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Gary Dorning/The Trumpet

Todesstoß für den Dollar

Die Welt tritt in ein neues Wirtschaftszeitalter ein – ein Zeitalter, das nicht von Amerika bestimmt wird.

Der März dieses Jahres markierte einen radikalen Wendepunkt in der Weltwirtschaft, vor allem für die wirtschaftliche Dominanz der Vereinigten Staaten.

China machte den Vorschlag zur Gründung der Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB) – eine neue, von China geführte internationale Bank, in erster Linie dazu konzipiert, die globale wirtschaftliche Führung der USA herauszufordern. Amerika versuchte, andere Nationen davon zu überzeugen, dieser Bankenvereinigung nicht beizutreten. Aber ohne Erfolg – nicht einmal bei seinen engsten Verbündeten. 

Für die USA war das eine absolute Katastrophe.

Es sollte ein „Weckruf“ zu einer „neuen wirtschaftlichen Ära“ sein, schrieb der ehemalige US-Finanzminister Larry Summers.

Die Welt hielt im Wesentlichen zusammen und kehrte Amerika den Rücken zu.

„Die geistige Konfrontation zwischen Peking und Washington über eine von China geförderte Entwicklungsbank für Asien verwandelt sich in eine verheerende Niederlage“, schrieb die Washington Times. „Die Obama Regierung fand sich isoliert und betroffen, als seine engsten Verbündeten sich diese Woche anstellten, um der vorgeschlagenen Asian Infrastructure Investment Bank beizutreten“ (18. März).

Und traurigerweise war es Amerikas wichtigster Verbündeter, der als Überläufer voranging.

Die Welt dreht sich

Die Geschichte beginnt im Jahr 2013 mit einer Rede des frisch gekürten chinesischen Führers Xi Jinping. Er umriss die Schaffung einer neuen internationalen Investitionsbank, in der die Nationen Geld zusammenlegen könnten, um in die Entwicklungsländer zu investieren. China würde $ 50 Milliarden an Startkapital bereitstellen und bis zu 50 Prozent an Anteilen behalten.

Dies war keine einfache Public-Relations-Anstrengung, ausgerichtet darauf, Chinas asiatischen Nachbarn zu helfen. In Wirklichkeit war Xi Jinping offen und ehrlich hinsichtlich des Zwecks der Bank: Sie würde gegen die US-amerikanisch dominierte Weltbank und die Asiatische Entwicklungsbank konkurrieren. Die New York Times nannte es später eine „direkte Bedrohung“ für das von den USA dominierte Nachkriegs-Finanzwesen.

Aber nur Wenige in Washington schenkten dem genügend Aufmerksamkeit – zunächst. Politische Entscheidungsträger weigerten sich zu glauben, dass Amerikas Verbündete überhaupt in Betracht ziehen würden, sich an einem derart offensichtlich antiamerikanischen Vorhaben zu beteiligen.

Dann geschah im Vorjahr etwas Außergewöhnliches. Australien kündigte an, dass es sich China anschließen würde, um ein Gründungsmitglied der Bank zu werden.

Amerika war schockiert. Australien ist einer der engsten Verbündeten Amerikas.

Im Außenministerium fiel man aus allen Wolken. Präsident Barack Obama machte einen persönlichen Anruf beim australischem Premierminister Tony Abt, um seine Bedenken zu äußern. Amerikanische Lobbyisten gingen von Tür zu Tür um sicherzustellen, dass andere Nationen Amerikas Widerstand verstanden.

Die Botschaft war klar: Beteiligen Sie sich nicht an Chinas Bank!

Australien widerrief – und die Krise schien abgewendet zu sein.

Dann ließ das Vereinigte Königreich eine wirtschaftliche Bombe platzen.

In einem Schritt, der, wie die Financial Times sagte, sogar die Chinesen fassungslos machte, erklärte der britische Schatzkanzler George Osborne, dass seine Nation sich um eine Gründungsmitgliedschaft in der AIIB bewerben würde.

Die Ankündigung traf Washington völlig unvorbereitet. Es war klar, dass Washington nicht verständigt worden war. Ein Sprecher des Weißen Hauses murmelte etwas darüber, dass das Vereinigte Königreich eine souveräne Nation sei und als solche es ihr freistehe, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.

Dann barst der Damm. Fünf Tage später sagten Deutschland, Frankreich und Italien, dass auch sie der Bank Chinas beitreten würden. Sie repräsentieren die viert-, sechst- und achtgrößten Weltwirtschaften. Norwegen, Schweden, Finnland, die Niederlande und Dänemark reichten auch einen Mitgliedschaftsantrag ein.

Sogar Südkorea und Taiwan – zwei Nationen, die von Amerikas geopolitischer und militärischer Unterstützung sehr abhängig sind – erklärten, dass sie sich Chinas Bank anschließen würden.

Australien nahm seinen Widerruf zurück und erklärte, es würde sich nun doch der AIIB anschließen.

Diese Geschichte „entwickelt sich zu einem diplomatischen Debakel für die USA“ schrieb Financial Times Kolumnist Gideon Rachman. „Indem es einen Machtkampf mit China eröffnet und dann verliert, hat Washington ein ungewolltes Signal über die Macht- und Einflussströmung im 21. Jahrhundert ausgesandt“ (16. März).

Warum hat die Welt Amerika auf so dramatische Art und Weise zurückgewiesen?

Laut der Zeitung The Australian hat Präsident Obama die Weltbank zu einem Werkzeug für die Durchsetzung seines Klimawandel-Programms gemacht. Die Bank kürzte Darlehen für den Bau von kohlebetriebenen Kraftwerken in Entwicklungsländern und drängte diese zum Kauf von teureren Arten der Energiegewinnung, die sie sich nicht leisten konnten. In das dadurch entstandene Klima des Unmuts trat China.

Diesem Bericht zufolge stürmten Europa und der Rest der Welt geradezu durch die Tore, um ein Stück des 50 Milliarden Dollar-Kuchens zu ergattern, der inzwischen auf $ 100 Milliarden angewachsen ist, und welcher aufgrund des Einflusses der Mindestreserve bei der Kreditvergabe letztlich einer Aktivität im Wert von mehr als einer Billion Dollar entsprechen wird. China sagt, dass es sich für die nächsten Jahre Projekte im Wert von $ 6 Billionen vorstellt.

Aber die Weltbank war stets ein politisches Werkzeug gewesen. Und Europas und Amerikas andere Verbündete haben der Teilnahme an den chinesischen Initiativen schon früher widerstanden.

Was war also geschehen?

Die Schrift war an der Wand

Es ist unmöglich geworden, Chinas Aufstieg zu ignorieren. Im Jahr 2010 überholte China die USA um der größte Energieverbraucher der Welt zu werden. Es verdoppelte seinen Energieverbrauch in nur 10 Jahren. Und in der Vergangenheit war die Position als weltgrößter Verbraucher von fossilen Brennstoffen gleichbedeutend damit, die vorherrschende Wirtschaft der Welt zu sein. Jetzt ist es auch der größte Energieerzeuger der Welt. Im selben Jahr überholte China selbst Amerika, um auch der weltgrößte Markt für Kraftfahrzeuge zu werden. Im Vorjahr stieg es zum weltgrößten Importeur von Agrarprodukten auf. Es verbrauchte in den letzten drei Jahren mehr Zement, als Amerika im ganzen 20. Jahrhundert. Angefangen von seinem unersättlichen Appetit auf Eisen und Kupfer bis hin zu seinem unübertroffenen Import von Goldbarren, verbraucht China mehr Ressourcen als irgendjemand sonst. Und kein Wunder: China produziert 54 Prozent der Textilien der Welt. Es produziert 95 Prozent der Seltenen Erden der Welt. Sechsundzwanzig Atomkraftwerke befinden sich in Bau – fast halb so viele wie es gegenwärtig in den USA gibt. Und die Liste geht noch weiter.

Aber hier ist, was die Welt schließlich erkennt: Gemessen an der Pro-Kopf-Basis ist der chinesische Verbrauch immer noch lediglich ein Bruchteil von dem des typischen Amerikaners oder Europäers. China wird größer und mächtiger werden. Viel größer. Und viel mächtiger.

Im Oktober 2014 gab der Internationale Währungsfonds die neuesten Zahlen der globalen Bruttoinlandsprodukte bekannt. Er schätzte, wenn man die nationale Wirtschaftsleistung mit dem Wert der Kaufkraft innerhalb jeder Nation abgleicht , dann hatte China eine Produktion von „realen“ Gütern und Dienstleistungen im Wert von $ 17,6 Billionen, verglichen mit der von Amerika im Werte von $ 17,4 Billionen.

Zum ersten Mal seit dem I. Weltkrieg war Amerika wohl nicht die führende Wirtschaftsmacht auf dem Planeten.

Die Welt hat sich verändert – und fast niemand in Amerika bemerkte es.

Aber außerhalb Amerikas drängeln sich die Nationen, eine Fahrt auf dem aufsteigenden chinesischen Ungetüm zu erhaschen. Oder zumindest nicht im Wege zu stehen.

Rückzahlung

Doch für Großbritannien könnte es ein zusätzliches Motiv gegeben haben.

Praktisch vom ersten Tage seines Amtsantrittes an versuchte Präsident Obama, Amerikas Verhältnis zu Großbritannien zu trüben. Es gibt viele Beispiele: Die Rücksendung der Churchill-Büste an die Britische Botschaft in Washington; die Bezeichnung der Falklandinseln als Malvinas; die Ablehnung des königlichen Protokolls.

Als dann Premierminister Gordon Brown nach Amerika kam, um seine Unterstützung für den neuen Präsidenten zu zeigen, wurde er behandelt wie ein Politiker von einer unbedeutenden Bananenrepublik.

Die britischen Zeitungen betrachteten es als nationale Demütigung und Peinlichkeit. Der Daily Telegraph kochte: „Wir haben verstanden. … Wir sind nur einer von vielen Verbündeten und Sie wollen extravagante neue Freunde. Nun, das nächste Mal wenn Sie etwas brauchen, etwas, das Ihre Staatssicherheit beeinflusst, dann versuchen Sie Frankreich anzurufen, oder die Japaner, oder am besten gleich die Deutschen“ (4. März, 2009; Betonung überall hinzugefügt).

Nun, das „nächste Mal“ kam.

Aber während der Widerstand aus Großbritannien persönlich gewesen sein könnte, für die meisten anderen Verbündeten von Amerika war es streng geschäftlich.

Alternatives System

Die Vereinigten Staaten beherrschen das globale Finanzsystem. Und der Dollar ist die Leitwährung der Welt.

Ob Sie mit Öl handeln, eine Schiffsladung Weizen kaufen, den Bau einer Mine in Burkina Faso finanzieren oder einen Airbus 380 kaufen, Sie brauchen höchstwahrscheinlich Dollars – und Sie müssen das US-Interbankenzahlungssystem verwenden (SWIFT).

Geopolitisch bedeutet die Dominanz des Dollars, dass Nationen dazu gezwungen werden können, dem Willen Amerikas zu entsprechen, oder, wie Länder wie der Iran und Nordkorea erfahren mussten, zum Tauschhandel zurückzukehren, wenn sie Produkte international kaufen und verkaufen wollen.

Doch große Macht, besonders der reale oder wahrgenommene Missbrauch von großer Macht, führt zu Aufstand.

Im Juni 2014 belegte das US-Justizministerium die französische Bank BNP Paribas mit einem Bußgeld von $ 8,9 Milliarden, weil sie Dollars verwendete, um den Handel mit Kuba und dem Iran zu erleichtern, obwohl die Bank kein französisches Gesetz brach. Amerika gefiel es nicht, dass sie diesen Nationen geholfen hatte, und so wurde die Bank dazu gezwungen, zu zahlen oder aus dem US-Geldsystem ausgeschlossen zu werden – ein finanzielles Todesurteil.

Die Bank zahlte. So wie Großbritanniens Standard Chartered Bank, Deutschlands Commerzbank und die Schweizer UBS, unter anderen.

Arnaud Montebourg, Frankreichs Finanzminister, sagte der Financial Times, die US-Politik sei ein „Wirtschaftskrieg“.

Sie mögen dem zustimmen, dass es eine angebrachte Maßnahme für Amerika war, ausländische Banken, die Geschäfte mit Ländern machen, die Amerika sanktioniert, ins Visier zu nehmen. Ironischerweise hebt Amerika jetzt Sanktionen gegen Kuba und den Iran auf, nur Monate nachdem es Geldstrafen in Rekordhöhe eingetrieben und ausländische Banken gezwungen hatte, Kuba zu verlassen. Aber die unbestreitbare Folge dieser und ähnlicher Handlungen ist eine Welt, die nach einem neuen System sucht, das den Dollar umgeht – und die Kontrolle durch die USA.

„Nach Jahren von endlosen Kriegen, Spionageaffären, Schulden, Drucken von Geld, Rettungsaktionen und wahnsinnigen Bestimmungen hatte der Rest der Welt genug”, schreibt der beliebte Wirtschafts-Blog Sovereign Man. „Und sie suchen nach einer Alternative“ (13. März).

Hinzu kommt China

Die globale Akzeptanz des AIIB ist ein gewaltiger Coup für China. Es ist ein Riesenschritt in die Richtung, den Yuan zu einer Leitwährung zu machen, die sich potentiell gegen den Dollar behaupten könnte.

Eine Woche nachdem die Briten angekündigt hatten, sie würden sich dem AIIB anschließen, bemerkte die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua triumphierend: „Willkommen Deutschland! Willkommen Frankreich! Willkommen Italien!“ Sie können sich das Grinsen vorstellen.

Amerika war nicht nach Lächeln zumute. Widerstand schmerzt.

Laut Summers ist Chinas Einführung des AIIB das wichtigste finanzielle Ereignis, seitdem die Vereinigten Staaten im Jahr 1971 der Welt den Goldstandard aufgekündigt haben.

„Dieser vergangene Monat könnte als der Zeitpunkt in Erinnerung bleiben, an dem die Vereinigten Staaten ihre Rolle als Garant des globalen Wirtschaftssystems verloren haben“, schrieb er. „Zwar gab es schon vorher mehrere Zeiten der Enttäuschung für die USA … wie 1971 der Nixon Schock, mit dem die Konvertibilität des Dollars in Gold endete. Aber mir ist kein Ereignis seit Bretton Woods bekannt, das vergleichbar ist mit der Kombination von Chinas Bemühungen, eine wichtige neue Institution zu etablieren und dem Versagen der USA, Dutzende seiner traditionellen Verbündeten, angefangen mit Großbritannien, zu überreden, sich da herauszuhalten.“ (5. April)

Die globale Akzeptanz von Chinas AIIB war eine große Peinlichkeit für Amerika. Sie markiert auf dramatische Weise den Verlust an Macht, Prestige und politischem Einfluss der USA.

Aber was die unmittelbaren Bedrohungen für Amerikas Fähigkeit, seine Wirtschaftskraft nach außen zu vermitteln, betrifft, ein größerer Schlag ist nur Monate entfernt.

Der SWIFT-Weg zur Vernichtung

China steht an der Schwelle, sein langerwartetes internationales Zahlungssystem zu starten. Chinesische Vertreter erklären, dass es im September oder Oktober gestartet werden könnte. Das System wird ausländischen Banken die Möglichkeit geben, Transaktionen in Yuan anstatt in Dollars auszuführen und Geldmittel über internationale Grenzen hinweg zu transferieren, ohne Amerikas SWIFT-Zahlungssystem zu verwenden.

Wenn es erfolgreich ist, wird das neu geschaffene ‚China International Payment System‘ (CIPS) die größten Hindernisse für die Internationalisierung des Yuan beseitigen. Es wird Kosten senken, Bearbeitungszeiten verkürzen und die mit dem Erwerb und Gebrauch des Yuan verbundenen Transaktionen vereinfachen. Berichten zufolge testen bereits 13 chinesische und sieben ausländische Banken das System.

Internationale Waren in Yuan zu kaufen, wird bald so einfach und preisgünstig sein wie die Verwendung des Dollars. Reuters verglich die Schaffung von CIPS mit einer „weltweiten Zahlungs-SuperAutobahn“ für den Yuan.

Noch wichtiger für einige Nationen ist, dass das neue Zahlungssystem Nationen und Gesellschaften erlaubt, Geschäfte außerhalb der Kontrolle Amerikas zu führen.

Als Russland in die Ukraine eindrang und die Krim annektierte, argumentierten einige US-Politiker und Analysten darüber, ob Amerika Russland vom SWIFT-System ausschließen sollte. Sie sagten, dass es Russlands Konjunktur lähmen würde.

Russland konterte, dass es im Falle eines Rauswurfs sein eigenes Zahlungssystem starten würde.

Amerika machte seine Drohung nicht wahr. Aber in nur wenigen Monaten könnte Russland Chinas Alternativsystem so oder so verwenden.

Das SWIFT System – Amerikas mächtigste finanzielle Waffe – könnte obsolet werden. Nicht sofort. Aber bald.

Schon jetzt ist der Yuan eine der fünf Top-Zahlungswährungen der Welt. Im November übertrumpfte er laut SWIFT die kanadischen und australischen Dollars im globalen Gebrauch.

Es stimmt, dass der globale Yuan-Gebrauch nur ein Bruchteil des Dollar-Gebrauchs ist, aber der Schritt Chinas, seine eigene konkurrenzfähige Version von Amerikas SWIFT-System zu schaffen, bedeutet, dass ein enormes Stück Infrastruktur Gestalt annehmen wird, um eine Portion vom globalen Dollar-Marktanteil für den Yuan zu schnappen.

Und das würde bedeuten, dass sich das Leben in Amerika drastisch verändern könnte.

Eine neue Welt

Der Leitwährungsstatus ist Goldes wert. Er verleiht Amerika spezielle Privilegien und enorme Macht. Er ermöglicht den Amerikanern, sich Geld zu günstigeren Tarifen als ihre asiatischen und europäischen Pendants zu borgen. Er subventioniert ihren Lebensstandard. Er erlaubt Politikern, großzügige Wohlfahrtspakete zu verteilen, und er bietet amerikanischen Gesellschaften einen wichtigen Vorteil gegenüber ihren ausländischen Konkurrenten.

Wenn wirtschaftliche Schwierigkeiten eintreten, ist Amerika in der Lage, die Druckerpresse anzuwerfen und die Wirtschaft mit Dollars zu überfluten – und die Welt hat nur wenig Optionen außer, sie weiterhin zu akzeptieren und zu benutzen. Dies lässt Amerika seine Konjunktur ankurbeln, ohne viele der negativen Folgen zu erleiden, die normalerweise mit einer „quantitativen Lockerung“ einhergehen. Der Rest der Welt trägt die Last.

Dies wurde als Amerikas „außergewöhnliches Privileg“ bezeichnet. Oder wie es der US-Finanzminister John Bowden Connally Jr. einer Gruppe von europäischen Finanzministern vortrefflich beschrieb, der Dollar „ist unsere Währung, aber er ist Ihr Problem“.

Letztendlich aber ergreift die Welt Maßnahmen, um dieses Problem zu beheben.

Wie der bekannte Investor Jim Rogers im Januar in einem auf seiner persönlichen Webseite geposteten Video sagte, ist der Dollar eine „schrecklich brüchige Währung. … Es sind die Menschen, die nach Alternativen suchen.“ Er erklärte: „Die USA sind der größte Schuldnerstaat in der Weltgeschichte. Nie zuvor hat eine Nation so viele Schulden angehäuft, und sie werden mit jedem Tag größer und größer.

Washington gibt Geld aus und borgt sich noch mehr und unternimmt nichts dagegen. Keine Nation wäre in der Lage, da herauszukommen ohne eine Krise. …

Was muss geschehen, dass der US-Dollar seinen Status als Leitwährung verliert? Mehr von dem, was bereits geschieht . …

Sogar unsere Freunde beginnen zu sagen, dass es außer Kontrolle geraten ist. Die [Süd]-Koreaner haben keine allzu große Wahl, aber sie sagen, dass es nicht funktionieren wird. … Die Chinesen und die Russen … suchen nach etwas, das sie neben dem US-Dollar für ihren Handel und für ihre Rücklagen verwenden können.“

Nun fordert China Amerika offen heraus. Und viele von Amerikas engsten Verbündeten – Großbritannien, Deutschland, Italien, Australien, Neuseeland, Frankreich, Taiwan – zeigen ihre Zustimmung.

Es wird die Infrastruktur errichtet für eine Welt ohne die Vereinigten Staaten.

Es ist ein Zeichen dafür, dass, obwohl der US-Dollar zum jetzigen Zeitpunkt stark erscheint, seine langfristigen Grundlagen schnell erodieren. Und mit ihm die amerikanische Macht und der Wohlstand.

Die biblische Prophezeiung ist sehr eindeutig in der Voraussage über Amerikas Niedergang. Darüber hinaus gibt sie genauen Aufschluss darüber, welche Macht die USA als die vorherrschende Weltwirtschaft ersetzen wird – und sie geht einher mit einer schaurigen Beschreibung vom Rausch des Mitmachens, den es bei habgierigen und skrupellosen Investoren und Kaufleuten überall auf dem Planeten auslösen wird. Es ist wahrlich ein schreckliches Bild von der nachamerikanischen Welt.

Die Grundlage für diese Welt wird heute gelegt. Die Schläge gehen rasant und nachdrücklich auf Amerikas Wirtschaftsmacht nieder. Machen Sie sich gefasst: Eine neue wirtschaftliche Ära wird in Kürze beginnen.