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VLADIMIR SIMICEK/AFP/GETTY IMAGES

Österreichs neuer König

Darf ich vorstellen: Sebastian Kurz, Österreichs neuer Kanzler und das jüngste Staatsoberhaupt der Welt.

Sebastian Kurz war ganze 27 Jahre alt, als er Österreichs Außenminister wurde und er wird 31 sein, wenn er Österreichs Bundeskanzler wird. Man hat ihn den „Superstar“ der europäischen Politik genannt und er wurde überall in Europa „wie ein König“ begrüßt. Was sagt uns die Wahl von Kurz über Österreich und allgemein über Europa?

Die Wahl in Österreich am 15. Oktober lieferte weitere Beweise für die zunehmende Präsenz der extremen Rechten in Europa. Sie war auch ein Beweis dafür, dass die Europäer besonders beim Thema Einwanderung einen Wandel anstreben. Diese Wahl zeigte auch, dass immer mehr Europäer bereit sind, unkonventionelle Anführer zu akzeptieren. Sebastian Kurz ist kein normaler Politiker und die Art und Weise, wie er die Führung Österreichs übernimmt, zeigt, dass dies keine normalen Zeiten sind.

Zu Beginn dieses Jahres war noch gar keine Wahl für diesen Oktober vorgesehen. Die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) regierte das Land in einer großen Koalition mit der Österreichischen Volkspartei (ÖVP). Christian Kern war Österreichs Bundeskanzler und Reinhold Mitterlehner war der Chef der ÖVP. Zu dieser Zeit war Kurz erst ein Juniormitglied der ÖVP, aber er war bereits Österreichs Außenminister. Als jedoch der Parteichef Mitterlehner im Mai zurücktrat, weil er mit den parteiinternen Machtkämpfen nicht mehr zurechtkam, avancierte Kurz zum Parteichef der ÖVP.

Am 14. Mai ließ Kurz der Partei nur zwei Optionen: Entweder sie akzeptierten ihn als Parteichef mit beispiellosen Befugnissen oder sie müssten die nächste Wahl ohne einen klaren Anführer bestreiten. Die ÖVP gab den Forderungen von Kurz nach. Kurz hatte nun die Befugnis, die Minister unter sich zu ernennen und das Recht, Kandidaten für das Parlament zu nominieren, sogar Außenseiter in der Partei. Er erklärte sofort das Ende der Koalition, wodurch Neuwahlen nötig waren.

Während des Wahlkampfs war es das Ziel von Kurz, mehr Stimmen als die bisher führende SPÖ zu bekommen und den Erfolg der extremen Rechtspartei FPÖ (Freiheitspartei Österreichs) soweit wie möglich einzuschränken. Das ist Österreichs Schwesterpartei der deutschen „Alternative für Deutschland” (AfD). (Im September hatte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel bei den Bundestagswahlen wegen des Aufstiegs der extremen Rechten viele Stimmen verloren und hat deshalb nun große Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung). Anders als in Deutschland ist Österreichs extreme Rechte schon seit Jahrzehnten im Parlament etabliert. Durch die Flüchtlingskrise bekam sie größeren Zulauf und es bestand sogar die Möglichkeit, dass sie die Wahl in Österreich gewinnen könnte. Im Frühjahr zeigten Umfragen, dass der nächste Bundeskanzler vielleicht sogar von der FPÖ gestellt würde und dass die ÖVP dann wohl erst an dritter Stelle kommen würde. Viele hatten schon die Hoffnung auf eine politische Zukunft der ÖVP verloren und so ließ man die Machtergreifung von Kurz zu.

Als er Parteichef wurde, wusste der 31 Jahre alte Kurz, dass seine Partei umgestaltet werden musste und dass sie, wenn sie die kommenden Wahlen gewinnen wollte, auch nach rechts rücken musste. Kurz begann, sich selbst als die Lösung der Flüchtlingskrise zu präsentieren und kopierte viele der Ansichten der extremen Rechten über Flüchtlinge. Er versprach, dramatische Maßnahmen zur Beilegung der Krise zu ergreifen. Er schlug sogar vor, die österreichische Armee nach Italien zu schicken, wo gerade hunderttausende von Flüchtlingen ankamen. Die Folge war, dass die extreme Rechte viele Wähler an ihn verlor und Kurz schließlich als der Erlöser Österreichs dastand.

Sein Erfolg wurde sogar in Deutschland bewundert, wo viele Christdemokraten gesagt haben mögen: „Ja, wenn wir in Deutschland nur jemanden wie ihn hätten“, wie der Münchner Merkur nach der Wahl in Österreich berichtete (Übersetzung durchweg von der Posaune).

Als er noch Außenminister war, rettete Kurz Deutschland während der Flüchtlingskrise davor, einfach überrannt zu werden. Er heimste die Lorbeeren dafür ein, im Februar 2016 den Flüchtlingsstrom über den Balkan eingedämmt zu haben, was gleichzeitig den Flüchtlingsstrom nach Deutschland erheblich einschränkte. Frau Merkel lehnte diese Maßnahmen aus humanitären Gründen ab. Wenn Kurz damals nichts unternommen hätte, wären auf dem Balkan niemals Grenzzäune gezogen worden und die Krise hätte sicherlich einen ganz anderen Verlauf genommen.

Das ist die Art von Führerschaft, die sich Europa wünscht. Die nächste Generation in Europa wird von ihren führenden Politikern verlangen, dass sie in der Flüchtlingsfrage einen harten Standpunkt vertreten, um die Gunst ihrer Wähler zurückzugewinnen. Kurz ist ein Anführer mit solchem Ehrgeiz. Er wird oft mit einem anderen Superstar verglichen, der vor kurzem sein Comeback nach Deutschland machte: Karl-Theodor zu Guttenberg.

Die Presse schrieb, dass Kurz „auch viele treue Anhänger in Deutschland hat, besonders in Bayern. Mit seinen Auftritten in den Talkshows der ARD und des ZDFs hat er die Lücke gefüllt, die durch den unfreiwilligen Ausstieg von Karl-Theodor zu Guttenberg entstanden war.“

Diese beiden Politiker haben überraschende Gemeinsamkeiten in der Art und Weise, wie sie mit den Menschen in Verbindung treten. Vor der Wahl hatte Guttenberg bereits erklärt, ihm gefiele es, wenn Kurz die Wahl gewinnen würde. Beide glauben an die Notwendigkeit einer Reform der europäischen Union, um sie besser auf die kommende Zeit vorzubereiten, an eine stärkere Zusammenarbeit mit den osteuropäischen Ländern, an eine digitale Revolution und an vieles mehr.

Die deutschen Zeitungen, die Politiker und die Deutschen im Allgemeinen sehen in Guttenberg den Mann, der Deutschland wahrscheinlich nach dem Ende der Ära Merkel anführen wird. Und das, obwohl viele Deutsche ihm seinen Plagiatsskandal nicht verziehen haben. N-TV meinte sogar, dass Guttenberg seine Partei auch so retten könnte, wie Kurz die österreichische Volkspartei gerettet hat.

Ein anderer Mann, mit dem Kurz auch verglichen wird, ist der französische Präsident Emmanuel Macron. Die deutsche Zeitung Die Welt nannte Kurz den Macron für Einwanderung und für Osteuropa, wobei sie auf erstaunliche Ähnlichkeiten hinwies. Genau wie Kurz hatte Macron eine Partei in eine Ein-Mann-Show verwandelt, hatte gegen die aufsteigende extreme Rechte gewonnen und hatte das höchste Amt seines Landes angesteuert. In beiden Fällen war es der Erfolg eines einzelnen Menschen, der den Ausgang der Wahl veränderte. Diese jungen Anführer haben auch beide eine revolutionäre Vision von Europa: Kurz will die Flüchtlingskrise beilegen und Osteuropa auf die Sprünge helfen – Macron will die Eurokrise bewältigen und Südeuropa aufhelfen.

Bild beschrieb Kurz als eine Kombination von Deutschlands Guttenberg, Kanadas Justin Trudeau und Frankreichs Macron. Diese Politiker stimmen in den großen Fragen überein: Bei der Beilegung der Flüchtlingskrise und bei der Reform und Vereinigung Europas.

Bemerkenswert, denn eine Prophezeiung in Offenbarung 17 beschreibt zehn Könige, die in Europa erscheinen, dieselben Ansichten haben und etwa zur gleichen Zeit an die Macht kommen: „Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, sind zehn Könige, die ihr Reich noch nicht empfangen haben; aber wie Könige werden sie für eine Stunde Macht empfangen zusammen mit dem Tier. Diese sind eines Sinnes und geben ihre Kraft und Macht dem Tier“ (Verse 12 und 13).

Könnte Sebastian Kurz nicht einer dieser Könige sein, die in Offenbarung 17 prophezeit werden?

Während seiner Reise nach Brüssel am 19. Oktober wurde Kurz wie ein König behandelt. Bild berichtete (Hervorhebung hinzugefügt):

Er ist der Senkrechtstarter auf der politischen Bühne Europas und wahrscheinlich bald das jüngste Staatsoberhaupt der Welt.

Dem künftigen österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz (31) wird in Brüssel bereits der Hof gemacht. Kurz von dem Beginn des EU-Gipfels wurde er vom Präsidenten der EU-Kommission Jean-Claude Juncker und vom EU-Ratspräsidenten Donald Tusk willkommen geheißen – wie ein König.

Wir weisen unsere Leser häufig auf eine Prophezeiung hin, die dem bereits verstorbenen Herbert W. Armstrong offenbart wurde, denn er erklärte uns, dass Europa sich auf zehn Könige beschränken würde, die ihre Macht Deutschland zur Verfügung stellen werden. Sehen Sie, was der Chefredakteur der Posaune im Mai dieses Jahres schrieb:

Beobachten Sie Europa! Dieses letzte „Haupt“ des Heiligen Römischen Reichs wird zehn miteinander verbündete Könige haben, von denen einer die höchste Instanz ist. Heute sucht Europa schon nach einem starken Anführer, der die Herausforderungen der europäischen Einheit meistert und das Projekt voranbringt. Sie können sicher sein, dass dieser mächtigste König aus Deutschland kommen wird. Wie schon so oft in der Geschichte wird Deutschland dem ganzen Reich vorstehen und es beherrschen.

Wenn wir den Aufstieg eines Superstaates in Europa beobachten, müssen wir auch die zehn Könige im Auge behalten, die über diese zehn Länder oder Ländergruppen herrschen. Die Bibel enthüllt in Offenbarung 17, dass sie als einzelne Staatsoberhäupter aufsteigen werden, sich aber dann zu einem bestimmten Zeitpunkt vereinigen, um ihre Macht einem allumfassenden Anführer zu übergeben.

Kurz und Macron haben eine Vorstellung davon, wie sie Ost-und Westeuropa, aber auch Nord-und Südeuropa vereinigen könnten. Aber genau wie Herr Armstrong aus der Bibel ersah, dass diese Könige aufsteigen würden, erkannte er auch, dass es mehr als nur einer gemeinsamen Vorstellung bedarf, um sie zu vereinigen. Es bedarf auch einer gemeinsamen Krise.

Die Flüchtlings-und die Eurokrise werden zu dieser ultimativen gemeinsamen Krise führen, aber all das wird nicht genug sein, um die Könige zu vereinigen. Eine noch größere Krise zeichnet sich drohend ab: Der Zusammenbruch des amerikanischen Dollars. Herr Armstrong prophezeite, dass diese endgültige Krise die zehn Könige einen würde und dass der Grund dafür sein würde, ihre Macht „dem Tier“ zu übergeben – einem europäischen Superstaat, der von Deutschland angeführt wird.

Sebastian Kurz, Emmanuel Macron und Karl-Theodor zu Guttenberg haben eine gemeinsame Vision eines solchen vereinigten Europas. Werden wir demnächst eine größere Finanzkrise erleben, die sie einen wird? (Lesen Sie unseren Artikel „Wie die globale Finanzkrise Europas zehn Könige hervorbringen wird“, um mehr über diese eindrucksvollen Prophezeiungen zu erfahren.)

Nur die Zukunft kann uns zeigen, wer diese Könige sind. Aber wenn wir den Zeitpunkt und die Art und Weise der Machtergreifung von Kurz, seinen Einfluss und sein Prestige sowie seine Verbindungen mit anderen prominenten Staatschefs in Europa bedenken, dann ist er sehr wahrscheinlich der Mann, der in Österreich den Thron beansprucht.

Da sich die Nachrichtenanalysten über den Aufstieg der extremen Rechten in Europa Sorgen machen, sind sie über die Wahlsiege von Kurz und Macron erleichtert. Aber die Prophetie der Bibel verrät, dass die wirkliche Gefahr von diesen starken Männern ausgeht, die eine geradezu königliche Macht erlangen, weil sie dem Aufstieg der Rechten entgegenwirken. Diese Könige sind dabei, sich in ihren jeweiligen Ländern mehr Macht anzueignen und das Schicksal Europas liegt in ihren Händen.

Beobachten Sie Europa sorgfältig – die Ereignisse werden genauso passieren, wie die Bibel es prophezeit hat. Bestellen Sie ein kostenloses Exemplar der Broschüre Ein starker deutscher Anführer steht unmittelbar bevor und sehen Sie sich an, wie sich diese Prophezeiungen direkt vor ihren Augen erfüllen werden. 

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