EMMA MCKOY/DIE POSAUNE
USA klagt mexikanischen Gouverneur wegen Unterstützung von Drogenbaronen an
Gestern unternahm die US-Staatsanwaltschaft einen seltenen Schritt gegen die Korruption in Mexiko, indem sie Rubén Rocha Moya, den Gouverneur des Bundesstaates Sinaloa, und neun weitere Beamte wegen Drogenhandels und Waffenbesitzes anklagte, weil sie dem Sinaloa-Kartell geholfen haben sollen, Drogen in die Vereinigten Staaten zu schmuggeln.
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In der Anklageschrift wird behauptet, dass diese Beamten eine „Schutzgelderpressung“ für das Kartell betrieben haben, insbesondere für eine Fraktion, die von den Söhnen des ehemaligen Anführers Joaquin „El Chapo“ Guzman angeführt wurde. Im Gegenzug für Bestechungsgelder und politische Unterstützung sollen die Beamten Kartelloperationen abgeschirmt, Verbrechen ignoriert und bewaffnete Gruppen zur Unterstützung der Schmuggler eingesetzt haben, so dass große Lieferungen von Fentanyl, Methamphetamin, Kokain und Heroin die US-Grenze passieren konnten.
Der US-Staatsanwalt Jay Clayton und führende Vertreter der Drug Enforcement Administration bezeichneten den Fall als einen wichtigen Schlag gegen Beamte, die die Gewalt der Kartelle ermöglichen und die tödliche Drogenkrise in amerikanischen Gemeinden anheizen.
Die mexikanische Regierung reagierte mit Trotz. Präsidentin Claudia Sheinbaum sagte, Mexiko werde die Vorwürfe untersuchen, aber die Beamten nicht automatisch verhaften.
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Sie bezeichnete das Vorgehen der USA als „Einmischung“ in mexikanische Angelegenheiten und forderte stichhaltige Beweise, bevor sie etwas unternimmt. Moya hat jegliche Verbindung zu dem Kartell bestritten.
Seit Jahren machen sich viele Amerikaner Sorgen, dass Geld und Macht der Kartelle tief in die mexikanische Politik eingedrungen sind. Drogenbedingte Gewalt ist nach wie vor die Ursache zahlreicher Tötungsdelikte in Mexiko – in den letzten Jahren schätzungsweise ein Drittel bis über die Hälfte – und trägt zu Tötungsdelikten und Überdosierungen in den USA bei.
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Die Konservativen argumentieren, dass eine stärkere Grenzsicherung, einschließlich einer Grenzmauer, notwendig ist, um den Zustrom zu stoppen. Progressive schlagen vor, dass die Legalisierung von Marihuana und die Entkriminalisierung härterer Drogen die Profite der Kartelle reduzieren würden.
Nur wenige erkennen die tiefere Ursache: eine geistliche Krankheit, die Nordamerika durchdringt.
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Die Bibel bezieht sich in Galater 5, 19-20 auf Pharmakeia – oft mit „Hexerei“ oder „Zauberei“ übersetzt –, die in der Antike den Missbrauch von bewusstseinsverändernden Drogen in heidnischen Ritualen beinhaltete. Schon vor 2000 Jahren war das Opium aus der Mohnpflanze für seine Wirkung bekannt.
Heute greifen Millionen von Amerikanern und Mexikanern zu illegalen Drogen in der Hoffnung, eine innere Leere zu füllen, aber die Sucht macht die Leere nur noch schlimmer und treibt die Kriminalität auf dem ganzen Kontinent an.
