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Jude Beck/Unsplash

Das Geheimnis des Menschen (Neunter Teil)

Geheimnis de Zeitalter - Kapitel Drei

Fortgesetzt von Das Geheimnis des Menschen (Achte Teil)

Gott ist nicht ungerecht

Gott wäre höchst unfair gewesen, hätte er das zugelassen! Der Mensch mit all seinen Sünden – und durch gewohnheitsmäßiges Begehen noch verstärkte Sünden! – wäre unsterblich geworden: hätte ewig gelebt und ewig die seelischen, geistigen und physischen Qualen leiden müssen, die Sünde über ihn bringt!

Dem Menschen ist anscheinend nicht klar, dass er jetzt Sklave der Sünde ist, dass Sünde ihn von Gott dem Vater getrennt hat. Nur wenige verstehen, dass wir durch den Tod Christi nicht gerettet sind. Durch seinen Tod werden wir mit Gott dem Vater versöhnt; gerettet werden wir durch sein Leben (Römer 5, 10). Der Mensch erkennt nicht, dass nur echte Reue – Abkehr von Sünde – und der lebendige Glaube Jesu Christi ihn von dieser Strafe befreien kann! Sünde versklavt! Sünde quält! Sie bringt Not, Gewissensbisse, Schmerz. Sie schlägt den Menschen mit Krankheit und Gebrechen, mit Frustration und Hoffnungslosigkeit.

Das ungerechteste und Grausamste, was Gott hätte tun können, nachdem Adam und Eva vom verbotenen Baum gegessen hatten, wäre gewesen, den Weg in den Garten wieder freigeben, den Baum des Lebens – Symbol für die Gabe des ewigen Lebens – jedermann zugänglich zu erhalten!

Was tat Gott stattdessen? Er vertrieb den Mann und die Frau und versperrte ihnen den Rückweg.

Dennoch machte er das Heil und das ewige Leben in höchster Glückseligkeit grundsätzlich allen Menschen möglich. Aber in göttlicher Weisheit stellte er dafür eine Zeitordnung auf und stellte Bedingungen! In den ersten, jetzt fast abgelaufenen 6000 Jahren waren bzw. sind alle Menschen von Gott getrennt, wenige Ausgewählte ausgenommen.

Auch dies ist ein Punkt, über den die gesamte traditionelle Christenheit getäuscht wird. Eine hochwichtige Wahrheit: Satan, auf dem Erdenthron sitzend, suchte Christus als Kind zu töten. Dann suchte er Jesus vor Beginn seines irdischen Wirkens in Versuchung zu führen und zu disqualifizieren (Matthäus 4). Satan verursachte das Martyrium der meisten Apostel. Er stand als treibende Kraft hinter der Kirchenverfolgung. Er ließ in der Urkirche eine heftige Kontroverse darüber aufflammen, ob das Evangelium von Christus oder ein menschliches Evangelium über Christus verkündet werden sollte. Letzteres setzte sich – dank Satan – durch, und nach kaum zwanzig Jahren wurde von allen nur noch ein falsches Evangelium über Christus verkündet, ausgenommen von den wenigen, die treu blieben, von der kleinen verfolgten wahren ursprünglichen Kirche Gottes.

Ist jetzt der einzige Tag des Heils?

Diese verführten „Christen“ lehrten und lernen noch, dass heute der einzige Tag des Heils ist und dass ihr Schein-Heil – lediglich „Bekennen“ zu Christus, ohne Reue, Abkehr von Sünde und Befolgen von Gottes Gesetz – den Menschen als „unsterbliche Seele“ nach dem Tod sofort in den Himmel bringt.

Satan hat die „traditionelle Christenheit“ blind dafür gemacht, dass Gott den Baum des Lebens unerreichbar gemacht hat, bis der verklärte Jesus Christus in höchster Macht und Herrlichkeit zurückkehrt, um die Herrschaftsordnung Gottes auf der ganzen Erde wiederzuerrichten. Es ist von Gott verfügt, dass der Mensch einnmal sterben muss und dass nach dem Tod die Auferstehung zum Gericht kommt (Hebräer 9, 27). In der Zwischenzeit wird die Welt Adams noch nicht gerichtet, aber beim Endgericht werden sich alle einmal für ihre Sünden verantworten müssen.

Bis dahin hat Gott allerdings zweckbestimmte Ausnahmen gemacht. Gott berief Propheten, die mit zum Fundament der Kirche wurden. Jesus berief Jünger aus der Welt heraus, um sie zu schulen: einmal dazu, andere zu lehren, und zum anderen dazu, im kommenden Millennium, im wiederhergestellten Reich Gottes, als Lehrer und Herrscher unter dem König der Könige, Jesus, Dienst zu tun, wenn der Baum des Lebens allem Fleisch offensteht.

Die Kirche wurde berufen, um fürs Lehr- und Herrscheramt im Reich Gottes ausgebildet zu werden. Der Heilige Geist bleibt vorerst noch allen verschlossen außer den Propheten und den Herausgerufenen der wahren Kirche. Der Prophet Joel hat vorausgesagt, dass es nach diesem geschehen wird – dass nach den 6000 Jahren von Satans Welt Gott seinen Geist auf alles Fleisch ausgießen wird (Joel 3, 1).

Denjenigen, die Gottes Absichten wegen schon jetzt berufen waren, wie den Propheten und den besonders Auserwählten zur Ausbildung für das Lehr- und Herrscheramt in Gottes zukünftiger Regierung, musste der Heilige Geist schon jetzt gegeben werden.

Jesus sagt über die Berufung der Kirche: „Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, dass ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat …“ (Johannes 6, 44). Die Mitglieder der Kirche sind lediglich die „Erstlinge“ des Heils. Diese ganze Wahrheit wird im sechsten Kapitel noch näher erklärt.

Wozu der letzte Adam?

Wir rekapitulieren: Ungefähr 4000 Jahre nach Adam sandte Gott Jesus Christus, um ein vollkommenes Leben zu führen, Satan zu überwinden, sich da zu qualifizieren, wo der erste Adam versagt hatte, und Satan als Herrscher auf dem Erdenthron abzulösen. Wer, wie Jesus, Satan überwindet (wer „berufen“ ist), der wird mit Christus auf seinem Thron sitzen, wenn er kommt, um das Reich Gottes zu errichten und die Herrschaftsordnung Gottes wiederaufzurichten, deren einstiger Sachwalter Luzifer sich gegen sie aufgeworfen hatte.

Diese ganz wenigen Berufenen, vom „gerechten Abel“ bis zu den heute und bis zu Christi Wiederkehr Berufenen, müssen tun, was Adam nicht tun wollte – nämlich den Weg Satans verwerfen, des Satans, der gegen Gottes Herrschaft rebellierte!

Wer ist also ein echter Christ? Nur derjenige, welchen der Geist Gottes leitet (Römer 8, 9. 11 u. 14). Und den Heiligen Geist kann der Mensch nur empfangen, wenn er zum einen bereut – seine Sünden, seine Übertretungen des Gesetzes Gottes; und zum anderen uneingeschränkt an Jesus Christus glaubt – auf Christus vertraut – auf Christus baut, und das heißt auch: inhaltlich das glaubt, was Jesus sagt – also an sein Wort, die Bibel, glaubt!

Auf Reue und Glauben hin wird der Herausgerufene, wie wir sehen, durch Christus mit Gott dem Vater versöhnt und empfängt den Heiligen Geist, der ihn als Kind Gottes zeugt.

An diesem Punkt sei eine weitere Frage geklärt. Warum konnten Kain, Abel und Seth, die erstgeborenen Kinder Adams, nicht einfach bereuen und auf diese Reue hin den Geist und das Leben Gottes empfangen? Nun, Gottes Gesetz könnte kein Gesetz sein, wenn seine Übertretung keine Strafe nach sich zöge. Adam hatte gesündigt. Alle seine Kinder hatten gesündigt und die Todesstrafe auf sich gezogen. Sie und alle Menschen nach ihnen konnten erst von der Gesetzesstrafe befreit werden, nachdem Jesus Christus, ihr Erschaffer, an ihrer Statt die Todesstrafe abgebüßt hatte. Daher war bis zur Kreuzigung Christi keine Heilserlangung möglich. Nur Jesu Wiedergutmachung vermochte den Menschen mit Gott dem Vater zu versöhnen.

Was ist nun mit diesen und allen anderen – den ungezählten Millionen? Sie werden – mit Ausnahme der Berufenen – bisher einfach noch nicht gerichtet! Damit meine ich nicht, dass sie für ihre Sünden keine Rechenschaft ablegen müssen. Das müssen sie noch! Aber ihr Gericht kommt erst noch. An der wahren Kirche Gottes hat das Gericht bereits angefangen (1. Petrus 4, 17). Jesus sagt: „Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater …“ (Johannes 6, 44). Niemand kann sonst zu Christus kommen! Nun ist die Kirche allerdings nur die erste Ernte.

In Satans verführter Welt haben sich viele einem Schein-Christus verschrieben, der die Gebote seines Vaters abgeschafft hat. Ja, sie dienen ihm sogar. Aber Jesus selbst sagt: „Vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts sind als Menschengebote.“ … Und er sprach zu ihnen: Wie fein hebt ihr Gottes Gebot auf, damit ihr eure Satzungen aufrichtet! … und hebt so Gottes Gebot auf durch eure Satzungen, die ihr überliefert habt; und dergleichen tut ihr viel“ (Markus 7, 7. 9 u. 13).

Millionen Verführter erkennen nicht, dass sie Christus vergeblich dienen. Sie sind dazu verführt, einen „anderen Jesus“ anzubeten.

Jeder Mensch wird berufen werden

Wenn Christus kommt als König aller Könige und Herr aller Herren, wird er tausend Jahre regieren. Jeder, der von seinem Kommen an lebt, wird berufen werden.

Nach den tausend Jahren kommt das „Gericht vor dem großen weißen Thron“ (Offenbarung 20, 11-12). Alle, die von Adam an gelebt haben und nicht von Gott berufen wurden, werden auferstehen in sterblicher, fleischlicher Menschengestalt wie in ihrem ersten Leben. Dann werden sie Rechenschaft über die Sünden ihres früheren Lebens ablegen. Die Strafe für diese Sünden heißt: Tod. Sie werden dann erfahren, dass Jesus Christus diese Todesstrafe an ihrer Statt bezahlt hat. Auf echte Reue und Glauben hin wird ihnen vergeben werden, und sie werden Gottes Heiligen Geist empfangen, der ewiges Leben in ihnen zeugt.

Nach Gottes wunderbarem, großen Plan wird jeder Mensch, der einmal auf Erden gelebt hat, zum ewigen Heil berufen werden, jedoch nur unter zwei Bedingungen: Reue und Glauben an Gottes Wahrheit. Freilich gibt es für die Auferstehungen eine zeitliche Ordnung (1. Korinther 15, 22-23): „Denn wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden. Ein jeder aber in seiner Ordnung: der Erstling Christus; danach …“ (zwei weitere in Offenbarung 20, 11-13 genannte Auferstehungen werden in 1. Korinther 15 nicht erwähnt).

Die im Millennium Berufenen und diejenigen, die von Auferstehung und durch Gericht vor dem „großen weißen Thron“ erfasst werden, brauchen dann nicht mehr Satan zu überwinden.

Wie wunderbar sind Gottes Wege – wenn auch jetzt noch den meisten Menschen verborgen, die so viel Leid über sich bringen! Wie der Apostel Paulus ruft: „O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege!“ (Römer 11, 33).

Im Menschen vermehrt sich Gott! Für Gott steht in 1. Moses 1, 1 im hebräischen Urtext Elohim. Diese Bezeichnung steht im Plural, ist eine Sammelbezeichnung, wie Kirche, Familie oder Gruppe. „Lasset uns“ – nicht mich – „Menschen machen, ein Bild das uns gleich sei“, heißt es. Gott ist eine Familie, in die wir, ganz buchstäblich, hineingeboren werden können!

Was also ist der Mensch? Er ist ein aus Erde vom Acker erschaffenes Lebewesen. Er ist Ton, und Gott ist der große Töpfer, der unseren Charakter gestaltet, modelliert, formt – wenn wir seinem Ruf, seinem „Ziehen“, folgen. Mit unserem Einverständnis flößt er uns seinen geistlichen, heiligen, gerechten und vollkommenen Charakter ein!

Warum ist der Mensch vorhanden? Gott hat den Menschen auf Erden geschaffenen, um in uns aufzubauen, was er in den sündigen Engeln nicht aufbauen konnte – seinen vollkommenen Charakter! Auf seine Weise und in der von ihm geplanten Zeitordnung entwickelt er uns: so dass wir Gott werden – jeder einzelne von uns – und die unvollendet gebliebene Erschaffung des Universums abschließen! Vorläufig aber leben wir noch in der von Satan beherrschten Welt.

Fortgesetzt in Das Geheimnis der menschlichen Zivilisation (Erster Teil)

De Moa