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Städtische Anarchie

James Nielsen/AFP/Getty Images

Städtische Anarchie

New Orleans’ rascher Abstieg vom Chaos in die Barbarei ist eine bis ins Innerste gehende Warnung für uns alle.

Zwei Tage. Das ist alles, was nötig war, um den anscheinend schwachen Griff einer Stadt auf die Zivilisation zu lösen. Zwei Tage, um einen Albtraum von Gesetzlosigkeit zu schaffen.

Als sich der Wirbelsturm Katrina kurz vor seinem Landfall leicht ostwärts gedreht hatte, atmeten die Bewohner von New Orleans vor Erleichterung auf, im Glauben, dass das Schlimmste vermieden worden sei. Aber dann brachen die Dämme, und die Fluten kamen. Bewohner, die die Stadt nicht verlassen hatten, waren hilflos auf sich gestellt, ohne Elektrizität, ohne Transportmöglichkeiten, ohne Kommunikation und umspült von ansteigenden giftigen Gewässern.

Die Gesetzeshüter konzentrierten sich auf Suchaktionen und die Rettung von Menschen.

Diesen Augenblick nutzten die Verbrecher.

Als erstes wurde geplündert. Menschen brachen in evakuierte Läden ein und nahmen mit sich, was sie wollten – nicht nur Trinkwasser und Lebensmittel, sondern Schmuck, Kleingeräte, Fernsehgeräte, Computer. Sie zogen schamlos durch die Straßen und schleppten Kartons, Tragetaschen und Einkaufswagen, voll gepackt mit gestohlenen Waren. Sie plünderten Spielkasinos und brachen Spielautomaten für das Wechselgeld auf. Höchst alarmierend war, dass sie die Geschäfte der Waffenhändler und Pfandläden – sogar Wal-Märkte – aller Messer und Schusswaffen beraubten.

Innerhalb von zwei Tagen war die Stadt von Schlägern und Banden belagert. Brandstifter setzen Gebäude willkürlich in Flammen.

Viele die kamen, um die Kranken zu retten, Nachschub zu liefern oder die Ordnung wiederherzustellen, wurden selbst zur Zielscheibe: Heckenschützen schossen auf Militärhubschrauber; einer schoss einen Polizisten in den Kopf; Ganoven griffen Lastwagen an, die versuchten, Überlebende mit Proviant zu erreichen. Das Chaos war so gewaltig, dass den belagerten Nationalgardisten Schießbefehl mit Erlaubnis zum Töten gegeben wurde – gegen unbezähmbare amerikanische Staatsbürger.

Tausende, die Zuflucht im Louisiana Superdome gesucht hatten, wurden Prüfungen unterzogen, die schlimmer waren als unpersönliche Orkanwinde. Mit nur einer Handvoll von Polizeibeamten und Männern der Nationalgarde im Einsatz, um eine Horde von 30.000 Menschen, gefangenen in zunehmend unerträglichen Zuständen zu beaufsichtigen, brach Anarchie aus. Kämpfe entbrannten mit fliegenden Fäusten, mit Klingen und Schusswaffen. Einige wenige Abartige sahen das Durcheinander als eine Gelegenheit, ihre Mitmenschen zu schlagen, sogar zu vergewaltigen und zu ermorden.

Mit jeder verstrichenen Stunde verschlimmerten sich die Probleme. Das Gerede über das schleppende Eingreifen seitens der Regierung nahm zu. Emotionen flackerten auf über die Tatsache, dass die am schlimmsten Betroffenen arme Schwarze waren; einige Menschen begannen die Autoritäten des Rassismus‘ zu bezichtigen (in den am schlimmsten betroffenen Nachbarschaften waren manche Bewohner überzeugt, die Regierung hatte die Dämme gesprengt, um das Flutwasser von den „reichen” Gegenden in die „armen” umzuleiten). Eine aufgebrachte Horde schlug eine Mannschaft von 88 Polizisten zurück, die versuchte, sie zu beruhigen. Manche der Polizisten entschieden, dass es den Stress nicht wert war – Offiziere schlossen sich den Plünderern an; zwei begingen Selbstmord; andere gaben ihre Dienstmarken zurück (eine Woche nach dem Sturm galt nahezu ein Drittel der 1.600 Mann starken Einsatzkräfte des NOPD [New Orleans Police Departement] als vermisst). Ein Tourist, der einen Polizisten um Hilfe bat, bekam zur Antwort: „Fahr zur Hölle, jeder muss selber sehen, wie er zurechtkommt”. Solche Vorfälle verschlimmerten nur das explosive Klima von Bitterkeit, Misstrauen und Ärger gegen alle Autorität.

Während der Rest des Landes und die Welt via der Medien bei der sich entfaltenden Tragödie zusahen, wurde klar, dass der Wirbelsturm Katrina mehr als nur die Dämme des Pontchartrain und die Kanäle der Stadt demoliert hatte – er zerbrach auch alle Dämme der Moral und des Anstands.

Das schlimmste Elend wurde nicht durch die Härte eines Unwetters verursacht, sondern durch die Grausamkeit von menschlichen Herzen.

Katastrophen wie Katrina bringen immer wieder ergreifende Heldentaten zum Vorschein. Aber sie locken auch die schlimmsten Elemente der menschlichen Natur aus dem Schatten hervor und entblößen die hässliche Kehrseite unserer Kultur.

Blicken Sie direkt auf das, was zum Vorschein kam, als die Wasserflut die oberste Schicht der sozialen Ordnung aus einer bedeutenden amerikanischen Stadt wegfegte. Der erschreckende Mangel an Charakter und die dort zur Schau gestellte moralische Verderbtheit – wenn auch nur von einer kriminellen Randgruppe – ist kein Einzelbeispiel. Es ist ein Symptom.

Ein flüchtiger Blick

Es ist eine Herausforderung an unseren Verstand, um zu erfassen, dass solche Geschehnisse in unserer elektronischen, High-Tech-Welt passieren könnten. Umso schockierender, wenn es dann tatsächlich geschieht.

Hierin liegt das Problem.

Wenige unserer politischen Führer, geschweige denn deren Wähler, erwägen die Möglichkeit, dass sich solche Katastrophen ereignen könnten – nicht nur als Einzelereignisse, sondern als regelmäßige Phänomene. Und doch zeigen Aufzeichnungen unbestreitbar, dass Naturkatastrophen während der letzten 15 Jahre dramatisch zugenommen haben.

Diesem Trend müssen wir die Tatsache hinzufügen, dass auch Terrorismus im Leben des 21. Jahrhunderts gang und gebe ist. Selbst wenn unsere Führer und die Öffentlichkeit zur Erkenntnis erwachen und anfangen, sich auf einen zunehmenden Sturm von Wetterkatastrophen vorzubereiten, so ist es für die meisten Menschen einfach zuviel, über die Szenarien, die jegliche Eskalation von Terror-Attacken auf die westlichen Gesellschaften heraufbeschwört, zumindest gelegentlich ernsthaft nachzudenken.

Trotzdem müssen wir im Ernst darüber nachdenken. Jetzt ist die Zeit dafür gekommen, solange die herzzerreißenden Bilder und Gedanken einer gefeierten, in ihre Knie gezwungenen amerikanischen Stadt, noch frisch in unserem Gedächtnis sind.

Überlegen Sie, was dort geschah, und was es uns über uns selbst sagt.

New Orleans gab der Welt einen Fingerzeig, zu welcher Bösartigkeit Amerikaner absinken können, wenn sie in eine große Drangsal stürzen.

Dies sind gefährliche Zeiten. Es ist realistisch, dass sich diese Stadt-zerstörenden Probleme nur vervielfachen werden.

Diese Übel werden sich schon bald auch in anderen Städten abspielen. Die Bibelprophezeiung sagt es voraus. Wir müssen uns gefasst machen.

Reif für die Katastrophe

Amerika ist die wohlhabendste Nation der Weltgeschichte. Obwohl seine Konsumenten nur 4,5 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen, entfallen auf sie 20 Prozent des globalen Bruttoinlandsproduktes.

Heute ist das durchschnittliche amerikanische Heim über 210 m² groß (verglichen mit 90 m² im Jahre 1950). Die USA haben zweimal so viele Einkaufszentren wie Hochschulen. Sie haben mehr zugelassene Autos als Führerscheinbesitzer und trotz hoher Benzinpreise sind die Autos sehr groß: im Durchschnitt zwei Tonnen – um 25 Prozent größer als eine Generation vorher. Amerikas Energieverbrauch – pro Person – ist fast doppelt so hoch wie jener von Großbritannien. Natürlich ist viel von diesem materiellen Wohlstand geborgt. Zusätzlich zu Hypotheken und anderen Darlehen hat die durchschnittliche amerikanische Familie 8.400 Dollar Kreditkartenschulden. Die durchschnittliche amerikanische Bevölkerung ist so mit Reichtum überschüttet, dass sie, obwohl ihr Wohlstand so schnell zugenommen hat, sie einfach nicht Schritt halten konnte mit ihrem steigenden allgemeinen Lebensstandard!

In zunehmendem Maß scheinen die Amerikaner außerstande zu sein, Luxus von Notwendigkeiten zu unterscheiden. Wir alle sind im Grunde genommen auf die eine oder andere Weise an Überfluss gewöhnt, verweichlicht durch eine „Knopfdrücker”-Technologie, auf die Infrastruktur des Handels vertrauend und abhängig von einer freigiebigen Regierung.

Obwohl sie nach amerikanischem Standard nicht wohlhabend sind, verkörpern die Armen, die das Innere von New Orleans füllten – wie in allen größeren amerikanischen Städten – immer noch eine Kultur der Abhängigkeit und Sozialhilfe. (Viele hielten sich für absolut außerstande, die Stadt zu verlassen, ohne dass die Regierung sie aufsammelte und transportierte). Die Tatsache beiseite lassend, dass die Armen Amerikas – einschließlich seiner zwei Millionen Gefängnisinsassen – im allgemeinen wohlhabender sind als viele des weltweiten Mittelstandes, so ist die Realität, dass sie weitgehend an Arbeitslosengeld gewöhnt sind, wie Kinder an die Mutterbrust.

Das ist keine Rassenangelegenheit. Es ist, in vielerlei Hinsicht, eine allgemeine amerikanische kulturelle Angelegenheit.

Was wäre, wenn der Überfluss endet?

Was wäre, wenn die Schecks der Regierung ausbleiben? Oder wenn sie wertlos werden?

Was wäre, wenn die bequemen Lebensmittel ausbleiben würden – wenn Millionen von Amerikanern vor mit Brettern verschlagenen Fastfood-Ketten und Lebensmittelgeschäften mit leeren Regalen stünden?

Was würde geschehen, wenn Benzin zunächst einmal zu teuer würde, einfach unerschwinglich wäre – und dann noch zu wenig vorhanden und nicht greifbar wäre?

Wie viel Geduld würden die Amerikaner zeigen? Wie lange würden sie solche Einschränkungen friedlich ertragen? Wie gut würden sie unter der Rechtsstaatlichkeit zusammenarbeiten?

Wahrscheinlich würde es die überwältigende Mehrheit relativ gut ertragen. Aber was ist mit dem Rest? Und wie lange würde es dauern, bis die Verbrecher auftauchten?

Schießbefehl in der Stadt

Eine seltsame Prophezeiung im Buch Hesekiel verdient es, näher betrachtet zu werden. Gott wies den Propheten Hesekiel an, sein Haar abzurasieren und es in gleiche Drittel zu teilen. Das erste Drittel hatte er im Feuer zu verbrennen; das zweite sollte er mit einem Schwert ringsumher schlagen; das dritte sollte er in den Wind streuen. Diese sonderbare Zeremonie sollte den künftigen Niedergang Amerikas und der modernen israelitischen Nationen erläutern (zum Beweis von Amerikas Identität als Teil des biblischen Israels, lesen Sie unser Gratisbuch Die USA und Großbritannien in der Prophezeiung).

Amerikas Untergang wird in drei Abschnitten geschehen. Das erste Drittel der Bevölkerung wird verbrennen „mit Feuer in der Mitte der Stadt, wenn die Tage der Belagerung erfüllt sind” (Hesekiel 5,1-2).
Die Belagerung bezieht sich auf eine wirtschaftliche Vernichtung durch ausländische Nationen (siehe fünftes Buch Mose 28,52). Weil Amerikas Wirtschaft leidet, wird die Arbeitslosigkeit zur Seuche werden und ein Heer von anderen sozialen Übeln mit sich bringen.

In diesem Klima von zunehmender Entbehrung und Verzweiflung – wie in New Orleans – werden die Schichten sozialer Ordnung „mitten in der Stadt” zu zerbröckeln beginnen. Innerstädtische Kriminalität beginnt sich auszubreiten – nicht nur innerhalb einer einzelnen Stadt, sondern von Stadt zu Stadt.

Hesekiel gibt weitere Einzelheiten über dieses zukünftige Drama: „Ein dritter Teil von dir soll durch Pest sterben und durch Hungersnot in der Mitte von dir verzehrt werden” (Hesekiel 5,12). Beachten Sie, dass Pest zuerst erwähnt wird – sie ist eigentlich die Hauptursache der Hungersnot. Pest bedeutet schlicht Zerstörung oder Tod; eine Definition der Wortwurzel ist „Fallen stellen, sich dagegen verschwören, zu zerstören.” Es bedeutet nicht unbedingt eine physische Krankheit; es könnte auf eine Plage der Gewalt und des Niederbrennens hinweisen – auf Terrorangriffe, Rassenkrawalle, jegliche Art von gewalttätigem Blutvergießen in den Städten.

Die Erfüllung dieser grauenvollen Prophezeiung begann am 11. Sept. 2001, als 3.000 Menschen von Terroristen auf amerikanischem Boden ermordet wurden. Wir erlebten auch ihren zweiten massiven Schlag in einer überfluteten Stadt Louisianas.

Sie wird enden, wenn unvorstellbare 100 Millionen amerikanischer Seelen durch Gewalttätigkeit in den Städten ausgelöscht worden sind.

Plus 20 Millionen Briten. Plus 11 Millionen Kanadier. Plus 7 Millionen Australier.

Warum wird Gott das zulassen? Wegen des Ungehorsams der Völker Ihm gegenüber (Verse 5-7; „Jerusalem” ist ein Sinnbild für alle israelitischen Nationen, einschließlich Amerika). Die aus schwachem Charakter und armseliger Regierung resultierenden Flüche, verschlimmert durch Terrorismus und andere Gewalttätigkeit, werden Amerikas Untergang herbeiführen, weil Gott sagt, „Siehe, auch ich will an dich und Gericht über dich ergehen lassen, dass die Heiden zusehen sollen” (Vers 8).

„Siehe, auch ich will an dich und Gericht über dich ergehen lassen … .” Diese Äußerung sollte unsere Herzen in Schrecken versetzen. Gott legt besondere Betonung auf diese Erklärung: „Siehe, auch ich will an dich … .” Konzentrieren Sie sich ganz fest darauf: Gott ist gegen die israelitischen Nationen. Sie sind nicht nur mit ausländischen Armeen konfrontiert; Israel hat den allmächtigen Gott zu seinem Feind gemacht! Es kann Ihn nicht besiegen! Israel wird auf spektakuläre Weise verlieren, weil Gott es niederzwingt.

Die Gewalttaten von New Orleans sind lediglich ein Vorläufer davon, was in den größeren Städten im ganzen Land geschehen wird. Es ist eine triste Prophezeiung unserer Zukunft!

Der Funke, der diese Gewalttaten entzündet, könnte so genannte natürliche Katastrophen oder menschlicher Terror sein. Wir haben während der letzten fünf Jahre die Resultate von diesen beiden miterlebt. Der Terror vom 11. September war auf zwei Städte konzentriert, New York und Washington. Katrinas Zorn war größtenteils einer Stadt vorbehalten, nämlich New Orleans. Können wir diese Vorstellung überhaupt erfassen, dass solche Geschehnisse sich entweder gleichzeitig oder in rascher Aufeinanderfolge in vielen stark bevölkerten Städten ereignen?

Terrorangriffe, Aufruhr und Brandlegungen sind der Hauptstoß der in Hesekiel 5 erwähnten Pest. Und diese Gewalt wird auf andere israelitische Nationen übergreifen – es sei denn, die Völker bereuen!

Gott wird unsere Aufmerksamkeit auf die eine oder andere Weise erhalten.

Ein Szenario

Versuchen Sie sich dies vorzustellen.

Multiplizieren Sie die erschwerenden Auswirkungen einer Katastrophe in einer großen Metropole mit zwei, vier, sechs oder zehn.

Zu einem Zeitpunkt in der nahen Zukunft ist die US-Wirtschaft in einer Krise. Der Dollar verliert seinen Wert. Fabriken schließen ihre Tore. Die Anzahl der Obdachlosen und Hoffnungslosen in den Städten nimmt zu. Das Transportwesen kommt zum Erliegen, weil die Firmen schließen und die Energiepreise steigen.

Die innerstädtischen Armen werden am schwersten getroffen. Die Wohlfahrtsbemühungen sind außerstande, den Anforderungen gerecht zu werden. Menschenschlangen bilden sich vor
Lebensmittelgeschäften wegen nachlassender Lebensmittelversorgung bei steigenden Preisen. Manche, die dringend Nahrung brauchen, suchen Zuflucht im Verbrechen.

Rassische Spannungen und Unmut gegen die Regierung eskalieren. Polizeibeamte stecken in der Klemme, einerseits sollen sie die Ordnung wiederherstellen und andererseits laufen sie Gefahr, wegen Diskriminierung angeklagt zu werden. Je mehr Menschen zu Opfern werden, sowohl durch wirtschaftliche Depression als auch durch ansteigende Kriminalität, desto mehr kochen die Emotionen über.

Mit voller Stärke beginnen die Übel der menschlichen Natur emporzukommen. Krawalle und Plünderungen brechen in einer Handvoll von Städten aus.

Und dann, in dieser angespannten Atmosphäre, wird eine einfache Atombombe in New York oder Chicago gezündet.

Im Gegensatz zu Hurrikan Katrina gibt es bei diesem Angriff keine Möglichkeit für eine Zwangsevakuierung. Achtzehntausend Menschen werden sofort verbrannt. Es gibt keinen Strom; die Sanitärsysteme wurden lahmgelegt; es gibt kein Wasser; die elektronische Kommunikation in dieser Gegend bricht zusammen; das Nachrichtensystem ist gestört; Autobahnen sind verstopft mit Stadtbewohnern, die verzweifelt versuchen zu fliehen und bereits an den ersten Symptomen der Strahlungskrankheit leiden.

Rettungseinheiten aus den Nachbarstaaten eilen herbei zu den ungezählten Zehn-, vielleicht Hunderttausenden, die langsam an der Strahlenbelastung sterben. Die Ressourcen des Krisenmanagements von Bund und Land werden dadurch schon innerhalb weniger Tage bis an die Grenzen belastet. Gewaltige Horden von Flüchtlingen wandern in Nachbarstädte.

Durch den Welleneffekt des Anschlags werden die schon angeschlagene Wirtschaft und die überforderten Polizeikräfte des Landes noch mehr gelähmt. Die Auswirkungen sind landesweit spürbar. Berichte von verhungerten Menschen tauchen auf, in einem Land, das bis vor kurzem die wohlhabendste Nation der Erde war.

So wie das Durcheinander sich ausbreitet, bricht das Eingreifen der Regierung zusammen. Räuber in der Stadt gehen zum Angriff über. Banden beherrschen die Szene. Plünderung und Aufruhr nehmen zu. Gebäude brennen des Nachts. Je mehr Gewalt und Brände zunehmen, umso schlimmer wird die Hungersnot. Je schlimmer die Hungersnot wird, umso mehr nimmt die Gewalttätigkeit zu.

Inmitten des Chaos tauchen Berichte von einer sich verbreitenden Krankheit auf. Unhygienische Bedingungen in der Stadt haben einen aggressiven Ausbruch der Cholera und einen besonders tödlichen Grippevirus begünstigt. Die Menschen beginnen zu Dutzenden, dann zu Hunderten, zu sterben. Dann beginnen die Krankheiten in den Nachbarstädten auszubrechen – verbreitet durch die Flüchtlinge. Eine massive Quarantäneanstrengung ist erforderlich, doch mit der lokalen Gesetzesvollstreckung an ihrer Belastbarkeitsgrenze angelangt und dem Militär maximal ausgelastet, ist nichts mehr möglich. Die Pest verbreitet sich, und damit das Verbrechen.

Das ist nur eines von tausenden möglichen Szenarien, die wir bald miterleben können. Unabhängige Analytiker und Bundesbeamte ziehen solche Eventualitäten, die auf wahrnehmbaren Beweismitteln basieren, in Erwägung, um ihre Reaktionen planen und die Verwüstung zu entschärfen. Aber ihre Vorstellungskraft reicht einfach nicht aus, um sich vorstellen zu können, was sie tatsächlich erwartet.

Was diese Personen nicht erkennen ist die Tatsache, dass – abgesehen von nationaler Reue – es prophezeit ist, dass diese Katastrophen das Leben von einem Drittel der Menschen innerhalb unserer Grenzen fordern werden. Gottes Prophezeiung steht fest. „Draußen das Schwert, drinnen Pest und Hunger! Wer auf dem Feld ist, der wird vom Schwert sterben; wer in der Stadt ist, den werden Pest und Hunger fressen. (Hesekiel 7,15). Die Pest – die Plage von Krawallen, Terrorgewalt und Bränden – wird unsere Städte verwüsten. Die Menschen am Land bzw. vom Feld werden durch andere Ursachen sterben (Vers 24).

Die Saat von diesem zukünftigen Elend ist schon gesät worden.

Es gibt nur eine Lösung für diesen Albtraum: Das Volk muss bereuen und sich zu Gott kehren. Wenn dies versäumt wird, ist das erst der Beginn des Leidens.

Sanft sein

Der menschliche Verstand kommt bei solchen Aussichten ins Wanken.

Natürlich wollen wir so etwas aus unserem Verstand verbannen. Wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist. Wir wollen die toxische menschliche Natur vergessen, die mit der übel riechenden Überschwemmung von New Orleans zunahm.

Diese Vergesslichkeit veranlasst viele Menschen, trotz eines hohen Tributs an Menschenleben, der sich vor unseren Augen auftürmt, so weiterzumachen, als ob alles wieder in Ordnung käme. Es ist aufgrund dieser Vergesslichkeit – die in Wirklichkeit eine Erscheinungsform von Starrköpfigkeit ist – vor der Jesus Christus ausdrücklich warnte: „Hütet euch aber, dass eure Herzen nicht beschwert werden mit Fressen und Saufen und mit täglichen Sorgen und dieser Tag” – das ist jener Zeitraum der Zerstörung, der kurz vor uns liegt – „nicht plötzlich über euch komme wie ein Fallstrick; denn er wird über alle kommen, die auf der ganzen Erde wohnen” (Lukas 21,34-35).

Es ist auch wegen unserer Starrköpfigkeit, dass dieser „Fallstrick” so bitter weh tun muss.

„Southern Decadence”, eine jährliche Großveranstaltung der Homosexuellen in New Orleans, sollte planmäßig genau dann beginnen, als Big Easy’s Dämme brachen. Aber, anstatt dieses Freudenfest der Sünde abzubrechen, verlagerten die Organisatoren das Ereignis ins nahe gelegene Lafayette. Die Menschen reden jedoch schon wieder, wie wichtig es sei, dass der Karneval im nächsten Jahr, zum 150. Jahrestag des Bacchanals, ungehindert durchgeführt würde. Das ist nicht Mut. Das ist Frechheit.

Anscheinend braucht es die Zerstörung von mehr als einer Stadt, um einige Herzen zu erweichen.

Im Schatten von solch klimatischen Unwettern und den Nachwirkungen von solch verachtenswertem menschlichem Verhalten, ist Protest keineswegs die richtige Antwort. Vielmehr stilles Nachdenken. Selbstprüfung. In sich gehen. Sanftmütigkeit. Reue. Geistige Erneuerung. Ein ehrfurchtvolles Hinsehen zum großen Schöpfer, der den Sturm erlaubte, vielleicht sogar losgelassen hat – und Zeuge von jeder hässlichen Tat ist, die folgte.

Achten Sie auf sich selbst.

Dieser Tag sollte nicht unerwartet über Sie kommen; Sie müssen darin nicht gefangen werden. Derselbe große Gott, der diesen Untergang von Amerika und der israelitischen Nationen bestimmt, sucht auch Ihre Reue. Und allen jenen, die sich ihm aufrichtig mit fügsamen Herzen zuwenden, bietet er individuellen Schutz an – Rettung – vor dem schlimmsten der kommenden Stürme (Vers 36).

Es gibt einen Zweck in der Prophetie. Inmitten von grauenerregenden und turbulenten Ereignissen ist prophetische Warnung durchaus ein Zeichen, dass unser Schöpfer seiner Schöpfung die Hand reicht.

Eine schreckliche Zeit der Finsternis ist prophezeit. Aber ebenso ist prophezeit, dass innerhalb dieser Finsternis – in einer von Sünden kranken und kriegsmüden, zunehmend terrorisierten Welt – ein brennendes Licht scheinen würde: eine mutige Botschaft, die zur Reue aufruft und jenseits der Dunkelheit das Leuchten ewiger Hoffnung verkündet.

Lukas 21,27-28 erklärt den Jüngern von Jesus Christus diese Hoffnung: „Und alsdann werden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.” 

PosauneKurzmitteilung

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