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Karl-Theodor zu Guttenbergs Scharfsinn

21.09.2017  •  Aus diePosaune.de
Ein starker deutscher Anführer steht unmittelbar bevor (Dritter Teil)
 

Fortgesetzt von Wer wird der nächste Karl der Große sein?

Wir haben Karl-Theodor zu Guttenberg nun schon seit einigen Jahren beobachtet und wiederholt als wahrscheinlichen Kandidat identifiziert, dass er vielleicht der prophezeite starke Mann Europas werden könnte.

Anfang 2011 war Herr Guttenberg Deutschlands Verteidigungsminister und der bei weitem beliebteste Politiker des Landes. Er und seine bezaubernde und redegewandte Frau Stephanie wurden in Deutschland als das Power-Paar gefeiert. Die Medien innerhalb und außerhalb Deutschlands sahen in Guttenberg einen „Reservekanzler “ – der Mann, der unweigerlich Angela Merkel als Kanzler ersetzen würde.

Aber im März 2011 trat Guttenberg als Bundestagsabgeordneter und auch als Verteidigungsminister zurück, weil sich herausgestellt hatte, dass seine Doktorarbeit ein Plagiat war. Die Presse hörte monatelang nicht auf, ihn aufs Schärfste zu kritisieren, obwohl man ihm den Doktortitel längst aberkannt hatte und er aus der Politik verbannt worden war. Auch wenn sein Vergehen sehr gravierend war, schien doch die Heftigkeit des Angriffs auf den adeligen Superstar besonders intensiv und bizarr zu sein.

Guttenberg zog mit seiner Familie nach Connecticut um, wo er sich als „angesehener Staatsmann“ der Denkfabrik Centre for Strategic and International Studies (Zentrum für Strategie und internationale Studien) anschloss. Er wurde auch Berater von Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für die digitale Agenda, zum Thema Freiheit im Internet. Das ist ein relativ leichtgewichtiger Job, der anscheinend nicht allzu viel Zeit in Anspruch nimmt. Viele Experten in Deutschland hatten das Gefühl, dass Karl-Theodor zu Guttenbergs Karriere als führender Politiker in Deutschland damit endgültig zu Ende wäre.

Aber könnte man das nicht auch anders sehen? War Guttenbergs vorzeitiger Abschied von Deutschland für ihn nicht vielleicht ein Glück im Unglück?

Schutz vor dem Sturm

Guttenberg trat genau zu der Zeit von seinem Staatsamt zurück, als Griechenlands Schuldenkrise ihren Höhepunkt erreichte und es deshalb in Deutschland und in ganz Europa zu kontroversen, sehr persönlichen Diskussionen kam. Er ging noch bevor die Arbeitslosigkeit zur Zeitbombe wurde, die sie noch heute ist; noch bevor die Finanzkrise wirklich einsetzte, die inzwischen Spanien, Italien, Frankreich und andere europäische Länder befallen hat. Er war noch vor dem Krieg gegen Libyen zurückgetreten, vor der Syrienkrise und vor den Bundestagswahlen 2013 in Deutschland. Kein Politiker in Deutschland oder in Europa hat diesen ganzen Tumult unbeschadet, mit intaktem Ruf und sicherer, glänzender politischer Karriere überstanden. Zweifellos hat der Plagiatsskandal Guttenberg geschadet, aber wahrscheinlich rettete er ihn vor noch größerem, vielleicht verheerendem Schaden im Kreuzfeuer der letzten vier Jahre.

Der Plagiatsskandal gehört nun der Vergangenheit an und Guttenberg hat seine „Auszeit“ inzwischen hervorragend genutzt. Sein großes Ziel ist es wahrscheinlich immer noch, einmal Kanzler zu werden oder ein anderes wichtiges Amt in Berlin oder in Brüssel zu bekleiden, das ihn diesem Ziel näher bringt. Es sieht so aus, als hätte er bei der Verfolgung dieses Ziels eine dreigleisige Strategie angewendet.

Ein dreifaches Spiel

Erstens, Herr Guttenberg lehnt jede Gelegenheit ab, in der deutschen oder europäischen Politik wieder eine größere offizielle Rolle zu spielen – zumindest im Moment. Unter den richtigen Umständen könnte sich das ändern, aber im Moment ist er zufrieden damit, auf der Reservebank zu sitzen. Das scheint unlogisch, aber in der Politik – besonders, wenn es sich um einen ehrgeizigen jungen Politiker handelt – muss man langfristig denken. Wenn Sie die Politik in Europa und in Deutschland beobachten, werden Sie bald erkennen, dass sie ein Minenfeld ist.

Besonders die europäische Schuldenkrise ist ein Karrierekiller, dem immer noch Leute zum Opfer fallen. Nennen Sie mir einen deutschen oder europäischen Politiker, der in der Öffentlichkeit wirklich noch beliebt ist. Angela Merkel ist nicht wirklich beliebt. Sie mag ja den wichtigsten Posten in ganz Europa innehaben, aber auch den gefährlichsten. Der ganze Kontinent befindet sich in einer komplexen und historischen Krise – eine Krise, die die finanziellen und politischen Grundlagen der EU und Nachkriegseuropas bedroht und die deutsche Öffentlichkeit (die mehrheitlich gegen eine deutsche Intervention ist) immer mehr gegen den Rest Europas (das Deutschlands Intervention unbedingt befürwortet) aufbringt. Eine Krise, die erstmal noch viel schlimmer werden wird, bevor es schließlich besser wird. Angela Merkel hat die fast unmöglich zu meisternde Aufgabe, Europa wieder in Ordnung zu bringen, und zwar auf eine Weise, die alle Beteiligten zufrieden stellt. Wahrscheinlich wird Guttenberg diesen Posten am Ende doch wollen, aber nicht gerade in diesem Moment.

Zweitens, auch wenn er kein öffentliches Amt bekleidet, hält er sein öffentliches Ansehen aufrecht. Und das nicht auf anstößige, willkürliche Weise. Er vermeidet alberne Possen und oberflächliche Aufmerksamkeit. Er fördert seine Persönlichkeit und Politik eingehend aber raffiniert durch unermüdliche Anstrengungen, bedeutende Projekte und hochwertige Arbeit.

Das heißt, er schreibt wohl durchdachte, wortgewandte Artikel über Schlüsselthemen; Artikel, die die Schwächen seiner Gegner aufdecken und ihn selbst als klugen Politiker mit ernstzunehmenden Lösungen darstellen. Guttenberg hat auch seine Meinung zu Themen wie die Wahlen in Deutschland geäußert, zur Syrienkrise, der Notwendigkeit von mehr deutscher Führung in der Welt und den Beziehungen Deutschlands zu den Vereinigten Staaten. Immer sind seine Gedanken aufschlussreich, originell und voller überzeugender Stellungnahme und starker Führerschaft, was in der heutigen Welt selten geworden ist.

Sein öffentliches Ansehen aufrecht zu erhalten bedeutet auch, in den Abendnachrichten, in der Bild und anderen Zeitungen erwähnt zu werden, aber nur hin und wieder mal und nur in Berichten, die dem Guttenberg-Image nützlich sind. Das bedeutet auch, an größeren Konferenzen teilzunehmen und in der Öffentlichkeit Vorträge und Reden zu halten. Nicht über belanglose Themen, sondern über wichtige Fragen, die die Deutschen interessieren oder interessieren sollten: Über deutsche Politik, besonders über Außenpolitik, über den Krieg in Afghanistan und die europäische Finanzkrise. Sein Ziel ist es, wahrgenommen zu werden, aber ausschließlich als Lösung und nie als Problem.

Drittens, er pflegt enge Beziehungen mit politischen Freunden und Verbündeten sowohl in Deutschland als auch im Ausland. Das bedeutet, in allen wichtigen Fragen auf dem Laufenden zu sein, sich immer gut über deutsche Politik zu informieren und seine Meinung bei allen wichtigen Gesprächen in Berlin mit einzubringen. Gleichzeitig bedeutet das aber auch regelmäßige Treffen, Essen und Wochenenden mit Politikern, Staatsmännern, Journalisten und Geschäftsleuten aus Berlin, Brüssel und anderen Hauptstädten der Welt.

Ein bemerkenswertes Beispiel für diese dritte Taktik war ein Treffen mit Angela Merkel in Berlin im November 2013. Dieses Treffen war inoffiziell und wurde nirgendwo erwähnt; nicht einmal Merkels engste Vertraute wurden darüber informiert. Es dauerte eine volle Stunde – eine Ewigkeit mit jemandem so bedeutendem wie Frau Merkel – und es kam nie etwas über die Gesprächsthemen an die Öffentlichkeit. Auch wenn die Gesprächsthemen geheim blieben, zeigte das Gespräch doch, dass Guttenberg in Deutschland nicht mehr ganz so unbeliebt war. In gewisser Weise begann Karl-Theodor zu Guttenberg in der deutschen Politik wieder eine Rolle zu spielen.

Den richtigen Zeitpunkt abwarten

Guttenberg könnte sich mit diesen drei Taktiken wieder positionieren, um irgendwann unter günstigen Umständen wieder politische Verantwortung zu übernehmen. Unter welchen Umständen würde er zurückkehren? Das ist schwer zu sagen. Dazu wäre es nicht unbedingt nötig, dass die Schuldenkrise vorüber und in Europa alles wieder n Ordnung ist. Er müsste nur einen klaren und sicheren Weg sehen, sein oberstes Ziel zu erreichen. Denn welchen Posten er auch immer akzeptieren mag, es müsste schon eine bedeutende Position sein, ein sicheres Sprungbrett zu einem höheren Posten mit einem minimalen Risiko, seinen Ruf zu beflecken oder ein Hindernis für seine politischen Zielsetzungen zu sein.

Aber was der genialste Teil seiner Strategie sein kann, ist, dass sie, richtig angewendet, vielleicht sogar dazu führen könnte, dass ihm eine führende Position angeboten wird!

Die gegenwärtigen Umstände könnten zu einem grundlegenden Umschwung der öffentlichen Meinung über Guttenberg in Deutschland führen. Die Deutschen könnten in ihm einen reuigen Mann sehen, der für seine Fehler Buße getan hat und daher eine zweite Chance verdient. Außerdem wird sein Führungsstil immer dringender gebraucht. Europas innere Probleme nehmen ständig zu. Wladimir Putin verstärkt seine Anstrengungen, das russische Reich wiederherzustellen. Der Kontinent verlangt Führerschaft von Frau Merkel, die sie einfach nicht leisten kann. In Deutschland glauben viele Leute, dass sie ihrer Linie treu bleibt und die Probleme in Schach hält, aber sie nicht wirklich löst.

Die politischen, finanziellen und sozialen Voraussetzungen in Deutschland und in Europa erzeugen ein großes Verlangen nach einem starken, begeisternden und entschiedenen Würdenträger, der Deutschland und Europa wirklich in eine glänzendere, hoffnungsfrohere Zukunft führt. Frau Merkels Schwächen werden dabei immer deutlicher, was den Ruf nach einem Anführer von dem Kaliber und dem Vermächtnis Guttenbergs noch verstärkt.

Daniel 8

Die Bibel prophezeit, dass in der Endzeit, kurz vor dem Zweiten Kommen Jesu Christi eine katholisch inspirierte, europäische Supermacht unter der Leitung Deutschlands erscheinen wird. In Jesaja 10, 5 lesen wir zum Beispiel, dass Gott Deutschland als Instrument verwendet, um die Völker Israels zurechtzuweisen: „Wehe Assur [das heutige Deutschland], der meines Zornes Rute und meines Grimmes Stecken ist!“ sagt Gott. Auch Habakuk beschreibt Endzeitereignisse und ganz besonders die Wiederauferstehung der „Chaldäer“, ein prophetischer Bezug auf das Heilige Römische Reich: „Denn siehe, ich will die Chaldäer erwecken, ein grimmiges und schnelles Volk, das hinziehen wird, soweit die Erde ist, um Wohnstätten einzunehmen, die ihm nicht gehören“ (Habakuk 1, 6).

Daniel 7 und 8 gewähren uns einen noch tieferen Einblick in diese siebte und letzte Wiederauferstehung des Heiligen Römischen Reichs. Tatsächlich beschreiben diese Kapitel ganz besonders das Erscheinen eines Endzeitdiktators der gleichen Sorte wie Antiochus Epiphanes, der gerissene, kaltschnäuzige griechische Diktator, der für die schreckliche Vernichtung der Juden und Jerusalems im zweiten Jahrhundert vor Christi Geburt verantwortlich war. Sehen Sie, wie die Bibel diesen Endzeit-Antiochus beschreibt: „Aber gegen Ende ihrer Herrschaft, wenn die Frevler überhandnehmen, wird aufkommen ein frecher und verschlagener König. Der wird mächtig sein, doch nicht so mächtig wie sie. Er wird ungeheures Unheil anrichten und es wird ihm gelingen, was er tut … Er wird die Starken vernichten … Es wird ihm durch Betrug gelingen und er wird überheblich werden, und unerwartet wird er viele verderben …“ (Daniel 8, 23-25).

Dieser Mann wird dann nochmal in Daniel 11, 21 erwähnt: „Dann wird an seiner statt emporkommen ein verächtlicher Mensch, dem die Ehre des Thrones nicht zugedacht war. Der wird unerwartet kommen und sich durch Ränke die Herrschaft erschleichen.

Nehmen Sie zur Kenntnis, wie dieser Mann beschrieben wird. Er ist „frech“, das heißt, mächtig, stark und grausam. Er ist „verschlagen“. Wie Clark’s Commentary erklärt, ist er „sehr erfahren und geschickt in allem, was mit Regierung und Intrigen zu tun hat – ein gewandter Politiker. Er gelangt „unerwartet“ in Europa auf den Thron und erwirbt sein Königreich durch „Ränke“. Er ist gerissen und listig mit einer einnehmenden, attraktiven Persönlichkeit. Das Jamieson, Fausset and Brown Commentary sagt, dass die Nation ihm nicht in einem Staatsakt die Macht übergibt, sondern dass er sie sich durch einen Trick erschleicht: „Ränke“. Mit anderen Worten, eine hintergangene Öffentlichkeit oder eine Gruppe europäischer Regierungschefs bringt diesen Mann an die Macht.

Gerald Flurry und die Posaune glauben, dass Freiherr Karl-Theodor zu Guttenberg dieser prophezeite Endzeitführer sein könnte!

Dieser Mann ist jung, hochintelligent, politisch erfahren und ein charismatischer Redner, der aussieht wie ein Filmstar. Er kommt aus Bayern, einem streng katholischen Land, wo er schon lange ein aktives und wichtiges Mitglied der konservativen Christlich-Sozialen Union ist, die Schwesterpartei von Merkels christdemokratischer Union. Er und seine Frau besitzen ein faszinierendes und bestechendes Familienerbe. Er gehört zu einer wohlhabenden, aristokratischen Familie, deren Stammbaum sich bis 1158 zurückverfolgen lässt. Im Jahre 1700 wurde seinen Vorfahren der Adelstitel Freiherr des Heiligen Römischen Reichs verliehen. Guttenberg ist auch mit den Habsburgern verwandt, einer anderen berühmten kaiserlichen Dynastie, die auf eine lange Geschichte mit dem Heiligen Römischen Reich zurückblicken kann. Er besitzt auch heute noch ein eindrucksvolles Schloss hoch auf einem Berg mit Blick auf das Dorf Guttenberg in Bayern. Der Stammbaum seiner Frau ist gleichermaßen beeindruckend. Die Gräfin Stephanie von Bismarck-Schönhausen (jetzt Buhl-Freifrau zu Guttenberg) ist die Ururenkelin von Otto von Bismarck, dem Vater des modernen deutschen Staates und erstem Kanzler des modernen Deutschlands.

Verfolgen Sie die Karriere dieses Mannes weiter. Herr Guttenberg mag zwar aller seiner politischen Ämter entbunden worden sein, aber er hat die letzten vier Jahre nicht vergeudet, ist durchaus nicht aus der Öffentlichkeit verschwunden und auch nicht der Neugier der Öffentlichkeit entkommen. Und man sollte nicht glauben, dass sein politischer Stern gesunken ist, nur weil er in Deutschland nicht mehr politisch tätig ist. Ganz im Gegenteil – es ist gut möglich, dass er sich dank seiner genialen Strategie in einer idealen Position für ein politisches Comeback befinden könnte. 

Fortgesetzt in Guttenberg gegen Putin: Ein Kampf der Titanen

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