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Dawid Zawiła/Unsplash

Der Bund mit David (Zweiter Teil)

Die USA und Großbritannien in der Prophezeiung (Kapitel Funf)

Fortgesetzt von Der Bund mit David (Erster Teil)

D

as Ende der Linie

Aber wo ist der Thron Davids heute?

Die Bibel verzeichnet eine Linie von Königen, alle Nachkommen von David in ununterbrochener Dynastie bis hin zu König Zedekia. Dann aber, im Jahre 585 v. Chr., wurde Zedekia, der in den geschichtlichen Aufzeichnungen der Bibel als letzter König genannt wird, von dem babylonischen König Nebukadnezar gefangengenommen, seines Augenlichts beraubt und in ein Verlies nach Babylon gebracht, wo er elend zugrunde ging.

Darüber hinaus wurden auch alle seine Söhne umgebracht. Alle Edlen von Juda, die nicht schon vorher in BabyIons Kerker gesperrt oder versklavt waren, wurden getötet. Keiner von ihnen blieb übrig, um den Thron Davids einzunehmen. Die Babylonier zerstörten Jerusalem, verbrannten den Tempel und den Königspalast und verschleppten die Juden als Sklaven nach Babylon. Von da an gibt es keinerlei Aufzeichnungen über einen König des Hauses David, der nach dieser Zeit über Juda regiert hätte. Allerdings hat die Linie von Jojakim die babylonische Gefangenschaft überlebt. Von Jojakim stammte Jesus ab; er war damit zugleich ein Nachkomme Davids.

Einige werden nun sagen, dass der Thron Davids heute tatsächlich besteht, nämlich in Christus. Aber das stimmt nicht. Christus hat diesen Thron noch nicht übernommen. In einem Gleichnis stellte er sich selbst als einen Edelmann dar, der in ein fernes Land (den Himmel) zog, „dass er das Königtum erlangte und dann wiederkäme“ (Lukas 19, 12). Jesus Christus wird erst nach seiner Wiederkunft zur Erde den Thron Davids einnehmen. Dieses Ereignis liegt noch in der Zukunft.

Die Frage ist: Was geschah in den fast 600 Jahren zwischen der Regierungszeit Zedekias und der Geburt Christi? Wer regierte während dieser Zeit auf dem Thron Davids über die Israeliten? Wenn die Antwort „niemand“ lautet, dann müssen wir zu dem Schluss kommen, dass entweder Gott sein Wort gebrochen hat oder dass die Bibel fehlerhaft ist.

Die Lösung dieses Rätsels ist spannender als ein Roman. Die Bibel offenbart die Antwort Schritt für Schritt.

Mancher wird nun auf die Formulierung „Ich will bestätigen“ (2. Samuel 7, 13) verweisen und sagen, dass Gott wohl gemeint hat, er wollte den Thron Davids erst beim zweiten Kommen Christi für immer errichten. Aber auch das ist keine hinreichende Erklärung. Von wem würde Christus Davids Thron übernehmen, wenn der Thron schon viele Jahrhunderte vorher aufgehört hätte zu existieren? Außerdem hat Gott klar versprochen, er wolle den Thron in Salomo bestätigen: „Und ich will den Thron seines [Salomos] Königreichs bestätigen ewiglich.“ Er sagte nicht, er wolle ihn viele Jahrhunderte später in Chris­tus bestätigen bei dessen Wiederkunft. Das Possessivpronomen „seines“ bezieht sich auf Salomo, nicht auf Christus; schließlich sagte Gott ja: „Wenn er eine Missetat tut, will ich ihn … strafen“ (2. Samuel 7, 14).

Es gibt jedoch eine Schriftstelle, die die Frage, ab wann der Thron Davids ewig bestehen sollte, ein für allemal entscheidet: „Hört mir zu, Jerobeam und ganz Israel! Wisset ihr nicht, dass der Herr, der Gott Israels, das Königtum über Israel David gegeben hat [Vergangenheit!] ewiglich, ihm und seinen Söhnen durch einen Salzbund [mit „Salzbund“ ist ein ewiger Bund gemeint]?“ (2. Chronik 13, 4-5). Wir sehen also, dass die Bestätigung des Thrones schon in der Vergangenheit stattfand. Auch heißt es „Davids Söhne“, also Mehrzahl, nicht „Sohn“, wie es heißen müsste, wenn Christus gemeint wäre.

Bestätigt für alle Generationen

In Psalm 89 lesen wir folgendes: „Ich habe einen Bund geschlossen mit meinem Auserwählten, ich habe David, meinem Knechte, geschworen: Ich will deinem Geschlecht festen Grund geben auf ewig und deinen Thron bauen für und für.“ Die Elberfelder Bibel übersetzt noch deutlicher: „… und auf alle Geschlechter hin bauen deinen Thron.“ Der Thron Davids, auf ewig bestätigt, wurde für alle Generationen gebaut. Gott hat diesen Thron errichtet, angefangen mit David und Salomo. Die geschichtlichen Aufzeichnungen der Bibel reichen bis zum Jahre 585 v. Chr. – bis zu König Zedekia.

Aber dieser Thron wurde für alle Generationen bestätigt, ununterbrochen, auf ewig. Der Ausdruck „alle Geschlechter“ schließt die Generationen von Zedekia bis zur Geburt Christi und bis heute mit ein. Doch wer hat den Thron während dieser Jahrhunderte eingenommen?

Christus kann es nicht gewesen sein, das haben wir gesehen; sein Platz ist jetzt der Thron Gottes im Himmel (Offenbarung 3,21).

Und wie steht es mit der gegenwärtigen Generation? Wo gibt es heute einen Nachkommen Davids, der die ununterbrochene Kette von Königen fortsetzt und vom Thron Davids aus die Kinder Israels regiert?

Ist es verwunderlich, dass Männer wie Thomas Paine und Robert Ingersoll den Glauben an die Bibel verloren? Sie sahen diese bedingungslosen Verheißungen, konnten aber nicht sehen, wie sie gehalten wurden. Doch wenn wir etwas Geduld haben, werden wir es sehen.

Aber lesen wir zunächst weiter im 89. Psalm, angefangen mit Vers 29: „Ich will ihm [David] ewiglich bewahren meine Gnade, und mein Bund soll ihm fest bleiben. Ich will ihm ewiglich Nachkommen geben und seinen Thron erhalten, solange der Himmel währt.“

Hier ist von „Nachkommen“ die Rede. Das bedeutet eine ununterbrochene, aufeinanderfolgende Reihe von Söhnen, von Generation zu Generation. Diese „Nachkommen“ sind nicht ganz allgemein die Israeliten. Vielmehr ist hier die Rede von Davids Nachkommen bzw. Söhnen. Seine Söhne sollten Könige sein. David war von dem Stamme Juda, dem das Zepter verheißen war (nicht das Erstgeburtsrecht). Seine „Nachkommenschaft“ war die verheißene königliche Linie. Ganz offensichtlich ist im Psalm 89 buchstäblich seine Dynastie gemeint.

Hier ist die Rede von Generationen, in denen seine Kinder Gottes Gesetz nicht gehorchen und es verlassen. Wir kommen nun zu Vers 31-38: „Wenn aber seine Söhne mein Gesetz verlassen und in meinen Rechten nicht wandeln, wenn sie meine Ordnungen entheiligen und meine Gebote nicht halten, so will ich ihre Sünde mit der Rute heimsuchen und ihre Missetat mit Plagen; aber meine Gnade will ich nicht von ihm wenden und meine Treue nicht brechen. Ich will meinen Bund nicht entheiligen und nicht ändern, was aus meinem Munde gegangen ist. Ich habe einmal geschworen bei meiner Heiligkeit und will David nicht belügen: Sein Geschlecht soll ewig bestehen und sein Thron vor mir wie die Sonne, wie der Mond, der ewiglich bleibt, und wie der treue Zeuge in den Wolken.“

Weil sie nicht wissen, wo der Thron Davids heute steht, glauben viele religiöse Menschen, dass dieser Bund wohl doch an Bedingungen geknüpft gewesen sein müsse. Sie glauben, dass der Bund gebrochen wurde, weil die Israeliten Gott nicht gehorsam waren. Diese Annahme ist jedoch falsch. Gott sagte ganz eindeutig: Wenn die Israeliten ungehorsam sind und das Gesetz übertreten, dann werden sie für ihre Übertretung bestraft – jedoch nicht dadurch, dass Gott seinen Bund mit David bricht.

Manche meinen, Christus habe nach seiner Auferstehung den Thron Davids eingenommen. Das ist aber nicht der Fall. Statt dessen wurde er gekreuzigt, wieder auferweckt und fuhr in den Himmel auf. Doch erst in der Zukunft wird er kommen, und zwar schon bald, um den Thron Davids einzunehmen als König aller Könige und Herr aller Herren. Wie aber könnte Jesus Christus, wenn er zur Erde zurückkehrt, einen Thron übernehmen, der schon vor langer Zeit aufgehört hat zu existieren? 

Wird fortgesetzt...

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