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Ben White/Unsplash

Das Geheimnis der Kirche (Dreizehnter Teil)

Geheimnis der Zeitalter - Kapitel Sechs

Fortgesetzt von Das Geheimnis der Kirche (Zwölfter Teil)

Ein verblüffender Vergleich

Sehen wir nun, wie die leibliche Zeugung, Schwangerschaft und Geburt ein erstaunlich analoges Sinnbild der geistlichen Erlösung darstellt – der Neugeburt von Gott, der Erlangung des ewigen Lebens im Reich Gottes, ja der göttlichen Familie selbst, in die wir hineingeboren werden können!

Jeder erwachsene Mensch ist, in geistlicher Hinsicht, ein „Ei“ oder „Ovum“. Dieses „Ei“ selbst hat, mit dem ewigen Leben verglichen, nur eine sehr begrenzte Lebenserwartung von durchschnittlich 70 Jahren. Es kann aber geistliche, göttliche Unsterblichkeit erlangen, wenn es den Heiligen Geist empfängt, der direkt von der Person Gottes des Vaters ausgeht. Dieser göttliche Geist kommt mit dem Zellkern des menschlichen Ovums, welches der menschliche Geist und Verstand ist, zusammen und verleiht uns auch die göttliche Natur (2. Petrus 1, 4). Bis dahin besaßen wir nur unsere menschliche, irdische, fleischliche Natur.

So wie die menschliche Samenzelle die kleinste aller Körperzellen ist, ist auch der Heilige Geist in vielen neugezeugten Christen zunächst nur in sehr kleinem Maß vorhanden. Das Denken vieler Christen ist am Anfang noch etwa 99,44 Prozent weltlich! Anscheinend war das auch bei den Urchristen von Korinth der Fall (1. Korinther 3, 1-3). Der Apostel Paulus sagte, er müsse sie, in geistlichem Sinn, noch mit Milch ernähren – denn „feste Speise“ könnten sie noch nicht vertragen. Sie waren keinesfalls „wiedergeboren“.

Wie der körperliche Samen des Mannes schließlich seinen Weg zum Zellkern im Ei findet und sich mit ihm verbindet, so verbindet sich auch Gottes Geist mit dem menschlichen Geist und vereinigt sich mit ihm! Wie bereits erläutert, gibt es einen Geist im Menschen. Dieser menschliche Geist ermöglicht zusammen mit dem Gehirn das menschliche Denkvermögen. Gottes Geist vereinigt sich mit unserem Geist und bezeugt, dass wir jetzt Gottes Kinder sind (Römer 8, 16). Der Heilige Geist Gottes, nun mit dem menschlichen Geist in unserem Verstand verbunden, verleiht uns die Kraft, geistliche Erkenntnisse zu erlangen (1. Korinther 2, 11) – etwas, wozu der Menschenverstand allein nicht fähig ist.

Ewiges Leben – göttliches Leben – ist durch Gottes Geist nun schon vorhanden, aber wir sind noch keine unsterblichen Geisteswesen – noch nicht von Gott geboren –, noch keine Besitzenden, sondern erst irdische Erbschaftsanwärter (Römer 8, 17). Wenn aber Gottes Heiliger Geist in uns wohnt, wird Gott bei der Auferstehung „unsere sterblichen Leiber lebendig machen“, zur Unsterblichkeit erwecken durch seinen Geist, der „in uns wohnt“ (Römer 8, 11; 1. Korinther 15, 49-53).

Verfolgen wir die erstaunliche Analogie weiter!

Wir sind also zunächst noch nicht als göttliche Wesen geboren. Wir bestehen noch nicht aus Geist, sondern aus irdischer Materie. Das göttliche Leben ist erst gezeugt. Dieser göttliche Charakter fängt so klein an, dass zunächst nur wenig davon nach außen spürbar wird – abgesehen von der Begeisterung, der geistlichen „Schwärmerei“, die man in der „ersten Liebe“ der Bekehrung vielleicht ausstrahlt. Was aber tatsächliches geistliches Wissen und Charakterbildung anbelangt, so ist davon am Anfang noch wenig vorhanden.

Der geistliche Embryo

Sind wir also einmal geistlich gezeugt, so sind wir zunächst nichts als ein geistlicher Embryo. Nun müssen wir durch geistliche Nahrung ernährt werden und wachsen! Nach Jesu Aussage lebt der Mensch nicht vom Brot (leiblicher Nahrung) allein, sondern von einem jeden Wort Gottes (geistlicher Nahrung)! Diese Nahrung nehmen wir aus der Bibel auf! Wir gewinnen aber auch an geistlichem Wissen und Charakter durch persönlichen, innigen, fortwährenden Kontakt mit Gott im Gebet und durch christliche Gemeinschaft mit Gottes Kindern in seiner Kirche. Und auch durch die immerwährende Belehrung der Kirche.

Ein physischer Embryo und Fötus wird durch seine Mutter körperlich ernährt. Gottes Kirche heißt „das Jerusalem, das droben ist … das ist unsre Mutter“ (Galater 4, 26).

Man beachte die genaue Parallele! Die Kirche ist die geistliche Mutter ihrer Mitglieder. Gott hat seine Diener in seine Kirche berufen und auserwählt, um die Herde zu weiden – „damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib [die Kirche] Christi erbaut werden, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi“ (Epheser 4, 12-13).

Es ist die Pflicht der wahren Diener Christi (und wie wenige davon gibt es heute), die gezeugten, aber noch ungeborenen Heiligen vor falschen Lehren und falschen Lehrern zu schützen.

Eine menschliche Mutter trägt ihr ungeborenes Kind in dem Teil ihres Körpers, wo sie es am besten vor körperlichem Schaden schützen kann; dieser Schutz gehört ebenso zu ihrer Aufgabe wie die Ernährung des Ungeborenen! Auf dieselbe Weise beschützt die Kirche durch die Diener Christi ihre ungeborenen Mitglieder vor geistlichem Schaden; sie belehrt und instruiert sie, bereitet sie vor und steht ihnen bei! Welch wunderbares Ebenbild der Erlösung ist doch die menschliche Fortpflanzung!

Und weiter! Wie der menschliche Fötus körperlich bis zur Geburtsreife wachsen muss, so muss auch der gezeugte Christ wachsen, und zwar in der Gnade und Erkenntnis Christi (2. Petrus 3, 18) – er muss überwinden und während seines Lebens geistlichen Charakter entwickeln, um ins Reich Gottes hineingeboren zu werden.

Wie ein physischer Fötus allmählich, eins nach dem anderen, seine Körperorgane, Merkmale und Charakteristiken entwickelt, so muss der gezeugte Christ langsam, aber sicher geistlichen Charakter bilden – Liebe, Glaube, Geduld, Güte, Demut, Freundlichkeit, Selbstbeherrschung. Er muss nach dem Wort Gottes leben und es verwirklichen. Er muss göttlichen Charakter entwickeln!

Am Ende – Unsterblichkeit!

Dann, wenn Gott die Zeit für gekommen hält, wird der Mensch, mag er auch inzwischen gestorben sein, bei Christi Rückkehr durch eine Auferstehung oder unmittelbare Verwandlung zur Unsterblichkeit von Gott geboren werden – ins Reich Gottes geboren werden, denn Gott ist dieses Reich! Der Mensch besteht dann nicht mehr aus irdischem Fleisch, aus Materie, sondern aus Geist, wie auch Gott Geist ist (Johannes 4, 24).

Wie herrlich ist die Wahrheit Gottes!

Und doch – durch eine heimtückische Verführung hat Satan die Menschheit für die Tatsache blind gemacht, dass Gott das Reich ist, das Jesus verkündete, und dass wir als geistige Einzelwesen geboren werden können, als Teil der göttlichen Familie, als Teil des Reichs Gottes!

Wie kostbar, rein und wohltuend ist Gottes Wahrheit! Gott schuf die Sexualität als physisches Abbild seines wunderbaren Erlösungsplanes, um ihn uns damit ständig vor Augen zu führen!

Aufgabe der Kirche – als geistliche Mutter der Christen, die in ihr sind – ist es, heiligen, gerechten und vollkommenen göttlichen Charakter in jenen auszubilden, die Gott berufen und seiner Kirche hinzugetan hat.

Denken wir daran: Es kann niemand zu Christus kommen, es sei denn, dass Gott der Vater ihn beruft, „zieht“ (Johannes 6, 44). Man wird nicht zur Bekehrung gebracht durch die „Redekunst“ von Evangelisten, durch flammende oder sentimentale Aufrufe, durch gefühlvolle Kirchenlieder.

Nein, für solcherart „Missionieren“ findet sich im Neuen Testament keinerlei Beispiel! Und doch wird vielfach angenommen, dies sei die Art, die Christus wollte, die Art, die Jesus lehrte.

Jesus ist nicht zu einem „Seelenrettungskreuzzug“ gekommen, um die Menschen aus der Welt Satans zu retten. Er ist vielmehr gekommen, um eine Schar Erwählter und Vorberufener aus der Welt Satans herauszuberufen. Jesus sagte, für andere aus Satans Welt sei es unmöglich, zu ihm zu kommen und das Heil zu erlangen, es sei denn, Gott berufe sie eigens zu Priestern und Lehrern für die Welt von morgen, die an die Stelle der Welt Satans treten soll. Niemals hat Jesus Menschen angefleht, ihm „ihr Herz zu schenken“. Im Gespräch mit der Samariterin an Jakobs Brunnen nannte Jesus den Heiligen Geist „lebendiges Wasser“.

Die Frau hatte ihn gebeten: „Herr, gib mir solches Wasser, auf dass mich nicht dürste …“ Ein direktes Ersuchen einer Unbekehrten um Heilserlangung und die Gabe des Heiligen Geistes. Doch Jesus wies sie nur auf ihre Sünden hin – auf das, was sie zu bereuen hatte! Er sagte nicht: Komm zu mir, wie du bist, in deinen Sünden.

Niemand kann „so“ zu Jesus kommen – Gott der Vater muss ihn ziehen! Alle haben gesündigt. Sünde richtet sich gegen Gott den Vater. Sünde muss erst bereut werden – man muss sich von ihr abkehren! Das beinhaltet viel mehr als bloßes Bedauern. Die Reue muss tief genug sein, dass sie auch eine Abkehr von der Sünde umfasst, ein Überwinden der Sünde. Dies versöhnt einen mit Gott dem Vater im Glauben an Christus. Gott der Vater ist es, der Menschen in die Kirche zum Heil beruft (Apostelgeschichte 2, 47). Gott ist es, der die „Glieder“ der Kirche „setzt“ (1. Korinther 12, 18) – nicht emotionale evangelistische Appelle und Missionsversuche!

Gott beruft die einzelnen Mitglieder der Kirche, damit sein heiliger, gerechter, vollkommener Charakter in ihnen entwickelt wird. Und wozu? Zur Vorbereitung auf das Leben als Gottwesen im Reich (der Familie) Gottes, als Herrscher über die ganze Erde in der Herrschaftsordnung Gottes!

Wie entwickelt nun die Kirche, als geistliche Mutter ihrer Mitglieder, diesen geistlichen Charakter?

Dies bringt uns zum eigentlichen Zweck und der Bestimmung der Kirche. Dies bringt uns zu der Erkenntnis, warum niemand außerhalb der Kirche wiedergeboren werden kann.

Wird fortgesetzt...

De Moa