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Aaron Burden/Unsplash

Warum die zehn Stämme ihre Identität verloren (Dritter Teil)

Die USA und Großbritannien in der Prophezeiung (Kapitel elf)

Fortgesetzt von Warum die zehn Stämme ihre Identität verloren (zweiter Teil)

D

er Sabbat kennzeichnet das Volk Gottes

Wir haben gesehen, dass der Sabbat Gott kennzeichnet. Er identifiziert ihn geradezu: Der Tag, den Gott zu Versammlung der Gemeinde und zu Gottesdienst bestimmt hat, verweist auch als Gedenktag darauf, wem der Gottesdienst gelten muss: dem Schöpfer und Beherrscher aller Dinge.

Aber das ist noch nicht alles! Der Sabbat wurde außerdem als Erkennungszeichen eingesetzt, das deutlich macht, wer zum Volk Gottes gehört und wer nicht. Dieser besondere Bund besagt nämlich nicht nur, dass wir den Sabbat halten sollen, „damit ihr erkennt, dass ich der Herr bin“, sondern er wurde auch eingesetzt, „damit ihr erkennt, dass ich der Herr bin, der euch heiligt“ (2. Mose 31, 13).

Diese letzten drei Worte sind höchst wichtig!

Was bedeutet eigentlich „heiligen“? Es bedeutet „zu heiligem Gebrauch oder Zweck aussondern“. Am siebenten Tag der Schöpfungswoche heiligte der ewige Gott den Sabbat, d. h., er sonderte ihn zu heiligem Gebrauch aus. Zugleich lesen wir aber auch, dass der Sabbat ein Zeichen dafür ist, dass Gott diejenigen, die zu seinem Volk gehören, heiligt, d. h. von den anderen Menschen aussondert für seinen heiligen Zweck.

Zur Zeit des Alten Testaments war Gottes Volk das Volk Israel. Seit Christus jedoch sind alle diejenigen sein Volk, die zur Kirche Gottes gehören: die wahrhaft bekehrten, vom Heiligen Geist gezeugten Christen.

Und wie sondert der Sabbat sie aus? Wie unterscheidet er sie von denen, die nicht zum Volk Gottes gehören?

Nun, falls Sie selbst schon angefangen haben, Gottes Sabbat heilig zu halten, wie Gott das befiehlt, dann dürfte Ihre eigene Erfahrung Sie die Antwort bereits gelehrt haben.

Wenn nicht, dann fangen Sie nur an, Gottes Sabbat heiligzuhalten, wie er das gebietet! Sie werden bald merken, wie Sie automatisch von den Menschen in Ihrer Umgebung abgesondert sind. Ihre Bekannten und Geschäftsfreunde, ja sogar Mitglieder Ihrer eigenen Familie werden Sie absondern. Der Sabbat ist ein Zeichen, das nicht nur Gott als den Schöpfer und Herrscher ausweist, sondern auch alle kennzeichnet, die zu seinem Volk gehören. Aber wie?

Eine Definition von „Gott“

Man kann den Begriff Gott auch noch auf folgende Weise erklären. Obschon der einzig wahre Gott der Schöpfer und Erhalter des Universums ist, gibt es viele falsche und von Menschen gemachte Götter. Satan gibt sich, wie wir gesehen haben, als Gott aus, und die Bibel selbst nennt ihn den „Gott dieser Welt“. Von jeher wurden Götzen als Gott verehrt und werden es auch heute noch, sogar in sogenannten „christlichen“ Kirchen. „Gott“ ist der- oder dasjenige, dem man sich verschrieben hat, dem man dient und gehorcht.

Das Wort „Herr“ bedeutet Herrscher, Gebieter – es bezeichnet jemanden, dem man gehorcht. Jesus rief aus: „Was heißt ihr mich aber Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage?“ (Luk. 6, 46). Da die Menschen ihm nicht gehorchten, war er auch nicht ihr Herr. Warum also nannten sie ihn Herr, wenn er in Wirklichkeit nicht ihr Herr war?

Bei anderer Gelegenheit sagte Jesus: „Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel“ (Matthäus 7, 21). Nur diejenigen, die Gott gehorchen, können seine Söhne werden und in sein Reich eingehen.

Und weiter: „Wisset ihr nicht: welchem ihr euch begebet zu Knechten in Gehorsam, des Knechte seid ihr, dem ihr gehorsam seid“ (Römer 6, 16, Jubiläumsbibel).

Das zweite Gebot behandelt das Thema Götzenbilder. Wir lesen in 2. Mose 20, 5-6: „Bete sie nicht an und diene ihnen nicht [gehorche ihnen nicht]! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat [den Ungehorsam] der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.“

Ein „Testgebot“

Das Sabbatgebot ist als einziges der Zehn Gebote ein Zeichen, das die wahren Christen von heute kenntlich macht. Es ist das eigentliche Testgebot.

Ein Mensch mag ehrlich und aufrichtig sein im Umgang mit anderen Menschen; er mag einen guten Charakter haben und nicht lügen oder stehlen. Aber das identifiziert ihn noch nicht eindeutig, hebt ihn noch nicht heraus als Christ.

Viele Nichtchristen ehren ihre Eltern, jedenfalls soweit man das äußerlich feststellen kann. Andere gelten als treu gegenüber ihrem Ehemann bzw. ihrer Ehefrau, und die meisten sind auch keine Mörder, jedenfalls nicht in den Augen ihrer Mitmenschen.

Aber ihre äußere Übereinstimmung mit diesen Geboten kennzeichnet sie nicht als etwas anderes, Besonderes, als Kinder Gottes. In Wirklichkeit werden selbst diese Gebote von nur wenigen Menschen dem Geiste nach befolgt, aber das fällt der Welt kaum auf. Dagegen fällt es der Welt sehr auf, wenn man Gottes Sabbat hält.

Die Menschen sind bereit, alles zu tun, was sie mit dieser Welt verbindet, was sie dazugehören lässt. Die Zugehörigkeit zu Gott dagegen ist ihnen wegen ihrer Freunde, Bekannten und Verwandten oft geradezu peinlich. Die Menschen mögen bereit sein, die anderen neun Gebote anzuerkennen, doch gegen dieses eine Gebot, das Sabbatgebot, lehnen sie sich ganz entschieden auf. Und in eben diesem einen Gebot liegt die entscheidende Gehorsamsprobe! Es kennzeichnet diejenigen, die ihren Willen dem Willen Gottes untergeordnet haben und die Gott ungeachtet aller Anfeindungen und Schwierigkeiten gehorsam sind.

Dieses Gebot sondert den Einzelnen von der Gesellschaft ab, und deshalb ist es ein Zeichen für das Volk Gottes. Es kennzeichnet ferner den wahren Gott und erinnert an ihn an eben dem Tage, den er zum Zweck der Versammlung und Anbetung ausgesondert hat.

Im Grunde genommen halten auch von den Juden nur sehr wenige wirklich den Sabbat. Daher mögen sie vor Gott nicht als sein Volk im geistlichen Sinne gelten. Aber immerhin kennzeichnet der Sabbat die Juden gegenüber der Welt als die Nachkommen des Volkes Gottes in alttestamentlicher Zeit.

Dieses Zeichen Gottes akzeptiert man entweder freiwillig, aufgrund eigener Entscheidung, oder man akzeptiert es nicht. Dagegen gibt es ein „Malzeichen des Tieres“ (das „Tier“ ist ein Symbol des kommenden, in Europa wieder auferstehenden „Heiligen Römischen Reiches“, das den Menschen unter Anwendung von Gewalt aufgezwungen werden wird. Es hat zu tun mit „kaufen und verkaufen“, mit Handel, Geschäft, seinen Lebensunterhalt verdienen, einen Beruf ausüben (Offenbarung 13, 16-17; Offenbarung 17). Das Sabbatgebot ist das Gebot, das Ihren Gehorsam auf die Probe stellt und von dem Ihr Heil, Ihr Schicksal in der Ewigkeit abhängt.

Inwiefern ein Bund?

Gott verankerte den Sabbat in einem besonderen und ewigen Bund, der zusätzlich zum sogenannten „Alten Bund“ geschlossen wurde.

Inwiefern handelt es sich dabei um einen Bund?

Ein Bund ist ein zwischen zwei Personen oder Parteien geschlossener Vertrag. Er ist ein Abkommen, in dem die eine Vertragspartei der anderen Vertragspartei für eine bestimmte vereinbarte Leistung eine bestimmte vereinbarte Gegenleistung zusichert.

Der auf dem Berg Sinai geschlossene Alte Bund zwischen Gott und den Israeliten verpflichtete letztere, gewisse Bedingungen und Vertragspunkte zu erfüllen; vor allem forderte er Gehorsam gegenüber den Zehn Geboten. Als Gegenleistung sicherte Gott dem Volk Israel zu, dass es dann „über alle Völker“ erhöht werden sollte. Es ging um rein materielle, nationale Versprechen, die Gott in dieser Welt wahrzumachen versprach. Der Neue Bund dagegen beruht auf besseren Verheissungen (Hebräer 8, 6); bei ihm geht es darum, das verheißene „ewige Erbe“ zu empfangen (Hebräer 9, 15).

Wenn ein Bund erst einmal unterschrieben und besiegelt und damit rechtskräftig geworden ist, kann dem Vertragstext nichts mehr hinzugefügt werden (Galater 3, 15). Alles, was unterhalb der Unterschrift erscheint, ist juristisch nicht mehr ein Teil des Vertrages. Wir lesen in 2. Mose 24, 6-8, wie der Alte Bund geschlossen und mit Blut besiegelt wurde. In Vers 8 sagt Mose: „Seht, das ist das Blut des Bundes, den der Herr mit euch geschlossen hat auf Grund aller dieser Worte.“ Der Bund war also bereits geschlossen; er galt als vollständig abgeschlossen.

Erst sieben Kapitel später erfolgt dann der Abschluss des besonderen, ewigen Sabbatbundes. Er ist somit kein Teil des Alten Bundes.

2. Mose 31, 16 bestätigt, dass es sich um einen besonderen Bund handelt: „Darum sollen die Kinder Israel den Sabbat halten, dass sie ihn auch bei ihren Nachkommen halten als ewigen Bund.“

Wie wir sehen, soll der Sabbatbund für ewig gelten.

Lesen wir nun Vers 17: „Er [der Sabbat] ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel.“

Und welche Bedingung musste Israel erfüllen? Es sollte den Sabbat heilighalten. „Denn er soll euch heilig sein“ (Vers 14). Als Gegenleistung für die Einhaltung dieser Bedingung sagte Gott etwas ganz Bestimmtes zu. Der Sabbat ist nicht nur „ein Zeichen zwischen mir und euch“, sondern auch ein Bund, „damit ihr erkennt, dass ich der Herr bin, der euch heiligt“ (Vers 13).

Das also ist die Gegenleistung. Gott verspricht, diejenigen zu heiligen – als heilig, als sein heiliges Volk, auszusondern –, die seinen Sabbat halten.

Ja, der Sabbat ist ein Bund. Er ist ein Bund für sich, völlig getrennt vom „Alten Bund“. Selbst wenn jemand einwenden wollte, der Alte Bund sei aufgehoben und mit ihm auch die Zehn Gebote, so kann er doch nicht behaupten, dass auch dieser Bund (der Sabbatbund) nur bis zum Kreuz dauern sollte. Vielmehr bleibt dieser Bund zwischen Gott und den Nachkommen Israels für alle Zeiten bindend (Vers 13). „… dass sie ihn auch bei ihren Nachkommen halten als ewigen Bund“ (Vers 16) – als „ein ewiges Zeichen“ (Vers 17). 

Wird fortgesetzt...

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