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Aaron Burden/Unsplash

Das Geheimnis der Kirche (Dritter Teil)

Geheimnis der Zeitalter - Kapitel Sechs

Fortgesetzt von Das Geheimnis der Kirche (Zweiter Teil)

Kirche des Alten Testaments

Das alttestamentliche Israel hatte eine Funktion, die die Aufrichtung des Reiches Gottes vorbereitete. Inhaltlich am weitesten zurück reicht eine Nennung der Kirche in Apostelgeschichte 7, 38; da ist von der „Gemeinde in der Wüste“, den Israeliten am Sinai unter Mose, die Rede. So war also das alttestamentliche Israel die „Kirche“. Im Alten Testament wird sie meist als „Gemeinde Israel“ bezeichnet.

Nun ist jedoch, wie wir sehen werden, die neutestamentliche Kirche völlig anders und hat einen völlig anderen Zweck als die alttestamentliche. Fast niemand hat verstanden, dass das Evangelium der Welt erst dann verkündet werden konnte und Gottes berufene Gemeinde erst dann den Heiligen Geist empfangen konnte, nachdem Jesus erstens sich qualifiziert hatte, indem er Satan überwand, und zweitens nach der Auffahrt in den Himmel verherrlicht worden war (Johannes 7, 37-39).

Dies ist ein Thema, welches nicht einmal die Theologen und Kirchenführer von heute verstehen. Es ist in der Tat ein Geheimnis, das enthüllt und verstanden werden muss. Wir wollen zunächst die Frage klären, wer und was Christus ist.

Aus Kapitel eins wird erinnerlich sein: In der Ewigkeit, bevor die Welt wurde, war Christus bereits „Logos“ und auch Gott, und als Jesus wurde er dann geboren als Gottes Sohn. Was war nun Jesus als Gottes Sohn? Er wurde „der letzte Adam“ genannt (1. Korinther 15, 45). Warum der letzte Adam? Der erste Adam hatte Gelegenheit, vom Baum des Lebens zu essen, Gott-Leben zu empfangen – Gott zu gehorchen und Satan auf dem Erdenthron abzulösen. Dies zu tun, kam nun Jesus: um sich für die Ablösung Satans zu qualifizieren und mit Hilfe der aus der Welt Satans Herausberufenen die göttliche Herrschaftsordnung auf Erden (wieder) zu errichten. Er brachte auch eine Botschaft von Gott, das Evangelium. Evangelium bedeutet wörtlich: gute Nachricht. Und sein Evangelium die durch ihn von Gott gesandte Botschaft war die gute Nachricht vom Reich Gottes. Und das Reich Gottes, wie wir sehen werden, soll zustande kommen durch die Wiederherstellung der Regierung Gottes über die Erde und die Entthronung Satans.

Ferner kam Jesus, um die Kirche zu gründen. Und er kam, um das Lösegeld für eine gefangene Welt zu entrichten und mit dem Preis dafür – seinen Tod – die Strafe zu zahlen, die alle Menschen durch ihre Sünden auf sich gezogen haben.

Jesus – Erdenherrscher und König

Wieder eine Tatsache, die fast alle „Christen“, die Theologen inbegriffen, nicht kennen: Jesus ist zum König geboren!

Pilatus, vor dem Jesus als Angeklagter stand, fragte ihn: „So bist du … ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen … “ (Johannes 18, 37). Auch sagte Jesus: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt … [sonst würden] meine Diener … darum kämpfen … “ (Vers 36). Dies zeigt, dass es sich um Satans Welt handelt. Jesus kam, um Menschen aus dieser Welt herauszuberufen, berufen zur Vorbereitung auf Lehr- und Herrscheramt unter ihm, wenn er als König den Erdenthron besteigt.

Vor der Zeugung und Geburt Jesu hatte Gott zu Jesu künftiger Mutter Maria durch seinen Engel gesagt: „Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen. Der wird groß sein und ein Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird ein König sein über das Haus Jakob ewiglich, und seines Reichs wird kein Ende sein“ (Lukas 1, 31-33). Sein Evangelium war die gute Nachricht vom Reich – vom Reich Gottes.

Wesentlich ist, dass wir hier verstehen, dass Jesus während seines menschlichen Lebens Gott und Mensch zugleich war. In Jesaja 7, 14 wird Maria, die Mutter Jesu, als die Jungfrau angesprochen, die einen Sohn gebären soll. Der Name des Sohnes in dieser Prophezeiung lautet Immanuel, das heißt „Gott mit uns“. Mit anderen Worten, Jesus war Gott und zugleich Mensch. Einen menschlichen Vater hatte er nicht. Der allmächtige Gott war sein Vater, er zeugte ihn durch den Heiligen Geist. War nun Jesus „Gott mit uns“, so war er andererseits doch auch ein Mensch wie wir, Versuchungen ausgesetzt wie alle. Obwohl Gott in Menschengestalt, vollzog er sein irdisches Wirken als Mensch. Wir erinnern uns: Er war der letzte Adam. Es war notwendig, dass er als Mensch den „verbotenen Baum“ zurückwies und den Baum des Lebens annahm. Es war notwendig, dass er, wie der erste Adam es hätte tun können, ganz auf Gott den Vater baute. Gott lebte ja auch in Christus, und Jesus gehorchte dem Vater vollkommen. Er qualifizierte sich dafür, Satan den Erdenthron zu entreißen.

Jesus war Gott

Wozu war es notwendig, dass Jesus beides war: Gott und Mensch? Als Gott war er der Erschaffer aller Menschen. In Epheser 3, 9 ist offenbart, dass Gott durch Jesus Christus alle Dinge geschaffen hat. Als nun Jesus als Mensch geboren wurde, war sein Leben als unser Erschaffer herrlicher als das aller Menschen zusammen. Da es Menschen sind, die gesündigt haben und unter die Todesstrafe gekommen sind, verlangt Gottes Gesetz auch Menschentod als Strafe für Menschensünde. Als unser Erschaffer war Jesus nun der einzige Mensch, dessen Tod der Preis für die Sünden aller Menschen sein konnte.

Anders hätte der Schöpfergott eine zum Tode verurteilte Menschheit nicht erlösen können.

Jesus: geschlagen, damit wir geheilt werden

Wir müssen im Gedächtnis behalten, dass Jesus bei allem Gottsein auch zutiefst menschlich war, wie Sie und ich. Er konnte die gleichen Schmerzen erleiden. Auf Verlangen des Pöbels war er vom römischen Statthalter Pilatus zum Tode verurteilt worden.

Er war ein starker, kräftiger Mann von 33 Jahren, kerngesund. Weil er nicht ein einziges Gesundheitsgesetz gebrochen hatte, litt er beim Sterben wie kein anderer Mensch. Beim Prozess vor Pilatus war er die ganze Nacht auf gewesen, ohne Schlaf. Am Morgen übergab ihn Pilatus der Geißelung, danach sollte er hingerichtet werden.

Geißelung – das hieß, bis zur Hüfte entkleidet in gebückter Haltung an einen Pfahl gebunden zu werden. Gegeißelt wurde mit Peitschen aus Lederriemen, in die Blei- und Knochenstückchen sowie scharfkantige Metallteile eingearbeitet waren. Sie schnitten tief ins Fleisch, wenn die Riemen auf den Körper klatschten. Bis aufs Blut wurde Jesus gepeitscht, bis die Rippen bloß lagen. Das Geißeln sollte die Opfer schwächen, damit sie am Kreuz rasch starben. Wie in Jesaja 52, 14 vorausgesagt: So entstellt, nicht mehr einem Manne ähnlich war sein Aussehen und seine Gestalt nicht mehr wie die der Menschenkinder“ (Menge-Übers.).

Diese unbeschreibliche Geißelung wurde erduldet, damit Gläubige von physischen Übertretungen, Krankheiten oder Leiden geheilt werden können (Jesaja 53, 5; 1. Petrus 2, 24). Welch furchtbaren Preis hatte unser Erschaffer zu entrichten, damit, wenn wir glauben, geheilt werden können. Und doch ignorieren fast alle, die sich als Gläubige bezeichnen, völlig, was ihr Erlöser für sie getan hat; und anstatt auf ihn zu bauen, setzen sie ihr Vertrauen in Ärzte, Drogen, Medikamente und Skalpelle.

Die schreckliche Geißelung schwächte Jesus so sehr, dass er sein Kreuz nicht mehr selber tragen konnte, außer über eine kurze Strecke. Ein anderer musste ihm dabei helfen.

Wird fortgesetzt...

De Moa