BRENDAN SMIALOWSKI/AFP via Getty Images, Kassandra Verbout/die posaune
Wird Saudi-Arabien die USA gegen Deutschland eintauschen?
Ohne die militärische Unterstützung der USA gerät Saudi-Arabien angesichts der aggressiven Haltung des Iran in eine ausweglose Lage.
Eine Reihe von Anschlägen auf Saudi-Arabien untergräbt das Vertrauen der Investoren in das Königreich als regionalen Investitionsstandort. Einige Beispiele:
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Die vom Iran unterstützten Huthis haben gestern den König-Fahd-Flughafen in Dammam angegriffen, wobei zwei Menschen getötet und acht verletzt wurden.
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Am 10. Oktober griffen die Huthis den König-Khalid-Flughafen in Riad an, wobei 13 Menschen ums Leben kamen und mehr als 300 verletzt wurden.
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Am 10. September trafen Drohnen, die von pro-iranischen Milizen im Irak gestartet worden waren, die für Saudi-Arabien wichtige Ost-West-Pipeline und zwangen damit zu einer vorübergehenden Stilllegung.
Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass der Iran die Blockade der Straße von Hormus, Saudi-Arabiens wichtigster Route für den Ölexport, aufrechterhält.
Der Druck auf den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman nimmt zu.
Mir fällt kein anderer Zeitpunkt ein, zu dem die Herausforderung für MBS größer war. Er hat es auf der einen Seite des Landes mit den Iranern zu tun, was sehr schwierig und problematisch ist, und auf der anderen Seite mit den Huthis, die sich mit den Iranern verbündet haben.
—H. A. Hellyer, Analyst beim Royal United Services Institute
In dieser kritischen Phase leisten die USA nur wenig Hilfe. US-Präsident Donald Trump hat bislang wiederholte Bitten von Kronprinz Mohammed um direkte militärische Hilfe seitens der USA abgelehnt – obwohl der Angriff der USA und Israels auf den Iran im Februar diese jüngsten Angriffe auf die Saudis teilweise ausgelöst hat.
Saudi-Arabien befindet sich angesichts der Angriffe der Huthis sowie des Zögerns der USA in einer heiklen Lage. Trump scheint sich vorerst zu weigern, die erforderliche militärische Unterstützung zuzusichern.
— Laurent Bonnefoy, wissenschaftlicher Mitarbeiter am CERI/Sciences Po
Die vom Öl abhängige Wirtschaft Saudi-Arabiens leidet unter den Folgen.
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Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds wird die saudische Wirtschaft in diesem Jahr um 3,3 Prozent schrumpfen, anstatt wie im Juli prognostiziert um 1,7 Prozent zu wachsen.
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Saudi-Arabien sah sich gezwungen, die für den 26. bis 29. Oktober geplante „Future Investment Initiative“ („Davos in der Wüste“) abzusagen.
Und Saudi-Arabien ist nicht das einzige betroffene Land. Volker Treier, Leiter der Abteilung Außenhandel bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer, erklärte am 12. Oktober:
Mit ihren jüngsten Angriffen auf Flughäfen, Energieanlagen und andere kritische Infrastruktureinrichtungen in Saudi-Arabien zielen die Huthis auf sensible Bereiche ab, die auch für die deutsche Wirtschaft von Bedeutung sind.
Während die USA zögern und sich zurückziehen, sollten Sie darauf achten, dass Deutschland diese Lücke füllt. Die Prophezeiungen in Psalm 83 und Daniel 11 warnen davor, dass sich die derzeitige wirtschaftliche Partnerschaft dieser beiden Nationen zu einem mächtigen Militärbündnis entwickeln wird, das seine Feuerkraft nicht nur gegen die Iraner sondern auch gegen die Amerikaner richten wird.
