Herbert W. Armstrong (Posaune)
Wer war Herbert W. Armstrong?
Verleger, Pädagoge, Rundfunksprecher, humanitärer Helfer, „inoffizieller Botschafter für den Weltfrieden“: Herbert W. Armstrong war ein Bekannter und Freund von führenden Persönlichkeiten in aller Welt. Er war außerdem Gründer und Generalpastor der Weltweiten Kirche Gottes.
Posaune
Geboren im Jahr 1892, erlebte Herr Armstrong den Beginn des Industriezeitalters, des Verkehrswesens, des Atomzeitalters, des Raumfahrtzeitalters und des Informationszeitalters. Er erlebte zwei Weltkriege mit und sah, wie sich Revolutionen in Kultur, Wirtschaft, Kriegführung und Gesellschaft entfalteten.
Im Jahr 1927, mitten in einer vielversprechenden Laufbahn in der Werbung, erkannte Herr Armstrong, dass Gott ihn in Seinen Dienst berief. Nach seiner Taufe und der Gründung der Radio Church of God, deren Name später geändert wurde, ertrugen Herr Armstrong, seine Frau Loma und ihre vier Kinder fast drei Jahrzehnte Armut, während die verschiedenen Bereiche der Kirche wuchsen. Mit der Zeit jedoch verwandelte sich die junge Kirche im pazifischen Nordwesten Amerikas in ein riesiges weltweites Werk, das Millionen Menschen in aller Welt die gute Nachricht vom kommenden Reich Gottes verkündete.
Herr Armstrong war ein Pionier des Fernsehevangelismus und einer der prominentesten religiösen Leiter des 20. Jahrhunderts. Er wurde von Abermillionen Menschen weltweit gesehen, gelesen und verfolgt.
1947 gründete Herr Armstrong das Ambassador College, eine geisteswissenschaftliche Hochschule, in Pasadena, Kalifornien. Später gründete er zwei weitere Standorte, einen in Big Sandy, Texas, den anderen in Bricket Wood, England. Tausende Studenten wurden an dieser lebensverändernden Einrichtung höherer Bildung ausgebildet.
Posaune
Unter Herrn Armstrongs Leitung wuchs die Weltweite Kirche Gottes 35 Jahre lang mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von 30 Prozent. 1968 begannen sich für Herrn Armstrong die Türen zu öffnen, um die Welt zu bereisen und die Botschaft des Evangeliums mit Staatsoberhäuptern und anderen hohen Amtsträgern zu teilen. In seinen persönlichen Audienzen bei Königen, Prinzen, Präsidenten, Premierministern, Kaisern, Bürgermeistern, Richtern, Mitgliedern der Legislative und anderen führenden Persönlichkeiten aus Regierung, Gesellschaft und Wirtschaft wurde er als „Botschafter ohne Geschäftsbereich für den Weltfrieden“ bekannt.
Angesichts des Einflusses, den Herr Armstrong später im Leben gewann, und des gewaltigen Umfangs, zu dem das Werk Gottes wuchs, lohnt es sich, seine außerordentlich bescheidenen Anfänge näher zu betrachten.
Wie hat alles begonnen?
Im Herbst 1926 wurde Herr Armstrong von seiner Frau in der Frage des Sabbats am siebten Tag herausgefordert. Unmittelbar danach warf ihm ein Verwandter Unwissenheit vor, weil er die Evolutionstheorie ablehnte. Erschüttert, aber entschlossen, begann Herr Armstrong ein Studium bei Tag und Nacht, um die Wahrheit in diesen Fragen für sich selbst endgültig zu beweisen.
Zur zweiten Frage studierte Herr Armstrong die biblischen Aussagen über die Schöpfung sowie „Texte über Biologie, Geologie, Paläontologie und die verschiedenen Werke über die Evolutionstheorie“ (Autobiografie von Herbert W. Armstrong). Er ging an sein Studium aus einer unparteiischen Perspektive heran. „Die beiden Themen – oder vielmehr die beiden Seiten desselben Themas der Ursprünge – sollten vorurteilsfrei und objektiv gemeinsam studiert werden, doch das geschieht selten!“, schrieb er.
Das Ergebnis? „Der Stamm des Evolutionsbaums wurde gefällt“, schrieb Herr Armstrong. Seine Studien lieferten eine feste Grundlage für die Autorität der Bibel. Als Nächstes widmete er seine Aufmerksamkeit der Behauptung seiner Frau, dass der Samstag tatsächlich der wahre christliche Sabbat sei.
Posaune
Über sein intensives Studium schrieb Herr Armstrong:
Aber nehmen Sie nicht an, ich sei schnell oder leicht dazu gekommen, zuzugeben, dass meine Frau recht gehabt hatte, oder den Sabbat am siebten Tag als die Wahrheit der Bibel anzunehmen. Ich verbrachte volle sechs Monate mit praktisch Tag-und-Nacht-Studium und Forschung, sieben Tage die Woche, in dem entschlossenen Bemühen, genau das Gegenteil zu finden. Ich suchte vergeblich nach irgendeiner Autorität in der Bibel, die den Sonntag als Tag christlicher Anbetung festlegt. Ich studierte sogar ausreichend Griechisch, um jeden möglicherweise fraglichen Text im griechischen Original nachzugehen.
Obwohl es ihm schwerfiel, es zuzugeben, erkannte er schließlich, dass seine Frau recht gehabt hatte: Die Bibel bestätigte den Sabbat am siebten Tag.
Nachdem Herr Armstrong die absolute Autorität der Bibel als Gottes Wort bewiesen hatte, setzte er sein intensives Bibelstudium fort. Er schrieb: „Meine Forschung war völlig anders als die von Studenten in einem Seminar. Sie nehmen auf, was ihnen in den Lehren ihrer Konfession beigebracht wird. ... Aber ich war besonders vom lebendigen Gott berufen worden. ... Ich wurde von Christus gelehrt, was ich nicht glauben wollte, was Er mir aber als wahr zeigte!“ (Geheimnis der Zeitalter).
Herrn Armstrongs Studien führten ihn auf die Suche nach der wahren Kirche Gottes, von der Jesus Christus verheißen hatte, dass sie niemals sterben würde (Matthäus 16, 18). Er fand eine kleine Organisation, die der Verkündigung der wahren Lehren der Bibel näherkam als jede andere. Ohne dass er es damals wusste, berief Gott ihn tatsächlich dazu, den Staffelstab Seiner wahren Kirche aufzunehmen, die geistlich leblos geworden war, und ihn mit neuer Lebenskraft und Macht weiterzutragen.
Das Werk wuchs
Posaune
Im Januar 1934 begann Herr Armstrong mit der Radiosendung World Tomorrow. Einen Monat später veröffentlichte er seine ersten Ausgaben von Plain Truth (Klar&Wahr), einer Nachrichtenzeitschrift, die Weltereignisse durch die Linse der biblischen Prophetie bewertete. Diejenigen, die Herrn Armstrong hörten und lasen, waren begeistert von der Art und Weise, wie er die einfache, klare Wahrheit Gottes direkt aus der Bibel predigte. 1939 begann Herr Armstrong mit der Veröffentlichung von Good News, einem Mitteilungsblatt, das hauptsächlich für Mitglieder und Mitarbeiter eingerichtet wurde.
Diejenigen, die Herrn Armstrong hörten und lasen, waren begeistert von der Art und Weise, wie er die einfache, klare Wahrheit Gottes direkt aus der Bibel predigte.
Nachdem Herr Armstrong im Herbst 1947 das Ambassador College gegründet hatte, bildete das College geschultes Personal aus, um Herrn Armstrong in seinem Werk zu unterstützen, das Evangelium der Menschheit zu bringen, wodurch das Werk noch mehr wuchs. Die 1950er Jahre erwiesen sich als ein Jahrzehnt gewaltiger Fortschritte. 1953 begann World Tomorrow in Europa über Radio Luxemburg ausgestrahlt zu werden. Zwei Jahre später erschien die Sendung im Fernsehen. Tausende Menschen in aller Welt wurden bekehrt und ließen sich als Mitglieder der Weltweiten Kirche Gottes taufen.
Die 1960er Jahre brachten viele Fortschritte für Plain Truth. Die erste vollfarbige Ausgabe wurde 1965 veröffentlicht, 31 Jahre nach der Gründung der Zeitschrift. Die Zeitschrift begann auch, auf Deutsch, Französisch, Spanisch und Niederländisch zu erscheinen. Bald darauf wurden Tausende nicht englischsprachige Mitglieder in die Kirche getauft.
Herr Armstrong präsentierte die World Tomorrow-Fernsehsendungen bis in den Beginn seines 94. Lebensjahres.
PosauneHerr Armstrong verbrachte einen großen Teil der 1970er Jahre damit, den Planeten zu bereisen und Könige, Präsidenten und andere Staatsoberhäupter zu treffen. Zu den bekanntesten Führern, die er traf, gehörten Ronald und Nancy Reagan, George H. W. Bush, Margaret Thatcher, Otto von Habsburg, König Leopold III., Hosni Mubarak, Anwar Sadat, Shimon Peres, Indira Gandhi und Kaiser Hirohito. Er bereiste zahlreiche Nationen in Europa, Afrika, Asien und Amerika.
Wenn er mit führenden Persönlichkeiten der Welt sprach, erfüllte Herr Armstrong den in Matthäus 24, 14 prophezeiten Auftrag: „Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.“
Posaune
Posaune
Posaune
1972 vollzog Herr Armstrong den ersten Spatenstich für den Bau des Ambassador Auditorium. Dieser großartige Konzertsaal auf dem Pasadena-Campus in Kalifornien wurde als „Carnegie Hall des Westens“ bezeichnet und aus einigen der besten Materialien der Erde gebaut. Er beherbergte die besten Künstler der Welt, darunter Luciano Pavarotti, Arthur Rubinstein und die Wiener Philharmoniker.
Matthäus 24, 14: „Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.“
Die führende Zeitschrift der Kirche, Plain Truth, wurde in sieben Sprachen mit einer weltweiten Auflage von 8,4 Millionen veröffentlicht. Die christliche Lebensführungszeitschrift der Kirche, Good News, hatte eine Auflage von 828 000. Zusammengenommen übertrafen diese beiden Zeitschriften die Auflagen von Time und Newsweek zusammen.
Die Kirche produzierte außerdem eine beliebte Jugendzeitschrift mit einer Auflage von 2,3 Millionen, einen Bibelfernkurs mit 32 Lektionen, für den sich in seiner 30-jährigen Laufzeit mehr als 2 Millionen Menschen einschrieben, sowie eine Reihe von Büchern und Broschüren. Mehr als 40 Millionen Bücher oder Broschüren wurden während Herrn Armstrongs 50-jährigem Dienst verbreitet; die am meisten angeforderte davon war Die USA und Großbritannien in der Prophezeiung mit 6 Millionen Exemplaren. Zwischen 1980 und 1985 verbreitete die Kirche 447,5 Millionen Bücher, Broschüren, Zeitschriften, Zeitungen, Lektionen und Briefe. Allein 1985 beantwortete sie 1,1 Millionen Telefonanrufe, erhielt 6,7 Millionen Postsendungen und fügte ihrer Datenbank 2,1 Millionen neue Namen hinzu.
Ende 1985, sobald es aus der Druckerei kam, wurde Herrn Armstrongs letztes Buch mehr angefordert als jedes andere. In weniger als vier Monaten forderten 740 000 Menschen Geheimnis der Zeitalter an, wodurch es zur am schnellsten verbreiteten Publikation wurde, die die Kirche je hervorgebracht hatte.
Als er 1986 starb, hinterließ Herr Armstrong eine Kirche mit 725 Gemeinden in 57 Ländern, mit einer wöchentlichen weltweiten Besucherzahl von 120 000 und 1200 Predigern. Weitere 210 000 Menschen unterstützten das Werk regelmäßig, und die Kirche erhielt jährlich mehr als 160 Millionen Dollar.
Sein Vermächtnis
Posaune
„Herr Armstrong trug dazu bei, das Wort des Herrn mit seiner Gemeinschaft und mit Menschen im ganzen Land zu teilen. Sie können stolz auf sein Vermächtnis sein. Unsere Gebete sind bei Ihnen. Gott segne Sie.“ - Ronald Reagan
Der Präsident der Vereinigten Staaten, Ronald Reagan, sandte diese Notiz kurz nach Herrn Armstrongs Tod an die WKG (Hervorhebung durchgehend hinzugefügt): „Herr Armstrong trug dazu bei, das Wort des Herrn mit seiner Gemeinschaft und mit Menschen im ganzen Land zu teilen. Sie können stolz auf sein Vermächtnis sein. Unsere Gebete sind bei Ihnen. Gott segne Sie.“
Otto von Habsburg, Mitglied des Europäischen Parlaments, sandte diese Botschaft: „Tief erschüttert durch die Nachricht vom Tod des unvergesslichen Herrn Armstrong. Bin mit Ihnen allen im Gebet für ihn und in der Hoffnung auf eine erfolgreiche Fortsetzung seines Lebenswerks.“
Teddy Kollek, Bürgermeister von Jerusalem, schrieb: „Man konnte von seinen gewaltigen Bemühungen, Verständnis und Frieden unter den Völkern zu fördern, nur tief beeindruckt sein. Seine guten Taten waren in vielen Ecken der Welt zu spüren.“
Viele große Zeitungen berichteten über Herrn Armstrongs Tod. Die Pasadena Star News schrieb: „[D]iejenigen, die sich entscheiden – oder glauben, göttlich erwählt zu sein –, die Botschaft des Monotheismus in der Welt zu verbreiten, müssen zwangsläufig mehr als ihren Anteil an menschlichen Wechselfällen ertragen. Viele dieser Männer und Frauen jedoch hinterlassen ein Vermächtnis, das all ihr Leiden lohnenswert macht. Herbert W. Armstrong war ein solcher Mann“ (17. Januar 1986).
Nach seinem Tod verraten
Herr Armstrong hinterließ einen gewaltigen Eindruck. Seine Nachfolger hatten ein wunderbares Beispiel des Erfolgs, dem sie folgen konnten. Joseph Tkach, der Mann, der Herrn Armstrong ersetzte, erklärte: „Die Ermahnung gilt nun denen von uns, die noch leben und die nun eine Aufgabe vor sich haben, einen Kurs, der bereits von Gottes Apostel abgesteckt wurde. Wir müssen diesen Kurs beibehalten und nicht um ein Jota davon abweichen.“ Bei Herrn Armstrongs Beerdigung sagte Herr Tkach: „Wir geben bereitwillig zu und erkennen an, dass es keinen Menschen gibt, der in seine Fußstapfen treten kann, aber, Vater, wir wollen seinen Spuren folgen.“
Das taten sie nicht. Tatsächlich taten Herrn Armstrongs Nachfolger das Gegenteil. Seit 1986 hat die WKG eine vollständige Umwandlung durchgemacht. Die vielen Worte des Lobes und der Unterstützung für Herrn Armstrong verwandelten sich in Worte der Scham und Verlegenheit über das, was er getan hatte. Diese Leiter inszenierten einen massiven Verrat an Herrn Armstrong in genau der Kirche, durch die er gebraucht worden war, sie aufzurichten.
In seinem Buch Maleachis Botschaft schrieb der Chefredakteur der Posaune, Gerald Flurry, darüber, wie die WKG-Führer nach Herrn Armstrongs Tod wissentlich Menschen in die Irre führten. Zusammen mit Die Trümmer aufrichten vom verantwortlichen Redakteur Stephen Flurry geben diese beiden Bücher einen eingehenden Blick auf die physischen und geistlichen Ereignisse rund um diesen beispiellosen Verrat.
Obwohl Herrn Armstrongs Nachfolger wütend daran arbeiteten, das Werk zu zerstören, das Gott durch ihn aufgebaut hatte, lebt die Botschaft, die er predigte, und das Werk, das er vollbrachte, heute durch das Werk der PKG weiter.
Glücklicherweise sind die biblischen Lehren und Unterweisungen, die Herr Armstrong lehrte, durch Video-, Audio- und schriftliches Material bewahrt worden. Das Werk, das Gott durch Herbert Armstrong tat, hat auch heute noch einen großen Einfluss.
Herr Armstrong war Gottes Apostel des 20. Jahrhunderts. Doch heute ist er nur „Staub“ in der Erde und wartet auf die Auferstehung der Heiligen. Herr Armstrong war nicht vollkommen und auch nicht unfehlbar. Aber die Tatsache, dass er von Gott in diesem Zeitalter gebraucht wurde, um den Weg für die baldige Wiederkunft Jesu Christi zu verkünden und vorzubereiten, ist unbestreitbar. Herr Armstrong starb vor mehr als 30 Jahren, aber sein Vermächtnis lebt weiter.