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Das erste Gebot mit Verheißung

Stabile Familien sind die Grundlage starker Nationen. Das fünfte Gebot zeigt uns, wie wir unsere Familien und Nationen stark halten können.  

Wir müssen begreifen! Schlagzeilen zeigen, dass unsere westliche Gesellschaft verwirrt ist über das, was eine Familie zusammenbindet. Einige wollen mit aller Macht die Öffentlichkeit überzeugen, dass es eine neue Definition der Familie geben sollte. Wir sollten vor dieser entscheidenden Angelegenheit nicht die Augen schließen. Fragen Sie sich selbst: Kann es wirklich eine neue Definition der Familie geben?

Die Lobby der Homosexuellen hat bereits strategische Schritte unternommen, die Familie neu zu definieren, indem sie die Gerichte dafür verwenden, gleichgeschlechtliche Ehen zu legalisieren. Einige homosexuelle Paare haben Kinder adoptiert. Andere haben durch den Einsatz künstlicher Hilfsmittel Kinder zur Welt gebracht. Diese Paare kämpfen verzweifelt um Anerkennung als Familie.

In den Vereinigten Staaten, ist Massachusetts der erste Staat, der gleichgeschlechtliche Ehen anerkennt. Die Stadt San Francisco, Kalifornien, hat das gleiche getan. In sieben anderen Staaten laufen noch anhängige Gerichtsverfahren. Ehen zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren sind in drei Provinzen Kanadas legalisiert worden, ebenso in den Niederlanden und in Belgien. Starke Strömungen treiben gleichgeschlechtliche Ehen im Vereinigten Königreich, in Frankreich, Schweden, der Schweiz, Luxemburg und Spanien voran. Der Kampf ist angesagt. Homosexuelle bezeichnen ihren jüngsten gerichtlichen Schritte einen echten Sieg. Wir müssen zugeben, dass hier viel mehr dahinter steckt, als die Besorgnis über Versicherung und Steuervorteile.

Hier ist der wahre Sachverhalt. Die altehrwürdigen Institutionen von Ehe und Familie werden brutal attackiert. Tatsächlich waren diese Einrichtungen schon für Dekaden unter Angriff. Informierte Leute, einschließlich Pädagogen, Journalisten und Nachrichtensprecher wissen, dass es eine gut organisierte Verschwörung gegen die traditionelle Familie gibt. Können wir erkennen, dass das traditionelle Familienleben bedroht wird? Seit den 1960er Jahren haben die neue Moralität, überhand nehmende Ehescheidungen und der Feminismus, die Familie stark geschwächt. Jetzt will die Homosexuellen­bewegung der traditionellen Familie den Todesstoß versetzen. Wer ist bereit, für die Familie einzustehen und zu kämpfen?

Wir müssen verstehen lernen, dass eine Neudefinierung der Familie die Zerstörung der Familie bedeutet. Stabile traditionelle Familien sind das Rückgrat jeder starken Nation. Die Geschichte zeigt uns, wenn das Familienleben – Mann, Frau und Kinder – auseinanderfällt, die Nation auch zerfällt.

In die Medien werden Fragen gestellt und beantwortet: Besteht die Familie aus Mann, Frau und biologischen Kindern? Oder besteht sie aus zwei Männern bzw. zwei Frauen in einer so genannten verbindlichen Beziehung und adoptierten Kindern? Oder aus zwei Männern bzw. zwei Frauen mit Kindern, die künstlich empfangen wurden? Aber eine wichtigere, nie beachtete Frage ist: Haben die Menschen überhaupt die Authorität, die Familie zu definieren?

Fünftes Gebot festgelegt 

In unserer Serie über die Zehn Gebote haben wir ihnen gezeigt, dass die Zehn Gebote ein Gesetz der Liebe sind. Die Menschen sind sich im Unklaren darüber, wie sie Gott und wie sie einander lieben sollen. Die Gebote lehren uns, wie wir beides tun können. Der Apostel Johannes schrieb: „Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer“ (1. Johannes 5,3). Gott gab den Menschen die Gebote, damit wir wirklich lieben und eine echte Liebe in all unseren Beziehungen erleben können. Die Gebote sind kein schrecklicher Fluch, wie so viele glauben.

Die ersten vier Gebote definieren, wie man eine richtige Beziehung zu Gott haben kann. Die Befolgung dieser Gebote hält diese Beziehung aufrecht. Die restlichen sechs zeigen uns, wie wir richtige Beziehungen mit anderen Menschen haben können. Das Fünfte Gebot ist das erste und wichtigste der letzten sechs. Tatsächlich definiert das Fünfte Gebot, wenn es voll und ganz verstanden wird, die grundlegendste aller menschlichen Beziehungen – die Familie!

Vom Berg Sinai verkündete Gott dieses Gebot an die neulich gegründete Nation Israel: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird“ (2. Mose 20,12). Es ist leicht auf den ersten Blick zu erkennen, dass dieses Gebot den Kindern befiehlt, ihren Vater und ihre Mutter zu ehren und ihnen zu gehorchen. Achtung und Gehorsam reflektieren wahre Liebe. Wenn wir darüber meditieren, dann sagt dieses Gebot viel über die Familie aus!

Beachten Sie, dieses Gebot sagt nicht, ehre deinen Vater und Vater, bzw. deine Mutter und Mutter. Es sagt klipp und klar, ehre deinen Vater und deine Mutter. Diese Aussage klärt jegliche Konfusion über die Struktur der Familie. Gemeinsam mit diesem und dem Siebten und Zehnten Gebot, wird die Definition der Familie vom großen Schöpfergott festgelegt – ein Mann und eine Frau in heiliger Ehe gebunden, und Kinder. Es gibt keine anderen Alternativen! Wenn befolgt, schützen diese drei Gebote die Gottgeplanten Einrichtungen der Ehe und Familie. Das Siebte und Zehnte Gebot werden wir in künftigen Artikeln im Detail erklären.

Stabile Familien – starke Nationen 

Das Fünfte Gebot endet nicht mit der Definition einer Familie. Es birgt noch viel mehr. Gott erklärt auch, warum alle Kinder ihre Eltern ehren müssen. Es gibt einen ernstlichen Grund, wobei es um Leben und Tod geht.

Zur Zeit der Verkündung der Zehn Gebote stand Israel als Nation ganz an ihrem Anfang. Sie sollte anders sein wie jede andere Nation, die je auf Erden gegründet wurde. Sie sollte Gottes Nation sein. Er sollte ihr alleiniger Herrscher sein. Gott gab dem Volk Israel das Fünfte Gebot, auf dass es lange in dem Lande leben möge. Können wir hier dieses fantastische Wissen erkennen? Viele andere Nationen waren vor der Geburt Israels bereits gekommen und gegangen. Gott betrachtete den Respekt vor elterlicher Autorität als den Schlüssel ihrer Langlebigkeit!

Das Fünfte Gebot birgt sowohl eine fantastische Verheißung als auch eine starke Warnung. Diese Verheißung und Warnung gelten nicht nur für Israel. Bedenken Sie, die Zehn Gebote sind für alle Menschen verbindlich. Gott machte Israel einfach zuerst mit den Geboten bekannt. Gott gab den Menschen das Fünfte Gebot, auf dass wir lange auf Erden leben würden.

Der Apostel Paulus bestätigt diese Wahrheiten. Er lehrte die Epheser: „Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn; denn das ist recht. Ehre Vater und Mutter, das ist das erste Gebot, das eine Verheißung hat: „auf dass dir’s wohlergehe und du lange lebest auf Erden“ (Epheser 6,1-3). Beachten Sie diese eingehende Lehre von Paulus. Er war der Apostel der Nichtjuden. Er war von Geburt ein Israelit, der die tragische Geschichte bezüglich des Scheiterns seiner Vorfahren als Nation kannte. Die Assyrer hatten die nördlichen zehn Stämme über 700 Jahre vorher von ihrem Land vertrieben. Obwohl die kleine Nation Juda von der babylonischen Gefangenschaft zurückgekommen war, wurden diese Menschen von den Römern unterdrückt. Es gab Gründe hinter diesen historischen Ereignissen. die Missachtung des Fünften Gebotes war ein großer Faktor. Paulus verstand, dass niemand diese Geschichte wiederholen müsste.

Hier weist Paulus die Kinder der nichtjüdischen Bekehrten an, das Fünfte Gebot zu befolgen und erklärt auch, warum. Mit besonderem Eifer erklärt Paulus, dass das Fünfte Gebot das erste Gebot mit der Verheißung eines langen Lebens auf Erden ist. Paulus wandte dieses Gebot auf alle Menschen an – nicht nur auf sein eigenes Volk. Das müssen auch wir tun.

Gott inkludierte im Fünften Gebot Seine offenbarte Instruktion, dass stabile Familien starke Nationen bilden. Wenn alle Kinder die elterliche Autorität ehren und beherzigen, dann resultieren daraus unfassbare Segnungen, einschließlich Friede, Wohlstand und Gesundheit. Gott warnt uns: Zerstört die Familieneinheit durch Ehrlosigkeit und Unfolgsamkeit und unsere Nationen werden das Elend von Verbrechen, Gewalt, Krieg und möglicher Vernichtung erleiden!

Eine Ursache der weltweiten Gewalt 

Wir leben in extrem gefahrvollen und gewaltsamen Zeiten. Kennen wir die Ursachen der Auswirkungen, die wir erleiden? Gott gab Paulus einen prophetischen Blick auf unsere Tage. Er zeichnete für uns die Hauptursachen für weltweite Gewalt auf. Er sagte deutlich: „Das sollst du aber wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten kommen werden. Denn die Menschen werden viel von sich halten, geldgierig sein, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam …“ (2. Timotheus 3,1-2). Sind wir überrascht, dass eine der Hauptursachen für die weltweite Gewalt der Ungehorsam der Kinder gegenüber ihren Eltern ist?

Unser Zeitalter ist ein äußerst selbstsüchtiges. Die Menschen aller Nationen sind erfüllt von Geldgier und Habsucht. Nationen führen Krieg, um die Besitztümer anderer zu stehlen. Wir sind überaus hochmütig und stolz geworden. Wir prahlen mit all unseren wissenschaftlichen und technischen Leistungen. Dadurch ignorieren wir Gott, der uns mit den Talenten und dem Können gesegnet hat, solchen Reichtum und solche Macht zu erlangen. Überdies haben wir auch den Verfall unseres Familienlebens zugelassen. Wir haben eine freizügige Gesellschaft gebildet, die dem Gehorsam gegenüber Eltern oder anderen ernannten Autoritäten wenig Achtung zollt.

Regierungsführer und hohe Militärs arbeiten fieberhaft, um die westliche Gesellschaft von gewaltsamen Terroranschlagen zu schützen. Bessere Geheimdienste, Sicherheitsmaßnahmen, Armeen, Polizisten und Waffen werden uns nicht vor zunehmender Gewalt verschonen können. Eine Wiedereinführung starker, gehorsamer Familien würde den Großteil unserer heutigen Gewaltprobleme lösen.

Ist das eine Übervereinfachung? Experten wissen, dass die meisten erwachsenen Gewalttäter in einem sehr jungen Alter beginnen.

Wir müssen verstehen, was gegenwärtige Trends der Jugendgewalt bedeuten. Während der Schuljahre 2003-2004 sind 48 Menschen durch Gewalt in der Schule gestorben – mehr als in jedem anderen Jahr des vorigen Jahrzehnts (USA Today, 28 Juni). Dennoch scheinen die Experten widersprüchliche Analysen über Statistiken der Jugendgewalt zu geben. Eigene Experten sagen, dass Verbrechen im Allgemeinen rückläufig sind. Aber USA Today bemerkt, dass Schulsicherheitsverfechter einen scharfen Anstieg in Banden­bezogenen Aktivitäten sehen. Bandenbeobachter wissen, dass sich die Bandenaktivität wie eine Plage landesweit über hunderte von Städte verbreitet. Das heisst, dass das kommende Schuljahr höchstwahrscheinlich noch gewalttätiger sein wird. Was können wir tun? Einfach mehr Geld draufzuzahlen wird das Problem nicht lösen.

Wir sollten die Wahrheit eingestehen. Die Krise der Jugendgewalt hat ihren Ursprung in der frühen Kindheit im elterlichen Heim. Das Verhalten einer Person gegenüber Autorität und Besitz, sowie der Umgang mit anderen, beginnt im Kinderzimmer. Um die von Erwachsenen oder Jungendlichen verursachte weltweite Gewalt zu beenden, müssen wir unsere Familien in Ordnung bringen.

Der Vater im Blickpunkt 

Denken Sie daran, das Fünfte Gebot ist einer der großartigen zehn Punkte von Gottes ewigem, geistigem Gesetz. Auf diese Weise hat es in den Augen Gottes große Bedeutung. Das Gebot beginnt: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren …“ Das hebräische Wort für ehren ist kawbad, und bedeutet im Überfluss, reichlich bzw. zur Ehre erheben. Dieses Gebot gilt für uns alle, unser ganzes Leben lang. Gott verlangt, dass wir für unseren Eltern reichliche Anerkennung zeigen, sowohl in Worten als auch in Taten.

Unter der alttestamentarischen Ordnung waren Übertretungen dieses Gebotes mit dem Tod zu bestrafen. „Wer Vater oder Mutter schlägt, der soll des Todes sterben.… Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben“ (2. Mose 21,15; 17). Hier sehen wir die große Bedeutung, die Gott diesem Gebot zuordnet.

Das Erste Gebot verlangt, dass die Menschheit dem hohen Rang Gottes als Schöpfer die Ehre erweist. Das Fünfte Gebot verlangt, dass alle Menschen dem höchsten menschlichen Rang die Ehre erweisen – dem Rang der Eltern. Dieses Gebot bildet also die Brücke zwischen den zwei großen Teilbereichen von Gottes Gesetz. Wir werden nie wirklichen geistigen und physischen Erfolg erreichen, ohne dass wir Gott ehren und Ihm gehorchen. Können wir erkennen, dass dasselbe auch auf unsere menschlichen Eltern zutrifft?

Die Beziehung zwischen Kindern und ihren Eltern ist ein exaktes Musterbild der geistigen Beziehung zwischen konvertierten Christen und Gott dem Vater. Die Lektionen der Anerkennung, Hochachtung und des Gehorsams, die Kinder durch ihre Beziehung zu den Eltern lernen, bleiben mit einem Kind fürs ganze Leben – sogar bis in Ewigkeit! In den Augen eines kleinen Kindes nimmt ein Elternteil die Stelle Gottes ein. Ein Elternteil ist der Versorger, Beschützer, Liebesspender, Lehrer und Gesetzesvollstrecker des Kindes.

Effektive Kindererziehung und die darauffolgende Reaktion des Kindes, wird seine spätere Beziehung zur Gesellschaft weitgehend festlegen. Ganz sicher wird es seine Beziehung zu Gott beeinflussen.

Beachten Sie, dass Gott in dem Gebot zuerst den Vater erwähnt. Das heißt, dass Väter die erste, bzw. einflussreiche Stelle in den Familien einnehmen sollen. Warum? Der menschliche Vater repräsentiert Gott den Vater. Kinder sollen ihren Väter reichlich Ehre und Gehorsam erweisen. Leider hat die Vaterschaft jahrzehntelang tatsächlich Schläge hinnehmen müssen. Es findet eine echte und aktive Verschwörung gegen die Vaterschaft statt. Bestellen Sie ein Gratisexemplar unserer Broschüre Verschwörung gegen die Vaterschaft von Gerald Flurry. Diese Augen öffnende Broschüre wird Sie aufmerksam machen auf den Krieg gegen „die Hauptinstitution unserer Gesellschaft“. Um die Familie wirklich in Ordnung zu bringen, müssen wir die Väter wieder zurückbringen als Oberhäupter der Familien.

Jeder Vater muss verstehen lernen, dass er für seine Kinder Gott repräsentiert. Dieses Verständnis verlangt, dass der Vater sich als ehrenwert erweist. Natürlich muss eine Mutter dasselbe tun. Beide müssen ein Leben führen, welches der Achtung ihrer Kinder würdig ist. Paulus sagte zu den Kindern, seid gehorsam euren Eltern „in dem Herrn“. Das heißt, dass die Eltern nach hohem Standard leben müssen. Sicherlich führen viele Eltern heute ein abscheuliches Leben, das der Achtung eines Kindes unwürdig ist. Manche Eltern führen sogar kleine Kinder in eine anstößige Lebensweise, wie z.B. Kinderpornografie. Gott erwartet von keinem Kind, sich einem solchen Autoritätsmissbrauch zu unterwerfen.

Segnungen für Gehorsam

Die Hauptverantwortung eines Vaters ist, seinen Kindern Gehorsam gegenüber allen Authoritäten zu lehren. Ein Kind muss zunehmen an Wissen, Weisheit und Erfahrung, die für weise Entscheidungen notwendig sind. Es ist äußerst wichtig, dass Väter kleine Kindern lehren, sofort und bedingungslos zu gehorchen. Eltern sollen ein Kind nicht zum Gehorsam überreden. Natürlich gibt es Zeiten, wenn Erklärungen und Gründe angebracht sind. Aber in Notfällen könnte es keine Zeit oder Gelegenheit für Erklärungen geben. Dies steht in krassem Widerspruch zur modernen Kindererziehungs–Philosophie. Doch für die Sicherheit des Kindes ist es unbedingt erforderlich zu lernen, auf einen erteilten Befehl hin gewohnheitsmäßig sofort zu gehorchen. Es könnte nicht nur das physische Leben eines Kindes retten, sondern wird auch zum geistigen Erfolg eines Kindes beitragen.

Das Hauptziel aller Kindererziehung ist, den Kindern Gehorsam gegenüber Gott zu lehren. Während ein Kind heranreift, sollten Väter und Mütter viel Belehrung über Gott den Vater geben. Weise Eltern lassen die Kinder wissen, dass Gott der allmächtige Schöpfer und Herrscher über die Erde und das Universum ist. Gottesfürchtige Eltern lehren ihre Kindern, ihrem großen geistigen Vater sogar mit mehr Liebe Ehre und Gehorsam zu erweisen, als ihren irdischen Eltern. Wirklich verstehende Eltern machen den Kindern klar, dass Gott sie für ihren Gehorsam reichlich segnen wird.

Denken Sie an die Segnungen, die von selbst durch gewohnheitsmäßigen Gehorsam gegenüber Autorität kommen. Junge Leute, die Autoritäten und Behörden tief respektieren, werden nicht zu Verbrechern. Es würde ihnen niemals in den Sinn kommen, jemanden zu berauben, zu schlagen oder zu ermorden. Niemals würden sie daran denken, Drogen zu nehmen, bzw. Alkohol oder Sex zu missbrauchen. Gehorsam gegenüber dem Fünften Gebot führt zur Charakterbildung, die ein langes Leben bewirkt. Eine junge Person mit respektvoller und gehorsamer Natur meidet Rücksichtslosigkeit, Gewalt, schlechten Umgang und Rebellion gegen Autorität, welche oftmals zum Tod führen.

Gehorsame und respektvolle Kinder sind geschützte Kinder. Kindern müssen Grenzen gesetzt werden. Kinder wollen festgelegte Grenzen. Sie sind wirklich glücklich mit Regeln und Richtlinien. Jugendliche brauchen einen Zapfenstreich! Kinder wissen intuitiv, dass Eltern die Verantwortung als Autorität tragen müssen. Wenn Eltern ihre Autorität nicht nützen, dann fühlt sich ein Kind ungeliebt, ungeschützt und unsicher.

Ein gehorsames Kind leidet nicht unter Frust. Das ungehorsame Kind ist ein frustriertes Kind. Schuldgefühle und Rebellion füllen seinen Kopf. Das Kind, das seine Eltern liebt, ehrt und ihnen gehorcht, führt ein glückliches, sorgenfreies und zielbewusstes Leben. Später, wenn erwachsen, sollte sich das geistige Leben, von der Ehre für seine Eltern, naturgemäß weiterentwickeln zur Ehrfurcht Gottes.

Können wir sehen, wie das Fünfte Gebot eine friedliche menschliche Gesellschaft hervorbringt? Können wir sehen, wie wichtig das Fünfte Gebot für die geistige Beziehung eines Kindes zu Gott ist?

Anerkennung betagter Eltern 

Die Zeit kommt für viele, wenn es nicht mehr nötig oder zutreffend ist, dass man den Eltern gegenüber streng gehorsam ist. Hingegen gibt es niemals einen Zeitpunkt, wo man die Eltern nicht mehr ehren sollte – insbesondere betagte Eltern. Wenn wir als Erwachsene die Eltern anerkennen, dann heißt das, dass wir ihre Arbeit und Mühen, die sie mit uns hatten, als wir jünger waren, ganz besonders schätzen. Der gewohnheitsmäßige Gehorsam in der Jugendzeit sollte sich naturgemäß zu einem selbstverständlichen Ausdruck tiefer und andauernder Anerkennung für die Eltern entwickeln. Erwachsene Kinder zeigen diese Anerkennung durch Höflichkeit, Rücksichtnahme und gute Taten.

Welcher Mann oder welche Frau mit Vernunft hat nicht die große Bedeutung der elterlichen Leistungen erfasst? Oftmals beginnen wir erst als Erwachsene die unzähligen Stunden an Arbeit, die unsere Erziehung in Anspruch nahm, zu begreifen. Es gab für sie schlaflose Nächte, wenn wir krank waren. Welche jungen Ehefrauen und Mütter haben nicht an die zahlreichen Speisen, und die Berge von Wäsche gedacht, die ihre Mütter zubereitet, bzw. gewaschen haben? Welche jungen Ehemänner und Väter haben nicht an die vielen Stunden der Belehrung und Spielzeit gedacht, die ihre Väter ihnen geschenkt haben? Welcher Ehemann hat sich nicht an die Überstunden erinnert, die sein Vater gern gearbeitet hat, um die Extras, die jede Familie wünscht, kaufen zu können?

Wenn Eltern alt werden, dann ist es Zeit, dieselbe tiefe Liebe und Hilfe zurückzugeben. Viele Eltern verlangen nach der Liebe, Zuneigung und Aufmerksamkeit ihrer erwachsenen Kinder. Doch zur Schande vieler erwachsener Kinder wird diese Liebe nie geschenkt.

Tausende von betagten Eltern werden in stickigen Altenheimen eingeschlossen, einfach weil ihre Kinder nicht gewillt sind, die Verantwortung für ihre Pflege zu übernehmen. Manche alten Menschen sind allein auf die magere Sozialhilfe angewiesen, auch wenn ihre Kinder sie finanziell unterstützen könnten.

Jesus Christus persönlich war zu Seiner Zeit mit derselben Sünde konfrontiert. Die so genannten religiösen Männer von damals fanden Entschuldigungen, damit sie nicht für die Bedürfnisse ihrer Eltern aufkommen mussten. Sie sagten, dass das nötige Geld für die Unterstützung ihrer betagten Eltern, Korban war, d.h., für den Tempeldienst bestimmt war. Korban war nicht Bestandteil des göttlichen Zehntensystems, sondern eine zusätzliche Opfergabe, um Gottes Gunst zu erlangen. Christus wies diese Heuchler zurecht: „Wie fein hebt ihr Gottes Gebot auf, damit ihr eure Satzungen aufrichtet! Denn Mose hat gesagt, Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, und: Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben“ (Markus 7,9-10). Hier gibt Jesus Christus eine wirksame Anwendung des Fünften Gebotes. Diese Männer argumentierten um Gottes Gebot herum. Dadurch sündigten sie gegen Gott. Wir müssen vorsichtig sein, Gottes Gesetz nicht zu verwässern.

Christus fuhr fort: „Ihr aber lehrt: Wenn einer zu Vater oder Mutter sagt: Korban – das heißt: Opfergabe soll sein, was dir von mir zusteht –, so lasst ihr ihn nichts mehr tun für seinen Vater oder seine Mutter und hebt so Gottes Wort auf durch eure Satzungen, die ihr überliefert habt; und dergleichen tut ihr viel“ (Vers 11-13). Die Lehre Jesu Christi könnte nicht deutlicher sein. Erwachsene Kinder müssen ihre Eltern nach Möglichkeit und Bedarf finanziell unterstützen. Wir dürfen nie Ausreden gebrauchen und vielleicht sagen: „All mein entbehrliches Geld ist Gott gewidmet!“

Das perfekte Beispiel 

Jesus Christus sagte: „Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, wie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe“ (Johannes 15,10). Christus gab Seinen Jüngern diesen Hinweis in der Nacht vor Seinem Tod. Er befolgte die Gebote Seines Vaters. Das ganze Leben Jesu Christi war ein glänzendes Beispiel des Gehorsam gegenüber dem Fünften Gebot. Er gehochte Gott dem Vater bedingungslos. Er gehorchte auch Seinen menschlichen Eltern. Dieser Gehorsam bewirkte den größten Segen für die gesamte Menschheit – unser Heiland.

Auf die Kindheit von Christus verweisend, schrieb Lukas: „Das Kind aber wuchs und wurde stark, voller Weisheit, und Gottes Gnade war bei ihm“ (Lukas 2,40). Aufgrund des Gehorsams wuchs Jesus Christus an Weisheit und geistiger Stärke.

Im selben Kapitel gibt uns Lukas den einzigen ausführlichen Bericht über Christus im jugendlichen Alter. Es ist ein erstaunliches Beispiel an Ehre, Respekt und Gehorsam. Im Alter von 12 Jahren waren Jesus und Seine Familie in Jerusalem gewesen, um das Passa und Fest der ungesäuerten Brote zu feiern. Während der Heimreise dachten Josef und Maria, dass Jesus bei anderen Familienmitgliedern wäre (Vers 43-44). Aber Er war nicht unter ihnen. Er war in Jerusalem geblieben, um mehr Information über Gott den Vater und Seine Gesetze zu erhalten. Natürlich bereitete das Seinen Eltern große Sorge. Sofort suchten sie nach Ihm.

Josef und Maria fanden Christus im Tempel sitzen, „mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte. Und alle, die ihm zuhörten, verwunderten sich über seinen Verstand und seine Antworten“ (Vers 46-47). Jesus erlangte eine unglaubliche Reife in diesem jungen Alter. Warum? Sicherlich war es zum großen Teil von einem stabilen Familienleben. Ganz offensichtlich versorgten und lehrten Ihn Seine menschlichen Eltern. Sie lehrten Ihm viel über Gott aus den Schriften. Wenn Seine Mutter Ihn fragte, warum er in Jerusalem geblieben war, antworte Er: „Warum habt ihr mich gesucht? Wisst ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist?“ (Vers 49). Das war keine respektlose Antwort. Er erinnerte Seine Eltern daran, dass Sie Ihn bezüglich Seines göttlichen Auftrages belehrt hatten. Im Alter von 12 Jahren ließ Er sie höchstwahrscheinlich wissen, dass Er immer besser verstehen konnte, was Gott der Vater von Ihm erwartete.

Alle Eltern können aus dieser Geschichte eine tiefe Lektion lernen. Weil Jesus Christus das Fünfte Gebot befolgte, führte Er ein Leben ohne Furcht, Frust und Unsicherheit. Da Er war nicht rebellisch war, hatte Er die geistige Freiheit, den in der Schrift offenbarten Plan Gottes wirklich zu erforschen und zu studieren. Gehorsam bringt unfassbare Segnungen in das Leben eines Kinds.

Das Ende der Geschichte ist, dass Jesus Christus nach Nazareth heimkehrte und Seinen Eltern untertan war (Vers 51). Welch ein erstaunliches Beispiel, dem es zu folgen gilt!

Paulus gibt uns in Hebräer auch eine wunderbare Zusammenfassung über das gehorsame Leben Christi. Paulus schreibt: „So hat er, obwohl er Gottes Sohn war, doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt. Und als er vollendet war, ist er für alle, die ihm gehorsam sind, der Urheber des ewigen Heils geworden“ (Hebräer 5,8‑9). Als Mensch lernte Jesus Christus vom großen Wert des Fünften Gebotes. Paulus zeigt uns, dass Er war durch Gehorsam vollendet wurde. Jesus Christus hätte niemals unser Erlöser sein können, wenn Er Gott und Seinen menschlichen Eltern, Josef und Maria, nicht gehorcht hätte. Wenn wir nicht lernen, Gott und unsere Eltern zu ehren und ihnen gegenüber gehorsam zu sein, werden wir nie das Heil erlangen.

Jesus Christus ehrte Seine Eltern bis zum Ende Seines Lebens. Wir wissen aus der biblischen Geschichte, dass Josef einige Zeit vor dem Beginn des Hirtenamtes Christi gestorben ist, denn er wird nirgendwo erwähnt, wenn Christus sich mit Seinen Familienmitgliedern beschäftigt. Maria war zur Witwe geworden. Aber sie verblieb unter der Obhut von Christus. Der bemerkenswerteste Bericht über die Liebe, Anteilnahme und Sorge, die Christus Seiner alternden Mutter entgegenbrachte, kam zum Zeitpunkt der Kreuzigung. Während Er den qualvollsten Tod erlitt, kümmerte sich Christus um das Wohlergehen Seiner Mutter. Johannes schreibt: „Als nun Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich“ (Johannes 19, 26-27). Hier vergewisserte sich Jesus, dass Johannes nach Seinem Tod für Maria sorgen würde. Während die meisten anderen Menschen sich auf sich selbst konzentrieren würden, konzentrierte sich Christus auf den Gehorsam gegenüber dem Fünften Gebot. Er dachte an die Arbeit, Sorge und Lehren, die Seine Mutter Ihm von Kindheit an geschenkt hatte und gab ihr die Ehre, die sie verdient hat.

Kinder und Erwachsene: Denken Sie daran, dem perfekten Beispiel von Jesus Christus zu folgen. Wir alle sollten das Fünfte Gebot befolgen – das erste Gebot mit Verheißung! 

Tb Ad De