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Wird Trump erklären, dass er seine Mission erfüllt hat?
US-Präsident Donald Trump hat Berichten zufolge am Mittwoch vor den Staats- und Regierungschefs der G-7-Staaten erklärt, der Iran stehe „kurz vor der Kapitulation“, und behauptet: „Ich habe ein Krebsgeschwür beseitigt, das uns alle bedroht hat“. Erklärt Präsident Trump den Iran-Krieg als „Mission erfüllt“?
Und ist das krebsartige iranische Regime wirklich ausgerottet?
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Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu sagte gestern, er könne „nicht mit Sicherheit sagen, dass das iranische Volk das Regime stürzen wird“ und präzisierte, dass ein solcher Volksaufstand der einzige Weg für einen vollständigen Regimewechsel sei. „Man kann jemanden zum Wasser führen“, sagte er. „Sie können ihn nicht zwingen zu trinken."
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Die Hoffnungen, dass die Kurden zum Sturz des Regimes beitragen werden, sind gering. Die USA haben Berichten zufolge irakische Kurden (die dort eine große Minderheit bilden, wie auch die Kurden im Westen des Iran) ermutigt, die Grenze zu überqueren und sich dem Kampf anzuschließen. In der Vergangenheit haben die USA jedoch in ähnlicher Weise gehandelt und die Kurden später dem Abschlachten überlassen (wie im Irak 1975, in den 1980er Jahren und 1991 und in jüngster Zeit in Syrien und im Irak). Die türkische Zeitung Türkiye Gazetesi behauptet, dass kurdische iranische Gruppen nur dann bewaffnete Aktionen unternehmen werden, wenn die USA eine Flugverbotszone gegen die Türkei, einen weiteren ewigen Feind der Kurden, durchsetzen.
Dass die USA den Krieg beenden, indem sie den Iran zur Kapitulation bewegen, setzt auch voraus, dass Trump dem Druck der amerikanischen Öffentlichkeit nicht nachgibt und den Krieg aufgrund von Verlusten und anderen Komplikationen abbricht.
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Dieser Druck wächst nach Vorfällen wie dem gestrigen Absturz eines US-Tankflugzeugs im Irak. Die USA erklärten, er sei weder von Feinden noch durch eigenes Feuer abgeschossen worden. Alle sechs Besatzungsmitglieder sind bestätigt tot.
Patzer wie dieser zeigen, dass die USA weiterhin anfällig für erhebliche Störungen und unnötige Tragödien sind.
Präsident Trump mag so tun, als sei der Iran besiegt. Er ist es nicht. Doch die Folgen einer Beibehaltung des radikalen Regimes wären katastrophal.
