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Wie großartig wird Guttenbergs Comeback sein?

Die deutschen Medien sind angetan von dem Comeback des beliebtesten deutschen politischen Superstars; er wird jedoch immer noch unterschätzt.

Das folgende ist ein Artikel, den wir schon einmal veröffentlicht haben. Doch aufgrund der bevorstehenden Wahlen glauben wir, dass es sinnvoll wäre, ihn noch einmal zu lesen:

Es ist nun schon mehr als sechs lange Jahre her, dass Karl-Theodor zu Guttenberg Deutschlands bekanntester Verteidigungsminister war. Die Gerüchte über sein Comeback nach seiner Plagiatsaffäre haben nie aufgehört. Dabei glauben Prominente der deutschen Politik, dass seine Zeit nun gekommen sein könnte. Im September könnte seine beste Chance für ein erfolgreiches Comeback sein, wie die Süddeutsche Zeitung angedeutet hat.

Diesen Juli entfachte der Parteichef der Christlich Sozialen Union (CSU), Horst Seehofer, das Feuer der Gerüchte erneut. Er versprach, Guttenbergs Comeback mit einem „relevanten Ministeramt“ zu honorieren. Seehofer sagte der deutschen Zeitung Bild, dass Guttenberg, natürlich abhängig von dem Wahlergebnis, vielleicht Deutschlands nächster Außenminister werden könnte. Es ist allgemein bekannt, dass Seehofer in Guttenberg seinen einzig möglichen Nachfolger für das Amt des bayrischen Ministerpräsidenten sieht.

Trotz Seehofers Versprechungen und der Hinterfragung durch die Medien nutzt Guttenberg jede Gelegenheit zu betonen, dass kein Comeback geplant ist. Er hat sich jedoch mit einigen öffentlichen Auftritten einverstanden erklärt, zu denen sonst nur hochrangige Politiker eingeladen werden.

Die Süddeutsche Zeitung wies am 20. Juli darauf hin, dass er – ungewöhnlich für einen Mann, der gar kein politisches Amt bekleidet – auf höchster Ebene Wahlkampf betreibt. Zum Beispiel wird nach dem berühmten Kanzlerduell zwischen den beiden Spitzenkandidaten – der Kanzlerin Angela Merkel von der Christlich Demokratischen Union (CDU) und ihrem Rivalen Martin Schulz von der Sozialdemokratischen Partei (SPD) – Guttenberg auch auf der politischen Bühne auftauchen, wenn er am 3. September an einer landesweit ausgestrahlten Talkshow mit Anne Will teilnehmen wird. Als Vertreter der CSU wird er die Ergebnisse des Kanzlerduells vor Millionen von Zuschauern analysieren. Er wird im deutschen Fernsehen auftreten, um Frau Merkel zu unterstützen, aber viele Wähler werden sich diese Talkshow ansehen, um ihn wiederzusehen.

Ein anderes wichtiges Ereignis während des Wahlkampfs ist das Gillamoos Volksfest in Bayern. In jedem Wahljahr werden dort während des Wahlkampfs einige der Spitzenpolitiker jeder Partei vorgestellt. Am 4. September werden alle Parteien ihre Parteichefs und Kandidaten für die Wahl in das bayrische Bierzelt schicken, außer der CDU/CSU, die stattdessen Guttenberg schicken wird. Dort wird er Frau Merkels schärfstem Konkurrenten im Wahlkampf Martin Schulz und den Parteichefs der anderen bedeutenden Parteien gegenübertreten wie Cem Özdemir von den Grünen und Christian Lindner von der Freien Demokratischen Partei (FDP).

Die CSU glaubt, dass Guttenberg die besten Chancen hat, die Gunst der Zuschauer zu gewinnen – das heißt, bessere Chancen als alle ihre derzeitigen Politiker. Seehofers Pressesprecher Jürgen Fischer sagte der Frauenzeitschrift Gala: Guttenberg „fasziniert die Menschen. Wir gehen davon aus, dass er die Bierzelte füllen wird.“

Aber Guttenberg stellte klar, dass sein Auftreten keinesfalls mit dem Versuch eines politischen Comebacks verwechselt werden sollte. In einem Interview mit dem Business Insider Deutschland sagte er: „Man braucht schon viel Fantasie, um die Unterstützung der Union mit einigen wenigen Wahlkampfauftritten als politisches Comeback zu bezeichnen.“ Er wolle vielmehr „einen Beitrag zur Wiederwahl der Bundeskanzlerin leisten und fünf Kilo Gewicht verlieren in der Hitze bayrischer Bierzelte.“

Guttenberg mag es ja ehrlich meinen, aber solche Kommentare sind auch politisch clever. Nach seinem Plagiatsskandal hatte er das Vertrauen der Deutschen verloren. Jedes Bemühen, wieder an die Macht zu kommen, wäre sofort abgewiesen worden. Tatsächlich hat er das auch schon versucht, indem er neun Monate nach seinem Rücktritt ein Buch veröffentlichte. Selbst der Titel des Buches „Vorerst gescheitert“ verrät seine Absichten, wie wir bereits berichteten.

Jetzt sagt Guttenberg, dass er kein politisches Amt anstrebe, aber sich noch sehr für Politik und für Weltereignisse interessiere. Er prahlt nicht mit seinen Fähigkeiten und seinen Qualifikationen – stattdessen überlässt er es anderen, das für ihn zu tun. Seehofer und seine Parteifreunde erinnern die Medien ständig daran, wie viel Fachkenntnis er im Ausland gewonnen hätte.

Die beiden scheinen in dasselbe bekannte Muster zu fallen. Guttenberg ist der verlorene Sohn, der sich so sehr schämt, dass er sich nicht mehr für gut genug hält, in die Politik zurückzukehren, selbst wenn er wollte. Zugleich ist Seehofer der liebende Vater, der ihn bittet zurückzukommen, weil er weiß, dass Guttenberg bereut hat und zweifellos viel Gutes für Deutschland tun könnte.

Ungeachtet Guttenbergs Absichten wollen viele Deutsche, dass er zurückkommt. Eine Umfrage über Geheimdienste und nationale Sicherheitsbündnisse für die Bild-Zeitung, die diesen Monat durchgeführt wurde, ergab, dass 45,8 Prozent der Deutschen für die Rückkehr Guttenbergs auf Bundesebene sind. Nur 36,5 Prozent sind dagegen. Am meisten unterstützen ihn die Wähler der CDU/CSU, von denen 64,5 Prozent für seine Rückkehr sind. Aber die meisten von ihnen, Seehofer eingeschlossen, sagen, er solle in kleinen Schritten zurückkehren.

Die Flüchtlingskrise und die Präsidentschaft Donald Trumps machen den Deutschen Angst. Je länger Guttenberg abwartet, umso stärker wird der Wunsch des Volkes nach einem starken Mann. Und je größer dieses Bedürfnis ist, umso großartiger wird auch sein Comeback sein.

Bezugnehmend auf diverse Prophezeiungen der Bibel stellte der Chefredakteur der Posaune, Gerald Flurry, bereits mehrmals fest, dass Karl Theodor zu Guttenberg ein Mann ist, den es zu beobachten gilt. Die Bibel offenbart, dass ein Mann mit großer Ausstrahlungskraft aufsteigen wird; er wird nicht nur in ein hohes Amt in Deutschland aufsteigen, sondern der Anführer des ganzen vereinigten Europas werden. Guttenberg hat das Potential, dieser Mann zu werden. Er mag ja nach seinem Skandal tief gefallen sein, aber er hat in den letzten sechs Jahren genug Erfahrung gesammelt, was ihn zum mächtigsten Mann der Welt machen könnte. Erfahren Sie mehr über Guttenbergs Eignung, ein solcher Mann zu werden in dem Artikel „Trump, Deutschland und KT zu Guttenberg.“ 

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