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Russland stoppt Gasexporte nach Europa über die Ukraine

Russland stoppt Gasexporte nach Europa über die Ukraine

Russland hat am 1. Januar die Gasexporte nach Europa über Pipelines durch die Ukraine eingestellt, womit ein fünfjähriges Transitabkommen zwischen Russland und der Ukraine ausgelaufen ist.

Das 2019 unterzeichnete Abkommen ermöglichte es Russland, Flüssigerdgas über die durch die Ukraine verlaufenden Pipelines aus der Sowjetzeit nach Europa zu exportieren. Es handelt sich um Russlands älteste Gasroute nach Europa, die im vergangenen Jahr etwa die Hälfte der gesamten russischen Pipeline-Gasexporte nach Europa ausmachte.

Widerstand: Seit dem Ausbruch des Krieges zwischen Russland und der Ukraine hat die Ukraine darauf bestanden, dass sie das Abkommen nicht neu verhandeln wird. Eine Beendigung des Abkommens würde bedeuten, dass die Ukraine jährlich rund 800 Millionen Dollar an Transitgebühren und der russische Energieriese Gazprom rund 5 Milliarden Dollar an Gasverkäufen verlieren würde.

„Wir haben den Transit von russischem Gas gestoppt. Das ist ein historisches Ereignis“, sagte der ukrainische Energieminister German Galushchenko. „Russland verliert seine Märkte. Es wird finanzielle Verluste erleiden. Europa hat bereits die Entscheidung getroffen, auf russisches Gas zu verzichten.“

Russland verfügt nur noch über eine Gasexportroute nach Europa: die TurkStream-Pipeline auf dem Grund des Schwarzen Meeres.

Was nun? Während sich Europa auf die Abschaltung der Pipeline vorbereitet hat, indem es sich auf alternative Gaslieferanten verlegt, sind einige Regionen Europas immer noch stark von Russland abhängig.

Die Republik Moldau erklärte, dass sie ihren Gasverbrauch aufgrund der Schließung der Pipeline um ein Drittel reduzieren muss. Der slowakische Premierminister Robert Fico sagte, die Schließung werde „drastische Auswirkungen“ auf alle europäischen Länder haben.

Das Auslaufen des Abkommens zwischen Russland und der Ukraine könnte Europa dazu zwingen, nach alternativen Versorgungsrouten zu suchen, oder es unter Druck setzen, ein eigenes direktes Lieferabkommen mit Russland auszuhandeln, wie es dies bei den Nord Stream-Pipelines versucht hat.

Der Bau und die Zerstörung des Nord Stream-Projekts haben die beängstigende Verbindung zwischen Europa, insbesondere Deutschland, und Russland deutlich gemacht.

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