Erhalten Sie jeden Wochentag einen kostenlosen Nachrichtenüberblick in Ihrem Posteingang – die Posaune Kurzmitteilung.

Joshua reddekopp qlfjkfbpppm unsplash

Joshua Reddekopp/Unsplash

Das Geheimnis des Menschen (Achte Teil)

Geheimnis de Zeitalter - Kapitel Drei

Fortgesetzt von Das Geheimnis des Menschen (Siebter Teil)

Satans erste Lüge

Man lehrt Satans erste Lüge, nämlich dass der Mensch eine unsterbliche Seele sei. Diese Lehre – denkt man darüber nach – bedeutet, dass „gerettete Mütter“, die gestorben und in den Himmel gekommen sind, sich ständig ihrer verlorenen Söhne bewusst sind, die in der unbeschreiblichen Qual des Höllenfeuers schreien und jammern.

Was lehrt Gottes Wort nun dazu wirklich? Wissen die Toten, was die Lebenden tun? Meine Frau sagte mir kurz nach unserer Heirat: Als ihre Mutter gestorben sei (sie war damals zwölf Jahre), habe sie gedacht, ihre Mutter könne vom Himmel herab alles sehen, was sie tue.

Ich zitiere nun aus einem Artikel in Klar & Wahr von Februar/März 1985: „Die Schrift offenbart: Wer stirbt, ist tot. Laut Bibel hört der Tote nichts, sieht nichts, denkt nichts, weiß nichts. Er hat kein wie immer geartetes Bewusstsein; denn die Lebenden wissen, dass sie sterben werden, die Toten aber wissen nichts; sie haben auch keinen Lohn mehr, denn ihr Andenken ist vergessen. Ihr Lieben und ihr Hassen und ihr Eifern ist längst dahin …“ (Prediger 9, 5-6).

Die Lehre der Bibel ist hier ganz klar: Der Tod heißt Tod, völlig unbezweifelbar. Der Apostel Paulus schreibt, der Sünde Sold ist der Tod (Römer 6, 23). Tod ist definitionsgemäß das Nichtvorhandensein des Lebens – nicht einfach Gottferne.

Die Schrift mahnt uns sogar, das Leben nach Kräften zu nutzen, solange wir können: „Alles, was dir vor die Hände kommt, es zu tun mit deiner Kraft, das tu; denn bei den Toten, zu denen du fährst, gibt es weder Tun noch Denken, weder Erkenntnis noch Weisheit“ (Prediger 9, 10).

Deutlicher kann man es nicht sagen. Kann man sich da noch an den Glauben klammern, die Guten kämen nach dem Tod in den Himmel und die Bösen in die Hölle?

Dazu ein Wort des Apostels Petrus. Wenn es irgend jemand verdiente, in den Himmel zu kommen, dann doch wohl ein Mensch nach Gottes Herzen, nicht wahr? David war ein solcher Mensch (Apostelgeschichte 13, 22). Doch von ihm sagt Petrus unter Inspiration, er sei „gestorben und begraben“, und sein Grab ist bei uns bis auf diesen Tag“ (Apostelgeschichte 2, 29), und: „Denn David ist nicht gen Himmel gefahren“ (Apostelgeschichte 2, 34).

Jesus selbst hat gesagt: „Und niemand fährt gen Himmel“, wo Gottes Thron ist (Johannes 3, 13).

Wird jeder Mensch noch einmal leben?

Unser Menschenleben beschränkt sich freilich gleichwohl nicht auf das jetzige Leben. Der große Gott hat dem menschlichen Sein einen wunderbaren ewigen Sinn gegeben, den die im menschlichen Vermögen gründenden Religionen dieser Welt nicht entfernt begreifen.

Unser irdisches Sein hat eine große Bestimmung. Sie erklärt (unter anderem), warum der Mensch sterblich beschaffen ist und warum er neben den Höhen des Lebens auch alle Tiefen, Leiden und Nöte durchmachen muss.

Zwar sind wir tot, wenn wir sterben, aber wir werden nicht ewig tot bleiben. Die Toten in den Gräbern werden wieder leben! Lesen Sie, was Jesus sagt: „Wundert euch darüber nicht. Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden und werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts“ (Johannes 5, 28-29).

Rechenschaft wird gefordert werden für unser Verhalten im jetzigen Leben! Jeder Mensch, der je gelebt hat, wird von einer Auferstehung erfasst werden und wird einmal Rechenschaft ablegen müssen.

Ich erklärte bereits, dass der Geist im Menschen selbst nicht sehen, hören, denken kann. Das Gehirn sieht durch das Auge, hört durch das Ohr, denkt mittels des Geistes. Nach dem Tod muss der Staub „wieder zur Erde kommen, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat“ (Prediger 12, 7).

Im Geist speichern sich Erinnerung und Charakter; wie eine Gussform bewahrt er auch die äußere Erscheinung des Verstorbenen auf, so dass der Auferstandene später wieder genauso aussieht wie vorher, wieder den Charakter hat, den er im Leben erworben hat, und alle Erinnerungen. In der Zwischenzeit aber, im Zustand des Todes, hat er kein Bewusstsein – er weiß nichts (Prediger 9, 5).

Die Irrlehre, an die praktisch alle sogenannten christlichen Kirchen glauben, mit Ausnahme der einen wahren ursprünglichen Kirche Gottes, lautet, dass alle Menschen von vornherein „verloren“ sind, wenn sie sich nicht jetzt zu Jesus Christus als Heiland bekennen, und dass die heutige Zeit der einzige Tag des „Heils“ ist.

In Wahrheit aber verhält es sich so, dass die von Gott Getrennten noch nicht gerichtet werden!

Nur wenige verstehen den grundlegenden großen Plan Gottes. Der Leser kann über die Wahrheit, die dieses Buch verkündet, nicht erstaunter sein, als der Autor selbst es vor 58 Jahren war. Die ganze Welt ist verführt, wie von Gottes Wort vorausgesagt! Ein Verführter ist sich seines eigenen Verführtseins nicht bewusst! Unterschätzen Sie Satan nicht!

Menschen, von Gott geschieden?

Betrachtet man die sich überschlagenden Übel auf der heutigen Welt, könnte man denken, der Mensch habe sich selbst von Gott gelöst. Aber es war umgekehrt – Gott hat den Menschen von sich abgeschnitten. Und warum?

Steht Gott deshalb unfair da? Nein, ganz im Gegenteil!

Machen wir diesen Punkt klar. Als Adam trotz Verbots vom Baum aß, wandte er sich und seine Nachkommen von Gott ab. Doch alle Menschen haben sich, da sie alle gesündigt haben, gewissermaßen auch noch einmal selber von Gott abgewandt (Jesaja 59, 1-2).

Die Person in der Gottfamilie, die mit Adam sprach, war „das Wort“ (Logos), die später als Jesus Christus geborene Gottperson. Mit Gott dem Vater hatte Adam keinen Kontakt. Als das Wort den Baum des Lebens den Menschen versagte, war fortan die gesamte Menschheit von Gott dem Vater abgeschnitten, bis zu dem Zeitpunkt, da Christus in höchster Macht und Herrlichkeit zur Erde zurückkehren wird, um Satan vom Erdenthron zu stoßen und die Herrschaft Gottes über die gesamte Erde wiederzuerrichten. Das erste Kommen Christi, des zweiten Adams, hatte unter anderem den Zweck, den Vater zu offenbaren (Lukas 10, 22). Bis dahin hatte die Welt keine Erkenntnis von der Existenz Gottes des Vaters. Aus diesem Grund glaubte auch das Judentum an einen nur aus einer Person bestehenden Gott. Das ist der Grund, warum die Theologen vergessen (beziehungsweise nie gewusst) haben, dass Gott eine Familie ist, in die wir als Familienmitglieder hineingeboren werden können. Das erklärt auch, warum sie – als sie im Neuen Testament von Gott dem Vater und von der Göttlichkeit Jesu lasen – die falsche Theorie vom Heiligen Geist als dritter Person in einer Trinität aufstellten, womit sie den Heiligen Geist lästerten, Gott einschränkten und die Erkenntnis unterdrückten, dass bekehrte Menschen Mitglied der Gott-Familie werden können. So machte Satan das „Christentum“ blind für die Wahrheit und den Sinn des Evangeliums Jesu Christi.

Sie haben eine hochwichtige Wahrheit übersehen: die Auferstehung von den Toten.

Sie feiern ein heidnisches Osterfest zur Erinnerung an die Auferstehung Christi von den Toten. Aber sie übersehen die klare biblische Lehre, dass alle, die einmal gelebt haben, von den Toten auferstehen sollen, und zwar in einer bestimmten Reihenfolge in drei verschiedenen Auferstehungen. Die einzige Hoffnung, die die Bibel der großen Masse der Menschen auf unserer sterbenden Welt gibt, ist die Hoffnung auf Auferstehung von den Toten – doch dies ist eine Hoffnung von felsenfester Gewissheit. All dies wird in den kommenden Kapiteln ausführlich behandelt und biblisch belegt.

Welch eine Tragödie, dass – wie in Offenbarung 12, 9 klar gesagt – die ganze Welt verführt und verblendet ist von Satan, dem Teufel, der immer noch auf dem Erdenthron sitzt.

Die Wahrheit ist verblüffend, ja, aber Sie werden sie in Ihrer eigenen Bibel klar offenbart finden. Prüfen Sie das immer nach, wenn Sie hier darüber lesen.

Bedenken wir, als Gott Adam und Eva aus dem Garten Eden vertrieb, verschloss er ihnen durch Engel den Rückweg. Angenommen, er hätte das Tor zum Garten offengelassen – vom verbotenen Baum hatte der Mensch bereits gegessen, er hatte nun schon gesündigt –, was wäre geschehen? Wahrscheinlich wäre die ganze sündige Menschheit in den Garten zurückgeströmt, um vom Baum des Lebens zu essen! Ohne Reue – sogar ohne Glauben an Gott oder an Christus – hätte sich die Menschheit in Selbstbedienung zum ewigen Leben verholfen.

Überdenken Sie das einen Augenblick!

Fortgesetzt in Das Geheimnis des Menschen (Neunter Teil)

 De Moa