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Erstgeburtsrecht 2520 Jahre vorenthalten (erster Teil)

11.10.2018  •  Aus diePosaune.de
Die USA und Großbritannien in der Prophezeiung (Kapitel zehn)
 

Fortgesetzt von Israels neues Land (dritter Teil)

D

ie eindrucksvollste Erfüllung biblischer Prophezei­ung in der Neuzeit war der rasche Aufstieg des Bri­tischen Commonwealth, einer Völkergemeinschaft, die das größte Imperium aller Zeiten darstellte, und der USA, der immer noch reichsten und mächtigsten Nation der Welt. Diese Völker des Erstgeburtsrechts kamen in unglaublich kurzer Zeit in den Besitz von mehr als zwei Dritteln – zeitweise fast drei Vierteln – aller nutzbaren Reichtümer und Bodenschätze der Erde. Allein schon diese Tatsache stellt einen unwiderlegbaren Beweis für die göttliche Inspi­ration der Bibel dar. Nie zuvor in der Geschichte hatte es einen derartigen Aufstieg aus einem Zustand relativer Be­deutungslosigkeit gegeben.

Aber warum ist den Erben des Erstgeburtsrechts dieser beispiellose nationale Reichtum, diese Macht erst seit Be­ginn des 19. Jahrhunderts in den Schoß gefallen? Warum kam es nicht schon vor Jahrtausenden, in den Tagen von Mose oder Josua, von David oder Elia, zu dieser Vormacht­stellung Ephraims und Manasses?

Ein Volk und eine Völkergemeinschaft

Sie erinnern sich, dass das Erstgeburtsrecht nur an Ephraim und Manasse ging, nicht an die anderen Stämme. Ephraim und Manasse gehörten zum Nordreich, zum Hause Israel.

Lesen wir noch einmal, was Abraham versprochen wurde und was sich an den beiden Stämmen des Erstgeburtsrechts erfüllen sollte: „Ein Volk und eine Menge von Völkern sollen von dir kommen“ (1. Mose 35, 9-12).

Ferner werden wir uns erinnern, dass Jakob (Israel), als er das Erstgeburtsrecht an Ephraim und Manasse, die Söhne Josephs, übertrug, voraussagte, dass diese Stämme „nach mei­nem Namen genannt werden“ sollten (l. Mose 48, 16, Jubi­läumsbibel). Folglich sind es die Nachkommen von Ephraim (die Briten) und Manasse (die Amerikaner) – nicht die Juden –, auf die sich alle Prophezeiungen beziehen, die von Jakob oder Israel handeln. Jakob hatte außerdem gesagt, dass Ephraim und Manasse wachsen und zahlreich werden sollten auf Erden.

Dann aber sprach er nicht mehr zu beiden gemeinsam, sondern nannte die spezifischen Merkmale eines jeden der beiden Stämme einzeln: „Dieser [Manasse] soll auch ein Volk werden und wird groß sein, aber sein jüngerer Bruder [Ephraim] wird größer als er werden, und sein Geschlecht wird eine Menge [eine Gruppe oder Gemeinschaft – ein „Commonwealth“] von Völkern werden“ (1. Mose 48, 19).

Um das Jahr 1800 spielten die Vereinigten Staaten von Amerika nur eine recht unbedeutende Rolle unter den Völkern der Erde. Sie umfassten lediglich die dreizehn ursprünglichen Kolonien sowie drei inzwischen hinzugekommene Einzelstaa­ten. Großbritannien indes besaß an Kolonien nur einen beschei­denen Teil Indiens sowie Kanadas und ein paar Inseln.

Nach 1800 jedoch begannen diese beiden Staatsgebilde zu gewaltigem nationalem Reichtum und zu solcher Macht aufzublühen, wie dies noch keinem Volk der Erde beschieden war. Schon bald erstreckte sich das britische Reich rund um den ganzen Erdball. Stolz konnten die Engländer sagen, dass über ihren Besitzungen die Sonne nie unterging. Kanada, Australien und Südafrika erhielten den Status eines „Domi­nion“ – sie wurden freie und unabhängige Staaten mit eige­nen Regierungen. So entstand jene prophezeite „Menge von Völkern“, verbunden nicht politisch in einem Großstaat, sondern einzig und allein durch den Thron Davids.

Warum hatte sich das Erstgeburtsrecht, das den Nach­kommen Abrahams bedingungslos zugesprochen war, nicht schon vor Jahrtausenden ausgewirkt? Warum traten die ver­heißenen Segnungen erst nach 1800 ein?

Die überraschende Antwort ist im 26. Kapitel des 3. Buches Mose enthalten, dem Angelpunkt der Prophezeiungen des Alten Testaments.

Prophezeiungen für heute

Die höchst bedeutungsvolle Prophezeiung in 3. Mose 26 ist zwar zunächst einmal eine Warnung an das Volk Israel zur Zeit Moses; doch darüber hinaus gilt sie auch und gerade für unsere Zeit. Nur wenige erkennen, dass die Prophezeiungen des Alten Testaments sich tatsächlich zum größten Teil auf unser 20. Jahrhundert beziehen und in vielen Fällen über­haupt nichts mit der Zeit des Alten Testaments zu tun haben.

Anhänger des Christentums glauben, dass, weil wir heute im Zeitalter des Neuen Testaments leben, die Prophezeiun­gen des Alten Testaments keine Bedeutung mehr für uns haben. Das ist aber ein Irrtum. Viele Prophezeiungen des Alten Testaments wurden nicht für das damalige Haus Israel geschrieben – die Israeliten hatten nie Gelegenheit, sie zu lesen. Die neutestamentliche Kirche Gottes ist genauso auf die Propheten des Alten Testaments wie auf die Apostel gegründet (Epheser 2, 20).

Als der Prophet Daniel seine Niederschrift fertigte, wa­ren sowohl Israel als auch Juda bereits aus Palästina heraus in die Gefangenschaft geführt worden. Es gab für ihn keine Möglichkeit, die Prophezeiungen seinen Landsleuten zu über­mitteln. Außerdem war die Bedeutung der Prophezeiungen verborgen; sie waren „versiegelt bis auf die letzte Zeit“ (Daniel 12, 8-9), unsere Zeit.

Auch Hesekiel prophezeite nicht für die Juden, obwohl er mit ihnen zusammen in der Babylonischen Gefangenschaft war. Seine Prophezeiungen galten vielmehr für das Haus Israel; jedoch war Israel bereits 130 Jahre zuvor von der Bild­fläche verschwunden. Dennoch: Er schrieb für das Haus Israel. Die einzige Erklärung ist die, dass seine Prophezeiun­gen nicht an die Israeliten von damals gerichtet waren, son­dern an das Haus Israel heute, im 20. Jahrhundert. Erst in unserer Zeit lässt Gott diese Prophezeiungen den zehn Stäm­men verkünden, und zwar durch seine Diener, die erkannt haben, wo Israel heute ist.

Die Prophezeiung in 3. Mose 26 wurde noch vor dem Einzug der Israeliten ins Gelobte Land niedergeschrieben; doch auch sie hat eine zweifache Erfüllung. Aufgrund dieser Dualität der Erfüllung, die typisch für so viele Prophezeiun­gen ist, war sie nicht nur eine Warnung für die Menschen zu Moses Zeiten, sondern sie hat sich, wie wir sehen werden, auch in unserer Zeit erfüllt und erfüllt sich immer noch. Darü­ber hinaus will sie auch heute die angelsächsischen Völker vor bestimmten sich anbahnenden Entwicklungen warnen .

Die entscheidende Prophezeiung

In der zentralen Prophezeiung in 3. Mose 26 bestätigt Gott aufs neue die Verheißungen des Erstgeburtsrechts für die Mose-Zeit; jedoch waren diese Verheißungen an ganz be­stimmte Bedingungen geknüpft. Ephraim und Manasse, die Stämme des Erstgeburtsrechts, lebten damals noch gemein­sam mit den anderen Stämmen; alle Stämme zusammen bil­deten ein Volk. An sie alle wandte sich Gott; denn der Gehorsam gegenüber den Gesetzen Gottes hätte nicht nur Ephraim und Manasse unermesslichen Segen gebracht, sondern zwangsläufig dem gesamten Volk.

So nannte denn Gott zunächst speziell jene zwei der Zehn Gebote, an denen sich ganz besonders zeigt, ob ein Mensch bereit ist, Gott zu glauben und ihm treu zu gehorchen.

Gott sagte: „Ihr sollt euch keine Götzen machen und euch weder Bild noch Steinmal aufrichten … um davor anzu­beten; denn ich bin der Herr, euer Gott. Haltet meine Sabba­te …“ (3. Mose 26, 1-2).

Damit sich die gewaltigen Verheißungen des Erstge­burtsrechts schon damals erfüllen konnten, mussten die Is­raeliten bestimmte Bedingungen einhalten. Es gab ein großes „Wenn“. Gott sagte: „Wenn ihr in (oder. nach) mei­nen Satzungen wandelt und meine Gebote beobachtet und nach ihnen tut, so will ich euch Regen zu rechter Zeit geben, damit das Land seinen Ertrag liefert und die Bäume auf dem Felde ihre Früchte spenden“ (Vers 3-4, Menge ­Übers.). Aller Reichtum kommt aus der Erde. Die Israeliten sollten mit einer Rekordernte nach der anderen gesegnet werden.

„Ich will Frieden geben in eurem Lande, dass ihr schlafet und euch niemand aufschrecke … und kein Schwert soll durch euer Land gehen“ (Vers 6). Was für eine Segnung! Was versprach nun Gott den Israeliten für den Fall, dass sie angegriffen würden? „Ihr sollt eure Feinde jagen, und sie sollen vor euch her dem Schwert verfallen. Fünf von euch sollen hundert jagen, und hundert von euch sollen zehntau­send jagen“ (Vers 7-8).

Schließlich bekräftigt Gott noch einmal: „Und ich will mich zu euch wenden und will euch fruchtbar machen und euch mehren und will meinen Bund mit euch halten“ (Vers 9). 

Wird fortgesetzt...

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