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Israel Defense Forces/Wikimedia Commons

Israels tödliche „Wunde“ (Erster Teil)

Jerusalem in der Prophezeiung: Kapitel zwei (Erster Teil)

Fortgesetzt von „Jerusalem, Jerusalem!“ (Zweiter Teil)

Der Bürger Israels starrt aus dem Fenster auf sein Land, mit Tränen in den Augen und einem Knoten im Magen. Er weiß, dass Israel in Schwierigkeiten steckt.

Es ist traurige Tatsache, dass das Land in den kaum sechs Jahrzehnten seines Bestehens keinen Frieden erleben durfte. Aber während dieser israelische Bürger beobachtet, wie palästinensische Jugendliche und israelische Soldaten in den den Straßen miteinander kämpfen, während mehrsprachiges Geschrei und Gewehrfeuer seine Ohren erfüllt, wird ihm bewusst, dass die Situation heute schlimmer ist, als sie es jemals war. Er wird das beängstigende Gefühl nicht los, dass Israel sich für immer verändert hat.

Israels Geburt

Werfen wir einen Blick auf Israels jüngste Geschichte.

Als der zweite Weltkrieg zu Ende ging, gab es viele jüdische Flüchtlinge, die keinen Platz hatten, den sie ihr Zuhause nennen konnten. Der Großteil der Welt blickte teilnahmsvoll auf diese Juden.

Nach einem erbitterten Kampf in den Vereinten Nationen wurde der Staat Israel ausgerufen. Im Jahr 1948, nachdem der Staat Israel (das biblische Juda – die Bezeichnung „Jude“ ist nur eine Kurzform von „Juda“) zur Nation erklärt worden war, griffen die Araber sofort an.

Die Juden verfügten über keine richtige Armee. Nach nur drei Wochen begannen sie den Krieg zu verlieren. Merkwürdigerweise verlangten die Araber damals einen vorübergehenden Waffenstillstand. Genau das hatte Israel gebraucht, um seine geschwächten Truppen neu zu bewaffnen und auszubilden – viele davon waren bewaffnete Zivilisten.

Kurz darauf begannen die Araber wieder zu kämpfen. Diesmal war das jüdische Volk gut vorbereitet und der Krieg wurde bald gewonnen.

Es war ein Wunder Gottes. Viele der Juden erkannten das an. Sie erlebten viele Wunder in den folgenden Jahren.

Den Juden war verheißen worden, dass sie in dieser Endzeit einen Staat haben würden. Somit musste es geschehen!

Die Juden waren entschlossene Kämpfer. Dies war ihr erster souveräner Staat seit zweitausend Jahren. Nur der Tod würde sie dazu bringen, ihr neues und einziges Heimatland aufzugeben.

Kampfeswille

Es gab weiterhin viele Probleme zwischen den Juden und Arabern. Im Jahr 1967 erreichten diese Probleme eine solche Intensität, dass fast jedes Land auf Erden davon überzeugt war, dass mit einem erneuten Angriff der Araber auf Israel zu rechnen sei.

Die Sowjetunion drängte Ägypten mit Nachdruck, anzugreifen. Ägyptische Truppen strömten auf die Sinai-Halbinsel und befahlen den UN-Truppen, das Gebiet zu verlassen. Der Krieg schien unmittelbar bevorzustehen.

Ägypten, Jordanien und Syrien hatten sich verbündet, um einen Krieg zu beginnen. Aus diesem Grunde fühlten sich die Juden gezwungen, den Erstschlag durchzuführen. Jüdische Kriegsflugzeuge flogen nach Ägypten und zerstörten in drei Stunden dreihundert ägyptische Kampfflugzeuge. Die Juden nahmen anschließend in nur sechs Tagen die gesamte Sinai-Halbinsel, den Suezkanal, Ostjerusalem, das Westjordanland und die Golanhöhen ein.

Einmal mehr rettete eine Reihe von Wundern Gottes den jüdischen Staat.

Touristen kamen nun in Strömen nach Israel. Der Staat wurde wohlhabend und selbstgefällig. Die Juden wurden in ein falsches Gefühl der Sicherheit versetzt.

Spät im Jahre 1973 ignorierte das jüdische Militär ernstzunehmende Geheimdienstinformationen, die besagten, dass die Araber erneut angreifen würden. Der Angriff kam am 6. Oktober – am Tage des hohen jüdischen Festtags Jom Kippur.

Die Juden entschieden den Krieg innerhalb von drei Wochen für sich – mit kräftiger Unterstützung der Amerikaner. Ägypten wurde geschlagen, aber nicht gedemütigt. Einmal mehr wurde das biblische Juda auf wundersame Weise gerettet.

Aber bald darauf änderte sich etwas Dramatisches in Israel.

Menachem Begin wurde 1977 zum Premierminister gewählt. US-Präsident Carter überredete ihn in den späten 1970er Jahren, die Sinai-Halbinsel an Ägypten zurückzugeben.

Das war der Beginn des israelisch-arabischen Friedensprozesses. Die Juden haben Land für ein Stück Papier aufgegeben.

Der Berg Sinai

Als die Juden die Sinai-Halbinsel an Ägypten zurückgaben, gehörte dazu aller Wahrscheinlichkeit nach auch der Berg Sinai, auf dem Gott Mose die Zehn Gebote gegeben hatte. Dieses feurige Spektakel auf dem Berg war die Geburtsstunde des Volkes Israel gewesen! Im Sinai-Gebiet waren die Kinder Israels 40 Jahre lang herumgeirrt, als sie sich gegen Gottes Gebote aufgelehnt hatten.

Nochmals, der biblische Name für das heutige Israel ist „Juda“. Aber die modernen Nachkommen der damaligen Israeliten schließen viele Nationen ein – in erster Linie die USA (das biblische Manasse) und Großbritannien (das biblische Ephraim). Mit anderen Worten, das biblische Juda ist nur ein kleiner Teil des heutigen Israels. Die Vereinigten Staaten und Großbritannien gehören auch zu Israel. Die Prophezeiungen über Israel in der Endzeit konzentrieren sich hauptsächlich auf diese drei Nationen. (Für stichhaltige Beweise bestellen Sie in unser kostenloses Buch Die USA und Großbritannien in der Prophezeiung.)

Die Vereinigten Staaten und Großbritannien waren entscheidend daran beteiligt, Juda unter Druck zu setzen, die Sinai-Halbinsel an Ägypten zurückzugeben, obwohl unsere Vorfahren ebenfalls Teil Israels waren, als Gott sein Gesetz auf dem Berg Sinai gab.

Die Prophezeiung besagt, dass diese drei Nationen, Israel, die USA und Großbritannien kurz vor der Wiederkunft Christi zur gleichen Zeit fallen werden (Hosea 5,5). Der jüdische Staat musste von Gott gegründet werden, damit diese Prophezeiung erfüllt werden konnte. Ein Wunder Gottes hatte geschehen müssen.

Warum befinden sich diese drei Nationen heute in solch ernsthaften Schwierigkeiten? Die Rückgabe der Sinai-Halbinsel an Ägypten steht dabei im Mittelpunkt ihrer Probleme!

Wenn Gott mir die Sinai-Halbinsel gäbe, würde ich sie niemals zurückgeben, außer Gott würde es mir befehlen – was er, da bin ich mir ziemlich sicher, niemals täte. Die ganze Welt könnte mich nicht dazu bringen, nicht einmal mit Gewalt.

Diese drei Nationen erhoffen sich Frieden von den Menschen und nicht vom großen Gott des Berges Sinai. Ihre Vergangenheit mit Gott ist so gut wie bedeutungslos!

Keine andere Nation auf Erden wurde jemals als Volk Gottes erwählt – nicht erwählt als ein bevorzugtes Volk, sondern um die Welt zu Gott zu führen. Israel hat Gott gegenüber hierin jämmerlich versagt – sowohl damals als auch heute. Bald wird Gott die Nationen bestrafen wie nie zuvor. Die Menschen des biblischen Israels reden viel über Gott, aber sie glauben nicht an ihn und gehorchen ihm nicht. Dies ist der wahre Ursprung für alle ihre heutigen Probleme. Die israelitischen Nationen werden aufgrund dieses Unglaubens zu Fall kommen.

Der jüdische Staat wurde durch göttliche Wunder geboren und versorgt. Trotzdem weigert er sich weiterhin, Gott zu vertrauen!

Trotz der Tatsache, dass die Juden die Sinai-Halbinsel an Ägypten zurückgaben – ein beispielloses Geschenk –, entwickelt sich Ägypten heute rasant zu einem der feindseligsten Nachbarn Israels. Das sollte uns eine ungefähre Vorstellung davon geben, dass durch das Abtreten von Land kein Frieden erkauft werden kann.

Trotzdem hat Israel dieselbe Mentalität der Schwäche und des Vertrauens auf Menschen in seinem Umgang mit den in Israel lebenden Palästinensern angenommen. Die Juden geben weiterhin Land auf, nur um leere Friedensversprechungen zu erhalten. Es begann im Jahre 1993 auf dem Rasen des Weißen Hauses mit einem Handschlag zwischen dem damaligen israelischen Premierminister Jitzchak Rabin und dem damaligen Palästinenserführer Jassir Arafat. Dort gab Israel Teile dieses hart erkämpften, strategisch wichtigen Landes auf in der Hoffnung, dass man mit den Arabern einfach so lange verhandeln könne, bis sie ihre Absicht, Israel zu zerstören, aufgeben würden.

Die Juden haben auch den Gazastreifen, Jericho, Bethlehem und andere Teile des Westjordanlandes an die Palästinenser zurückgegeben. Es scheint, als hätte die Welt vergessen, dass diese Gebiete in einem Krieg gewonnen wurden, in dem die Araber versuchten, die Juden zu vernichten. Dieses Prinzip, Land für Frieden, ist geschichtlich so gut wie unbekannt, außer vielleicht dem, was kürzlich in Südafrika geschehen ist.

Gott gab Bethlehem – den Geburtsort Christi – den Juden. Durch den „Friedensprozess“ gaben sie es den Palästinensern. Die Juden lehnten Christus vor fast zweitausend Jahren ab und kreuzigten ihn. Auch heute lehnen sie ihn noch ab. Andererseits tun das auch die meisten Menschen, die behaupten, Christen zu sein.

Die Juden haben viele andere biblische Orte an die Araber zurückgegeben. Die USA und Großbritannien haben sie nachhaltig dazu gedrängt. Wir können nicht erkennen, dass solch ein Mangel an Glauben dazu führte, dass alle Erwachsenen des alten Israels in der Sinai-Wüste sterben mussten.

Während dieses schrecklich falsch benannten „Friedensprozesses“ – zu dem es gehört, Land aufzugeben, ohne dass die Gewalt merklich abnehmen würde – haben palästinensische Führer Politikern und den Medien immer wieder bekundet, dass sie friedlich mit Israel zusammenleben wollten, während sie gleichzeitig ihrem eigenen Volk die Zerstörung Israels versprachen.

Jetzt, nach Jahren, in denen es seinen eigenen Boden aufs Spiel setzte, findet sich Israel an Boden und Willen beraubt, ausgelaugt und blutend durch eine Politik, die in aller Öffentlichkeit die tödliche Erschöpfung dieser winzigen Nation propagiert hat.

Fortgesetzt in Israels tödliche „Wunde“ (Zweiter Teil)

Jip De Ad