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Ben White/Unsplash

Das Geheimnis der Kirche (Zwölfter Teil)

Geheimnis der Zeitalter - Kapitel Sechs

Fortgesetzt von Das Geheimnis der Kirche (Elfter Teil)

Das Gleichnis vom Sämann

Ähnlich auch das Gleichnis vom Sämann in Matthäus 13, 1-9. Jesu Jünger begriffen das Gleichnis nicht. Sie fragten Jesus (Vers 10), warum er zu der großen Schar in Gleichnissen rede. Den Jüngern, den zu einer besonderen Aufgabe aus der Welt Herausberufenen, erwiderte Jesus: „Euch ist’s gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen, diesen aber ist’s nicht gegeben“
(Vers 11). Dies ist ein weiterer Beleg dafür, dass Gott jetzt nicht die ganze Welt zum Verständnis und zum Heil beruft. Zur unberufenen Welt sprach Jesus in Gleichnissen, um den Sinn zu verdunkeln (Vers 13). Seinen Jüngern gegenüber deutete er das Gleichnis (Vers 18-23). Manche, die in diesem Kirchenzeitalter berufen werden, hören das Wort Gottes, wenn es gepredigt wird, verstehen es aber nicht, und Satan reißt das, was in ihre Herzen gesät war, wieder aus. Manche empfangen die Wahrheit mit Freuden, aber es mangelt ihnen an innerer Stärke und Charakter; wenn Verfolgung kommt, nehmen sie Anstoß und fallen ab. Andere hören und reagieren anfänglich, sind aber mit dem Verdienen des Lebensunterhalts und mit weltlichen Freuden so überlastet, dass sie keine Frucht bringen – wie der, der ein Pfund empfing, aber nicht an geistlichem Charakter und Erkenntnis wuchs. Von den anderen aus der Welt in Gottes Kirche Hineinberufenen brachten einige hundertfach, einige sechzigfach, einige dreißigfach geistliche Frucht. Das Heil erlangen sie unverdient aus Gottes Gnade, belohnt werden sie im nächsten Leben in Gottes Reich aber nach ihren Werken (mit Verantwortungs- und Machtstellungen).

Nach den Werken: das heißt nach den Früchten. Und Früchte sind mehr als nur regelmäßiges Bibellesen, Beten, Kirchenbesuche, freiwilliges Mitarbeiten. Gemeint sind „die Früchte des Geistes“, wie sie Galater 5, 22 aufzählt – mehr Liebe für andere und Mitmenschlichkeit zeigen; an Freude wachsen, an Glück zunehmen; in Frieden mit der Familie, mit den Nachbarn, mit allen leben. An Geduld wachsen, den Menschen gegenüber langmütiger, gütiger, gläubiger sein, Bescheidenheit und Mäßigung zeigen.

Die Kirche: Das ist also die Gemeinschaft der aus Satans Welt Herausberufenen, die darauf vorbereitet werden, mit und unter Christus die Herrschaftsordnung Gottes wieder aufzurichten. Und zwar zu einer Zeit, da Satan entmachtet sein wird; einer Zeit, da alle Lebenden zur Reue und zum Heil berufen werden, zum ewigen Leben durch den Geist Gottes! Die Kirche, unsterblich, wird mit Christus herrschen – wird die derzeitige Herrschaft Satans ablösen!

Die Kirche: Das ist also die Gemeinschaft der Herausberufenen, die bei der Auferstehung die Erstlinge der Ernte Gottes bilden werden. Diese Ernte ist das Einernten von physischen, aus Fleisch und Blut bestehenden, materiell beschaffenen Menschen zu unsterblichen Gottwesen – in denen sich Gott dann vermehrt haben wird!

Kirche noch fleischlich

Warum geht Gott in seiner Weisheit langsam vor – Schritt für Schritt? Nur wenigen ist klar, wie groß Gottes Vorhaben ist!

Nach all den Jahren des Sündigens, des Abgeschnittenseins von Gott, sind die Bekehrten, die gerade den Geist Gottes empfangen haben, noch „Kinder in Christus“ – noch weit mehr fleischlich als geistlich.

Die Kirche im frischberufenen Zustand ist noch gar nicht fähig, die Erde zu regieren; mit Christus auf dem Thron zu sitzen, auf dem bisher Satan gesessen hat; als Sachwalter der Herrschaftsordnung Gottes zu fungieren.

Das ist der Grund, weshalb Gott der Kirche seine Regierungsform gegeben hat. Das ist der Grund, warum die Kirchenstruktur theokratisch und nicht demokratisch ist. Das ist der Grund, weshalb Gott Amtsträger in der Kirche eingesetzt hat, Apostel, Evangelisten, Prediger, Älteste, predigende wie nichtpredigende, „bis wir [in der Kirche] alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi“ (Epheser 4, 13). Nicht um „Eingang in das Reich“ durch die Taufe geht es, sondern um geistliches Wachstum, um Reifen an Erkenntnis und gerechtem Charakter. Deshalb ist die Kirche hierarchisch – deshalb wird sie von Gott geführt, von oben nach unten, nicht von unten nach oben. Sonst regierte die Basis ja Gott!

Nach der gleichen Herrschaftsstruktur wird Christus im Millennium alle Weltnationen regieren!

Und das ist auch der Grund, weshalb Satan heimtückisch Dissidenten in Gottes Kirche zur Auflehnung und Verbitterung gegen Gottes Herrschaftsordnung angestachelt hat – der Grund, weshalb einige die Kirche verlassen haben!

Die Kirchen dieser Welt – das „traditionelle Christentum“ – sprechen nicht von der Herrschafts­ordnung Gottes. Ihr Jesusbild ist nicht das eines kommenden Herrschers. Sie predigen Jesus nicht als kommenden König, sondern nur als Heiland. Sie übersehen – verwerfen – Schriftstellen, die von Christus als König und kommendem Herrscher, die vom Regieren und Herrschen im Reich Gottes sprechen. Das heißt: Sie verwerfen inhaltlich die Botschaft und den Kern des Evangeliums Christi! Sie lehren, dass man mit dem „Annehmen“ (Nehmen!) Christi bereits das Heil erlangt habe!

Ich wiederhole: Wer von Gott in die Kirche hineinberufen wird, hat am Anfang noch keineswegs das Vermögen, mit Macht über Nationen betraut zu werden.

Er wird noch ein „Kind in Christus“ genannt. Er hat, wenn er in seinem vorläufigen Menschenstatus tatsächlich bereut hat und bekehrt worden ist, einen Teil an Heiligem Geist empfangen. So lesen wir in Römer 8, 16: „Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind.“

Doch wir müssen noch geistlich wachsen, ehe wir qualifiziert genug sind, um über Städte und Nationen zu herrschen und Bekehrungsanwärter zu lehren.

Paulus richtet an jene in der Kirche des ersten Jahrhunderts, die nicht geistlich wuchsen, den mahnenden Appell: Gebt euch Mühe, „damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachfolger derer, die durch Glauben und Geduld die Verheißungen ererben. Denn als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwor er bei sich selbst, da er bei keinem Größeren schwören konnte, und sprach: ,Wahrlich, ich will dich segnen und mehren‘“ (Hebräer 6, 12-14).

Wir sind, obschon noch ungeboren, die bereits gezeugten Kinder Gottes. Ein Vergleich lässt sich ziehen zum Fötus im Mutterleib, der auch noch nicht geboren, aber gleichwohl schon Kind seiner Eltern ist. Deshalb ist – wie ich nebenbei bemerken möchte – Abtreibung Mord!

Dies bringt uns zu einer hochwichtigen Aufgabe und Funktion der Kirche!

In Galater 4, 22 ff. steht eine Allegorie über die beiden Bundesschlüsse – den Bundesschluss mit Israel am Sinai und den Neuen Bund, der bei Christi Wiederkunft geschlossen werden soll. Die Prediger der Kirche sind tüchtige „Diener des neuen Bundes“ (2. Korinther 3, 6).

Die Kirche gehört schon zum Neuen Bund und hat eine vorbereitende Funktion für den endgültigen Bundesschluss.

In der Allegorie von den beiden Bundesschlüssen wird die Kirche „unsere Mutter“ genannt – das heißt Mutter der Kirchenmitglieder.

Beachten Sie die genauen Parallelen. Gott vermehrt sich durch den Menschen. Er hat uns die Fähigkeit gegeben, uns selbst fortzupflanzen. Und die menschliche Vermehrung ist ein genaues Abbild der geistlichen Vermehrung Gottes!

Die menschliche Fortpflanzung Abbild der Erlösung

Betrachten und begreifen wir nun, wie der menschliche Fortpflanzungsvorgang die Erlösung widerspiegelt!

Alles menschliche Leben kommt von einem winzigen Ei, auch Ovum genannt, das im Mutterleib entsteht. Dieses Ei ist etwa so groß wie eine Nadelspitze. Bei starker Vergrößerung kann man in ihm einen kleinen Zellkern sehen. Es hat für sich allein nur eine sehr begrenzte Lebensdauer! Einige Ärzte und Wissenschaftler glauben, dass seine Lebensspanne nur 24 Stunden beträgt, wenn es nicht vom männlichen Samen befruchtet wird.

Es kann aber menschliches Leben erhalten, und zwar durch eine Samenzelle aus dem Körper des menschlichen Vaters. Die Samenzelle – wissenschaftlich Spermatozoon genannt – ist die kleinste Zelle des menschlichen Körpers, rund fünfzigmal kleiner als das Ei. Wenn sie in das Ei eindringt, findet sie ihren Weg zum Zellkern und vereinigt sich mit ihm. Dadurch wird dem Ei Leben verliehen – physisches, menschliches Leben.

Aber noch ist es kein geborener Mensch. Das menschliche Leben wurde erst gezeugt. Diesen Keim nennt man während der ersten vier Monate Embryo, danach wird er bis zur Geburt als Fötus bezeichnet. Das menschliche Leben fängt sehr klein an – so winzig wie eine Nadelspitze –, und der Same, der es zeugt, ist die kleinste Zelle des menschlichen Körpers!

Einmal gezeugt, muss es nun durch die Mutter mit physischer Kost versorgt und genährt werden. Dadurch muss es wachsen, wachsen und wachsen, bis es dann nach neun Monaten reif zur Geburt ist. Im Laufe seines Wachstums bilden sich allmählich die körperlichen Organe und charakteristischen Merkmale aus. Schon bald formt sich eine Wirbelsäule. Es folgen Körper, Kopf, Beine, Arme, auch ein Herz bildet sich und beginnt zu schlagen. Andere innere Organe entstehen. Schließlich beginnt das Haar auf dem Kopf zu wachsen, Finger- und Fußnägel entwickeln sich, und die Gesichtszüge nehmen allmählich Gestalt an. Nach neun Monaten ist ein normaler, durchschnittlicher Fötus zu einem Gewicht von rund sechs bis acht Pfund herangewachsen und kann nun geboren werden.

Ein Mensch muss durch seinen menschlichen Vater gezeugt werden. Wenn man aber vom Geist – von Gott – wiedergeboren wird, muss man erst vom geistlichen Vater – Gott dem Allmächtigen – gezeugt werden.

Wird fortgesetzt...

De Moa