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johnnorth/iStock/Thinkstock

Wie in den Tagen Nohas

Die heutigen moralischen Kämpfe zeigen, dass der größere Krieg bereits verloren ist. Unsere zügellose Unmoral ist genauso, wie Jesus Christus sagte, dass sie sein würde …

Den Medien zufolge könnte man angenommen haben, dass, nachdem Präsident Bush und die Republikaner die Wahlen in 2004 gewonnen hatten, die Vereinigten Staaten inmitten einer großen geistichen Wiederbelebung waren. Laut den verzerrten Ergebnissen einer Umfrage, setzten die Amerikaner bei ihrer Wahl angeblich mehr auf „moralische Werte“, als auf irgendein ein anderes Problem, einschließlich Terrorismus, den Krieg im Irak und die Wirtschaft. Die Amerikaner hatten genug davon gehabt. Nun kam es auf moralische Werte an.

Wie es so oft der Fall ist, die führenden Medien hätten nicht mehr falsch liegen sein können. Wie wir unsere Leser im Dezember 2004 informierten: „In Wirklichkeit sind unsere moralischen Werte seit Jahrzehnte deutlich zurückgegangen … Kein Sieg der Republikaner wird uns jemals von unserem landesweiten moralischen Zusammenbruch wieder auferstehen lassen“.

Zwei Jahre im Schnellvorlauf. Unter der Führung eines radikalen Linken aus San Franzisko versammelten sich die Demokraten, um den Republikanern die Kontrolle im Kongress zu entreißen. Diesmal jedoch schienen die führenden Kommentatoren für die Agenda von Amerikas neuer drittmächtigsten Führerin, Nancy Pelosi, interesselos zu sein – die für die homosexuelle Ehe, Abtreibungsrechte, höhere Steuern und eine Amnesty für illegale Einwanderer und antimilitärisch ist.

Ein rechtsgerichteter Kommentator bestand darauf, dass Amerika trotz der Zugewinne an den Wahlurnen, über die sich die Liberalen freuten, noch immer eine moralisch konservative Nation wäre. Wie kam er zu dieser Schlussfolgerung? Indem er auf umstrittene Volksabstimmungen, wie etwa die homosexuelle Ehe, hinwies, die auch im November erfolgten. Amerika ist moralisch konservativ, sagte er, weil 56 Prozent der Einwohner von Colorado dafür stimmten, die homosexuelle Ehe zu verbieten.

Sechsundfünfzig Prozent? Wir sind moralisch „konservativ“, weil nur 44 Prozent der Einwohner von Colorado die homosexuelle Ehe legalisieren wollen?

Stellen Sie sich George Washington vor, der 1792 eine Wahlkabine betritt und auf seinem Wahlzettel liest, „Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe“. Oder „Legalisierung von Marihuana“. Oder „Benachrichtigung der Eltern“ – sollten Ärzte die Eltern benachrichtigen, bevor sie eine Abtreibung bei einer Zwölfjährigen durchführen?

Dass man über diese Punkte überhaupt abstimmt, zeigt, wie groß unser moralischer Abstieg in den letzten paar Generationen gewesen ist.

Vorehelicher Sex jetzt „Normal“

Im Dezember ergab eine neue Studie, dass 95 Prozent der Amerikaner Sex vor der Ehe gehabt haben. Auf seinen Ergebnissen basierend, sprach der Autor der Studie sich gegen regierungsgeförderte Enthaltsamkeitsprogramme aus und sagte, dass wir uns statt dessen darauf konzentrieren sollten, jungen Leuten beizubringen, „sich zu schützen, sobald sie sexuell aktiv werden – was letzten Endes fast jeder sein wird“.

Mit anderen Worten, warum sich bemühen, Gottes Gesetze zu lehren, wenn jeder Unzucht vor der Ehe treibt?

Als er aufgefordert wurde, die Enthaltsamkeitspolitik der Bush-Regierung zu verteidigen, sagte Wade Horn vom Gesundheitsministerium, die Absicht war, „jungen Menschen zu helfen, den Beginn der sexuellen Aktivität hinauszuzögern.“ Aber sollte das Erwachsene vor vorehelichem Sex abzuhalten? „Absolut nicht“, sagte er. „Die Bush-Regierung glaubt nicht, dass die Regierung das Verhalten von Erwachsenen regeln oder stigmatisieren sollte“.

Fein – die Regierung kann menschliches Verhalten nicht regeln. Kirchen machen das, richtig?

Falsch. Kirchenführer wissen heute, dass sie Mitglieder verlieren würden, wenn sie Gottes Ansicht über Moral predigen würden. Wie Jay Tolson in U.S.News & World Report schrieb: „Während die meisten Evangelisten die christliche Moral als den regierenden Ethos der Nation sehen möchten, glauben sie auch, dass die Amerikaner die Freiheit haben sollten, so zu leben, wie sie möchten“ (8. Dez. 2003). Der Titel eines USA Today Artikels sagt alles: „Die Amerikaner definieren den Glauben auf ihre Weise“ (12. Sept. 2006; durchaus meine Betonung).

Tolson zitiert einen Prediger von North Carolina, der sagte: „Im Endeffekt bejahen die Evangelisten den persönlichen Glauben als vorrangig … sie können den Menschen die Religion nicht aufzwingen“. Das ist warum, erklärte Tolson, „Evangelisten soviel Geld und Energie in umfangreiche Wohlfahrtsarbeit investieren und warum so viele evangelische Pastore sich bemühen‚ Megakirchen für Freundschaftssucher zu gründen, mit untraditionellen Multimedia-Gottesdiensten, die beruhigen und unterhalten, ebenso wie sie erbauen“.

Kaum zu glauben, dass diese gesellschaftlichen Gottesdienste mit einem komm wie du bist und bleib wie du bist Evangelium, die säkularen Linksgerichteten völlig in Angst versetzt haben. Vergessen sie den radikalen Islam. Flüchten Sie vor den christlichen Fundamentalisten!

Jesus kennen?

Ein anderer Pastor, der in Tolsons Artikel zitiert wird, gab zu, dass Abtreibung und Homosexualität „geringere Sorgen“ in seiner Kirche wären. „Die Botschaft, die wir ausrufen, ist, dass wir Jesus kennen müssen.“

Wir müssen Jesus kennen? Sie meinen denselben Jesus, der Sünder zur Reue aufforderte? Denselben Jesus, der die Samaritersfrau an Jakobs Brunnen ermahnte, „rufe deinen Mann“, obwohl er genau wusste, dass sie mit einem Mann in einer außerehelichen Beziehung zusammenlebte? „Ihr wisst nicht was ihr anbetet“ sagte er der Frau, nachdem sie behauptete, religiös zu sein (Johannes 4,22). Diesen Jesus?

Was ist mit dem Jesus, der der Frau gegenüber trat, die beim Ehebruch erwischt wurde? So verdamme ich dich auch nicht, sagte er, bevor er hinzufügte „gehe hin und sündige hinfort nicht mehr“ (Johannes 8,11). Sie war nicht verloren. Aber sie lebte in Sünde – und Jesus Christus sagte ihr, sie soll es nicht mehr tun. Er sollte sich schämen, „dass er ihr seine Religion aufzwang.

Jesus sagte, selbst eine Frau mit Begierde anzusehen, ist schon Ehebruch (Matthäus 5,28). Und Ehebruch ist etwas, das wir bereuen müssen – sonst.

Oder sonst was? Die Theologie des Neuen Testaments sagt, dass Ehebrecher und Unzüchtige nicht das Reich Gottes erben werden (1.Korinther 6,9-10). Es sagt ganz gewiss nicht, definiert eure religiösen Ansichten auf eure Art. Es sagt nicht, wir möchten euch versichern, dass wir vorehelichen Sex in Ordnung finden. Kommt nur und schließt euch uns an für eine gute altmodische Unterhaltung an diesem Sonntag.

Gottes Wort sagt ausdrücklich, dass Ehebrecher und Unzüchtige nicht Gottes Königreich erben werden – Punkt.

Jetzt versetzen Sie sich in die Gemeinde von Korinth. Sie sitzen dort vor dem Gottesdienst im Frühling des Jahres 55 A.D. und erfahren, dass ihr Pastor einen langen Brief geschrieben hat, der als Predigt für den Tag vorgelesen werden soll. Phantastisch! Denken Sie. Wir werden heute von Gottes Apostel hören.

Und dann – Bums! Paulus tadelt die ganze Gemeinde, dass sie Unzucht in der Kirche zulässt (1. Korinter 5,1). Dann exkommuniziert er öffentlich den bekannten Täter und fragt die Geschwister gezielt, wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert (Vers 6). Dies ist hunderteinprozentiges Christentum, sagte er. Wenn wir beginnen, solch offensichtliche Missachtung von Gottes Gesetzen in unserer Mitte zu tolerieren, dann wird diese rebellische Einstellung von definiere-den-Glauben-auf-deine-eigene-Art die ganze Gemeinde infizieren. Paulus gibt die Anweisung, werft den Täter raus und beendet sogar jeglichen Verkehr mit ihm (Vers 9).

Dann fragt er, wisst ihr nicht, dass Ehebrecher und die Hurer nicht das Königreich Gottes erben werden? Mit anderen Worten, dies ist fundamental.

Es ist auch todernst. Warum sind Theologen heute nicht bereit, persönlichen Gewinn zu riskieren, nur um ihren Mitgliedern die wahrheit zu sagen? So diente Paulus. Gleich nach seiner Bekehrung, während er in Damaskus war, versuchten Gegner ihn zu töten, was einige seiner Anhänger veranlasste, ihn in einem Korb aus einem Fenster hinunter zu lassen, um seine Flucht nach Jerusalem zu erleichtern. Nachdem er dort ankam, löste sein Disput mit den Griechen einen weiteren Mordanschlag auf ihn aus. Paulus flüchtete wieder nach Cäsarea und dann nach Tarsus.

Während seinen Evangelisationsreisen, wurde Paulus aus Antiochien, Ikonien und Berea ausgewiesen; gesteinigt und in Lystra für tot zurückgelassen; in Thesalonien und Ephesus überfallen; in Philipi mit Ruten geschlagen und inhaftiert; in Korinth und Jerusalem festgenommen; in Cäsarea eingesperrt; in Malta hat er Schiffbruch erlitten; und dann in Rom zweimal inhaftiert; seine zweite Inhaftierung endete mit seiner Enthauptung. Und das ist nur, was wir aus dem Buch der Apostelgeschichte entnehmen. In 2. Korinther sagt uns Paulus, dass die Juden ihm bei fünf verschiedenen Anlässen 39 Peitschenhiebe gaben. Dreimal wurde er mit Ruten geschlagen.

Nun stellen Sie sich vor, derselbe Paulus, dessen Körper von vielfachen Schlägen, Steinigungen und Auspeitschungen sichtbar geschädigt war, gründet eine Megakirche, wo die Christen frei nach ihrem Willen leben konnten. Stellen Sie sich vor, derselbe Diener Gottes, der Jesus „kannte“, würde sagen, Abtreibungen, Homosexualität, Ehebruch und vorehelicher Geschlechtsverkehr wären eine „geringe Sorge“. Unterhaltung und das Selbstbewusstsein der Menschen aufzubauen – das ist es, was die Plätze wirklich füllt.

Sie wissen, dass es nicht so war. Paulus riskierte alles – und opferte zum Schluss seinen eigenen Kopf – um das Wort zu predigen, „um zu tadeln, zurechtzuweisen, zu ermahnen mit aller Langmut und Doktrinen“, was er seinem vertrautesten Mitarbeiter zu tun lehrte. Kurz vor seiner Enthauptung schrieb Paulus: „Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren“ (2.Timotheus 4:3-4).

Wegen ihren eigenen Begierden wollen die Menschen einfach nicht auf das Gesetz Gottes hören. Sie wollen, dass man ihnen „was angenehm ist“ sagt (Jesaja 30,9-10). Und die Pastoren von heute – unter dem starken Einfluss unserer weltlichen Anti-Gott, moralrelativistischen Kultur – scheinen überglücklich zu sein, ihnen zu gefallen.

Wie Herbert W. Armstrong vor fast 40 Jahren fragte: „Wem gibt der allmächtige Gott die Schuld für diesen moralischen Zusammenbruch? Er gibt die Schuld eindeutig dem Klerus der Welt – den Theologen – den Priestern – den Rektoren – den Pastoren – und den Predigern! Sie, die eigentlich die moralischen Führer der Gesellschaft sein sollten, haben Gott den Schöpfer verlassen und sind Schlusslichter der Gesellschaft geworden!“ Der Titel des Buches aus dem dies entnommen wurde, sagt alles: God Speaks OUT on the New Morality.

Weil 95 Prozent der Menschen es tun, bedeutet nicht, dass Gott das Verhalten als rechtmäßig betrachtet.

Scheidung ist jetzt „moralisch“

Sechsundsechzig Prozent der Amerikaner sehen die Scheidung jetzt als „moralisch akzeptabel“ an, laut Gallups jährlicher Werte- und Glaubensumfrage. Nicht nur akzeptabel – moralisch akzeptabel.

Wie würde Jesus auf diese Umfrage reagieren? „Es ist auch gesagt: Wer sich von seiner Frau scheidet, der soll ihr einen Scheidebrief geben. Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Ehebruchs [dies hat mit gesetzwidrigen sexuellen Aktivitäten vor der Ehe zu tun, die dem Ehepartner erst nach der Hochzeit mitgeteilt wurden; Betrug, mit anderen Worten], der macht, dass sie die Ehe bricht; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe“ (Matthäus 5,31-32).

Vergessen Sie wie es heute ist: Was Christus über das Thema Scheidung lehrte, wurde zu seiner Zeit als extrem betrachtet – sogar unter den selbstgerechten Pharisäern. Aber hat Moses nicht den Israeliten „geboten, sich scheiden zu lassen, wenn ihre Ehen nicht mehr funktionierten, fragten sie Jesus in Matthäus 19. Moses hat es erlaubt, sagte er ihnen, aber nur „eueres Herzens Härte wegen“. Jesus fuhr fort: „Von Anfang an aber ist’s nicht so gewesen“ (Vers 8).

Jesus fragte sie: „Habt ihr nicht gelesen …?“ Dies sind Grundprinzipien von Gottes Wort! Wisst ihr das nicht? Dies ist grundlegend.

„Habt ihr nicht gelesen: Der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau und sprach: Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein? So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!“ (Matthäus 19,4‑6). Ist ihr Verstand imstande, das Thema der Scheidung aus Gottes Sicht zu analysieren? Oder betrachten Sie es jetzt als „moralisch“, einfach weil es jeder macht?

Gott hasst die scheidung! Er hasst sie, weil, wie Jesus selbst sagte, sie nicht nur Familien zerstört – sie zerstört Nationen (Markus 3,24-25). Und deshalb ist es Gott egal, ob 100 Prozent der Amerikaner die Scheidung als moralisch akzeptabel bezeichnen. Sie ist nicht akzeptabel. Und die verheerenden Folgen der Scheidung beweisen, dass Gott Recht hat.

In einer jüngsten Ausgabe der Time, schrieb James Dobson: „Weil die Erwachsenen schwierige Ehen mit weniger Bedingungen auflösen wollten, machten es Reformer in den späten 1990ern leichter, Kernfamilien aufzulösen. Obwohl es Ausnahmen gibt, das Vermächtnis von einverständlichen Scheidungen sind zahllose zerrüttete Leben innerhalb von drei Generationen, die das Verhalten der Kinder, deren akademische Leistungen und die geistige und physische Gesundheit nachhaltig beeinflussen. Einverständliche Scheidungen reflektierten unsere egoistische Zielstrebigkeit, das zu tun, was für Erwachsene bequem war, und es ist unterm Strich eine Katastrophe gewesen (18. Dez. 2006).

Aber Sie müssen das verstehen, sagen die Leute. Wir sind weit daüber hinaus, was Scheidung und Sex vor der Ehe betrifft. Das tut doch jeder. Kommen wir zu den wirklichen Problemen, wie gleichgeschlechtliche Ehe oder die Legalisierung von bewusstseinsverändernden Drogen oder von Schwangerschaftsabbrüchen kurz vor der Geburt.

Radikale Linke wollen, dass diese Sünden legalisiert werden. Dies sind die Angelegenheiten, bei denen sie besonders heftig sind. Und es sind diese Angelegenheiten, wo sie auf Widerstand seitens der Rechten stoßen. Diese Tatsache allein zeigt, wie tief unser moralischer Standard gefallen ist! Die „Konservativen“ haben in diesem Moralitätskrieg bereits Meilen an Territorium zugestanden.

Man muss sich fragen, was wir wohl in 20 Jahren wählen werden, vorausgesetzt, dass Gott nicht vorher eingreift, um unsere sündhaft kranke Gesellschaft zu retten.

Weitverbreitete Akzeptanz der Homosexualität

Einmal mehr, dass die Debatte darum geht, ob Homosexuelle heiraten dürfen oder nicht, ist in sich aufschlussreich. Die Hälfte der Amerikaner hat anscheinend die Grenze im Sand gezogen und würde eine verfassungsmäßige Änderung bevorzugen, die die homosexuelle Ehe verbietet. Aber die andere Hälfte, etwa 47 Prozent, widersetzen sich eigentlich einem verfassungsmäßigen Verbot. Es ist diese Statistik, die unsere überwältigende Akzeptanz zu diesem homosexuellen Verhalten erklärt. Widernatürliches, gesetzwidriges sexuelles Verhalten ist nicht umstritten – es ist das Heiraten zwischen Homosexuellen, das uns entzweit hat.

Präsident Bush antwortete auf die im Jahre 2003 getroffene Entscheidung des Obersten Gerichts von Massachusetts, homosexuelle Ehen zu erlauben, indem er sagte, die Ehe wäre eine „heilige Institution“ und dass er verpflichtet wäre das zu tun, „was gesetzlich notwendig ist, um die Heiligkeit der Ehe zu verteidigen“. Egal, was vorehelicher Geschlechtsverkehr, sexuell übertragene Krankheiten, uneheliche Geburten, Abtreibungen auf Verlangen, Ehebruch, einverständliche Scheidungen, feministisch gesteuerter Rollentausch, Schmarotzer-Väter und berufstätige Mütter, der Heiligkeit der Ehe angetan haben. Soweit es die „Konservativen“ betrifft, ist die wirkliche Bedrohung für diese heilige Gemeinschaft, die Homosexuellen. Wie Donald Sensing in einem Leitartikel des Wall Street Journal fragte: „Wenn die Gesellschaft darauf verzichtet hat, heterosexuelles Verhalten von Männern und Frauen zu regeln, welches Recht hat sie dann, homosexuelles Verhalten zu regeln“ …? (15. März 2004)? Wie Sensing richtig bemerkte, diejenigen, die jetzt die Heiligkeit des Ehebundes verteidigen, sind ein wenig verspätet. „Die Mauern der traditionellen Ehe wurden vor 40 Jahren durchbrochen; was wir jetzt erleben, ist die Erstürmung der letzten Bastion“, schrieb er. Traditionalisten, sagte er, „müssen sich informieren, was sich wirklich abgespielt hat und müssen sich mit der Tatsache abfinden, dass die gleichgeschlechtliche Ehe, wenn sie zustande kommt, nicht die Degeneration der Institution der Ehe verursacht; es ist das Ergebnis daraus“.

Unsere Gesellschaft ist, wie Jesaja prophezeite, mit Sünde schwer beladen. Der ganze Kopf ist krank, schrieb er.

„Von der Fußsohle bis zum Haupt ist nichts Gesundes an euch, sondern Beulen und Striemen und frische Wunden, die nicht gereinigt noch verbunden noch mit Öl gelindert sind“ (Jesaja 1,6). Wir haben Gottes Zorn provoziert! Und auch den Zorn von Jesus.

Schockiert es Sie, wenn ich sage, dass, wenn Jesus Christus für unsere Nation verantwortlich wäre, würde er nicht nur die gleichgeschlechtliche Ehe verbieten, er würde die Homosexualität verbieten? Wenn ja, dann zeigt es, wie weit ihr Denken von Gottes Denken entfernt ist und wie viel ihr Verstand von Satans Propaganda aufgenommen hat!

Selbst wenn wir bis zur Gründung der amerikanischen Nation zurückgehen, wie Mark Levin in Men in Black schrieb: „Sodomie war ein kriminelles Vergehen unter dem bürgerlichen Recht und war von den ursprünglichen 13 Staaten verboten, als sie die Freiheitsurkunde ratifizierten.“ Warum, glauben Sie, würden die Gründer unserer Nation Gesetze einführen, die die Homosexualität verbieten? Woher würden sie solch einen strengen moralischen Standard bekommen haben? Aus dem Neuen Testament – daher (siehe
Römer 1,26-27)!

Trotzdem verweisen homosexuelle Aktivisten auf das „Gleichheitsprinzip“ und das „Rechtsstaatsprinzip“ des vierzehnten Verfassungszusatzes als Grund, dieselben Rechte wie die Heterosexuellen zu genießen. Das Problem mit diesem Argument ist, als der vierzehnte Verfassungszusatz im Jahr 1868 ratifiziert wurde, wie Levin vorbringt, hatten 32 von 37 Staaten Gesetze gegen die Sodomie. Sogar noch bis 1961 kriminalisierte jeder Staat in Amerika die Sodomie.

Aber mit der Entstehung der Homosexuellenbewegung hatte etwa die Hälfte der Staaten bis zu den frühen 1980er Jahren die Gesetze gegen die Sodomie abgeschafft. Sogar noch im Jahr 1986 hielt das Oberste Gericht der USA das Sodomiegesetz eines Staates aufrecht. Aber als es 2003 aufgefordert wurde, ein Texasgesetz gegen die Sodomie aufrecht zu erhalten, gab das Oberste Gericht unter dem Druck der Aktivisten in einer 6 zu 3 Entscheidung nach. Entsprechend der Meinung der Mehrheit, „kann der Staat nicht ihre Lebensweise erniedrigen oder ihr Schicksal lenken, indem er ihr privates sexuelles Verhalten zum Verbrechen macht. Ihr Recht auf Freiheit unter dem Rechtsstaatsprinzip, gibt ihnen das volle Recht, ohne Eingriff der Regierung nach ihrem Verhalten zu leben“.

In seinem Einwand stellte Richter Scalia fest, dass, wenn Staaten kein Recht haben, homosexuelles Verhalten zu kriminalisieren, „welche Rechtfertigung könnte es dann möglicherweise geben, homosexuellen Paaren die Vorteile der Ehe zu verweigern“?

Das war im Juni 2003. Im November desselben Jahres, machte eine Gerichtsentscheidung in Massachusetts, die die homosexuelle Ehe befürwortete, in ganz Amerika Schlagzeilen. Doch es war das Oberste Gericht – nicht Massachusetts, wie Levin in seinem Buch bemerkte – das „den Weg bereitete, um jedem Staat schwule Ehen aufzuzwingen, unter dem verfälschten Verständnis des vierzehnten Verfassungszusatzes“.

Aber machen Sie sich keine Gedanken. Es wird bestimmt eine Armee von knallharten Konservativen geben, die für einen uneingeschränkten Krieg bereit sind im dem Kampf für die Aufrechterhaltung und den Schutz der Unantastbarkeit und Heiligkeit der Ehe.

Richtig?

Sodom und Gomorra

Das Wort Sodomie ist von einer lateinischen Redewendung abgeleitet und bedeutet, die „Sünde von Sodom“, welche, wie die meisten Leute wissen, im biblischen Buch 1.Mose anschaulich diskutiert wird. Das antike Sodom, sowie die benachbarte Stadt Gomorra, waren für ihre weit verbreitete Ausübung und Akzeptanz der Homosexualität bekannt. Judas 7 sagt, dass sich die Leute von Sodom und Gomorra, außer dass sie „anderem Fleisch“ nachgegangen sind, auch „Unzucht getrieben haben“. Hesekiel sagt uns, dass Sodom eine wohlhabende Gegend war, mit einer Fülle an Muße. Aber es war auch voller Stolz und Gräuel (Hesekiel 16,49-50).

In der Darstellung in 1.Mose 19, wollten die Männer von Sodom mit zwei Besuchern, die eigentlich Engel waren und gekommen sind, um zu sehen, ob die Stadt von Gottes Zorn verschont werden sollte, Unzucht treiben. Während diese beiden Engel in Lots Haus eingeschlossen blieben, schrie eine wütende Horde draußen nach frischem Fleisch. Drinnen im Haus fuhren die Engel fort, Lot und seiner Familie klare und präzise Anweisungen betreffend des zukünftigen Wohlergehens von Sodom und des benachbarten Gomorra zu geben. „Und die Männer sprachen zu Lot: Hast du hier noch einen Schwiegersohn und Söhne und Töchter und wer dir sonst angehört in der Stadt, den führe weg von dieser Stätte. Denn wir werden diese Stätte verderben, weil das Geschrei über sie groß ist vor dem Herrn; der hat uns gesandt, sie zu verderben“ (1.Mose 19,12-13).

Lot gab diese ernste Nachricht an die beiden jungen Männer weiter, die seine Töchter heiraten sollten. Nun, diese waren zwei anständige Männer – Heterosexuelle, die Lots Töchter nicht ausgenutzt hatten. Es hatte wahrscheinlich zahlreiche Gelegenheiten gegeben, wo sie mit ihrem zukünftigen Schwiegervater um den Tisch herum saßen und das Böse und Perverse der Gesellschaft verdammten. Und dennoch, ohne es zu realisieren, hatte viel von dem Bösen auf sie abgefärbt! Sie mögen viele von den extremeren Widerwärtigkeiten in Sodom erkannt haben, aber sie hatten sich daran gewöhnt, dort zu leben – und eigentlich gefiel ihnen vieles daran.

Wie stark muss die Anziehungskraft der Gesellschaft für diese beiden Männer gewesen sein, dass sie in dieser höchst kritischen Stunde, Gottes Warnung nicht achteten, als sie durch seinen Diener Lot überbracht wurde.

Ihr Spott bewirkte sogar, dass in Lots Gedanken ein Keim von Zweifel aufkam. Am nächsten Morgen, selbst nach dem ständigen Drängen der zwei Engel, fing Lot an zu zögern und somit seine Abreise aufzuschieben – so lange, bis die Engel Lot, seine Frau und seine beiden Töchter an den Händen packten und sie gewaltsam aus der sündhaften Stadt führten! Beim Verlassen der Stadt schrien die Engel Lots Familie an, lauft um euer Leben! Und bleibt nicht einmal stehen, um zurückzublicken, damit ihr nicht auch noch umkommt!

„Da ließ der Herr Schwefel und Feuer regnen vom Himmel herab auf Sodom und Gomorra und vernichtete die Städte und die ganze Gegend und alle Einwohner der Städte und was auf dem Lande gewachsen war“ (Verse 24-25). Gott riss Lots Familie aus dem Schlamassel und verbrannte alles andere am Boden. Selbst dann konnte Lots Frau nicht loslassen.

Man kann nicht begreifen, wie ein liebevoller Gott zwei Städte völlig auslöschen konnte, ohne dass man die Wahrheit über die Auferstehung versteht. Wie Jesus sagte, es wird für die Menschen von Sodom und Gomorra erträglicher sein, wenn sie am jüngsten Gericht wieder auferstehen, als für die Städte, die Gottes Warnung in dieser Endzeit ablehnen (Matthäus 10,15). Sie werden die Gelegenheit haben, Gott kennen zu lernen, wenn sie auferweckt werden. In der Welt von Morgen werden die Gesetze Gottes bezüglich des menschlichen Verhaltens eifrig gelehrt und strengstens durchgesetzt werden.

Gottes Weg verderben

Zur Zeit Noahs war das Übel der Gesellschaft genauso schlimm, wie es in den Städten Sodom und Gomorra war, nur weiter verbreitet. 1.Mose 6,5 sagt: „Als aber der Herr sah, dass der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar.“ Wie Herbert Armstrong in Geheimnis der Zeitalter schrieb: „Alles Denken und Sinnen des Menschen richtete sich nur noch auf egoistische, lüstere, üble Ziele.“

Später in 1.Mose 6 sagt Gott, die Erde war “voller Frevel“ (Vers 11). “Dieser Frevel“, schrieb Herr Armstrong, „hatte so überhand genommen, dass Gott beschloss, die Menschheit von ihrem Leiden und ihrem Elend zu befreien“ (ibid.).

In Vers 12 sagt Gott: „… alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt.“ Dies war das Vermächtnis der Menschheit gewesen: Ihren Weg des Denkens und Urteilens, ihre Definition von Recht und Unrecht, an die Stelle von gottes Weg zu setzen! „Es ist keine Gottesfurcht bei ihnen“, schrieb Paulus (Römer 3,18). Er sagte, der Weg des Menschen ist Zerstörung und Elend – und „den Weg des Friedens kennen sie nicht“ (Verse 16-17). Die Früchte der menschlichen Gesellschaft beweisen, dass Gott Recht hat! „Da ist ein Weg, der einem Menschen gerade erscheint, aber zuletzt sind es wege des todes“ (Sprüche 14,12 – Elberfelder Bibel). Das ist die Erfolgsgeschichte des Menschen gewesen, seinen eigenen Weg ohne Gottesfurcht zu gehen: Elend und Zerstörung.

Noah versuchte die Menschen in seinen Tagen zu warnen, aber, wie der jüdische Historiker Josephus erklärte: „Sie haben sich ihm nicht unterworfen“ – sie „waren Sklaven ihrer eigenen gottlosen Freuden“ (Antiquities 1, 3, 1). Und so schrieb Herr Armstrong: „Durch die Sintflut löschte er das elende Leben der Menschen aus; sie sollen in der nächsten Sekunde ihres Bewusstseins auferstehen zum Gericht vor dem großen weißen Thron (Offenbarung 20,11:12). Sie werden wieder zum Leben erweckt in einer Zeit, da Christus die Erde regiert, in Frieden, Glück und Gerechtigkeit. Satan wird fort sein. Die Menschen werden dann Gottes Wahrheit erkennen, und das ewige Heil wird ihnen dann offenstehen“ (ibid.).

Aus Liebe hat Gott diese üble Gesellschaft von ihrem Elend erlöst, so wie er es mit unserer machen wird, es sei denn, wir bereuen.

Wie in den Tagen …

Glauben wir, dass wir diesen antiken Gesellschaften so überlegen sind, dass derselbe Gott, der durch Feuer und Regen universale Zerstörung brachte, es nicht wieder geschehen lassen könnte? Wenn Sie Jesus kennen, sollten Sie die Antwort darauf kennen.

Jesus sagte: „Ebenso, wie es geschah zu den Zeiten Lots: Sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten“ (Lukas 17,28). Sie aßen und tranken, kauften und verkauften; pflanzten und bauten – bis zu dem Tag, wo Gott ihre Städte zerstörte (Vers 29). „Auf diese Weise wird’s auch gehen an dem Tage, wenn der Menschensohn wird offenbar werden“ (Vers 30). Mit anderen Worten, Gott prophezeite, bevor Jesus Christus zu dieser Erde zurückkehrt in Macht und Herrlichkeit, dass unsere kultivierte, ultramoderne, anti-göttliche Gesellschaft wieder zurückkehren würde zu den Wegen wie in den Tagen von Sodom und Gomorra.

Das ist bereits geschehen.

Auch der Apostel Petrus erteilte für unsere gegenwärtige Zeit eine ernste Warnung, auf die Lektion von Sodom und Gomorra zurückgreifend und sagte, dass sie Gott zu Schutt und Asche machte, „und zum Untergang verurteilt und damit ein Beispiel gesetzt den Gottlosen, die hernach kommen würden“ (2.Petrus 2,6).

Der Judasbrief, eine weitere Botschaft des neuen Testamentes, spricht von diesen beiden Städten, die „leiden die Pein des ewigen Feuers“. Judas schrieb, dass Gott sie als ein Beispiel für unseren Tag gesetzt hat!

In der gleichen Weise erinnerte uns Jesus an Noahs Tag und sagte: „Und wie es geschah zu den Zeiten Noahs, so wird’s auch geschehen in den Tagen des Menschensohns: Sie aßen, sie tranken, sie heirateten, sie ließen sich heiraten bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche ging und die Sintflut kam und brachte sie alle um“ (Lukas 17,26-27).

So wird es auch geschehen in den Tagen des Menschensohns. Können wir begreifen, was dies bedeutet? Die Geschichte wiederholt sich. Wir sollten unsere Lektion nach der Flut aus Noahs Tagen gelernt haben. Wir sollten die Lektion von Sodom und Gomorra gelernt haben. Aber wir haben es nicht getan – und so kommt wieder eine universale Zerstörung.

Wenn Sie Jesus kennen, dann wissen Sie, dass er sagte, es würde vor seiner Wiederkehr so schlimm werden, dass, wenn Gott die Zerstörung nicht plötzlich beenden würde, kein Fleisch gerettet würde (Matthäus 24,21-22). Und direkt vor dieser universalen Zerstörung sagte Jesus, würde es genau so sein wie in den Tagen vor der Flut – und wie in den Tagen, bevor Sodom und Gomorra zu Asche gemacht wurden. Er sagte, wir würden essen und trinken, kaufen und verkaufen, pflanzen und bauen – mit unseren Gedanken bei jedem vorstellbarem Übel.

Und dann – plötzlich – wird das Ende über uns sein (Lukas 17,30). Es bleibt wenig Zeit. Ein paar Jahre von jetzt an wird eine kleine Minderheit der Menschheit am Leben gelassen werden. „Wachet nun, zu aller Zeit betend“, warnte Jesus in Lukas 21,36 (Perl Bibel), „auf dass ihr würdig geachtet werdet, diesem allen, was geschehen soll, zu entfliehen und vor dem Sohne des Menschen zu stehen.“