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Geheimnis der Zeitalter (Vorwort)

Fortgesetzt von Geheimnis der Zeitalter (Einleitung des Autors) 

H aben Sie sich schon einmal gefragt: Wer bin ich ? Was bin ich? Wozu bin ich? Die Welt, Ihr Lebensraum, ist ein Rätsel. Sie selbst sind ein Geheimnis. Sie haben nie Ihr eigenes Gehirn gesehen, Sitz Ihres Intellekts und all dessen, was Sie sind.

Ihr Leben ist durchdrungen von Geheimnissen. Ja, schon Ihr bloßes Dasein ist ein Rätsel, wenn Sie einmal darüber nachdenken. Sind Sie Zufallsprodukt blinder und sinnlos wir­kender Kräfte – oder hat ein allmächti­ger Gott, eine allerhöchste Intelligenz, Sie plan- und sinnvoll erschaffen und Ihnen eine Seinsbestimmung gege­ben, die ihrerseits wieder geheim­nisumwoben ist? Tatsächlich war auch die gängige Tradition rund um den Schöpfergott in der gesamten menschlichen Geschichte solch ein Geheimnis, dass das höhere Bildungswesen in der westlichen Welt dieses Geheimnis zu eliminieren gesucht hat, indem es sich nahezu ein­hellig zur Evolutions­theorie bekannte.

Bildung verbreitete sich erst nach der Erfindung der Buchdruckerkunst im 15. Jahrhundert. Mit der Verbreitung der Bildung – der Entwicklung des Intellektualismus – der Wissens­erweiterung der Astronomie über das Universum – begannen denkende Köpfe Fragen zu stellen. Was hatte es mit dem ganzen weiten Universum auf sich? Wie war es entstanden? Rational den­kende, wissenschaftlich orientierte Menschen fanden sich nicht in der Lage, das zunehmende Wissen über ein sich ausdehnendes Universum mit den Lehren der Religion zu erklären, wie sie sie durch die römisch-katholische Kirche und den Protestantismus kannten, die das Denken der westlichen Welt beherrscht hatten. Die Lehre über einen langhaarigen, recht verweichlicht aussehenden Jesus und die Vorstellung von einem aus unsichtbarem Geist bestehenden Gott war intellektuell unbefriedigend für sie. Das Ganze war ein riesengroßes Rätsel. In der Eitelkeit ihres gelehrten Verstandes versuchten sie das Geheimnis auf der Grundlage des Materialismus zu umgehen. Sie stillten ihre Neugier, indem sie den Versuch unternahmen, eine Lösung für das Geheimnis der Ursprünge, des Daseins und des Lebens auszuarbeiten und eine sie selbst zufriedenstellende mate­rialistische Erklärung auszudenken.

Allmählich ent­stand in den denkenden, jedoch unwissenden, mit intellektueller Eitelkeit angefüllten Köpfen die Evolutionstheorie. Dieses Denken entwickelte sich zu Lamarcks Theorie vom „Gebrauch und Nichtgebrauch“. Gleich nach Lamarcks Theorie kam Charles Darwin mit seiner Theorie von der „natürlichen Auslese“. Tatsächlich starb Darwin, ohne seiner eigenen Theorie sicher zu sein. Zwei Kollegen jedoch, Haeckel und Huxley, kämpften energisch dafür, dass die Darwinsche Theorie in der Öffentlichkeit Aufnahme fand.

Aber hatten die menschlichen Denker mit ihrer intellektuellen Eitelkeit, die eine Theorie ins Leben riefen, mehr Wissen als der größte Denker, der sie geschaffen hat? Die Evolutionstheorie ist von Menschen in dem Bemühen erfunden worden, die Existenz einer Schöpfung ohne die vorherige Existenz eines göttlichen Schöpfers zu erklären.

Wenn nun der allmächtige Gott den Menschen gemacht hat und wenn er dasteht als Schöpfer alles Seienden: dann erhebt sich das Geheimnis Gottes zeitlich gesehen als allererstes und größtes Geheimnis.

Wer und was ist Gott? Dieses Geheimnis versteht keine Religion, klärt keine Wissenschaft, lehrt keine Akademie. Für die Urheber der Evolutionstheorie mit ihrer intellektu­ellen Eitelkeit war die Existenz Gottes, wie sie von der Religion präsentiert wurde, ein Geheimnis, das sie weder verstehen noch akzeptieren konnten. Aber die Religionsvertreter, die sie ablehnten, verstanden das Geheimnis Gottes selbst nicht. Doch Gott offenbart sich durch sein Wort, die Bibel, wenn diese Religionsvertreter Gottes Offenbarung bloß glauben würden. Gott offenbart sich in seinem Wort, der Bibel, doch fast niemand versteht sie. Die Bibel ist, wie der Schriftsteller Bruce Barton sagt: „das Buch, das niemand kennt“. Die Bibel selber ist das Ur-Mysterium, in ihr ist die Lösung aller anderen Geheimnisse enthalten.

Ist die Wahrheit über Gott das in der Bibel offenbarte Geheimnis Nummer eins, dann ist die Wahrheit über Engel und böse Geister mit Sicherheit Geheimnis Nummer zwei. Ist die Existenz einer Geisterwelt Tatsache oder bloß ein Mytos? Gibt es denn überhaupt einen Teufel? Hat Gott einen Teufel geschaffen? Wenn es hei­lige Engel gibt, zu welchem Zweck, und was ist ihr Tätigkeitsbereich? In der Bibel steht geschrieben, dass unsere Welt tatsächlich von unsichtbaren Mächten, bösen Geistern, regiert wird. Beeinflussen böse Geister heute die Menschen und sogar Regierungen? Beeinflussen böse Geister vielleicht auch Ihr Leben? Eine Frage, die sich in tiefes Geheimnis zu hüllen scheint.

An dritter Stelle muss sicherlich das Geheimnis Ihres eigenen Lebens stehen – der Menschheit insgesamt. Was und wozu ist die Menschheit? Ist der Mensch eine unsterbliche Seele? Wissen die Toten, was die Lebenden tun? Ist der Mensch ein aus Fleisch und Blut bestehendes Wesen, dem eine unsterbliche Seele innewohnt? Hat das Leben des Menschen Bestimmung und Sinn? Haben wir uns durch unintelligente materielle Kräfte ohne Bestimmung und Sinn entwickelt? Warum steht der Mensch vor anscheinend unlösbaren Proble­men?

An vierter Stelle in der Reihe der unverstandenen Geheimnisse steht die menschliche Zivilisation, die sich entwickelt hat. Wie hat sie sich entwickelt? Wie kommt das Paradox zustande: einerseits atembe­raubender Fortschritt, andererseits sich zuspitzende existenzbedrohende Pro­bleme? Warum kann das Hirn, das Raumfahrzeuge, Computer, wissenschaftlich-technisch-industrielle Wunderwerke baut, nicht auch die Probleme lösen, an denen sich die menschliche Hilflosigkeit erweist?

Als nächstes in der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft auf Erden kommt das Geheimnis des Juden und des alten Volkes Israel. Sind die Juden das alte Volk Israel? Warum hat Gott mit den Israeliten eine besondere Nation erweckt? Warum sind sie sein „auserwähltes Volk“? Sind sie Gottes Günstlinge? Muss das nicht diskriminierend für andere Völker verstanden werden? Gilt vor Gott doch ein Ansehen der Person? Welches ist Israels Funktion im göttli­chen Plan der Dinge?

Dann das Geheimnis der Kirche. Wozu gibt es eine Institution Kirche auf der Welt? Hat sie einen Sinn, den nicht einmal das traditionelle Christentum versteht? Ist die Kirche eine einzige auf Christus zurückzuführende Kirche, oder besteht sie aus vielen sich voneinander unterscheidenden Sekten und Glaubensgemeinschaften? Ist die Kirche wohlorganisiert nach einem ganz bestimmten von Christus geschaffenen Muster? Gibt es Regierung und Autorität in der Kirche? Ist es eine große universelle Kirche mit vielen Millionen Mitgliedern oder eine kleine und verfolgte Kirche? Wie könnte man die wahre Kirche heute erkennen?

Und schließlich das Geheimnis des Reiches Gottes. Das „Reich Gottes“ steht im Mittelpunkt des Evangeliums Jesu. Ist das Reich Gottes etwas im Menschen? Etwas, das im Herzen des Menschen aufgerichtet werden kann? Ist es die Institution Kirche? Oder etwas ganz anderes? Woher dieses Rätsel im Evangelium Jesu Christi?

Dies sind die sieben großen Geheimnisse, die das Leben jedes einzelnen Menschen auf Erden berühren. Über all diese Rätsel steht in der Bibel die einfache Wahrheit, aber keine einzige Kirche, kein Theologe scheint sie zu begreifen.

Woher kommt das? Die Bibel selbst ist ein Ur-Mysterium.

Wenn man die Bibel von Anfang bis Ende lesen würde, würde man verwirrt sein. Die Bibel kann man nicht einfach wie jedes andere Buch lesen. Sie ist ein Geheimnis, weil sie ein ver­schlüsseltes Buch ist. Sie ist wie ein riesiges Puzzle, das wahrscheinlich aus Tausenden von Einzelteilen in den verschiedensten Formen, nur nach einem ganz präzisen Muster zusammengefügt werden kann. Die Wahrheiten der Bibel offenbaren sich bruchstückhaft, hier ein Teil, da ein Teil, verteilt über die ganze Schrift; und verständlich sind sie auch nur mittels des Heiligen Geistes, der denjenigen Menschen gegeben wird, die sich Gott unterwerfen, Fehler und Irrtümer eingestehen, sich zum Glauben an Christus, das Wort Gottes, bekennen. Jesus war das Wort in Person. Die Bibel ist dasselbe Wort in gedruckter Form.

Den Heiligen Geist – die Voraussetzung zum Verständnis des Wortes Gottes – erlangt der Mensch nur durch totale Reue und unbedingten Glauben an Christus und an das, was er sagt. Vor der Reue muss stehen: das Eingeständnis, unrecht gehabt zu haben – Falsches geglaubt und Falsches getan zu haben. Gerade das scheint dem Menschen am allerschwersten zu fallen – Irrmeinungen und Irrglauben einzugestehen – Fehler zuzugeben und schließlich das falsche Wissen durch richtige Einsicht zu ersetzen.

Nimmt es da noch wunder, dass niemand – oder besser: fast niemand die Bibel wirklich kennt und versteht?

Gott hat dieses Buch mit Absicht verschlüsselt; es sollte erst in unserer modernen Zeit verstanden werden. Warum wurde dies absichtlich getan? Auch das ist ein Rätsel. Die folgenden Seiten werden das näher ausführen.

Im zwölften Kapitel von Daniel lesen wir, dass selbst dieser fromme Gottesmann nicht verstehen konnte, was ihm damals, als Teil der Bibel, eingegeben wurde. Er hörte, aber verstand nicht. Der offenbarende Engel sprach: „Geh hin, Daniel; denn es ist verborgen und versiegelt bis auf die letzte Zeit“ die Endzeit.

Diese Zeit haben wir heute erreicht. Gott hat das Verständnis seines Wortes jenen erschlossen, die er erwählt hat, die sich ihm und seinem segensvollen heiligen Wort unterworfen haben. Die „Weisen“, heißt es im zwölften Kapitel von Daniel weiter, würden es zur Endzeit verstehen, „die Gottlosen dagegen nicht“. Wer sind diese „Weisen“ die die Bibel verstehen können?

„Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang. Klug sind alle, die danach tun“ (Psalm 111, 10). Von Gottesfurcht kann man beim traditionellen Christentum kaum sprechen, vor allem weil Gottes Gebote nicht eingehalten werden – man behauptet, sie seien abgeschafft, ans Kreuz geschlagen. Klerus und Theologen des organisierten „Christentums“ verstehen daher die Heilige Schrift nicht und können sie nicht verstehen.

Wie können wir dann in diesem Buch all diese rätselhaften Geheimnisse klären, woher kennen wir die Lösung? Das soll in der folgenden Einführung zur Sprache kommen. 

Fortgesetzt in Wie die sieben Geheimnisse offenbart wurden (Erster Teil)

De Moa