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Das oberste Stockwerk im Turm

CHANDAN KHANNA/AFP VIA GETTY IMAGES

Das oberste Stockwerk im Turm

„Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche“ – 1. Mose 11, 4

Das Projekt ist unvorstellbar groß. Es erstreckt sich über ganze Stadtteile und darüber hinaus. Es besteht aus Billionen von Teilen, die sich zu einer gewaltigen menschlichen Leistung zusammenfügen. Seine Masse hat gigantische Ausmaße, seine Höhe ist überwältigend und es wächst weiter. Es ist ein Projekt, das am besten nicht in Metern, Meilen oder Megatonnen gemessen wird, sondern in Menschenleben.

Dies ist eine Beschreibung des Turmbaus zu Babel aus 1. Mose 11, die vielleicht in bekannten Illustrationen wie denen von Peter Bruegel dem Älteren und anderen einigermaßen akkurat wiedergegeben wird.

Aber es ist auch eine Beschreibung der menschlichen Zivilisation selbst, Generation auf Generation, Stufe auf Stufe, Leben auf Leben. Die oberste Etage ist die neueste: eine aktive Schicht aus Material, Technologie und menschlicher Aktivität. Von hier aus hat man eine spektakuläre Aussicht. Wenn man wie aus dem Fenster eines Flugzeugs auf die Wolken und die Welt darunter blickt, kann man gar nicht anders, als von der Zivilisation geblendet zu sein, die einen solchen Aussichtspunkt geschaffen hat.

Wie das läuft? Schauen Sie hinein.

Drinnen sind die Arbeiter. Drinnen sind ihre Aufseher. Drinnen ist das menschliche Leid, das wir selbst verursacht haben.

Eine Generation nach der anderen hat sich ihre Eliten über sich gesetzt und unter ihnen gelitten, die Mauern, die Bögen, die Balken der menschlichen Geschichte errichtet und sie mit einem Leben in Unwissenheit, Verwirrung, Armut und Reichtum, Versagen, Sinnlosigkeit, Angst, Streit, Mord und Selbstmord, Gewalt und Krieg aufgetürmt. Wenn das Leid der Massen eine Bruchstelle erreicht, sind neue Eliten entstanden und haben die Massen in neue Aufgaben gedrängt – und neues Leid gebracht. Die Ebenen unter uns sind natürlich katastrophal, aber wir häufen einfach mehr von selbigem an und bauen weiter. Das ist nicht so sehr eine Metapher. Das ist der Zustand des Menschen.

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Das ist die eigentliche Natur des Menschen. Keine noch so große Unterdrückung, kein Leid und kein Tod hat uns davon abgehalten, unseren eigenen menschlichen Willen zu verehren. Wir üben unseren Willen auf die weniger Mächtigen aus, und der Wille der Mächtigeren wird von unseren Häuptlingen, Königen, Politikern, Diktatoren und anderen Aufsehern auf uns ausgeübt. Wir unterdrücken, plündern, stehlen, entmenschlichen und schlachten Hunderte, Tausende und Millionen ab, weil wir unumstößlich an dem Glauben festhalten, dass der Mensch sich selbst regieren kann. Schließlich sagen wir: Seht euch nur unseren Turm an.

Die Menschen scheinen von der – wenn auch unbewussten – Überzeugung getrieben zu sein, unabhängig von unserem Schöpfer zu handeln – dass Er uns vielleicht sogar vernichten will und dass wir es gemeinsam tun müssen, wenn wir Seiner Strafe entgehen wollen; wir müssen uns unseren menschlichen Zuchtmeistern unterordnen und diesen Turm bauen. Wir werden auf unsere eigene Weise leben. Wie weit werden wir mit diesem Glauben kommen? Bis ins Grab.

Hier, im obersten Stockwerk, genießen wir die Aussicht. Aber in diesem Spätstadium des Baus schwankt das Bauwerk unkontrolliert – weil nicht lotrecht und nicht waagerecht, aber dennoch immer höher gebaut!

Unsere Eliten – und wir – sind dabei, die wenigen starken Säulen, die unser Schöpfer uns gegeben hat und die noch stehen, aktiv zu zerstören: Mann und Frau, Eltern und Kinder, Ideale menschlicher Freiheit und Verantwortlichkeit. Es wird immer deutlicher, dass wir und unsere Eliten hoffnungslos unterqualifiziert sind, um unser eigenes Leben, geschweige denn eine Zivilisation aufzubauen. Todernste Welteliten sagen uns jetzt, dass wir unsere Gesichter bedecken sollen (in Nachahmung unseres Schöpfers); drinnen bleiben sollen; unsere Körper Injektionen und anderen medizinischen Vorschriften unterwerfen sollen; Insekten statt Fleisch essen sollen; wie in Bienenwaben leben sollen; Kriminelle ungestraft lassen sollen; Lügen über die ferne und jüngste Vergangenheit glauben sollen; unsere Freiheit verwirken; keine Häuser, Fahrzeuge oder anderes persönliches Eigentum besitzen; Überwachungsgeräte dulden, tragen, einnehmen oder implantieren; den Verstand und die Sexualität unserer Kinder verwirken; überhaupt keine Kinder haben, bevor oder nachdem sie gezeugt wurden; keine Familie haben; unsere Nationalitäten aufgeben und schließlich die Erde ganz verlassen. Keine Privatsphäre, keine Freiheit, kein Eigentum, keine Familie, kein Mann und keine Frau, kein Land, keine Erde – keine Wahl.

Wir könnten glauben, dass unser Schöpfer uns zu einem anderen Zweck geschaffen hat, als uns zu zerstören. Wir könnten uns Seiner gelegentlichen Bestrafung unterwerfen, um das Potenzial, für das Er den Menschen geschaffen hat, besser auszuschöpfen, und nach Seinem Willen leben. Stattdessen glauben wir, dass man Ihm widerstehen oder Ihn ganz verleugnen muss, und wir müssen uns stattdessen der Bestrafung, dem Willen und der Entmenschlichung radikaler, zerstörerischer, wahnsinniger Eliten unterwerfen, die uns nicht als Kinder Gottes, sondern fast buchstäblich als Ameisen betrachten.

Öffnen Sie Ihre Augen. Unser Schöpfer enthüllt uns den grundlegenden Fehler nicht nur einer bestimmten politischen Partei oder Ideologie oder Klasse, sondern der menschlichen Zivilisation selbst. Es ist an der Zeit, diesen Turm als das zu sehen, was er wirklich ist.

GEHEIMNIS DER ZEITALTER

Haben Sie sich schon einmal gefragt: Wer bin ich? Was bin ich? Wozu bin ich? Sie selbst sind ein Geheimnis. Die Welt, Ihr Lebensraum, ist ein Rätsel. Eins, das Sie jetzt verstehen können.