Mario Tomassetti - Vatican Media via Vatican Pool/Getty Images; Emma McKoy/die posaune
Papst wirbt um die Lutheraner
Am Mittwoch traf Papst Leo XIV. im Rahmen einer Pilgerreise nach Rom mit lutherischen Bischöfen aus Norwegen zusammen. Er forderte sie nachdrücklich auf, die Gemeinschaft zu suchen und gemeinsam mit den Katholiken für Frieden und Gerechtigkeit einzutreten. Er lud sie ein, Stätten der frühchristlichen Märtyrer zu besuchen, und erklärte, Katholiken und Lutheraner hätten die Taufe und einen gemeinsamen Auftrag in der Welt gemeinsam.
Der Papst versucht, eine historische Kluft zu überbrücken: Im Januar 1521 exkommunizierte Papst Leo X. Martin Luther.
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Im Januar 2021 erklärte Kardinal Kurt Koch, der Vatikan und der Lutherische Weltbund befassten sich mit den historischen, theologischen und kanonischen Fragen im Zusammenhang mit Luthers Exkommunikation. Sie planen eine gemeinsame Erklärung zum 500. Jahrestag des Augsburger Bekenntnisses im Jahr 2030.
Katholiken und Lutheraner unterzeichneten 1999 eine Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre. In Bezug auf das Papsttum, die Sakramente und das ordinierte Amt bestehen weiterhin erhebliche Meinungsverschiedenheiten. Sollten sich diese Differenzen ausräumen lassen, könnten die römisch-katholische und die lutherische Kirche bald auf eine vollere Gemeinschaft zusteuern.
In Jesaja 47 wird eine Kirche beschrieben, die als „die Herrin der Königreiche“ bezeichnet wird. Diese Kirche übt Macht über viele Nationen aus, hat jedoch Tochtergemeinden, die sich dagegen auflehnen. Sie gelobt, ihre Töchter wieder in die Familie aufzunehmen, und sagt: „Ich werde nicht als Witwe dasitzen, noch werde ich den Verlust von Kindern erfahren“ (Vers 8).
Herbert W. Armstrong, der die Zeitschrift Klar&Wahr (die Vorgängerin der Posaune) gründete, lehrte bereits seit den frühen 1930er Jahren, dass Schriftstellen wie Jesaja 47 eine künftige Vereinigung zwischen Katholiken und Protestanten beschreiben. So heißt es beispielsweise in der Ausgabe der Klar&Wahr vom Oktober 1961:
Der Papst wird als oberste einigende Autorität auftreten – als der Einzige, der die unterschiedlichen Nationen Europas endgültig vereinen kann. Die uneingeschränkte Zuständigkeit sowohl für das Schulwesen als auch für die Religion wird der römisch-katholischen Kirche übertragen. Europa wird römisch-katholisch werden! Der Protestantismus wird in die „Mutterkirche“ eingegliedert – und vollständig abgeschafft.
Um diese Supermacht aus Kirche und Staat aufzubauen und Einfluss auf sie auszuüben, wird die katholische Kirche strategische Kompromisse eingehen – in einem Bereich standhaft bleiben, in einem anderen nachgeben. Jesaja 47 und Offenbarung 17 offenbaren, dass das alte Heilige Römische Reich unter dem Einfluss des Vatikans ein letztes Mal wiederauferstehen wird.
Um zu verstehen, was die Bibel über das religiöse System sagt, das in den letzten Tagen der Herrschaft des Menschen die westliche Welt beherrschen wird, lesen Sie Herrn Armstrongs Wer oder was ist das prophezeite Tier?