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Luke Stackpoole/Unsplash

Das Geheimnis Israels (Siebter Teil)

Geheimnis de Zeitalter - Kapitel Fünf

Fortgesetzt von Das Geheimnis Israels (Sechster Teil)

Die USA sind Manasse

Aus den prophetischen Segnungen, die der sterbende Jakob aussprach, ist ersichtlich, dass Ephraim und Manasse das Geburtsrecht zunächst als „Gemeinschaftserbe“ empfangen sollten; dass sie lange Zeit zusammenbleiben und sich erst später trennen sollten.

In 1. Mose 48 gibt Jakob zunächst beiden Söhnen Josephs gemeinsam das Geburtsrecht, spricht von beiden gemeinsam. Dann schließlich spricht er von jedem einzeln: Manasse sollte zu einer einzigen großen Nation, Ephraim zu einer Nationengemeinschaft („Menge von Völkern“) werden.

Und in seiner Prophezeiung für die Endzeit sagt Jakob: „Joseph wird wachsen, er wird wachsen wie ein Baum an der Quelle, dass die Zweige emporsteigen über die Mauer“ (1. Mose 49, 22). Mit anderen Worten: Joseph – das heißt Ephraim und Manasse gemeinsam – sollte in der Endzeit zu einem Volk von Kolonisatoren werden, ihre Kolonien sollten sich von den Britischen Inseln aus „verzweigen“ über die ganze Welt.

Gemeinsam wuchsen Ephraim und Manasse zu einer „Menge“ heran und trennten sich dann, wie in Jakobs Segen (1. Mose 48) vorausgesagt. Diese Völker haben diese Prophezeiung erfüllt.

Wie kann aber Amerika mit Manasse identisch sein, wo doch ein Großteil der US-Bevölkerung gar nicht aus England, sondern aus anderen Ländern eingewandert ist? Die Antwort: Ein großer Teil von Manasse blieb bei Ephraim bis zur Abtrennung des neuen England (Neuengland). Aber unsere Vorfahren sollten durch viele Nationen „gesiebt“ werden, ohne dass etwas zur Erde fällt bzw. verlorengeht (Amos 9, 9). Und sie sind durch das Sieb vieler Nationen gegangen. Ephraim und teils auch Manasse sind bis nach England gelangt, aber viele Angehörige des Stammes Manasse waren vorher schon in anderen Nationen „hängengeblieben“, wie in einem Sieb, bis sie dann in die von England unabhängig gewordenen USA auswanderten. Das heißt nicht, dass alle US-Einwanderer restlos von Manasse abstammen, aber bei vielen ist es sicherlich der Fall. Schon das alte Israel hatte Fremdlinge aufgenommen, die dann durch das Leben in Israel allmählich als Israeliten eingebürgert worden waren.

So sind die USA dann auch zum „Schmelztiegel“ der Welt geworden. Dies ist keine Widerlegung der Manasse-Abstammung, sondern vielmehr eine Bestätigung. Manasse sollte sich von Ephraim trennen und zur größten und mächtigsten Einzelnation auf Erden werden. Nur Amerika ist dieser Prophezeiung gerecht geworden. Manasse war eigentlich ein dreizehnter Stamm. Zwölf Stämme gab es ursprünglich. Einer davon war Joseph. Seit sich nun Joseph in zwei Stämme spaltete und Manasse zur unabhängigen Nation wurde, kann man durchaus von einem dreizehnten Stamm sprechen.

Kann es Zufall sein, dass Manasse bei seiner Nationwerdung aus dreizehn Kolonien bestand?

Wie verhält es sich nun mit den anderen Stämmen der „verlorenen zehn“? Zwar ist das Geburtsrecht auf Joseph übergegangen und seine Segnungen sind über das Britische Commonwealth und die Vereinigten Staaten von Amerika gekommen, doch auch die anderen acht Stämme zählen zu Gottes auserwähltem Volk Israel. Auch sie sind materiellen Wohlstands teilhaftig geworden – freilich nicht der beherrschenden Stellung des Geburtsrechts.

Für eine detaillierte Aufschlüsselung der Identität der einzelnen Stämme in der heutigen Welt fehlt hier der Platz. Gesagt sei nur: Es gibt hinreichende Indizien, dass die anderen acht Stämme in den nordwesteuropäischen Ländern Holland, Belgien, Dänemark, Nordfrankreich, Luxemburg, Schweiz, Schweden und Norwegen aufgegangen sind. Die Bewohner Islands stammen von den Wikingern ab. Die heute in Europa existierenden Grenzen fallen nicht unbedingt mit den Ausbreitungsgebieten der damaligen Stämme Israels zusammen.

Prophezeiungen für USA und Grossbritannien für unsere Zeit

Gott hat die englischsprachigen Völker in beispiellosem Maß materiell gesegnet. Nun aber weist Gott sie zurecht und er wird ebenso beispiellose Katastrophen auf sie kommen lassen, damit sie diese Segnungen mit Freude annehmen mögen! Viele Prophezeiungen sagen dies!

Ein weiterer wichtiger Beweis für die heutige Identität Israels ist eine sehr deutliche und genaue Prophezeiung aus dem Buch (Micha 5, 6-14), die von den „Übriggebliebenen“ Israels spricht – dem modernen Israel, wo immer es auch ist. Detailliert beschreibt sie Aufstieg, Reichtum und Macht, dann aber auch den Untergang der US-amerikanischen und der Commonwealth-Völker!

„Und es werden die Übriggebliebenen aus Jakob [nicht die Juden] unter vielen Völkern [Nationen] sein wie Tau vom Herrn, wie Regen aufs Gras, der auf niemand harrt noch auf Menschen wartet“ (Vers 6). Tau und Regen sind für die Bodenfruchtbarkeit unverzichtbar und sind ein Symbol nationalen Segens und Reichtums von Gott.

Und weiter: „Ja, die Übriggebliebenen aus Jakob werden unter den Heiden inmitten vieler Völker sein wie ein Löwe unter den Tieren im Walde, wie ein junger Löwe unter einer Herde Schafe, dem niemand wehren kann, wenn er einbricht, zertritt und zerreißt“ (Vers 7).

Hinter dieser Symbolik steht die letzte Generation Israels – Großmacht, als Löwe unter den Weltnationen.

„Denn deine Hand wird siegen gegen alle deine Widersacher, dass alle deine Feinde ausgerottet werden“ (Vers 8). Sieg über die Feinde durch das Erstgeburtsrecht – das hat sich für England und Amerika bewahrheitet von etwa 1800 an, über den ersten und zweiten Weltkrieg bis zum Wendepunkt des Koreakrieges Ende 1950.

Seit damals werden nun Amerika und England diese Segnungen deutlich sichtbar wieder entzogen – weder Amerika noch Großbritannien haben in dieser Zeit in irgendeinem größeren Konflikt gesiegt!

Die Prophezeiung zeigt auch, dass wir nicht nur Segen von Gott empfangen, sondern gleichzeitig auch ein Segen für andere Völker sein sollten – denn unsere Völker sind es gewesen, die immer wieder andere Nationen gerettet haben, durch den Marshallplan, das Vierpunkte-Programm, die Fortschrittsallianz, die Getreide-Großexporte in hungerleidende Länder.

Das Hoover-Programm sorgte für Einlagerung riesiger Nahrungsvorräte nach dem ersten Weltkrieg. Millionen Menschen in anderen Ländern wurde dadurch das Leben gerettet!

Der Joseph des Altertums hat Getreide- und Nahrungs­vorräte angelegt und sie anderen zugänglich gemacht. Auch der moderne Joseph hat das getan. Aber: Sie sind halsstarrig und rebellieren gegen Gott und sein Gesetz, während deren Vorvater Joseph Gott von ganzem Herzen diente und gehorchte.

Diese Völker sind es, die wie ein „Löwe“ unter den anderen Nationen der Erde gewesen sind – die in zwei großen Welt­kriegen den Frieden der Welt gerettet haben, die Beständigkeit für das menschliche Leben auf diesem Planeten!

Plötzliche Zerstörung

Gleich anschließend sagt Gott in dieser Prophezeiung aber: „Zur selben Zeit, spricht der Herr, will ich deine Rosse [Panzer, Schiffe, Raketen] ausrotten und deine Wagen zunichte machen und will die Städte deines Landes vernichten [mit Wasserstoffbomben?] und alle deine Festungen zerbrechen“ (Vers 9-10). Alle Festungen, wohlgemerkt.

Gott sagt, dass er das tun wird! Gott bestimmt den Ausgang von Kriegen (Psalm 33, 10-19).

Klarer kann es wohl nicht mehr gesagt werden! Hier identifiziert Gott die großen Völker auf Erden, welche die reichsten, mildtätigsten, mächtigsten sind – und auf dem Zenit ihrer Macht bricht er plötzlich ihren Stolz (siehe 3. Mose 26, 19), zerstört ihre Kriegsmittel, vernichtet ihre Städte! Weshalb?

Weil, wie der Prophet erklärt, bei ihnen zuviel „Zauberei“ und zu viele „Zeichendeuter“ (Astrologen) und zu viele falsche Prediger zu finden sind, die nicht autoritativ die Gebote und Wege des lebendigen Gottes verkünden!

Auf Amerikas Geldmünzen steht: In God We Trust. Aber sie vertrauen lieber auf ausländische Verbündete und auf ihren eigenen menschlichen Einfallsreichtum.

Betrug an Gott

Gott hat ein finanzielles Gesetz für unsere Nationen. Er sagt: Zehn Prozent des Gewinns, d.h. des Bruttoeinkommens eines jeden, gehört Gott zur Verwendung für seine Zwecke und sein Werk.

Maleachi 3, 8-10: „Ist’s recht, dass ein Mensch Gott betrügt, wie ihr mich betrügt! Ihr aber sprecht: ,Womit betrügen wir dich?‘ Mit dem Zehnten und der Opfergabe! Darum seid ihr auch verflucht; denn ihr betrügt mich allesamt. Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der Herr Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle.“

Nach dem Jahr 1800 gelangte die englischsprachige Welt zu Wohlstand wegen Abrahams Gehorsam und Gottes unverbrüchlicher Zusage an ihn. Im Genuss dieser individuellen und nationalen Prosperität sündigen sie nun aber, indem sie Gott betrügen. Das hat einen Fluch über diese Nationen gebracht. Sie haben ihren letzten Kieg gewonnen. Jetzt steht ihnen nur noch Not bevor – bis sie bereuen.

Gott betrachtet den Zehnten als heilig (3. Mose 27, 30). Auch Gottes Sabbat, der siebente Tag jeder Woche, ist ihm heilig. Aber sie machen keinen Unterschied zwischen heilig und unheilig (Hesekiel 22, 26).

Sünde wird gesellschaftsfähig

Wir begehen individuelle und kollektive Sünden, und solche Sünden sind gesellschaftsfähig geworden.

Anfang 1927, als ich meine ersten biblischen Forschungen durchführte, die zu meiner Bekehrung führten, besuchten meine Frau und ich viele verschiedene Kirchen. Ich forschte nach Wahrheit. Eines Sonntags gingen wir zum Morgengottesdienst in eine führende Baptistenkirche in Portland (Oregon). Dort war eine Art Umfrage gemacht worden, bei der man eine hübsche neue Bibel gewinnen konnte. Die Frage hieß: „Welches ist die allgemeinste Sünde?“ Und die richtige Antwort: „Undankbarkeit.“

Gewiss, dies ist eine sehr verbreitete Sünde. Ebenfalls sehr verbreitet und eine der ältesten ist Missbrauch der Sexualität. Prostitution nennt man ja oft das „älteste Gewerbe der Welt“.

Satan hat kräftig daran mitgewirkt, dass diese Sünde noch weit mehr um sich greifen konnte, als allgemein angenommen. Satan selbst ist geschlechtslos. Er neidet dem Menschen die Sexualität, mit der ihn Gott ausgestattet hat. Deshalb verführt er den Menschen gerade im sexuellen Bereich zu besonders universalem und zerstörerischem Sündigen.

Im sogenannten „Kirchenzeitalter“ in der römisch-katholischen Lehre, und in England und den USA seit viktorianischen Zeiten, war Sexualität mit großen Tabus belegt, man „sprach nicht darüber“. Satan sorgte dafür, dass Sex als „schandbar“ und böse galt, als Thema, das man nicht in den Mund nahm. Das änderte sich um die Jahrhundertwende mit Sigmund Freud, dem Begründer der Psychoanalyse. Bis zum ersten Weltkrieg war es in den USA noch so, dass man keine Sexualaufklärung publizieren, ja nicht einmal verkaufen und ausleihen durfte. Nach dem ersten Weltkrieg fielen diese Schranken. Eine Lawine von Büchern, Informationsschriften, Presseartikeln ergoss sich über die Menschen. Bei all dem fehlte jedoch die wichtigste, grundlegendste Dimension.

Fortgesetzt in Das Geheimnis Israels (Achte Teil)

De Moa