten finanziellen Probleme, es ist der Ursprung vieler ehelichen, seelischen und geistigen Probleme.

Dieses von den westlichen Ländern vorgegebene schlechte Beispiel – mit dem Schwerpunkt auf Profit und dem Ich – wird fehlschlagen. Entwicklungsländer wollen mit unseren reichen Ländern konkurrieren und auch so viel haben wie diese. Wir müssen einfach begreifen, dass das natürliche Resultat ein Weltkrieg ist. Der Apostel Jakobus warnte: „Woher kommt der Kampf unter euch, woher der Streit? Kommt‘s nicht daher, dass in euren Gliedern die Gelüste gegeneinander streiten? Ihr seid begierig und erlangt‘s nicht; ihr mordet und neidet und gewinnt nichts; ihr streitet und kämpft und habt nichts, weil ihr nicht bittet“ (Jakobus 4,1-2). Große Gefahren liegen vor uns, wenn sich nicht schnell etwas ändert. Sie können lernen, wie Sie sich vor dem Leid, das sicher kommen wird, schützen können.

Unsere materialistische Gesellschaft ist der Untergang unserer geistigen Gesundheit. Wir müssen begreifen, dass ein unersättliches Verlangen nach immer mehr materiellen Gütern, Götzenverehrung ist. Kein Mensch wird durch materielle Güter wahres und dauerhaftes Glück finden. Wenn Menschen ihre ganze Kraft für den Gewinn vieler materieller Güter aufwenden, dann wird der Suche nach Gott und Seinen Wegen nur wenig Zeit gewidmet. Es ist nur durch eine anhaltende, aktive Beziehung mit dem lebendigen Gott, dass alle Menschen dauerhaftes Glück und wahren inneren Frieden finden werden.

Zehntes Gebot festgesetzt

Wenn wir Gottes Gesetze missachten, dann müssen wir leiden. In unserem Studium der vorhergehenden neun Gebote haben wir gelernt, dass wir nur durch Gehorsam gegenüber Gott und seinem geistigen Gesetz, Lösungen für unsere Probleme finden können. Die zehn Gebote offenbaren den Weg zu Friede, Glück und echtem Erfolg. Aber der Mensch hält hartnäckig daran fest, alles nach seinem eigenen Weg zu tun – was der falsche Weg ist. Gott will allen Menschen das geben, was gut für sie ist, aber den Menschen fehlt der Glaube und die Geduld, auf Gott zu warten. Deshalb führen wir ein zerrüttetes Leben – auch in finanzieller Hinsicht.

Es gibt einen Weg, unsere habgierige, materialistisch orientierte Kultur zu ändern. Kennen Sie diesen Weg?

Gottes Stimme donnerte den Israeliten zu: „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat“ (2 Mose 20,17). Ähnlich wie in den Geboten fünf bis neun, so möchte Gott alle Menschen in ihrem persönlichen und gesellschaftlichen Leben schützen. Dieses Gebot behandelt speziell die Beziehung des Menschen zu den Mitmenschen. Wir dürfen nicht vergessen, dass die zehn Gebote lebendige, geistliche Gesetze sind. Wenn wir sie brechen, dann brechen sie uns. Besonders unsere Generation muss verstehen und lernen, wie dieses Gebot anzuwenden ist.

Achten Sie gut darauf, wie dieses Gebot das Wohlergehen anderer wahrt. Es spricht von den Dingen, die jedem Menschen lieb und wert sind. Kein Mensch soll begehren nach dem Haus, der Frau oder dem Besitz eines anderen, oder nach dem, was unserem Nachbar gehört. Denken Sie daran, dass der rechtmäßige Wunsch nach einem Haus, einer Frau oder nach Besitz, nicht verkehrt ist. Aber ein Verlangen oder eine ungezügelte Lust nach etwas, was unserem Nachbar gehört, ist Sünde! Gleichermaßen es ist auch eine Sünde, wenn wir ein Verlangen oder eine unbändige Lust nach den gleichen Dingen haben, die unser Nachbar besitzt. „Das haben wollen, was andere haben“, ist ein äußerliches Zeichen der Habgier.

Gott – der große Geber

Gehorsam gegenüber diesem Gebot zeigt die Tiefe des geistlichen Lebens eines Menschen. Jakobus lehrt uns diese ewige Wahrheit über Gott. Er schrieb: „Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis“ (Jakobus 1,17). Es ist Gottes aufrichtiger Wunsch, uns alles zu geben was gut ist für uns. In der Tat, das Evangelium vom Königreich Gottes zeigt, dass Gott der Menschheit das ganze Universum geben möchte – nicht nur die Erde! Mit anderen Worten, Gott möchte uns liebend gerne Haus, Mann oder Frau und Besitz geben. Dieses Gebot ist die Bewährungsprobe, die zeigt, ob wir völlig mit Gottes Willen, uns mit materiellen Bedürfnissen gemäß seinem Plan zu versorgen, übereinstimmen.

Die Bibel ist voll von Beispielen über das Schicksal dieser Menschen, die nicht gewillt sind, darauf zu warten, bis Gott gibt. Die Früchte der Habgier sind immer tragisch. König Davids unrechtmäßiges Verhältnis mit Batseba ist ein Musterbeispiel für die Zerstörung, die aufgrund der Missachtung dieses wichtigen zehnten Gebotes ausgelöst wurde. Positiv hingegen ist, dass die Bibel auch viele Beispiele von Menschen gibt, die geduldig und ergeben auf der Erfüllung von Gottes Verheißungen warteten. Studieren Sie Hebräer Kapitel 11.

Jesus Christus hatte ein inniges Verhältnis mit Gott dem Vater. Er glaubte und hatte echtes Vertrauen, dass das Wort seines Vaters immer zuverlässig ist. Gott verspricht, für all unsere Bedürfnisse zu sorgen. Jesus Christus lehrte diese vollkommene Wahrheit in der als Bergpredigt bekannt gewordenen Ansprache: „Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft“ (Matthäus 6,31-32). Wir sind physische Wesen. Wir brauchen Nahrung, Unterkunft und Kleidung, um ein hochwertiges Leben zu führen. Gott verspricht uns mit diesen Notwendigkeiten zu versorgen. Gott möchte, dass wir volle Genüge in unserem Leben haben (Johannes 10,10). Wir sollten keine übertriebenen Anstrengungen unternehmen, um einen Überfluss von solchen Dingen zu erlangen. Es ist wahrlich reine Zeitverschwendung.

Jene, die Gott nicht kennen oder eine oberflächliche Beziehung zu Gott haben, streben nach vielen Besitztümern. Warum? Meistens tun es die Menschen, um ihr tiefes Bedürfnis nach Gott zu verschleiern. Jesus Christus warnte: „… Seht zu und hütet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat“ (Lukas 12,15). Wenngleich Besitztum und Vermögen erfreulich sein können, so kommt dauerhaftes Glück von einer ganz anderen Quelle. Worauf es wirklich ankommt, ist, was wir in geistiger Hinsicht erreichen. Wenn Christus zurückkehrt, wird ein großes Haus, ein glänzendes Auto, Geld, Kleider, oder was immer wir besitzen mögen, nicht als Maßstab dafür gelten, ob ein Mensch geeignet ist, in das Reich Gottes einzugehen.

Alle Männer, Frauen und Kinder müssen lernen, wie sie in diesem extrem kurzen irdischen Leben echte Prioritäten setzen können. Es gibt einen anderen, einen besseren Lebensweg.

Gottes Charakter entwickeln

Anstatt all unsere Bemühungen auf den Erwerb von materiellen Gütern zu konzentrieren, sollten wir eine Priorität auf die Suche nach geistigem Reichtum setzen, der nie verloren gehen kann. Jesus Christus lehrte: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen“ (Matthäus 6,33-34). Wir sollten ein sehr nutzbringendes geistiges Leben mit Gott suchen – als höchste Priorität. Das sollte für uns das Wichtigste im Lebens sein. Das Erlangen des Reiches Gottes und die Entwicklung seiner Gerechtigkeit – seines göttlichen Charakters – müssen wir auf unserer Prioritätenliste an die erste Stelle setzen.

Natürlich sollten wir nach einem guten Beruf und einer Karriere streben. Wir sollten alles unternehmen, um unserer Familie ein erschwingliches, komfortables Heim und ein Auto zu ermöglichen. Es ist etwas Wunderbares, verheiratet zu sein und eine Familie zu haben. Aber wir geraten in echte geistige Schwierigkeiten, wenn wir erlauben, dass diese Dinge so wichtig werden, dass Gott in unserem Leben nur zweitrangig oder sogar nichtexistent wird.

Christus gab uns in der Bergpredigt Versprechungen, auf die wir uns verlassen können. Wenn wir Gott, sein Reich und seinen Charakter zum Wichtigsten in unserem Leben machen, dann wird er uns mit allen materiellen Bedürfnissen versorgen.

Da wir physische Wesen sind, benötigen wir Gottes gerechten Charakter um unsere Begierden zu kontrollieren. Dieses Gebot befasst sich mit den materiellen Dingen des Lebens. Aber es verlangt ausdrücklich, dass wir dem Sinn des Gesetzes Folge leisten, um seine Voraussetzung zu erfüllen. Denken Sie daran, dass alle Sünden im Kopf beginnen. Allerdings sollten wir sehen können, dass die Sünde des Begehrens das deutlichste Beispiel dieser Tatsache ist.

Wir brauchen Gottes Heiligen Geist um unsere Gedanken kontrollieren zu können. Paulus lehrte die Korinther: „Denn obwohl wir im Fleisch leben, kämpfen wir doch nicht auf fleischliche Weise. Denn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören. Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus“ (2.Korinther 10,3-5). Diese Schriftstelle repräsentiert das Herz des wahren Christentums. Alle, die Christus nachfolgen, müssen Christus gegenüber völlig gehorsam sein, sowohl im Tun als auch im Denken.

Die menschliche Natur verstehen

Denken wir daran, die Bibel zeigt, dass wir das sind, was wir denken (Matthäus 15,19). Die Tat folgt immer dem Gedanken. Wenn wir heimlich Gedanken hegen, die gegen Gottes Prinzipien und seine Lebensweise sind, indem wir etwas begehren, was wir nicht rechtmäßig mit Gottes Segen besitzen können, dann wird eine äußerliche Sünde das Resultat sein. Geistige Rebellion, wenn nicht schnellstens bereut, endet immer in Sünde! Wir müssen Gott volle Autorität über all unsere Gedanken überlassen. Das heißt so zu denken, wie Gott denkt.

Eine Tatsache, die wir in Hinblick auf uns selbst akzeptieren müssen, ist, dass es für uns natürlicher ist, zu begehren, als auf Gott zu warten um uns mit unseren Bedürfnissen zu versorgen. Das ist einfach unsere menschliche Natur. Jakobus schrieb an das Volk Gottes: „Oder meint ihr, die Schrift sage umsonst: Mit Eifer wacht Gott über den Geist, den er in uns hat wohnen lassen“ (Jakobus 4,5). Der normale menschliche Sinn ist erfüllt mit Eitelkeit, Egoismus, Rivalität, Habgier, Hass und Begierde. Menschen denken normalerweise nicht wie Gott. Seine Gedanken sind nicht unsere Gedanken (Jesaja 55,8-9). Aus diesem Grund müssen alle Menschen bereuen und sich bekehren. Jesus Christus und alle ursprünglichen Apostel zeigten, dass unser ewiges Leben von Reue und echter Bekehrung abhängt (Markus 1,15; Apostelgeschichte 3,19).

Wir müssen unsere Gesinnung von Grund auf ändern – um den Weg von Gottes perfektem Gesetz zu gehen. Paulus schrieb an die Philipper: „Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht“ (Philipper 2,5). Ein Denken und Leben wie Jesus Christus gelebt hat, ist der einzige Weg zu wahrem Glück und Erfolg in diesem Leben. So zu leben wie Christus gelebt hat, ist der einzige Weg, der zum ewigen Leben führen wird.

Wir können es uns in Hinblick auf Gott und wahre Religion nicht leisten, uns selbst etwas vorzumachen. Es gibt keine Abkürzungen was die Ewigkeit anbelangt. Jesus Christus gab uns das perfekte Beispiel. Vor allen Dingen liebte er Gott und seine Wege. Er sagte: „Ich tue allezeit, was ihm gefällt“ (Johannes 8,29). Jesus Christus lebte sein Leben um den Vater zu erfreuen. Wir müssen lernen, unseren Schöpfergott sowie seine Wege und Gesetze von ganzem Herzen zu lieben oder wir werden uns von Gott, seiner Autorität und seinem Einfluss auf unser Leben unweigerlich abkehren. Wenn wir vorsätzlich einer fleischlichen Denkweise folgen, dann werden wir gegenüber dem liebenden Gott bitter und nachtragend werden und dadurch nicht an der Ewigkeit teilhaben. Wir werden das endgültige Verderben erleiden – den ewigen Tod. (Römer 8,6-7). Was für eine unnötige Tragödie.

Das zehnte Gebot weist auf das erste hin

Wenn wir einen ehrlichen Blick auf unsere Welt werfen, fällt es nicht schwer, eine auf Habgier ausgerichtete Gesellschaft zu erkennen. Wenn wir unsere Augen öffnen, dann werden wir mit hunderten von Beispielen dieser gesellschaftsverderbenden Sünde konfrontiert. Wir müssen aber auch einen ehrlichen Blick auf unser persönliches Leben werfen. Es ist Zeit, dass wir unsere eigene Habgier erkennen. Wir müssen Gott dann aufrichtig um Hilfe bitten, diese Sünde zu bereuen und uns die geistige Stärke zu geben, sie zu überwinden! Das wird harte Arbeit, beharrliches Gebet und tiefes Bibelstudium erfordern. Unser Leben wird in psychischer, emotionaler und geistlicher Hinsicht eine erstaunliche Wende machen, wenn wir das tun.

Es liegt den großartigen zehn Geboten Gottes eine unfassbare Perfektion und Einigkeit zugrunde. Dieses zehnte Gebot weist direkt auf das erste hin: „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir“ (2 Mose 20,3). Paulus lehrte die Kolosser: „So tötet nun die Glieder, die auf Erden sind, Unzucht, Unreinheit, schändliche Leidenschaft, böse Begierde und die Habsucht, die Götzendienst ist“ (Kolosser 3,5). Wir wollen genau festhalten: Paulus sagt, Götzendienst ist Habsucht. Wenn wir etwas vergöttern, setzen wir es an die Stelle des wahren Gottes. Wir brechen somit das erste Gebot. Begreifen wir das? Das zehnte Gebot zu brechen heißt, dass wir auch das erste brechen.

Es gibt sogar noch viel mehr zu überlegen.

Wenn wir das zehnte Gebot brechen, sind wir wahrscheinlich auch schuldig, mehr als nur das Zehnte zu brechen. In der Tat, wir sind höchstwahrscheinlich schuldig, alle zehn zu brechen. Abgesehen davon, dass man einen Götzen anstelle des wahren Gottes hat, kann Habgier zu abgöttischer Verehrung führen, wodurch Gottes Sabbat und seine heiligen Tage missachtet werden. Außerdem führt das zum Ungehorsam gegenüber Eltern und anderen Autoritäten, zu Mord, Ehebruch, Unzucht und Lügen. Diese Lektion, die über Leben und Tod entscheidet, müssen wir lernen. Wir müssen das zu unserem Lebensziel machen, alle Gebote Gottes zu befolgen.

Wir dürfen nicht vergessen, dass Habsucht nur Kummer und Leid in unser Leben bringt. Paulus lehrte die Römer: „Wisst ihr nicht: wem ihr euch zu Knechten macht, um ihm zu gehorchen, dessen Knechte seid ihr und müsst ihm gehorsam sein, es sei der Sünde zum Tode oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit?“ (Römer 6,16). Wenn wir materielle Dinge begehren, dann dienen wir ihnen buchstäblich. Wir verschwenden unsere wertvolle Zeit, Energie und unser schwer verdientes Geld für unsere Dinge. Im Allgemeinen verwenden wir in solch einer Situation nicht genügend Zeit für gründliches Bibelstudium oder für ernstes, herzzerreißendes Gebet. Außerdem werden wir dann oftmals geizig gegenüber anderen Menschen, die unsere Hilfe brauchen und sogar gegenüber Gott und seinem Werk.

Wenn sie nicht rechtzeitig bemerkt wird, dann wird die Habgsucht uns wie einen Frosch im Topf allmählich kochen. Die Habsucht wird uns zu einem elenden Dasein erniedrigen. Diese Sünde wird uns von Gott und von allen, die uns wirklich lieben, trennen.

Paulus gab Timotheus, einem jungen Evangelisten, eine ähnliche Anweisung. Er warnte: „Denn die reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Verstrickung und in viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen versinken lassen in Verderben und Verdammnis“ (1 Timotheus 6,9). Nur eine geistig reife Person kann das verstehen. Was ist der bessere Weg? Auch der bejahrte Apostel lehrte: „Die Frömmigkeit aber ist ein großer Gewinn für den, der sich genügen lässt“ (Vers 6). Echte innere Ruhe und Freude finden wir durch praktizierte Frömmigkeit und durch Zufriedenheit mit dem, was wir haben. Das ist echter Wohlstand!

Da wir diese Serie über die zehn Gebote zu Ende bringen, wollen wir festhalten: Gottes Weg des Lebens ist der Weg des Gebens, Teilens, Helfens und Zusammenarbeitens – gegenüber Gott und den Menschen. Jesus Christus sagte: „Geben ist seliger als nehmen“ (Apostelgeschichte 20,35). Wenn wir unser ganzes Leben Gott geben – ihm wirklich dienen – und es anderen geben, wie Gott uns leitet – dann werden wir wahres Glück finden, und letztendlich, ewiges Leben.

Alle Männer und Frauen müssen Gott um seine Hilfe und seinen Heiligen Geist bitten, um die Gebote befolgen zu können. Die Gebote sind der einzige Weg, in diesem Leben Glück zu finden. Sie sind das Mittel, welches Gott gebraucht, um im Menschen rechtschaffenen Charakter zu entwickeln. Gehorsam gegenüber den zehn Geboten öffnet die Tür zur Zukunft – zu einem ewigen Leben des Gebens und Dienens im Reich Gottes. 

Tb Ad De