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Jerusalem from mt olives

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„Jerusalem, Jerusalem!“ (Erster Teil)

Jerusalem in der Prophezeiung: Kapitel eins (Erster Teil)

Jerusalem ist ein Pulverfass, gefüllt mit atomarem Zündstoff! Keine Stadt der Erde ist so voller internationaler Spannungen wie Jerusalem!

Diese historische Stadt spielt nicht nur eine zentrale Rolle im Glauben der drei großen Religionen – des Judentums, des Islams und des Christentums –, sie ist zudem ein mächtiges Symbol nationaler Bedeutung sowohl für die Araber als auch die Juden.

Gegenwärtig befinden sich die Israelis und Palästinenser in einer blutigen Sackgasse, was die Frage anbelangt, wer die Kontrolle über Jerusalem haben wird. Seit Jahren versuchen sie nun schon, ihre vielen Differenzen durch Verhandlungen und Kompromisse beizulegen. Aber ihre Gespräche scheitern stets an Jerusalem!

Dies ist ein unerträgliches Problem ohne eine Lösung, die für alle Parteien akzeptabel wäre. Ein Analyst beschreibt es so: „Jeglicher Friede zwischen den Arabern und den Juden, der nicht gleichzeitig die Jerusalem-Frage klärt, wird kein Friede sein. Vielmehr wird ein Friede, der das jüdische Volk schwächt, indem es das Westjordanland, den Gazastreifen und die Golanhöhen zurück unter die Kontrolle der Araber gibt, Jerusalem aber als ungelösten Konflikt offen lässt, einen Krieg wahrscheinlicher und nicht weniger wahrscheinlich machen. … Die Annahme der Diplomaten, dass alles durch Verhandlungen gelöst werden kann, unterschätzt die damit verbundenen Emotionen. Jerusalem ist nicht verhandelbar“ (Islamic Affairs Analyst, 1. Juni 1993). Das bedeutet, dass es keine friedliche Lösung gibt.

Die Lage in Jerusalem ist heute sehr ernst, aber die Bibel sagt, dass sie sich noch wesentlich verschlechtern wird, bevor sie sich bessert.

Christus weinte über Jerusalem

Während seines Hirtenamtes hier auf Erden zeigte Jesus Christus seine starken Gefühle für Jerusalem.

Zu den religiösen Führern der Juden, die die Stadt regierten, sagte Christus: „Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr den Zehnten gebt von Minze, Dill und Kümmel und lasst das Wichtigste im Gesetz beiseite, nämlich das Recht, die Barmherzigkeit und den Glauben! Doch dies sollte man tun und jenes nicht lassen. … Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr den Propheten Grabmäler baut und die Gräber der Gerechten schmückt und sprecht: Hätten wir zu Zeiten unserer Väter gelebt, so wären wir nicht mit ihnen schuldig geworden am Blut der Propheten!“ (Matthäus 23,23 u. 29-30). Das waren religiöse Menschen, die sich dessen rühmten, dass sie die Propheten Gottes nicht getötet und ihr Blut nicht vergossen hätten, so wie ihre Vorfahren es getan hatten. Und doch vergossen sie schlussendlich viel kostbareres Blut – das Blut Jesu Christi!

Diese Botschaft ist nicht nur für die Juden. Es ist eine Botschaft für alle Menschen – besonders für religiöse Menschen! „Damit bezeugt ihr von euch selbst, dass ihr Kinder derer seid, die die Propheten getötet haben. Wohlan, macht auch ihr das Maß eurer Väter voll! Ihr Schlangen, ihr Otternbrut! Wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen?“ (Vers 31-33).

Wenn sie die Propheten nicht töteten, vertrieben sie sie aus der Stadt. Christus nannte diese korrupten religiösen Führer Schlangen und Otternbrut! Dann verkündete Christus einige schreckliche Prophezeiungen. „Wahrlich, ich sage euch: Das alles wird über dieses Geschlecht kommen. Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt!“ (Vers 36-37). „Jerusalem, Jerusalem“, die du tötest und steinigst die Propheten. Im Laufe der Jahrhunderte wollte Christus die Kinder Jerusalems (und die gesamte Menschheit) versammeln wie eine Henne ihre Küken versammelt, aber sie weigerten sich. Sie wollten Gott nicht in ihrem Glauben – und auch nicht in ihrem Leben! Das trifft auf alle religiösen und nicht-religiösen Menschen im Verlauf der Menschheitsgeschichte zu.

Und was für einen Preis Jerusalem (und die gesamte Menschheit) bezahlt hat. Christus verwendet das Wort „wehe“ achtmal in diesem Kapitel. Wir werden sehen, dass Jerusalems Geschichte erfüllt war von Wehe, Wehe, Wehe. Und das Schlimmste steht noch bevor! Aber ebenso das Beste, das großartiger ist als alles, was wir uns überhaupt vorstellen können.

„Siehe, euer Haus soll euch wüst gelassen werden“ (Vers 38). Wir brauchen eigentlich nur auf Jerusalems Vergangenheit und Gegenwart blicken, auf seine Geschichte voller Blutvergießen und Verwüstung, um zu erkennen, dass die Lage sich nicht bessern wird, bis der verherrlichte Jesus Christus eingreift. Ströme von Blut flossen in dieser Stadt!

Das Leiden, das in Jerusalem geschehen ist, ist ein Vorläufer dessen, was der gesamten Menschheit vor dem zweiten Kommen Christi widerfahren wird. Christus will, dass die gesamte Menschheit eine Lektion lernt aus dem, was in Jerusalem geschehen ist. Bisher wurde diese Lektion nicht gelernt. Diese Stadt, so erfüllt von Wehe und Trostlosigkeit, wird schon bald eine wichtige Lektion von Gott lernen – weil eine viel schlimmere Zeit von Wehe und Zerstörung auf sie zukommen wird.

Vor allem Israel sollte angeregt nach Gott suchen, allein schon wegen der Geschichte Jerusalems. Die Juden möchten religiös sein, aber auf ihre Weise, nicht nach Gottes Willen. Immer wieder hat Gott sich an Israel gewandt, aber es rebelliert bis heute. Es weigert sich, ein Beispiel zu setzen für die Welt. Jetzt ist die Menschheit an den Punkt gekommen, wo jeder einzelne Mensch schon bald vernichtet werden wird, wenn Christus nicht eingreift (Matthäus 24,21).

Matthäus 24 – die Bergpredigt, in der eine katastrophale weltweite Zerstörung vorhersagt wird – folgt auf Christi Verurteilung von Jerusalem in Kapitel 23. Wir stehen nun vor der Vernichtung der Menschheit, weil Jerusalem und Israel (und die Welt) Christus abgelehnt haben!

Vater und Sohn

Was ist so besonders an Jerusalem? Warum ist es Gott so wichtig?

Die spannende Geschichte und Prophezeiung über Jerusalem begann schon damals im 1. Buch Mose. „Und es geschah nach diesen Dingen, da prüfte Gott den Abraham. Und er sprach zu ihm: Abraham! Und er sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, den Isaak, und ziehe hin in das Land Morija, und opfere ihn dort als Brandopfer auf einem der Berge, den ich dir nennen werde!“ (1. Mose 22,1-2, Elberfelder Bibel). Das Land Morija wird seit jeher mit Jerusalem in Verbindung gebracht. Hier an diesem Ort war Abraham im Begriff, seinen Sohn zu opfern.

„… und (Abraham) reckte seine Hand aus und fasste das Messer, dass er seinen Sohn schlachtete“ (Vers 10). Aber Gott hielt ihn auf. „Da rief ihn der Engel des Herrn vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts; denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen“ (Vers 11-12). Isaak war so gut wie tot in den Augen seines Vaters.

Abraham und Isaak waren ein Typus für Gott den Vater und Jesus Christus. Das ist ein maßgeblicher Grund dafür, warum dieses Ereignis sich in der Gegend von Jerusalem abspielte. Zu einem späteren Zeitpunkt hat Gott der Vater seinen eingeborenen Sohn in Jerusalem geopfert. Der Sohn Gottes persönlich wurde in Jerusalem geopfert. Wie reichhaltig und inspirierend die Geschichte Jerusalems ist!

Aber wie wir später sehen werden, muss der reichhaltigste Teil dieser Geschichte noch in Erfüllung gehen. 

Fortgesetzt in „Jerusalem, Jerusalem!“ (Zweiter Teil)

Jip De Ad