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Kevin Delvecchio/Unsplash

Das Geheimnis des Menschen (Zweiter Teil)

Geheimnis de Zeitalter - Kapitel Drei

Fortgesetzt von Das Geheimnis des Menschen (Erster teil)

Der Mensch: nach dem Bilde Gottes

Zur Vorbereitung der Erde auf die Erschaffung des Menschen erneuerte Gott das „Antlitz“ der Erde: „Lässt du ausgehen deinen Odem (oder: Geist), so werden sie geschaffen, und so erneust du das Antlitz der Erde“ (Psalm 104, 30, Menge Übers.).

Zurück zur Schöpfungsgeschichte. Die Erde war wüst und leer geworden, „und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser“ (1. Mose 1, 2).

Das erste, was Gott tat, war, die Finsternis zurückzuverwandeln zum Licht, Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands: „Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht“ (Vers 3).

So erneuerte Gott in sechs Tagen das Antlitz der Erde (hierbei handelt es sich nicht um die Urschöpfung, sondern um das Wiederherstellen des verlorenen Ursprungszustands), um sie vorzubereiten auf die Erschaffung des Menschen!

Gott schied das Festland vom Meer. Auf dem Land schuf er dann das pflanzliche Leben, dann Leben im Wasser – tierisches Leben. Im hebräischen Urtext, den Mose schrieb, werden die Vertebraten in Vers 20, 21 und 24 näpäsch genannt. Die Übersetzer haben das korrekt mit „lebendiges Getier“ ins Deutsche übertragen. In 1. Mose 2, 7 wird näpäsch (in älteren Übersetzungen) jedoch fälschlich oder missverständlich mit „Seele“ wiedergegeben, weil man sich den Menschen mit einer Seele ausgestattet dachte. Dabei heißt näpäsch lediglich „tierisches Leben“, bezeichnet lediglich organisches Leben, nicht Geist.

Wiederum war die Erde nun eine vollkommene, aber noch unvollendete Schöpfung – eine Schöpfung, die noch zum Abschluss geführt werden musste.

Wie bereits gesagt, unterliegt allem Schaffen Gottes ein Zweiheitsprinzip. Man könnte dies mit dem Backen einer Torte vergleichen. Der Tortenboden kommt fertig aus dem Ofen, aber der Belag fehlt noch – das, was die Torte verschönert und vollendet.

Gott setzte Luzifer und seine Engel auf die Erde. Er wollte, dass sie die Erdschöpfung zum Abschluss führten, die Erde verschönerten, erschlossen, vollendeten. Doch die Engel sündigten und brachten damit Chaos, Verwüstung und Finsternis über diesen Planeten.

Nun erneuerte Gott das Antlitz der Erde für den Menschen – den Gott nachgestalteten Menschen, der auch dem Charakter nach Gottes Ebenbild werden sollte. Nun sollte der Mensch die Erdschöpfung verschönern, vollenden, zum Abschluss führen – sollte veredelnd Anteil haben am Schöpfungsprozess. Doch der Mensch hat nahezu alles, was er auf Erden in die Hand und in seinen Einfluss bekam, besudelt, verschmutzt, verdorben, zugrunde gerichtet.

Der Zweck des Menschen auf Erden

Wozu hat der Schöpfergott nun den Menschen auf die Erde gesetzt? Zum hohen Zweck der Selbstvermehrung Gottes – zur Ausweitung seiner selbst gewissermaßen, zur Erschaffung gerechten göttlichen Charakters in – letztlich – unzähligen Millionen gezeugter und geborener Kinder, die Gottwesen werden sollen, Mitglieder der Gottfamilie.

Der Mensch sollte die vorgefundene Erde erschließen, ihre Erschaffung vollenden (dieser Aufgabe hatten sich die sündigen Engel bewusst verweigert) und dadurch die Herrschaftsordnung Gottes wiederherstellen, mit Gottes Lebensprinzipien, gleichzeitig dabei auch die Erschaffung des Menschen abschließen, und zwar durch Heranbildung heiligen, gerechten, göttlichen Charakters mit Zustimmung des Menschen.

Hat der Mensch diesen vollkommenen gerechten Charakter erworben und ist er der Mensch von sterblichem Fleisch zu unsterblichem Geist verwandelt, soll sich das unglaubliche Potential des Menschen erfüllen – er soll hineingeboren werden in die Gottfamilie, soll die Regierung Gottes auf Erden wiedererrichten und dann teilhaben an der Vollendung der Schöpfung des ganzen gewaltigen Universums! Dieses unglaubliche Potential des Menschen soll in diesem Buch in allen Einzelheiten erläutert werden. Gott wird sich dann vermehrt haben – millionen – und abermillionenmal!

So sprach Gott (Elohim) am sechsten Tag jener (Neu-) Schöpfungswoche: „Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei …“ (1. Mose 1, 26).

Der Mensch ist so beschaffen, dass er (mit eigener Einwilligung) ein besonderes Verhältnis zu seinem Erschaffer eingehen kann! Er ist, nach Form und Gestalt, Gott nachgeschaffen. Es wurde ihm ein Geist gegeben (Geist-Substanz), um diese Beziehung möglich zu machen. Dazu gleich noch Näheres.

Die Seele ist sterblich

Aber: Gott schuf den Menschen aus Materie! Dies war für die krönende Schöpfertat, die Gott vorhatte, unumgänglich.

„Da machte Gott der Herr den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen (in alten Übersetzungen: lebendige Seele)“ (1. Mose 2, 7). Der Mensch, geformt aus stofflicher Erde vom Acker, wurde eine Seele. Da steht nicht, dass der Mensch eine unsterbliche Seele ist oder hat, sondern: Das aus Materie, aus Erde Geformte wurde eine Seele.

Für das Wort „Seele“ steht im hebräischen Urtext, den Mose niederschrieb, näpäsch, was lediglich atmendes Tier bedeutet. Dreimal kommt näpäsch im ersten Kapitel der Genesis vor:
Vers 20: „lebendiges Getier“ (näpäsch). Vers 21: „große Walfische und alles Getier, das da lebt“ (näpäsch), Vers 24: „lebendiges Getier“ (näpäsch). Und in 1. Mose 2, 7 ist dasselbe Wort (näpäsch) das nur organisches Leben bezeichnet, als „Seele“ übersetzt worden.

Die Seele ist daher physisch, materiell beschaffen und kann sterben. Diese Wahrheit wird nur von sehr wenigen Glaubensgemeinschaften und wahrscheinlich von keiner anderen Religion geglaubt – ein weiterer Beweis für die Identität der einen wahren Kirche Gottes!

Wie der menschliche Verstand funktioniert

Wir kommen nun zu einer weiteren Wahrheit, die, so weit mir bekannt ist, nur die eine wahre Kirche kennt.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie der ungeheure Unterschied zwischen Menschenverstand und Tierhirn zustande kommt? Übrigens ist dies ein weiterer Beweis für die Unrichtigkeit der Evolutionstheorie!

Das Hirn der höheren Wirbeltiere unterscheidet sich in Form und innerer Beschaffenheit kaum vom Menschenhirn. Das Gehirn des Wals, des Elefanten, des Delphins ist sogar größer – das des Schimpansen fast so groß. Und doch erbringt das Menschenhirn eine unvergleichlich höhere Leistung. Nur wenige wissen, warum!

Viele Schriftstellen zeigen, dass es einen Geist im Menschen gibt. Geist ist nicht Materie, aber der Mensch ist Materie. Ich nenne diesen Geist, um ihn vom Heiligen Geist Gottes zu unterscheiden, den „menschlichen“ Geist. Gleichwohl ist er Geist und nicht Materie.

Dieser „menschliche“ Geist verleiht dem organischen Menschenhirn die Kraft des Intellekts. Der Geist kann nicht sehen, hören, schmecken, riechen und fühlen. Das Gehirn sieht durch das Auge, hört durch das Ohr usw. Der „menschliche“ Geist kann auch nicht selber denken. Das Organ „Gehirn“ denkt.

Welche Funktion hat dann dieser „menschliche“ Geist? Er ist keine „Seele“. Aber er verleiht erstens dem menschlichen Gehirn die Kraft des Intellekts, das heißt Denkvermögen, die höheren menschlichen Fähigkeiten; und er ist zweitens das von Gott dem Menschen eingeschaffene Mittel, das eine persönliche Beziehung zwischen Mensch und Gott möglich macht.

Fortgesetzt in Das Geheimnis des Menschen (Dritter Teil)

De Moa