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Michal Bar Haim/Unsplash

Das Geheimnis des Menschen (Sechster Teil)

Geheimnis de Zeitalter - Kapitel Drei

Fortgesetzt von Das Geheimnis des Menschen (Fünfter Teil)

Eine Welt gefangengehalten

Von diesem Augenblick an hatte Satan gewissermaßen Adam geistlich gekidnappt und seine gesamten Nachkommen unterliegen seither dieser Fesselung durch Satan.

Gott hätte Adam sonst die göttlichen Lebensprinzipien offenbart – das geistliche Gesetz Gottes. Dieses Gesetz ist der Weg selbstloser Liebe – aber es wäre „die Liebe Gottes gewesen, „ausgegossen in unser (menschliches) Herz durch den Heiligen Geist“ (Römer 5, 5). Menschliche, natürliche, fleischliche Liebe kann nicht das heilige Gesetz erfüllen.

So wie das im Mutterleib gezeugte Menschenkind erst wachsen und geburtsreif werden muss, so muss auch der geistgezeugte Christ erst „wachsen“, und so hätte auch Adam erst „wachsen“ müssen.

Allerdings in direkter Verbindung, in direktem Kontakt zu Gott.

Ich möchte das mit der Nabelschnur vergleichen, die Mutter und Kind verbindet, der Nabelschnur, die das Kind während der Schwangerschaft nährt und ihm Leben gibt. Gottes Geist-Leben wird dem Christen durch den Heiligen Geist zuteil. Durch den Heiligen Geist erschließt sich ihm auch – von Gott kommend – die geistliche Erkenntnisdimension (1. Korinther 2, 10). Volles Verständnis des göttlichen Gesetzes (seiner Lebensprinzipien) wird von Gott mittels des Heiligen Geistes gegeben. Doch das Gesetz Gottes verlangt Handeln, verlangt Tun, und Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes Gottes (Römer 13, 10), und es kann nur durch Gottes eigene Liebe erfüllt werden (Römer 5, 5).

Adam hätte mithin die tiefe geistliche Erkenntnis besessen, um nach Gottes Prinzipien zu leben, und ihm wäre auch die göttliche Liebe gegeben worden, die allein das vollkommene Liebesgesetz zu erfüllen und in die Praxis umzusetzen vermag.

Auch hätte er durch den Geist Gottes den Glauben Gottes empfangen. Er hätte Wissen, Orientierung und Hilfe von Gott empfangen. Er hätte darauf vertraut, dass Gott in Fragen, die über seine Kraft gingen, eingreift. In solchen Fragen tut Gott übernatürlich für uns, was wir nicht selbst für uns tun können. Mit anderen Worten: Gott kämpft für uns.

Ablehnung von Gottes Gesetz und Herrschaftsordnung

Doch Adam entschied sich für eine andere Art von Erkenntnis – er maßte sich selbst die Erkenntnis des Guten und Bösen an. Er vertraute ganz auf sich selbst – sowohl was die Erkenntnis als auch was die Kraft betraf, die Erkenntnis praktisch zu verwirklichen. Er verwarf Gottvertrauen und wählte den Weg des Selbst-Vertrauens. Die einzige Gerechtigkeit, die er erwerben konnte, war Selbstgerechtigkeit, und die gilt nichts vor Gott.

Adam und Eva aßen vom Baum der „Erkenntnis des Guten und Bösen“. Davon essen hieß Selbstanmaßung der Erkenntnis dessen, was gut und böse ist – hieß eigenmächtige Entscheidung darüber, was richtig und was Sünde ist. Und das wiederum bedeutet, dass sie Gottes Gesetz verwarfen, das für sie das Richtige und das Falsche definierte.

Der herrliche Erzengel Luzifer, wie Gott ihn ursprünglich geschaffen hatte, verkörperte den Gipfelpunkt dessen, was Gott einem Einzelwesen einzuschaffen vermochte. Nur wenige sind sich heute der – jetzt ins Verderbliche, Böse gewendeten – großen Macht Satans bewusst. Offenbar hat Adam ihn völlig unterschätzt.

An Adam kam der listige Satan heran durch Eva, Adams Frau. Er sagte nicht: „Wähle meinen Weg!“ Er trat als listige Schlange auf, betrog und verführte die Frau.

Er weckte in ihr Zweifel an Gottes Glaubwürdigkeit. Weckte Ressentiments, Gefühle, ungerecht behandelt zu werden; verführte sie dazu zu glauben, Gott sei unfair, selbstsüchtig. Leise weckte er Eitelkeit in ihr. Er verleitete sie zu dem Glauben, es sei richtig, von der verbotenen Frucht zu essen.

Adam, nicht verführt, tat es gleichwohl seiner Frau nach. Mit ihr maßte er sich die Entscheidung darüber, was richtig und was falsch ist, selber an – schenkte damit Gott keinen Glauben mehr, verwarf Gott als Erlöser und Herrscher – verwarf Gott als Quell offenbarter Grunderkenntnis. Er glaubte und folgte Satans Weg!

Urteilsspruch über Adams Welt

Als Gott den Menschen aus dem Garten Eden vertrieb und ihm die Rückkehr versperrte, damit er nicht in Sünde das ewige Leben erlangte (1. Mose 3, 22–24), sprach Gott ein Urteil aus.

Gott sagte dem Sinne nach: „Ihr habt es so haben wollen für euch selbst und für die Welt eurer Nachkommen. Ihr habt mich als Quell der Grunderkenntnis verworfen – ihr habt meine Kraftquelle des Heiligen Geistes verworfen, gerecht zu leben – ihr habt gegen mein Gebot und gegen meine Ordnung rebelliert – ihr habt den ‚nehmenden‘ Weg Satans gewählt. Deshalb verurteile ich euch und die Welt, die ihr zeugen werdet, dazu, 6000 Jahre von Gott getrennt und ohne seinen Geist zu sein – ausgenommen die paar, die ich eigens berufen werde. Und diese wenigen werden zu besonderen Aufgaben berufen werden, die das Reich Gottes vorbereiten. Diese werden tun müssen, worin du versagt hast – Satan zu überwinden, seine Wege abzulehnen und ihnen zu widerstehen und den Wegen meines geistlichen Gesetzes zu folgen.

So geht nun hin, Adam, du und deine Nachkommen, die ihr die Welt gestalten werdet: Sammelt eure eigenen Erkenntnisse. Entscheidet für euch selbst, was gut und was böse ist. Bringt eure eigenen Bildungssysteme hervor, eure eigenen Mittel, Wissen auszubreiten, irregeleitet von eurem Gott Satan. Formt eigene Gottesbilder, eigene Religionen, eigene politische Systeme, eigene Lebensstile, eigene Gesellschaftsformen und Kulturen. In alledem wird Satan eure Welt verführen mit seiner Haltung der Ich-Bezogenheit, der Eitelkeit, Wollust und Habgier, der Eifersucht und des Neides, des Konkurrierens und Haderns, der Gewalt und der Kriege, der Auflehnung gegen mich und mein Gesetz der Liebe.

Hat nun die Welt eurer Nachkommen die Erfahrung von 6000 Jahren des menschlichen Leidens, der Angst, Frustration, Niederlage und des Todes gesammelt, und ist sie zu der Erkenntnis gekommen, wie hoffnungslos die Lebensweise ist, die ihr gewählt habt, dann werde ich eingreifen. Mit übernatürlicher göttlicher Macht werde ich die Weltherrschaft übernehmen. Durch Umerziehung werde ich eine glückliche Welt des Friedens schaffen. Allen, die bereuen, werde ich dann das ewige Heil anbieten. Nach Ablauf von tausend Jahren in dieser glücklichen Welt, die kommen wird, werde ich alle vom Tod zum irdischen Leben auferwecken, die in den bisherigen 6000 Jahren als Unberufene gestorben sind. Dann wird ihr Gericht kommen. Und auch sie erhalten, wenn sie bereuen und glauben, die Chance auf ewiges Leben.

In den 6000 Jahren Gottferne werden sie noch nicht in Ewigkeit gerichtet. Allerdings, was sie zu Lebzeiten säen, das werden sie ernten. Aber wenn ich ihnen das ewige Heil zugänglich mache, wird kein Satan mehr dasein, der sie hindern oder verführen könnte – kein Satan, den sie überwinden müssten. Die wenigen, die in diesen 6000 Jahren berufen wurden, müssen sich gegen Satans Einfluss wehren und ihn überwinden. Aber diese Überwinder werden dann mit mir auf meinem Thron sitzen und unter mir Macht haben, alle Nationen unter meiner Oberherrschaft zu regieren.“

Fortgesetzt in Das Geheimnis des Menschen (Siebter Teil)

De Moa