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Xinhua/Michael Nagle via Getty Images

Steht eine globale Rezession bevor?

Die anhaltende Ausbreitung des Coronavirus beeinträchtigt nicht nur Einzelpersonen und Gesundheitsorganisationen, sondern hat nun auch die Volkswirtschaften infiziert. Ursprünglich wurden Verzögerungen in der Lieferkette für Industrien erwartet, die in hohem Maße von in China ansässigen Lieferanten abhängig sind. Nun könnte es weitreichendere negative globale Folgen für das Wirtschaftswachstum geben.

Das Virus, das im vergangenen Jahr in China seinen Ursprung hatte, hat nun mit Flugverkürzungen und -annullierungen, Mobilitätseinschränkungen aufgrund von Quarantänemaßnahmen, Panikkäufe, Unsicherheit, die sich in volatilen Finanzmärkten niederschlägt, und erhöhte Fehlzeiten am Arbeitsplatz Auswirkungen auf alle wichtigen Volkswirtschaften.

Nach Ansicht von Ökonomen der niederländischen Rabobank könnte die globale Covid-19-Pandemie zu einer wirtschaftlichen Rezession in weiten Teilen der Welt führen, darunter Europa, China, Japan und die Vereinigten Staaten. Die Ökonomen der Rabobank stellen weiter fest, dass „diese Wirtschaftskrise noch schlimmer werden könnte, wenn sie sich zu einer Finanzkrise entwickelt, zum Beispiel wenn die Zahl der Konkurse weltweit zunimmt.“

Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) melden für 2019 ein weltweites Wachstum von 2,9 Prozent. In seiner Januar-Aussicht des IWF wurde die globale Wachstumsprognose für 2020 auf 3,3 Prozent geschätzt. Angesichts der jüngsten Entwicklungen stellte das Institute for International Finance (IIF) jedoch kürzlich fest, dass das Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2020 möglicherweise nicht mehr als 1 Prozent betragen wird.

Dies geschieht zu einer Zeit, in der Einzelpersonen, Unternehmen und Regierungen stärker verschuldet sind als vor der Finanzkrise von 2008. Seit 2008 ist die Verschuldung laut S&P Global Ratings um 50% gestiegen, was die Möglichkeit eines finanziellen Zusammenbruchs unter belastenden wirtschaftlichen Bedingungen erhöht.

Ökonomen räumen jedoch ein, dass die Prognosen noch immer höchst ungewiss sind und die Bandbreite der wirtschaftlichen Folgen von der weiteren Übertragung des Coronavirus, seiner Unterbrechung der Geschäftstätigkeit und der daraus resultierenden Panik, die er hervorrufen kann, abhängt. Sicherlich verheißen die Volatilität der Finanzmärkte und der jüngste Einbruch der Ölpreise nichts Gutes für das globale Wachstum.

Die weltweiten Verhältnisse erinnern an die Worte von Herbert W. Armstrong, der erklärte, dass eine massive Wirtschaftskrise „plötzlich dazu führen könnte, dass sich die europäischen Nationen zu einer neuen Weltmacht zusammenschließen“. Solche politischen Entwicklungen, die sich aus der Finanzkrise ergeben, werden weltweit große Auswirkungen haben. Um mehr über diese Prognosen zu erfahren, lesen bitte den Artikel „Wie die globale Finanzkrise die 10 europäischen Könige hervorbringen wird“, von Gerald Flurry, Chefredakteur der Posaune.

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