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Das Geheimnis der Kirche (Vierzehnter Teil)

Geheimnis der Zeitalter - Kapitel Sechs

Fortgesetzt von Das Geheimnis der Kirche (Dreizehnter Teil)

Zentrale Bestimmung der Kirche

Nun das wichtigste von allem – was ist der wahre Zweck der Kirche? Warum hat Christus die Kirche gegründet?

Die Kirche ist die geistliche Mutter der menschlichen Bekehrten. Sie sind geistliche Embryos, noch ungeboren, aber bereits gezeugt vom Heiligen Geist, bereits Kinder Gottes.

Die Kirche ist Gottes geistlicher Organismus, gut organisiert für die Aufgabe, die künftigen Gottwesen – Söhne Gottes des Vaters – mit geistlicher Nahrung zu versorgen, zu schulen und an geistlichem gerechtem Charakter reifen zu lassen!

Zur Erfüllung dieses Vorhabens, für die geistliche Entwicklung von Gottes Charakter, gliedert sich die kirchliche Aufgabe in zwei Bereiche:

1) „Gehet hin in alle Welt.“ Verkündigung der guten Nachricht – Ankündigung des kommenden Reiches Gottes.

2) „Weide meine Schafe.“

Die zu weidenden „Schafe“, die Gottes geistlichen Charakter entwickeln, sollen gleichzeitig den ersten Teil des Auftrags mittragen: „Gehet hin in alle Welt.“

Dieser erste und größte Auftrag obliegt in erster Linie den Aposteln. In zweiter Linie den Evangelisten, in dritter Linie auch den Gemeindepredigern. Auch ein Gemeindeältester kann in seinem Bereich evangelistische Veranstaltungen abhalten – keinen „Seelenrettungskreuzzug“, sondern Vorträge, in denen das kommende Reich Gottes zum Zeugnis verkündet wird (das wahre Evangelium).

Somit ist eine kombinierte Aufgabenstellung, eine Zweiteiligkeit der Arbeit gegeben: Verkündigung der guten Nachricht vom kommenden Reich und „Weiden der Herde“.

Das einzelne Mitglied spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Verkündigung der guten Nachricht (des Evangeliums) an die Welt. Welche? Nicht die eigentliche Verkündigerrolle, nicht im großen und nicht im kleinen Maßstab. Dies obliegt in erster Linie den Aposteln, in zweiter Linie den Evangelisten und in dritter Linie den Gemeindepredigern. (Letztere haben hauptsächlich die Aufgabe, ihre Gemeinde zu leiten und zu betreuen.)

Die gesamte Kirche bildet, wiewohl aufgeteilt in verschiedene Verantwortungs- und Arbeitsbereiche, doch ein organisches Ganzes (1. Korinther 12, 5-6).

Rolle der Laienmitglieder

Wie wirkt nun das einzelne Gemeindemitglied konkret daran mit, das Evangelium hinauszutragen in alle Welt? Die Verkündigung selbst besorgt hauptsächlich und direkt der Apostel. Ferner geschieht sie heute, in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, auch durch Rundfünk-, Femseh- und Zeitschriftenarbeit.

Im ersten Jahrhundert geschah die Verkündigung durch persönliches Predigen. Was hatte das Laienmitglied damit zu tun?

Viel! Ohne die größere Körperschaft der Laien konnte der Apostel nichts tun!

Ein Beispiel aus der Heiligen Schrift: Petrus und Johannes hatten im Tempel in Jerusalem die Botschaft verkündet. Petrus hatte ein Wunder getan, eine große Menschenmenge hatte sich versammelt. Petrus und Johannes wurden daraufhin über Nacht ins Gefängnis geworfen und schwer bedroht. Ihr Leben war in Gefahr. Sie waren entmutigt.

Nach ihrer Freilassung gingen sie sofort zu den Laienmitgliedern (Apostelgeschichte 4, 23). Sie brauchten die Unterstützung, den Beistand, die Ermutigung der Geschwister. Sie beteten inständig! Petrus und Johannes waren dringend der Treue, der Unterstützung, der Gebete der Laien bedürftig. Sie waren alle ein großes Team!

Ein Beispiel aus jüngerer Zeit: Der Generalstaatsanwalt von Kalifornien, des volkreichsten Bundesstaates der USA, hatte auf das Hauptquartier der Worldwide Church of God (Weltweite Kirche Gottes) in Pasadena, Kalifornien, einen plötzlichen, unerwarteten, massiven, bewaffneten Überfall unternommen. Verfassungswidrig behauptete man, alles Kirchenvermögen gehöre dem Staat, und das Gericht hatte schon heimlich einen Zwangsverwalter eingesetzt, der die Kirche des lebendigen Gottes übernehmen, führen und verwalten sollte.

Als dieser mit seinen Vollzugsbeamten das Verwaltungsgebäude und die anderen Gebäude des Hauptquartiers betreten wollte, fanden sie fünftausend Laienmitglieder mit Kindern vor, welche die Gebäude besetzt hielten und beteten. Die Türen waren verschlossen. Die bewaffneten Beamten trauten sich doch nicht ganz, die Türen aufzubrechen und die Menge bei ihrer gesitteten Gebetsversammlung zu stören. Nach drei Tagen gaben sie auf. Der Zwangsverwalter, ein ehemaliger Richter nichtchristlichen Bekenntnisses, trat zurück. Die gerichtliche Klage wurde erst einmal „auf Sparflamme“ gesetzt. Und die Arbeit der Kirche ging weiter! Später entschied das Berufüngsgericht, die Klage entbehre aller Grundlage und hätte nicht angestrengt werden dürfen.

Der Autor, Christi Apostel, kann mit allem Nachdruck sagen: Ohne den loyalen Rückhalt und die ständige Ermutigung durch die Laienmitglieder könnten der Apostel, die Evangelisten, Pastoren und Ältesten das Werk Gottes nicht fortführen.

Und umgekehrt kann auch das einzelne Laienmitglied nicht Gottes heiligen, gerechten und vollkommenen Charakter in sich aufbauen und entwickeln ohne die Arbeit des Apostels und der Evangelisten, Pastoren und Ältesten. All diese verschiedenen Glieder, die Gott in seiner Kirche gesetzt hat, sind voneinander abhängig. Sie bilden ein Team, einen organisierten geistlichen Organismus, ganz und gar verschieden von allen weltlichen Organisationen!

Gott lässt mit modernen Methoden arbeiten

Heute, im ausgehenden zwanzigsten Jahrhundert, kostet die Arbeit der Kirche viel Geld. Der Kirche stehen heute zur Erfüllung ihrer Aufgabe Mittel und Methoden zur Verfügung, die das erste Jahrhundert nicht kannte. Ohne den Zehnten und die großzügigen Spenden und Opfer der Mitglieder könnte der kirchliche Auftrag in der heutigen Welt nicht erfüllt werden.

Ohne das inständige und andauernde Gebet aller Mitglieder und Mitarbeiter ließe sich das Werk nicht tun. Ohne die ständige Unterstützung durch die Laien und die Gemeinden könnten diejenigen von uns, die im Hauptquartier arbeiten, die Verfolgungen, Widerstände, Prüfungen und Enttäuschungen nicht ertragen.

Und ebenso brauchen umgekehrt die Mitglieder die Ermutigung, Belehrung, Beratung und Führung durch die Kirchenleitung und die Gemeindeprediger.

Ein Beispiel für ersteres: Oft bekomme ich große Karten – teils auch illustriert und dekoriert, unterzeichnet von Hunderten von Mitgliedern einer Gemeinde, die mich ihrer Unterstützung und Treue versichern. Die über die Welt verstreuten Laienmitglieder können sich einfach nicht vorstellen, wieviel Mut und Inspiration das demjenigen gibt, den Christus auserwählt hat, dieses große weltweite Unternehmen, Gottes Kirche, zu führen! Dass da Tausende von Menschen in allen Weltteilen innige Gebete an Gott richten, das gibt Kraft und Glauben, auszuharren in der Führung dieses großen Werkes.

Wie ist Gottes Kirche nun heute organisiert – wie arbeitet sie im modernen ausgehenden zwanzigsten Jahrhundert?

Christi Evangelium – die Botschaft vom Reich Gottes – geht machtvoll in die Welt hinaus durch Rundfunk- und Fernsehsendungen sowie durch die Zeitschrift The Plain Truth (Klar & Wahr) in Millionenauflage. Dieses farbig illustrierte, einmalige Magazin erscheint monatlich mit einer Gesamtauflage von mehr als sieben Millionen Stück, in sieben Sprachen, ein guter und interessanter Träger des Evangeliums Christi. Weiterhin werden auf Anfrage attraktive Bücher und Broschüren, ebenfalls in Massenauflage, verschickt. Eine Großkampagne von Werbeanzeigen erschien in führenden Zeitungen, etwa New York Times, Wall Street Journal, Los Angeles Times und San Francisco Chronicle, auch in der Londoner Times.

Allwöchentlich ergeht vom Hauptquartier ein 14- bis 20-seitiger Pastor General’s Report an alle Prediger, ferner alle 14 Tage die Zeitung The Worldwide News an alle Mitglieder. Das illustrierte Magazin The Good News (Die Gute Nachricht) wird an alle Laienmitglieder, Prediger und Mitarbeiter verteilt. Auch schickt der Pastor General jeden Monat an alle Mitglieder und Mitarbeiter einen Mitarbeiterbrief, der über Arbeit, Fortschritte und Bedürfnisse des Werkes berichtet.

Nicht vergessen sollten wir eine sehr wichtige Abteilung, den Bibelfernlehrgang, der kostenlos an Laienmitglieder und an die Öffentlichkeit versandt wird. Er besteht aus Lektionen, in denen biblische Grundthemen eingehend behandelt werden.

Erwähnt werden könnten auch noch die persönlichen Reisen des Autors in alle Weltteile, als persönlicher Botschafter des Evangeliums vor Königen, Kaisern, Präsidenten, Regierungschefs und Verantwortungsträgern vieler Länder.

Insgesamt ein gut koordiniertes Werk zur Ausführung des Auftrags der Kirche: 1) Verkündigung des kommenden Reiches Gottes, 2) weiden der Herde.

Der „Einzelgänger“ – der „individuelle Christ“, der ins Reich Gottes auf andere Weise als durch Christus und die Kirche kommen will, wird nicht so geschult, wie Christus es will, wird nicht ausgebildet zum Mitherrscher Christi in seinem Reich.

Wird fortgesetzt...

De Moa