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Spanische Küstenstadt von Migranten überrannt

Marcos Moreno/Anadolu via Getty Images

Spanische Küstenstadt von Migranten überrannt

„Was gestern geschah, [war] ein Angriff, eine Verletzung der territorialen Integrität Spaniens“, erklärte der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez heute Vormittag auf einer Pressekonferenz.

Nach Angaben des Stadtpräsidenten von Ceuta, Juan Jesús Vivas, sind rund 60 000 Migranten – das entspricht 70 Prozent der ständigen Einwohnerzahl der Stadt – aus Marokko in die spanische Küstenstadt Ceuta eingereist. 

  • Ceuta ist eine autonome Stadt Spaniens an der nordafrikanischen Küste, die an Marokko grenzt. Gestern forderte sie die spanische Regierung auf, den nationalen Notstand auszurufen.  

  • Ein Gericht entschied, dass Migranten, die auf dem Seeweg einreisen, nicht sofort zurückgeschickt werden dürfen, im Gegensatz zu jenen, die über Grenzzäune klettern. Also begannen Tausende von Migranten zu schwimmen.

  • Spanien schickt sie dennoch in einem Tempo von 150 Personen pro Minute zurück, wie das Innenministerium heute Vormittag mitteilte. 

Die Reaktion Europas zeigt, dass es die illegale Einwanderung satt hat.

  • „Die Bilder aus Ceuta sind inakzeptabel. Wir können nicht zulassen, dass jemand in unsere Union eintritt, ohne sich an unsere Regeln zu halten“, erklärte die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen.  

  • Spanien sollte vom Schengener Abkommen ausgeschlossen werden, argumentierte die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni gestern, „um unsere Grenzen zu schützen und die Sicherheit unserer Bürger zu gewährleisten“. Italien hat zwar keine gemeinsame Grenze mit Spanien, doch sobald sich Migranten in einem Land der Europäischen Union innerhalb des Schengen-Raums befinden, können sie sich frei von einem Land zum nächsten bewegen.   

  • „Die Rückführungsverordnung der EU muss nun unverzüglich umgesetzt werden“, schrieb Bundeskanzler Friedrich Merz in den sozialen Medien.  

Europa hat sich seit 2015 verändert, als Millionen von Migranten begannen, in EU-Länder einzureisen – und diese nie wieder verließen. Politiker sind mittlerweile bereit, extreme Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Grenzen zu schützen. Bald werden sie den nächsten Schritt unternehmen und  das Problem an der Wurzel packen.